und der Ertrag von den Transporten der ermäßigten Fracht—
klassen auf der
Niederschlesischen Zweigbahn 72,0 pCt.,
Hinterpommerschen Bahn. 70,688,
Berlin⸗Stettiner „ 63,6,
Vorpommerschen F 59,38,
Oppeln-Tarnowitzer 59,28,
Bresl.⸗Pos.Glogauer Bahn d7,48,
Rhein⸗Rahe-Bahn.... 57,8,
der Einnahme aus dem gesammten Güterverkehre erreichte.
Die zum Theil nicht unerheblichen Differenzen in den Angaben
aber die Einnahme pro Centner und Meile der einzelnen Frachtlassen
auf den verschiedenen Bahnen scheinen auf der schon weiter
Iben hervorgehobenen Disparität der Tarifsysteme und der Frachtätze
zu beruhen.
Wir nehmen von einem speziellen Vergleich dieser Einnahmen
Abstand und bemerken nur, daß das Postgut 12,7 P.., das Eilgut
10,6 Pf., das Frachtgut der Normalklasse 5,0 Pf., die Kohlen und
doaks 1,7 Pf., das Frachtgut der ermäßigten Klassen 2,6 Pf., das
VBieh 5,0 Pf. und das gesammte Frachtgut einschließlich der Neben—
Erträge 2,7 Pf. pro Centner und Meile einbrachte.
Die Gesammt-Einnahme der preußischen Eisenbahnen be—
ief sich mit Einschluß der extraordinären Einnahmen auf 59,916, 726,4
Thlr. oder 70,666,8 Thlr. pro Meile Bahnlänge gegen 65,607,1
Thlr. im Jahre 1863.
Von sämmtlichen Bahnen hat die Cöln-Mindener die größte
Finnahme erzielt: 126,819 Thlr. pro Meile. Hieran schließt sich
zie Niederschlesisch-Märkische mit .. 120,9465,8 Thlr.,
Oberschlesische mit... .1118,022,2,
Berlin-Potsdam-Magdeburger mit 117,804,9,
und die Magdeburg-Halberstädter mit 103,716,2,
Die geringste Einnahmẽ findet sich bei der Vorpommerschen
Sisenbahn: 17,357,6 Thlr. pro Meile, hierauf folgt
die Hinterpommersche Bahn mit. . 17,998,8 Thlr.,
Dppeln⸗Tarnowitzer Bahn mit. 19,357,7,
„Neisse-Brieger — — 22,159,68,
und die Wilhelms-Bahn mit.. 27,134,8,
zm Durchschnitt brachte jede Nutzmeile 12,5 Thlr. ein:
n maximo 15,5 Thlr. auf der Magdeburg-Leipziger,
m minimo 56,8 „auf der Vorpommerschen Bahn.
Die Betriebs-Ausgaben betrugen im Ganzen 23,775,408,8
Thlr., und durchschnittlich pro Meile Bahnlänge 28,153,3 Thlr.
zegen 26,856,8 Thlr. im Vorjahre. Den höchsten Betrag der Aus—
zaben — 48,912,6 Thlr. — sinden wir bei der Cöln-Mindener,
den niedrigsten — 8343,1 Thlr. — bei der Oppeln-Tarnowitzer
Bahn angegeben.
Jede Nutzmeile kostete im Durchschnitt 5,0 Thlr. — in maximo
,2 Thlr. auf der Berliner Bahnhofs-Verbindungsbahn, in minimo
3,6 Thlr. auf der Rheinischen Bahn.
Von den Betriebs-Ausgaben kamen durchschnittlich:
31,0 pCt. auf die Bahn-Verwaltung,
33,08, „Transport-⸗,
6,0, „Allgemeine,
und es wurden durch dieselben 39,7 pCt. der Brutto-Einnahme ab⸗
orbirt.
Am günstigsten gestaltete sich das Verhältniß der Einnahmen
zu den Ausgaben auf der Rheinischen Eisenbahn, deren Betrieb nur
32,1pCt. des Brutto-Ertrages in Anspruch nahm, am ungünstigsten
— abgesehen von der Vorpommerschen Bahn, wo die Einnahmen
von den Betriebs-Ausgaben vollständig absorbirt wurden — auf der
dinterpommerschen Bahn, deren Betrieb 88,1 pCt. des Brutto-Er—
trages erforderte.
Außer den vorerwähnten Betriebs-Ausgaben wurden noch zur
Lermehrung und Verbesserung der Betriebsmittel, sowie zur Melio—
cation der Bahnanlagen, insbesondere aber zu Erneuerungen ver
wendet 5,679,881,9 Thlr. Demnach beträgt die Gesammt-Aus
gabe für alle Bahnen 29,455, 290,2 Thlr. oder durchnittlich 34,879,1
Thlr. pro Meile Bahnlänge, und zwar in maximo 63,451,7 Thlr.
auf der Berlin Hamburger, in winimo 10,116,7 Thlr. auf der Op—
deln⸗Tarnowitzer Bahn.
