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Bei Bestimmung eines Laichschonreviers für Forellen ist
vor Allem im Auge zu halten, daß dieselben, Behufs des
Laichens, eines Sand- oder Kiesbodens bedürfen. Die
weiblichen Forellen, wie alle zu ihrer Gattung gehörenden
Fische graben sich für Ablegung ihrer Eier zunächst eine
Grube, oder in der Fischersprache „einen Bruch“, indem sie
mit den Schwanzflossen den Kies ausheben und zur Seite
schieben. Der unten liegende hellere Kies wird auf diese
Weise nach oben gekehrt, weßhalb solche Brüche schon von
Weitem an ihrem Glanze zu erkennen sind. Felsiger Grund
ist somit bei Auswahl der Forellen-Schonreviere zu ver—
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fließendem Wasser zu wählen. Schattige Plätze mit ein—
zelnen Baumwurzeln, seibst einzelne, im Anschluß daran
befindliche Tümpel sind recht erwünscht. Aber es ist nicht
zu nah' an die Quelle zu gehen, indem das Wasser dort
für die Thiere zu viel Wärme enthält, und dieselben solche
Stellen zum Laichen nicht aufsuchen. Für Vermehrung der
Forellen würde namentlich eine Bestimmung zweckmäßig
sein, wonach jedes Mal das fünfte oder sechste Jahr der
betreffende Forellenbach gar nicht befischt werden darf.
Doch handelt es sich vorliegenden Falls nur um Anlegung
von Laichschon⸗Revieren.
Für Makrelen und Barben sind Laichschonreviere leichter
zu bestimmen, da diese Fische in Schwärmen auf die Brut—
stellen ziehen. Lachse und Salme anlangend, so ist die
nächste Anfgabe, ihnen die Wanderung aufwärts durch die
Flüsse und Bäche zu ermöglichen und Stauwehre, Selbst—
fänge, kurz alle Hindernisse zu beseitigen. Schönreviere für
dieselben sind moͤglichst in den nicht durch Wehre ꝛc. abge—
schlossenen oberen Theilen der Flüsse und Bäche herzurichten.
Da größere Karpfen oft über 400,000 Eier haben, so
ermöglicht sich deren Vermehrung ohne Anwendung jener be—
sonderen Sorgfalt, und Anlegung von Schoönrevieren fuͤr Hechte
ist nur bezügliich solcher Gewässer rathsam, in denen keine
Edelfische sich aufhalten, denn der durch die Gefräßigkeit
des Hechts entstehende Schaden übersteigt den Werth seines
Fleisches oft um das Hundertfache.
Auszug aus der Vacanzenliste
für Militeir⸗Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Ort und Behörde, bei welcher die Stelle vacant ist. 2) Nähere
Bezeichnung der Steke. 3) Einkommen ider Stelle. 4) Ob die An—
stellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 5) Betrag der
zu stellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzug gedeckt werden
kann. 6) Ob Aussicht auf Verbesserung vorhanden ist. 7) An—
sprüche, welche an die Bewerber gestellt werden. 8) Wohin die Be—
werhungen einzureichen sind. 9) Bemerkungen.
1) Coblenz, Garnisonlazareth, 2) Hausknecht, 3) 600
M. Gehalt, 180 46 Wohnungsgeldzuschuß 4) auf sechswöchent—
liche Kündigung, 5) keine, 6) das Gehalt steigt nach dem
Dienstalter bis zu 840 6. jährlich, 7) körperliche Rüstig—
keit, Reinlichkeit, Ordnungsli⸗be und Nüchternheit, 8) Inten—
dantur des 8. Armee-Corps zu Coblenz.
1) Stolberg, Stadtgemeinde, 2) Polizeisergeant, 8)
840 A. Gehalt iuͤkl. Miethsentschädigung und 60 Ab Kleidergelder,
4) auf 3 monatliche Kuündigung, 5) keine, 6) ja, 7)
gut lesen und schreiben, rüstig und energisch, 8) Bürger—
meisteramt zu Stolberg
1) Düren, städtische Verwaltung, 2) 2 Feldhüter, 3)
2 M. Tagelohn, 4) auf 83 monatliche Kündigung, 5) keine,
68) nein, 7) Bewerber müssen körperlich rüstig sein, nament—
lich gut laufen und sehen. ordentlich lesen und schreiben
können, auch ausreichende Terrain- und Personalkenntnisse
besitzen, 8) Bürgermeisteramt zu Düren.
1) Kreuznach, Bürgermeisteramt, 2) Stelle eines 5.
