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— X 52 537 und Tragertohn fur Saarbrucen unn
— 23 M 5 —328 St. Johann 12 Silbergroschen.
—— —X — —8 Fuͤr die durch die Post bezogenen ECxemn
— vlare 16 Gilberaroschen.
5*
den Kreis Saarbrücken.
4 115.
Dinstag den 25. September
1866
—
Amtliches.
Es wurden in dem gedachten Zeitraume gepflanzt in dem Kreise
Bäume
—54 Zu⸗
Gaͤttungen] sammen.
Stück. Stück.
7 236
2599 4123
127 235
461 1270
2851 1074
102 892
405 1084
99 1380
1128 1399
392 3848
81 696
441 1433
4230 4598
Bekanntmachung.
v. Vororte.
Trier Landkreis
Saarbrücken
Saarburge.
Merzige
Saarlonis
Bernkastel
Bitburg.
Prüm.
St. Wendel
Attweiler
Wittlich.
Daun—
Nach 8 23 des Gesetzes vom 27. März 1824 (Gesetzsammlung
Seite 101) scheiden die im Jahre 1860 für den Rheinischen Provin⸗
sial-Landtag gewählten Abgeordneten und Stellvertreter in diesem
Jahre aus, und es sind daher zum Ersatz sowohl dieser, als auch
er später gewählten, aus anderen Gründen ausgeschiedenen Abge—⸗
ordneten und Siellvertreter Neuwahlen nöthig, deren Abhaltung ich
sdeute veranlaßt habe.
Indem ich dies zur öffentlichen Kenntniß bringe, lade ich sämmt—
liche Wahl- und Stimmfähigen der Provinz hierdurch ein, sich zeitig
mit den Beweisen ihrer Qualifikation zu versehen und sich damit bei
den Wahlen, deren Ort und Tag näher bestimmt werden wird, ein—
ufinden.
Coblenz, den 8. Sept. 1866.
Der Ober-Präsident der Rheinprovinz,
non Vommer-Esche.
12ass asst2ꝛ, 8os
Aus vorstehenden Zahlen geht hervor, daß diesen, sowohl in
wegepolizeilicher, als auch in volkswirthschaftlicher Beziehung wich—
igen Baumpflanzungen Seitens der Kreis- und Lokalbehörden, so
wie der Gemeinden, wie früher, so auch in obigem Zeitraume im
All gemeinen eine erfreuliche Förderung zu Theil wurde.
Trier, den 12. Sept. 1866.
(I. 4709. 8. 3) Könial. Reaieruna.
Bekanntmachung.
Betrifft Baumpflanzungen an Gemeindewegen.
Nachstehend bringen wir eine aus den landräthlichen Berichten
usammengestellte Nachweisung der Baumpflanzungen, welche im Herbst
J. J. und im Frühjahre d. J. an den Gemeindewegen unseres Ver⸗
valtiungsbezirks theils neu, theils zum Ersatz nicht aufgekommener
früherer Anlagen ausgeführt worden sind, zur öffentlichen Kenntniß.
Bekanntmachung.
Der für Heusweiler im Kreise Saarbrücken auf den 26. d. Mts.
festgesetzte Kram- und Viehmarkt wird an diesem Tage aus sanitäts—
polizeilichen Rücksichten nicht abgehalten werden.
Trier, den 18. Sept. 1866.
Köniagal. Regierung.
— —
⸗
Der deutsche Wald.
Der Wald ist der Erde treuestes Kind! Wo der Wald ihr ge—
olieben, fehlt es ihr nicht an Frische, Blüthe und nährender Kraft.
Fr ist nicht bloß der Schmuck und Stolz der guten Mutter, deren
Schooß er entstammt, sondern ihr Schirm und Schutz, ihr freundlicher
krnährer. Mit seinem starken Körper wehrt er am Meere dem Vor
zringen des verzehrenden Dünensandes, mit seinen kraftigen Gliedern
ttemmt er sich im Hochgebirg dem zerstörenden Bergrutsch entgegen und
fängt mit tausend Armen die Lawine auf, um sie mitten in ihrem ver—
heerenden Lauf zu hemmen, zu bannen. Mit seinen Fingern ziehl
r den tränkenden Schatz der eilenden Wolken herab pocht an die
oollen Wasserschläuche, bis sie reißen, sammelt ihren Inhalt und sen
det ihn durch hundert Quellen und Bäche zur Labung der Lande hin—
aus; und unsere herrlichen Ströme, der Stolz unseres Vaterlandes,
oreisen vielleicht, im Wogenschwall des Meeres sich verlierend, noch
den heimathlichen Wald, wo sie als kleine Bergquellen mit den Blu—
men spielend jene Kraft sammelten, mit der sie groß geworden durch
die Lande rauschen: Segen bringend, Schiffe tragend und die Schön—
heit der Landschaft und das Leben des Volkes in ihren Fluthen
spiegelnd.
Wenn die hoher Moster und Schettansanken auf dem Meltmeere
empfinden könnten, wie oft möchten sie in der Welle, von der sie um⸗
schwebt werden, einen Freund aus der Heimath ahnen, der ihner
hon den Wundern des Waldes zuflüstert. welchem sie aemeinĩiam
entstammen.
Unsere Altvordern wußten, was sie an ihren Wäldern hatten,
unter deren Schatten sie wohnten. In heiligen Hainen empfanden
ie die Nähe ihrer wohlthätigen Gottheit, die sie im Säuseln des Laubs
ind in dem Toben einer Sturmnacht vernahmen. Immer noch
valtet dort die schir mende, erhaltende Naturkraft in ihrem schöpfe—
rischen Segen am sichtbarsten. Als eine Schutzmauer des Landes
reht der Bergwald, daß die zerstörende Wuth der Stürme sich an ihm
zreche. Aber die trocknen versengenden Winde durchtränkt er mit
seinem feuchten Athem. Und in den vorübersausenden Luftstrom
haucht er aus seinen frischen Gründen, aus seinen Millionen grüner
Zlätter und Nadeln heilsamen, stärkenden Lebensstoff, der draußen
so manche sterile Gebilde erfrischt, die Miasmen der Ebene verdrängt,
suftreinigend und Segen traͤufelnd über die Häusermassen der
Städte wogt und noch die bleichen Wangen ihrer Bewohner er—
quickend anweht. So wirkt der Bergwald noch in weite Ferne.
Wehe aber dem Volke, das seine Wälder nicht ehrt! Wehe dem
Lande, das sich seiner Forste beraubt! Der Fluch der Verödung rubt
auf ihnen.