läßt dann das Flüssige ablaufen. Die abgelaufene saure Brühe wird
bei Seite gesetzt. Zu dem im Dampffasse zurückgebliebenen Kleien—
teige kommen nun 200 Pfd. Wasser und 1 Pfd. 90grädige kalcinirte
Soda, worauf die Mischung wieder 10 Minuten lang gekocht wird
Man vereinige dann dieselbe allmählig, damit kein Ueberschäumen
—
noch 223 gehäufte Löffel Schlemmkreide darunter. Das Gemenge
kann nun den Thieren als Trank oder im Gemenge mit Heu, Häcksel,
Rüben u. s. w. verabreicht werden. Durch das vorgeschlagene Ver—
—
das Vieh assimilirbar, während beim Weichen derselben mit lauem
Wasser 20 Proz., beim Brühen mit siedendem 23-27 Proz., beim
Kochen mit Wasser 34 —585 Proz., beim Kochen mit Soda und Was—
ser 36—38 Proz. löslich werden.
umpfte Wiesen um 350 fl. im Ganzen verkauft worden, die, nach—
dem sie im Jahre 1863 mit einem Kostenaufwande von 40 fl. pro
Morgen drainirt worden seien, schon in diesem Jahre wieder um
10,000 fl. in andere Hände übergegangen seien. Im bad. Unter—
rheinkreise aufgenommene statistische Uebersichten lehren, daß 5710
Morgen Landes in nicht drainirtem Zustande im Jahre 1855 im
Durchschnitte 37 fl. der Morgen werth war, während der Morgen
jetzt in drainirtem Zustande (1865) durchschnittlich 500 fl. kostet. Die
durchschnittlichen Drainirungskosten stellen sich auf 48 fl. 30 kr. für
den badischen Morgen.
Futtermischung. Jüngsthin tadelten wir es, daß viele Land—
wirthe im Vorwinter fast nur Kartoffeln zur Verfütterung brächten,
während sie die leichter aufbewahrbaren Rüben für den Nachwinter
bestimmten. Auf Grund dieser Mittheilung schrieb uns nun dieser
Tage ein Landwirth aus Rheinpreußen, daß er zwei Milchkühen vom
1. Nov. bis 15. Nov. neben Heu gekochte Kartoffeln verabreicht und
die in dieser Zeit gewonnene Milch dem Maße nach bestimmt habe.
Nun habe er vom 16. Nov. bis 2. Dez. die Hälfte der vorher täg—
lich gegebenen Kartoffeln durch Runkelrüben (roh) ersetzt und bei
sonst ganz gleichbleibenden Fütterungsverhältnissen in dieser Zeit
251/, Maas Milch mehr erzielt, als bei der Verabreichung purer
Kartoffeln.
Nutzen der Drainage. Gelegentlich eines landw. Kränz—
chens der zu Worms studirenden Oekonomen wurde die Mittheilung
gemacht, daß ein Mann in Finthen bei Mainz ein Stückchen Feld
von 16 Hektare, das seit Menschen Gedenken immer nur Binsen ge—
tragen habe, durch Drainirung im Jahre 1864 in einen trockneren
Zustand habe versetzen lassen, und daß er in diesem Jahre schon auf
diesem Stückchen für 72 fl. Bohnen geerntet habe. Ebenso wurde
uns mitgetheilt, in Sinzbach seien im Jahre 1862 28 Morgen ver—
— —
*—
1
Januar 1866 ein directer Personen- und
Gepäckverkehr für Einzel- und Doppelreise in
I. II. und III. Wageuklasse ins Leben.
Auf F Billet werden 50 Pfund Freige—
päck gewährt.
Nach Nymegen, Saarbrücken, den 23. Dez. 18686.
Station der Rheinischen Bahn, tritt ab 1. Königliche Fisenbahn-Direcklion.
Bekanntmachung.
Am Dinstag den 23. Januar k. a., Vormittags von 9 Uhr ab,
ollen in der Behausung des L. Michler hierselbst die nachverzeichneten Arbeiten und Lie—
erungen für folgende Bauten der Königlichen Steinkohlengrube Gerhard Prinz Wilhelm
dem Mindestfordernden öffentlich verdungen werden.