Polizeisergeanlen, welchem auch Geschäfte eines Exkutors bei
den städtischen Kassen übertragen werden sollen, 3) 800 4M
Gehalt, 75 6 Kleidergelder und die Executionsgebühren zum
ungefähren Betrage von 400 M., 4) auf vierteljährliche Kün—
digung, 5) keine, 6) unbestimmt, 7) einige Uebung in schrift—
lichen Arbeiten wird beansprucht, Erfahrung im Polizei—
dienste ist erewünscht, 8) Bürgermeisteramt zu Kreuz nach.
1) Bonn, Universitätskurratorium, 2) Hausdiener, und
Krankenmürter bei der Auzenklinik der Universität zu Bonn,
3) 975 Ab., 4) auf 3 monatliche Kündigung, 5) —, 6) —,
7) bei sonstigen untadelhaften Zeugnissen über seine bis—
herige Führung ist nachzuweisen, daß der Bewerber in der
Ausübung chirurgischer Hülfsleistungen Uebung und Er—
fahrung besitzt, 8) Universitätskuratorium zu Bonn.
1) Zell a. Masel, Postamt 2) Hülfslandbrifträger, 8)
180 Ab. 4) auf 4wöchentliche Kündigung, 5) 150 MA. kann
durch Abzüge gebildet werden, 6) nein 7) Bewerber muß
lesen und schreiben können, 8) Ober-VPost-Direktion zu Cob—
lenz.
1) Boppard, Bürgermeister, 2) Stadtdiener, 3) 900 - 950
Ab. inkl. Emolumente und freie Wohnung, 4) auf Kündigung,
5) keine, 6) fraglich, 7) völlig gefund, ordentliche Hand—
schrift und genügende Intelligenz, um die mit der Stelle
verbundrn schriftlichen Arbeiten selbstständig machen zu
können, 8) Bürgermeister zu Boppard wenn möalich unter
persönlicher Borstellung.
1) Aachen, Postamt J., 2) Hausdiener, 3) 810 A, und
der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß, 4) auf 4 wöchentliche
Kündigung, 5) 450 Ab, kann durch Gehaltsabzüge gebildet
werden, 6) nein, 7) Elementarkenntnisse, 8) Ober-Vost—
Direktion zu Aachen.
1) Aauchen, Ober-Post-Direktion, 2) Hülfsunterbeamten,
3) 2 . täglich, 1.46. täglich für Gestellung einer Hilfs—
kraft, 4) auf Kündigung, 5) 300 Ac, kann durch Gehalts—
abzüge gebildet werden, 6) nein, 7) Elementarkenntnisse,
8) Ober-Post⸗Direktion zu Aachen.
1) Aachen, Bahnpostamt Nr. 13, 2) Postschaffner im
Begleitungsdienste, 3) 810 46. und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß,
4) auf 4wöchentliche Kündiguug, 5) 450 46,
kann durch Abzüge gebildet werden, 6) ja, 7) Elementar—
kenntnisse, 8) Ober-Post-Direktion zu Aachen.
1) Aatchen, Ober-Post-Direktion, Postamt 1, 2, 3, 4
und Bahnpostamt Nr. 18, 2) 12 Hilfsunterbeamte, 3) je
2 40 täglich, 4O. auf Kündigung, 5) 300 Ab, kann durch
Gehaltsabzüge gebildet werden, 6) nein, 7) Elementarkennt—
nisse, 8) Ober-Post-Direktion zu Aachen.
1) Aachen, Postamt 3, 2) Packetträger, 3) 720 A. und
der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß, 4) auf Kündigung, 5)
300 4, kann durch Abzüge gebildet werden, 6) ja, 7) Ele—
mentarkenntnisse, 8) Oder-Post-Direktion zu Aachen.
1) Düren, Postamt, 2) 2 Postfchaffner, im Packet—
bestellungsdienste, 3) 810 .6 und der gesetzuche Wohnungs—
geldzuschuß, 4) auf 4 wöchentliche Kündigung, 5) 450 Ab,
kann durch Gehaltsabzüge gebildet werden, 6) ja, 7) Ele—
mentarkenutnisse, 8) Oberpost-Direktion zu Aachen.
1) Düsseldorf, Bahnpostamt Nr. 13, 2) Poftschaffner
im Begleitungsdienste, 3) 810 Al. und der gesetzliche Woh—
nungsgeldzuschuß, 4) auf 4 wöchentliche Kündigung, 5) 450
Ab, kann durch Gehaltsabzüge gebildet werden, 6) ja, 7)
Elementarkenntnisse, 8) Ober-Post-Direktion zu Aachen.
Saarbrücken. 18. December 1876. Der Kal. Landratb von Geldern