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Dabei sieht die Redaktion die sogenannte Weinvered⸗
lung resp. Vermehrung nicht als einen Fortschritt auf
dem Gebiete des Weinbaues an, sondern ist der
Ueberzeugung, daß denselben der Platz auf dem Felde
des Fabrikationswesens gebühre, woselbst sie in ihrer
Berechtigung unanfechtbar sind.
Die Abonnementsgebühr beträgt für das ganze Jahr
10 Mark und für das halbe Jahr 5 Mark, den Mit—
gliedern des des deutschen Weinbauvereins wird die
Zeitschrift zum ermäßigten Preise von 6 resp. 8 Mark
iur von der Verlagshandlung geliefert.
Bei dem großen Ansehen, welches der Herausgeber
sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis genießt,
empfehlen wir hierdurch diese Zeitschrift zur Anschaffung.
Trier, den 29. März 1875.
Bekanntmachungen des Landraths-Amtes.
Bei Prüfung der vorigjährigen Klassensteuer-Recla—
mationen hat sich ergeben, daß die von Wittwen oder
Kindern nach der Veranlagung verstorbener Haushaltungs⸗
vorstände auf Grund des Ablebens der Letzteren auf
Steuernachlaß gerichteten Anträge vielfach als Recla—
nationen behandelt und in die Reclamations-Nachweis⸗
uingen aufgenommen worden sind.
Dieses Verfahren steht jedoch im Widerspruche mit
der Bestimmung in pos. 1 des 8 5 der Finanz-Ministe—
rial⸗Instruktion vom 12. Dezember 1878, nach welcher
beim Ableben des Vorstandes einer besteuerten Haus—
Jjaltung die Klassensteuer, zu welcher dieser veranlagt ge—
vpesen, in Abgang zu stellen, beziehungsweise nach 88
der gedachten Instruktion die überlebenden Wittwen oder
die die Haushaltung fortsetzenden beziehungsweise aus
derselben ausscheidenden Kinder neu zu veranlagen und
die desfallsigen Steuern in Zugang zu bringen sind.
Demgemäß hat Königliche Regierung bestimmt, daß
s. in der betreffenden Abgangsliste folgende Angaben:
1) Tag des erfolgten Ablebens des Haushaltungs-Vorstandes,
Nummer der Liste, unter welcher der etwa an
dessen Stelle tretende Haushaltungsvorstand oder
die neu besteuerten einzelnen Personen der frühe—
ren Haushaltung neu veranlagt sind;
II. in der betreffenden Zugangsliste: Tag, seit welchem
der Zugang begründet worden ist, nicht fehlen dürfen,
Saarbrücken, den 17. April 1878.
Saarbrücken, 19. April 1875. Landrath von Geldern.
Deffentlicher Anzeiger.
ßekanim ung.
Der Metzger Jakob Brenner zu
Altenkessel beabsichtigt das von ihm in
Altenkessel auf dem Grundstück in Flur 48,
Parzelle 190,29 errichtete Gebäude als
Schlachthaus zu benutzen.
Dieses Unternehmen wird mit dem Be—
—B——
daß die Zeichnungen und Beschreibungen
des Schlachthaufes auf dem Bürgermeister⸗
Amt zu Püttlingen zu Jedermanns Ein⸗
sicht offen liegen und daß etwaige Ein—
wendungen binnen 14 Tagen anzubringen
ind.
Diese Frist nimmt ihren Anfang mit
Ablauf des Tages, an welchem die diese
Bekanntmachung enthaltende Nummer des
Regierungs⸗Amtsblattes ausgegeben wor⸗
den und ist für alle Einwendungen, welche
aicht auf, privatrechtlichen Titeln beruhen
zräclusivisch.
Saarbrücken, den 14. April 18785.
Der Landrath
von Geldern. 89
Volizeidiener⸗Stelle.
Die Polizeidienerstelle der Gemeinde
Buichenbach, mit welcher ein Ein—
ommen von 720 Mark pro Jahr ver—
bunden, ist vakant.
Civilversorgungsberechtigte Personen,
welche auf diese Stelle reflectiren, wollen
sich binnen 14 Tagen unter Vorlegung
hrer Militairpapiere persönlich bei mir
nelden.
Rieaelsberg, den 8. April 1875.
Der Bürgermeister
Mainz. 89
Bau⸗-Verdingung.
Die Erbauung eines Gemeindehauses,
veranschlagt:
1) Erd⸗, Maurer⸗- und Steinhauer-Arbeiten incl.
Material zu 24,888 Mark
2) Zimmermanns⸗Arbeiten 4,728
3) Dachdecker⸗Arbeiten 2,123
9) Klempner⸗Arbeiten 293
soll im Wege der Submission vergeben werden.
Offerten auf diese Arbeiten sind, mit entsprechender Aufschrift versehen und
oersiegelt, bis zum 26. Aprile., Nachmittags 3 Uhr einzureichen und wird
die Eröffnung derselben in dem angegebenen Termine auf meiner Amäisstube, in
Begenwart der etwa erschienenen Submittenten, stattfinden.
Plan und Kosten-Anschlag nebst Bedingungen liegen auf meiner Amtsstube
uur Einsicht offen. 91
Malstatt, den 14. April 1875.
Der Bürgermeister
FICVer.
—
VBau⸗Verdingung.
Am künftigen Dienstag den 27. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr
ollen bei dem Gastwirth Herrn August Zeitz zu Sulzbach nachftehend verjeich—
nete Bedürfnisse zur „Einmauerung von S2 Dampfkesseln auf den Meilin—
schächten“ öffentlich an den Mindestfordernden verdungen werden:
Erdarbeit, pptr. 150 Mark.
Maurerarbeit, „141800
67 Kubikmeter Möllons,
176,8 z Bruchsteine,
43,800 Formsteine,
29,700 Stück Backsteine,
28,30 Kubikmeter Kalk,
87 F Sand.
Nähere Auskunft ertheilt Herr Bauwerkmeister Pit hier.
Sulzbach, den 16. April 1875.
Der Oberschichtmeister
Meorte naa.