A. Erbauung einer Wsteigerwuung bei der Stangenmühle.
B. Erbauung eines Dekonomiegebäudes hierzu.
O. Erbauung eines Oekonomiegebäudes zu der Grubenwächterwohnung in der
Schmiede am Gerhardstollen.
D. Vergrößerung des Lokomotivschuppens.
P. Herstellung eines Fahrweges vom Gerhardstollen nach dem Josephaschachte
und zum neuen Steinbruche am Lumpenberge.
F. Erbauung eines Durchlasses in dem letzteren Fahrwege.
—
Rhein-⸗Uahe-Eisenbahn.
Zinsen-Zahlung.
Die am 2. Januar 1866 fälligen, halbjäh
rigen Zinsen der Priaritäts-Obligationen der
Rhein-Nahe-Eisenbahn J. und II. Emissior
können von dem gedachten Tage ab bis zum
31. Januar 1866 Vormittags in den Ge
schäftsstunden:
1) bei der Direction der Disconto-Gesell
schaft in Berlin,
2) bei der Filiale der Bank für Handel und
Industrie zu Frankfurt a. M.,
3) bei dem A. Schaaffhausen'schen Bank
verein in Cöln und fortlaufend
4) bei sämmtlichen Stationskassen der
Rhein-Nahe-Eisenbahn, so weit derer
Bestände ausreichen, ingleichen
5) bei unserer Haupt-Kasse hierselbs
erhoben werden.
Die Coupons müssen den Zahlstellen mit
numerisch geordneten, nach den Emissionen ge
trennten und von den Eigenthümern unter
schriebenen Verzeichnissen übergeben werden.
Saarbrücken, den 13. Dez. 1866.
Königliche Fisenbahn-Direckion.
4
J. Arbeitslöhne.
Fahr⸗
steiger⸗
wohnung
Oekono⸗
miege⸗
4414
V.
Oekonom.
Gebäude
am Ger⸗
—8B
Lokomo⸗
tivschup⸗ Fahrweg. Durchlaß
en.
16 6120
40 6
1. Erdarbeiten veranschlagt zu
3. Maurerarbeiten
Steinmetzarbeiten 7
Zimmerarbeiten —
Dachdeckerarbeiten *
Dammsetzerarbeiten
Klempnerarbeiten incl. Material
Tischlerarbeiten , “—
Schlosserarbeiten 35 5
Glaserarbeiten „
Anstreicherarbeiten
Tapezierarbeiten W
7
—
t
„1219
51
82
89
25—
II. LRieferunag
Auserlesene Sandbruchsteine Schacht-R. — 26 2
Gewöhnliche Bruchsteine 44 25
dartgebrannte Backsteine Stück 26,600 ßzoo
Sewoͤhnlicher Kalk Ton ne 1540 48
Mauersand Kummen 163
Lehm n 12
dies Schachtruthen —
bflastersand Kummen 9
Pstastersteine Schachtruthen 3
Sandsteinwerkstück Cubitfuß 145
Sandsteinplatten Quadratfuß 359
Scharfkantiges Eichenbauholz Cubikfuß 46
F Tannenbauholz ur 447
Tannendachlatten laufende Fuß 1780
Verschiedene Eisengußwaaren (Oefen,
Waschkessel) Pfund 1200
Louisenthal, den 28. Dezember 1865
V
Bekauntmachung.
Die Anlieferung von zwei Dampfkesseln nebs
Barniturtheilen fuͤr die neue Püttlinger Tief
bauschacht-Anlage der Königlichen Steinkohlen
grube Gerhard-Prinz Wilhelm soll im Wege
der Submission verdungen werden, und wir'
hierzu ein Termin auf
Mittwoch den, 24. Janunar f. a., Nach⸗
mittags 3 Uhr,—
anberaumt.
Unternehmungslustige werden gebeten, ihre
Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen
vor gedachtem Termine portofrei an mich ge
langen zu lassen, vorerst aber die Bedingungen,
auf welche die Gebote gegründet sein müssen.
einzusehen, wobei bemerkt wird, daß Auswär
tige eine Abschrift der Bedingungen gegen Er
stattung der Copialgebühren von mir hezieher
können.
Louisenthal, den 28. Dezember 18685.
Der Königl. Ober-Schichtmeister.
WV. Posssth.
8.
9.
O.
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Der Königl. Oberschichtmeister
W. MPosth.