Der Ueberschuß der Einnahmen gegen die Betriebs-Aus— h ·
zaben, von welchem bei den Staatsbahnen die vorerwähnten Aus— jp
zgaben zur Melioration und Erneuerung der Bahn und der Betriebs: la
mittel, bei der Niederschlesisch-Märkischen und Westphälischen Bahn
außerdem noch die Zahlung der zur Verzinsung der Stamm⸗Actien,
sowie der zur Verzinsung und Tilgung der Prioritäts-Obligationen
erforderlichen Beträge — und bei den Privat-Eisenbahnen die Do—
tirung der Reserve- und Erneuerungs-Fonds, die Zahlung der Divi—
denden, sowie der Eisenbahn-Abgabe, der Tantioͤmen ꝛc. zu bestreiten
var, betrug in Prozenten des verwendeten Anlage-Kapitals:
a. bei den Staatsbahnen 8.21 pCt. (in maximo 13,63 pCt. bei
der Niederschlesisch-Mär⸗
kischen,
minimo 3,45 pCt. bei
der Westphäl. Bahn),
b. bei den unter Staats-Verwaltung stehenden Privat-Bahnen
7.25 pCt. (in maximo 16,05 pCt. bei
der Oberschlesischen,
in minimo 1,99 pCt. be
der Rhein-Nahe⸗Bahn),
d. bei den von Privat-Direktionen verwalteten Bahnen 8, 35 pCt.
sin maximo 16,36 pCt. bei
der Magdeburg-Halber⸗
tädter,
minimo 0,00 pCt. auf
der Vorpommerschen u.
0,53 pCt. auf der Hin—⸗
terpommerschen Bahn).
Im Durchschnitt betrug der Ueberschuß sämmtlicher Bahnen
8,05 pCt. des verwendeten Anlage-Kapitals.
Die von den einzelnen Bahnen gezahlten Dividenden sind
an anderen Orten mehrfach mitgetheilt worden, es ist daher hier
aur noch anzuführen, daß dieselben im Durchschnitt 8,59 pCt. gegen
7.49 pCt. im Jahre 1863 betrugen.
Der von den Staatsbahnen an die General-Staatskasse abge—
iieferte baare Ueberschuß ergiebt für erstere eine Durchschnitts—
Rente von 6,65 pCt. des verwendeten Anlage-Kapitals — gegen
5,95 pCt. im Vorjahre — und zwar in maximo 12,59 pCt. für die
Niederschlesisch-Märkische, in minimo 2,20 pCt. für die Westphälische
Fisenbahn.
Auf den Privatbahnen ergaben die zur Zahlung der Zinsen
und Dividenden verwendeten Beträge eine Durchschnitts-Rente
oon 5,68 pCt. des zu verzinsenden Anlage-Kapitals, — gegen 5,26
pCt. im Jahre 1863 — und zwar betrug diese Rente:
a. bei den unter Staats-Verwaltung stehenden Bahnen 456 pCt.
(in maximo 7,52 pCt. bei
der Oberschlesischen,
in minimo 1,69 pCt. bei
der Rhein-Nahe-Bahn),
d. bei den unter Privat-Verwaltung stehenden Bahnen 8,81 pCt.
in maximo 11,61 pCt. bei
der Magdeburg-⸗Halber⸗
städter,
minimo 1,02 pCt. bei
der Aachen-Mastrichter
Bahn).
Bei Anrechnung des Zuschusses zur Verzinsung der Prioritäten
m Betrage von zusammen 1,598,006 Thlr., wovon der Staat in
Folge der übernommenen Zins-Garantien 1,849,411,7 Thlr. zu
decken hatte, betrug die Rente der Privatbahnen:
a. unter Staats-Verwaltung. .. 4,68 pCt.,
b. unter Privat-Verwaltung... 6,47,
im Durchschnitt für alle Privatbahnen 6,04
Die bei den Privatbahnen vorhandenen Reserve- und Er—
neuerungs-Fonds erreichten am Schluß des Jahres 1864 einen
Bestand von zusammen 11,752,679 Thlr., gegen 11,003,407 Thlr.
m Jahre 1863.
Wir schließen diese Notizen mit dem Bemerken, daß es nur in
unserer Absicht gelegen hat, die Hauptmomente des Verkehrs und
der Ergebnisse des Betriebes auf den vaterländischen Eisenbahnen
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