Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

Die gebrannte Stelle wird nun umgehackt und frisch besäet.
In der Regel kommt der Klee, wenn es gleich im ersten
Jahre geschieht, wieder auf und wenn nicht, ist doch
wenigstens die so verheerende Seide zerstört und dem weiteren
Umsichgreifen vorgebeugt.“
Demnach würde das Verbrennen der häufig gereiften
Samen und Blüthen zu gleicher Zeit tragenden Kleeseide,
vährend die Pflanze noch steht, auszuführen und
erst nach dem Brennen mit Umgraben der Stelle vor—
zugehen sein.
Die Feststellung der mit Kleeseide behafteten Stelle
bedarf der zuvorigen gründlichsten Untersuchung, indem die
einzelnen Ranken der Seide oft in schwer erkennbarer Weise
unter die Decke des Klees vordringen und jeder zurück—
bleibende Auslänfer den Grund zu neuen Verheerungen
legt.
Die Verwendung von seidefreiem Saatgut ist vor
Allem zu erstreben. Entgegengesetzten Falls bleiben alle
Bekämfungsarten erfolglos.
Es empfiehlt sich, daß die Lokalabtheilungen der land—
wirthschaftlichen Kasinos die Angelegenheiten, auch Samen—
beschaffung und Controlirung, sowie Aufsichtsführung beim
Brennen in nähere Berathung nehmen bezw. Versuche zur
Vertilgung der Kleeseide anstellen und die Resultate der
letzteren zur allgemeinen Kenntniß bringen.
Irier, den 23. Juli 1876.
Der evangelischen Pastoralhülfsgesellschaft
für Rheinland und Westphalen zu Barmen ist durch
Verfügung des Herrn Oberpräsidenten vom 28. Dezember
d. J. die Abhaltung einer Hauscollecte bei den evan—
zebischen Bewohnern der Rheinprovinz für das Jahr
1877 gestattet worden, was wir mit dem Bemerken zur
öffentlichen Kenntniß bringen, daß für unseren Verwaltungs⸗
bezirk der Diacon Ginkel von Elberfeld zum Collectanten
bestimmt ist.
Trier, den 8. Januar 1877.

Der Bürgermeister Klein in Brebach ist von dem
Herrn Ober-Präsidenten der Rheinprovinz zum Standesbe—
amten des die Landbürgermeisterei St. Arnual umfassenden
Standes-Amts-Bezirks ernannt worden.
Trier, den 9. Januar 1877.
Bekanntmachungen anderer Behörden.
Die nach meiner Bekanntmachung vom 21. November
v. J. unter der Schaafherde bei Silbereisenhaus ausge—
brochen gewesene Räudekrankheit ist erloschen.
Saarbrücken, den 11. Januar 1877.
Der Bürgermeister,
J. Kiefer
Bekanntmachungen des Landraths-Amtes.
In Gemäßheit der Verordnung der königlichen Regie—
rung zu Trier vom 28. Januar 1871, soll in diesem Jahre
die Hengstkörung am Mittwoch, den 31. Januar d. J., Vor—
mittags 10 Uhr in Lebach stattfinden, wovon die Herrn
Bürgermeister den Betheiligten Kenntniß geben wollen.
Saarbrücken, den 16. Januar 1877.

—8

lis
tiste

fur PA.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Ort und Behörde, bei welcher die Stelle vacant ist. 2) Nähere
Bezeichnung der Stelie. 3) Einkommen der Stelle. 4) Ob vie An—
stellung auf Lebenszeit oder auf Kundigung erfolgt. 5) Betrag der
zu stellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzug gedeckt werden
kann. 6) Ob Aussicht auf Verbesserung vorhanden ist. 7) An—
sprüche, welche an die Bewerber gestellt werden. 8) Wohin die Be—
werbungen einzureichen sind. 9) Bemerkungen.
1) Mettlach, Bürgermeisteramt, 2) Polizeidiener, 3)
900 A. und alle 3 Jahre 60 A für Dienstkleidung, 4)
auf Kündigung, 5) keine 6) ja, 7) gesund, kräftig, besonnen,
energisch und des Lesens und Schreibens kundia, 8) Bür—
germeisteramt zu Mettlach.
Saarbrücken, 22. Jannar 1877. Der Kal. Landroth von Geldern.

Heffentlicher Anzeiger.

Fortsehung
der
*
Saar-Canalisirung.
Die Ausführung von
rd. 6500 id. Reter Weiden⸗
pslanzungen
an den beiden Ufern der zu canali⸗
sirenden Saarstrecke zwischen Louisen⸗
thal und Wehrden soll im Wege
der öffentlichen Submission am
Naontag, den 29. Januar er.,
Rachmittugs 4 Uhr,
im Special-Baubüreau auf der
Wehrden gegenüber am rechten
Saar-Ufer belegenen Baustelle an
en Rimdestfordernden verdungen
werden.
Die bezuüglichen Bedingungen
fönnen entweder auf vorgenanntem
Züreau, bei Herrn Baumeister
Fischer zu Völklingen, oder an
Hefiger Siellk in den gewöhnlichen
Büreaustunden eingesehen werden.
Hierauf Reflectirende wollen ihre
Ifferten mit der bezüglichen Auf—
HNrift versohen e ben— 224

gebenen Termine bei Herrn Fischer
ibgeben und wird die Eröffnung
n diesem Termine in Gegenwart
zer etwa erschienenen Submittenten
tattfinden. 4
St. Johann a. d. Saar, den
6. Januar 1877.
Der Königl. Bau⸗Inspector
Ver h m hr od.

4598 3221358
BReßkumwmauchum.
Fuür die Königliche Steinkohlengrube Sn zbach-Altenwald
ioll Nachsteh ndes im Wege der Submission v rgeben werden:
1) Die Anlieferung von Gußwaaren ꝛc.,
2) Umaröeiten der Vorräthe von altem Gußeisen, und
3) Aufhauen der stumpfen Feilen in den Werkfstätten.
Versiegelte und auf die Bedingungen geg ündete Anervieten sind mit
ntsprechender Aufscheift portofrei bei der unterzeichneten Berginspectien
ad 1) Montag den 19. Februar er. Vormitzags 9 Uhr.
ad 2) Dieustug 2 95
ad 3) Mittwoch, 2 „ — —
abzugeben, welche im Beisein der versönlich erschirnenen 5*2nittenten
eröffnet werden.
Die Bedingungen köunen hier eken, auch Copialien bezogen
werden.
Sulzback—

Eine schöne Mansardbwohnnung,
bestehend in 2 Zimmern, Küche
ind Keller bis 1. Februar der
ruch später zu vermiethen.
Annr . - 9.

1Beamtenfamilie sucht auf gleich
»der 1. April fr. Wonnung von
—4 Zimmein mit Zub. Gefl.
Ifferten bitte in der Exped dis
31. a4auvh Nr. 418 abrudgeßgen

rktion V.

6⸗ *
—A
nus der Oberförsterei Helz an die fiscalischen Gruben zu liefe nden Grubenhölzer nach den unten näher
»ezeichneten Ssationen soll im Wege der Submission veraeben werden. Offerten sind schratlich pro Fesi⸗
neter Stammholz resp. Raummeler Stempel
bis zum 3. FJebruar cv. Vormittags 9 2hr.
zuf dem Büreau des unterzeichneten Onerförsterz vorschlvisen und mit deutlicher sinterichrift dos Nor—
manmens norrhben eintrreichät
            
Waiting...

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