129
übungen in den Elementar-Schulen und den unteren Klas—
sen anderer Lehr⸗ Anstalten. Herausgegeben von H. Roth—⸗
stein. Mtt 2 Figurentafeln. Berlin, E. H. Schröder, 1861.
Diese beiden Schriftchen sind auf Kosten der Gemein—
den für jede Schule in einem Exemplare zu beschaffen
und in das Schul-Inventar aufzunehmen.
Außerdem machen wir auf folgendes Schriftchen auf—
merksam, welches, der Feder eines Elementar-Lehrers
entflossen, mit wärmster Theilnahme den neuen Unter—
richts-Gegenstand bespricht, und zwar, was besonders
wichtig ist, vom Standpunkte der Volksschule selbst und
aus eigener Erfahrung in der Schule heraus. Es führt
den Titel: Die Volksschule und die Gymnastik. Ein
Wort für die allgemeine Einführung der Gymnastik in die
Volksschule; an Schul-Vorstände, Lehrer und Alle ge—
richtet, welche ein Interesse an der Volkserziehung haben.
Von F. W. Vogeler. Berlin, Verlag von E. H. Schröder.
Regierungs-Rescript vom 25. Januar 1862.
Daß sich an manchen Orten der Ausführung unserer
den Turnuntericht betreffenden Verfügungen Hindernisse
in den Weg stellen würden, haben wir vorausgesehen,
sind aber der Ansicht, daß der bei weitem größte Theil
derselben sich bei dem vorauszufsetzenden guten Willen
und bei dem hoffentlich sich fortdauernd steigernden Inte—
resse und Eifer der Behörden und Lehrer für die Sache
ohne Schwierigkeit beseitigen lassen wird.
Unter allen Hinderungsgründen, die in den verschie—
denen Ortschaften die Aufnahme des Unterrichtsgegen—
standes bis jetzt verzögert haben, scheint uns nur einer
von durchgreifender Bedeutung zu sein, der nämlich, daß
Lehrer wegen zu vorgerückten Alters oder wegen körper—
licher Gebrechen zur Leitung der betreffenden Uebungen
wirklich geradezu unfähig sind. Daß in diesem Falle
von der Einführung der in Rede stehenden Disciplin in
einer solchen Schule vorläufig abzusehen sei, haben wir
schon in unserer Verfügung vom 10. Jan. pr. nachgege—
ben. Was dagegen die vielfach vorgeschützte mangelhafte
Vorbildung der Lehrer betrifft, so verweisen wir auf die
in der obigen Verfügung angedeuteten Hülfsmittel, durch
die es einem wahrhaft willigen Lehrer sehr bald möglich
sein wird, den geringen Anforderungen, welche die Ele—
mentarübungen der Gymnastik an ihn stellen, zu entsprechen,
und erinnern noch einmal daran, daß vor der Hand
namentlich in den Landschulen nur auf die allereinfachsten
Ordnungs- und Freiübungen, für welche nur ein sehr
geringes Maaß von Vorbildung nöthig ist, Bedacht zu
nehmen sein wird.
Einen andern Hinderungsgrund hat für einzelne
Schulen nach Mittheilung der Berichte der Umstand ab⸗
gegeben, daß bisher kein passender Platz für die vorzu—
nehmenden Uebungen hat ermittelt werden können. Wir
dürfen aber kaum annehmen, daß in irgend einer Ort—
schaft sich namentlich für das Sommerhalbjahr durchaus
kein angemessener derartiger Platz werde finden lassen,
und könen wir nur unterstellen, daß auch dabei falsche
Begriffe von den Anforderungen, die an einen solchen
Plaͤtz zu stellen, das eigentliche Hinderniß gewesen. Je
größer, je geebneter und je besser umfriedigt und ab—
geschlossen das betreffende Terrain ist, um so angemessener
und brauchbarer wird es natürlich sein; aber auch ohne
diese Eigenschaften wird jeder freie Platz, auf dem Kinder
überhaupt ohne Gefahr sich tummeln und spielen können,
vollkommen ausreichen, um ihn für den geforderten Zweck
gebrauchen zu können. Namentlich ist eine Ausstattung
des Platzes mit Turngerüsten und Geräthen durchaus
nicht erforderlich, da die ersten elementaren Uebungen,
auf die es, wie schon öfter bemerkt, zunächst einzig und
allein ankommt, solcher Geräthe nicht bedürfen.
Am wenigsten können wir es als gerechtfertigt an—
erkennen, wenn der in unsern Verfügungen ausdrücklich
als obligatorisch bezeichnete Unterricht darum bis jetzt
beanstandet worden ist, weil derselbe angeblich bei der
Bevölkerung keinen Anklang findet. Solche Abneigung
wird, namentlich auf dem Lande, fast jeder Abweichung
von dem Hergebrachten entgegentreten, aber auch ebenso
bald schwinden, wenn erst einmal das Ungewohnte und
Neue der Sache überwunden ist und wenn vor Allem
die Gegner die segensreichen Früchte der betreffenden
Neuerung einsehen lernen.
Dazu kann aber namentlich die Belehrung der Ein—
sichtigern, und dazu rechnen wir, außer den Lehrern
selbst, vor Allem die Herren Pfarrer und Bürgermeister,
wesentlich beitragen und erwarten wir von denselben
deßhalb mit Zuversicht, daß sie ihren Einfluß nach dieser
Seite hin gern und mit Eifer geltend machen werden.
Besonderen Eifer und hervorragende Resultate werden
wir gern anerkennen und nach Maßgabe der uns zu
Gebole stehenden Mittel auch in geeigneten Fällen durch
eine angemessene Gratification zu belohnen wissen.
Terminkalender für den Monat August.
8 228
A
8* *
—A
25
7 8*
2
— 18
zu berichten haben.
Beamte,
welche
Die Erledigung
anordnende
Verfügung.
Sämmtliche Herren
Steuer⸗- und Gemeinde—
Einnehmer.
15. Sämmtliche Herren
Bürgermeister.
8. Juli 1842 Nr. 4016
7
7. Zuni 1872 Nr. 3595
Soagrhrücken 2 Mudust 19878
Gegenstand.
Nachweisung der erhobenen Gerichtskosten in einfachen
Holzdiebstahlssachen.
Bericht über die landwirthlichen Verhältnisse zur Fest—
setzung der Herbstfexien in den Elementarschulen.
VNoandyrafß von Gelsderre