Full text : Saarbrücker Kreis-Blatt

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Des bäuerlichen Wirthschaftsbetriebs im hohen Grade ge- sogenannten Landesrace und namentlich denjenigen Schlä—
eignet ist, die Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. Keine gen das Hausschweines, die sich nicht durch große Körper—
Thierari vermehrt sich und wächst so rasch, wie die befseren massen und Fruchtbarkeit auszeichnen, von vornherein die
Sorten von Schweinen. Auch ist es in den hiesigen Ge— Eigenschaft absprechen, daß sie unter den jetzigen Verhält—
birgsgegenden fast überall möglich, das für die Schweine nissen zur Reinzucht noch passend siud und möchten die—
erforderliche Haupt- und Kraftfutter, als Kartoffeln, Topi⸗ selben deshalb möglichst bald beseitigt sehen.
nambur, Möhre bezw. Hafer, Buchweizen, Gerste und Herr Kartels gibt auch in dieser Hinsicht sehr er—
Hülsenfrüchte zu erzielen. An geeigneten Schweinetriften wünschte Aufschlüsse und daneben beachtenswerthe Winke
t kein Mangel wie auch andererseis der Boden mit ge— hinsichtlich geeigneter Kreuzungen und Veredlung der Lan—
ringen Ausnahmen hinlänglich klee- und graswüchsig ist, desrace, stellt auch im Verlauf seiner Schrift klar und be—
um die für die Schweinezucht erforderlichen Milchkühe hal⸗ stimmt die Ziele auf, welche der hiesige Landmann behufs
len zu können. Nur an wenigen Orten wird hinsichtlich Einführung eines geeigneten Schlags und Betreibung einer
der Züchtung und Kreuzung der Schweine regelrecht ver besonderen Schweinezucht festhalten muß.
fahren; meistens wird die sogenannte Landesrace gehalten, Das Werkchen und dieses dürfte namentlich zum Schluß
welche Exemplare und Zweige der verschiedensten Art in noch anerkennend hervorzuheben sein, beschränkt sich nicht
sich fatzt. VDie darunter leider nur felten vorkommenden auf Lehcen über die Schweinehaltung, sondern behandelt
Thiere mit ausgeprägten fest wppirten Formen mit langem eingehend deren Berührungspunkte mit anderen Zweigen der
tiefem Körperbau und grade vorlaufendem Rücken und Kreuz Wirthschaft, wobei namentlich nachgewiesen wird, daß bei
bezw. mit berhältnißmäßig kurzen Beinen und Kopf gehören richtiger Anreihung der Schweinezucht an die übrigen Ziele
zu den besseren Arlen des unveredelten Hausschweines und der hiesigen kleineren und mittleren bäuerlichen Wirthschaflönnen,
 da sie wirkliche Nutzuugseigenschaften haben, unbe- ten auf lohnendfte Erfolge zu rechnen ist.
denklich zur Zucht durch Kreuzung mit veredelten Ebern Die Schrift verdient in weiten Kreisen gelesen zu wer—
beibehalten werdeu. der und sollten namentlich die Landwirthe hiesiger Gegend
Doch würden wir den meisten Stücken der hiesigen Jdieselbe nicht unbeachtet lassen.

Terminkalender für den Monat August.

* 2 Beamte,
37 welche
3 zu berichten haben.

Die Erledigung
anordnende
Verfügung.

151 Sämmtliche Herren
Bürgermeister.

7. Juni 1872 Nr. 3595.

Auszug aus der Vacanzenliste
für Militair-Anwärter.
Die Liste enthält der Reihe nach folgende Mittheilungen:
1) Ort und Behörde, bei welcher die Stelle vacant ist. 2) Nähere
Bezeichnung der Steie. 3) Einkommen der Stelle. 4) Ob die An—⸗
stellung auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 5) Betrag der
zu stellenden Kaution und ob dieselbe durch Gehaltsabzug gedeckt werden
kann. 6) Ob Aussicht auf Verbesserung vorhanden ist. 7) An—
sprüche, welche an die Bewerber gestellt werden. 8) Wohin die Be—
werbungen einzureichen sind. 9) Bemerkungen.
1) Merzig, rheinische Provinzial-Irren-Heil⸗ und
Pflege-⸗Anstali, 2) Oberwürter, 8) 600 M, freie Wohnung,
Kost, Heizung, Licht und Waͤsche, 4) auf Kündigung, 8)
—, 6). —. 7) groͤßere Gewandtheit in den elemendaren
Kenntuissen und eine gewisse Fertigkeit in der Chirurgie;
derselbe muß zu Hülfsleistungen bei Obduktionen befähigi
sein, 8) Direction der rheinischen Provinzial-Irren-Heilund
 Pflege⸗-Anstalt zu Merzig.
.1) Bann, Kuratorium der Universität zu Bonn, 2) Bau⸗
wüächter bei den Neubauten der Unirersität Bonn, 3) 60 4.
monatlich, unter Gewährung eines Wachzimmers, 4) auf
Kündigung resp. bis zur Vollendung der Bauten, 5) —.,
6) — 7) der Bewerber muß mit guten Zeugnissen versehen
seiu, besondere Energie auf dem Bauplatz den Arbeitern
gegenüber besitzen und mit Baumaterialien soweit bekannt
sein, um bei deren Abnahme und Ueberwachung mit Nutzen
verwendet werden zu können. 8) Universitäts-Kuratorium zu

1

Gegeustand.

Bericht über die landwirthlichen Verhältnisse zur Festsetz—
ung der Herbstferien in den Elementarschulen.

Bonn, 9) die Stelle soll mit dem 1. August 1876 besetzt
werden.
1) Brüggen, Haupt-Zollamt zu Kaldenkirchen, 2) Grenz⸗
aufseher, 3) 900 M. Gehalt und 60 M. Wohnungsgeldzu—
schuß jährlich, 4) zunächst auf 6- bzw. 12 monatliche Probe,
demnächst definitiv, 5) keine, 6) ja, 7) Elementarschulbil—
dung und körperliche Rüstigkeit. 8) Provinzial-Steue r-Direk⸗
tor zu Cöln.
1) Coblenz. Postamt, 2) Landbriefträger, 8) 720 4
4) auf 4 wöchentliche Kündiung, 5) 800 M, tann durch
Abzüge gebildet werden, 6) nein, 7) Bewerber muß lesen
und schreiben können, und auch ein rüstiger Fußgängen sein—
8) Post⸗Direktion zu Coblenz.
1) Engelsdorf, Haupt-Zollamt zu Malmedy, 2) Grenz
aufseher, 3) 900 46. Gehalt 60 M. Wohnungsgeldzuschuß
jährlich, 4) zunächst auf 66 bzw. 12 Monat Probe dem—
nächst definitiv, 5) keine, 6) ja, 7) Elementarschulbildung
und körperliche Rüstigkeit, 8) Provinzial-⸗Steuer-Direktor zu
Cöln.
1) Enven, Haupt-Zollamt zu Aachen, 2) Grenzauf—
seher, 3) 900 M Gehalt und 60 4 Wohnungsgeldzuschuf
jährlich, 4) zunächst auf 6- bzw. 12monatliche Probe, dem—
nächst definitiv, 5) keine, 6) ja, 7) Elementarschulbildung
und körperliche Rüstigkeit, 8) Provinzial-Steuer- Directon
zu Cöln.
Soacorebrüöcken 7. Auaust 1876. Der önial. Landraih von Geldern.
            
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