Erscheint Dinstag, Donnerstag end
Sonnabend. Bestellungen sind bei der
aͤchsten Post⸗ Anstalt oder in der Ex⸗
pedition des Blattes zu machen.
Anzeigen portofrei einzureichen.
Insertions Gebuͤhren für die Garmond⸗
zeile oder deren Raum — Vf.
— 9 C 778 Der Abonnementé⸗Vreis
——6 J vetraͤgt pro Duartal incl. Stempelsten er
9J X ——— —oI—0 und Traͤgerlohn für Saarbrücken und
——z — ⏑ St. Johann 12 Subbergroschen.
5986 D *8 Fur die durch die Post bezogenen Erem
vlare 15 Silbergroschen.
*
— 73
den Kreis Saarbrücken. 6
—
1866.
48512.
Sonnabend den 27. Januar
Amtliches.
2) Kleidungsstücke und verschiedene Gegenstände, welche unter allen
Breitengraden zur persönlichen Equipirung der Fischer dienen;
Ausrüstungs-Gegenstände für die Fischerei-Boote, sowie Vor—
richtungen und Werkzeuge zur Anfertigung derselben;
M Netze, Leinen, Angeln, Harpunen und andere Geräthe, ebenso
wie Rohstoffe und Werkzeuge zur Herstellung derselben;
5) Gerbestoffe und andere für die Erbaltung der Netze gebräuch—
lichen Stoffe. — Vorrichtungen zu deren Anwendung;
Natürliche und künstliche Köder, sowie Alles, was zur Zube
reitung und Erhaltung der Lockspeisen dient;
Beräthe und Vorrichtungen zum Eintonnen, Einsalzen, Räuchern
uind Trocknen der Fische;
Proben von den verschiedenen, beim Einsalzen gebräuchlichen
Salzsorten mit Angabe der Bezugsquelle und des Preises;
Proben von zu bereitenden Fischen, wie solche in den Handel
ommen oder für den Handel geeignet sein dürften;
Vorrichtungen für das Verpacken und den Versandt der Fische;
Durch die Industrie gewonnene Fischerei-Produkte, wie solche
ür das Hauswesen, die Landwirthschaft, in den Gewerben u.
.w. Verwendung finden. — Unmittelbare Erzeugnisse des
Fischfangs, Korallen, Schwämme, Schalthiere, Perlmutter,
Perlen u. dgl.;
Modelle zu Bassins, Fischgehägen, Flechtwerken, Kasten und
anderen Geräthen und Vorrichtungen, welche bei der künstlichen
Fischzucht Anwendung finden;
Fachschriften über Fischerei und Fischzucht, Schriften jeglicher
Art, welche zur praktischen Belehrung der Fischer geeignet sind,
Zeichnungen, Aquarellen, Photographien, Pläne und andere
Erzeugnisse der schönen Künste, welche auf die Fischerei oder
rines oder das andere der damit in Verbindung stehenden Ge—
werbe Bezug haben.
Die Interessenten werden darauf aufmerksam gemacht, daß die
Anmeldungen vor dem 1. März c. gemacht sein müssen, und an den
Sekretär der Commission für die Fischerei-Ausstellung zu richten sind.
Da der Herr Minister von der Betheiligung an der Ausstellung
Kenntniß zu haben wünscht, so ersuche ich die sich etwa betheiligen—
den Personen des hiesigen Kreises, mir von der erfolgten Anmeldung
zefälligst Mittheilung machen zu wollen.
Auf desfallsiges Ansuchen können Exemplare des Programms ꝛc.
der Ausstellung durch meine Vermittelung bei Königlicher Regierung
bezogen werden.
Saarbrücken, den 20. Januar 1866.
Der Königliche Landrath,
v. Gäaärtner.
Bekanntmachung.
In No. 51 des Amtsblatts pro 1865 ist eine Bekanntmachung
er Königlichen Haupt-Verwaltung der Staatsschulden vom 8. De—
sember pr. über die an demselben Tage stattgehabte Verloosung von
A
1856 und der 53prozentigen preuß. Staats-Anleihe von 1859 abgedruckt,
uind sind Exemplare des Nummern-Verzeichnisses der ausgeloosten
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dem Kassen-Locale unserer Haupt-Kasse und auf den Büreaus der
Herren Landräthe, Bürgermeister, Steuer- und Gemeinde-Einnehmer
und Forst- und Strafkassen-Rendanten zur Einsicht des Publikums
zusgelegt.
Die Betheiligten werden hierauf mit der Aufforderung aufmerk—
am gemacht, zur Vermeidung von Zins-Verlusten die Erhebung des
dapital-Betrages der ausgeloosten Schuldverschreibungen rechtzeitig
uu bewirken.
Gleichzeitig werden die Inhaber der früher verloosten und ge—
fündigten, aber bis jetzt noch nicht realisirten Schuldverschreibungen
her gedachten beiden Staats-Anleihen, welche (mit Ausschluß der am
3z. Juni v. J. gezogenen) gleichfalls in der Eingangs gedachten
Nummern-Liste verzeichnet sind, erinnert, dieselben nunmehr unge—
äumt bei unserer Haupt-Kasse zur Erhebung der Kapital-Beträge zu
räsentiren.
Trier, den 2. Januar 1856.
Königliche Regierung.
v. Gärtner.
II.i5,oos X.)
Bekanntmachung.
Während des Zeitraums vom 1. August bis 16. Sept. 1866
vird in Boulogne-sur-mer eine internationale Fischerei-Ausstellung
tattfinden, wie eine solche im vorigen Jahre zu Bergen in Norwe—
gen stattgefunden hat.
Die preußische Fischerei und die derselben dienenden Industrie—
weige haben in Bergen eine geringe Vertretung gefunden, was der
Neuheit derartiger Ausstellungen und dem Umstande zugeschrieben
wird, daß das Unternehmen nicht bekannt geworden sei.
Der Herr Minister für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten
jat daher mittelst Rescripts vom 21. v. Mts. angeordnet, daß auf
die bevorstehende Ausstellung in Boulogne aufmerksam gemacht werde.
Indem ich mich dieses Auftrags hiermit entledige, bemerke ich,
»aß die Ausstellung in folgende 13 Sectionen getheilt sein wird:
Für die Fischerei bestimmte Schiffsgefäße und Modelle von
jolchen, ausgerüstet oder nicht, sowie die einzelnen Ausrüstungs
Gegenstände. — Fischhehälter;
No. 400.)
Rationelle Viehzucht nach Guénon. sehr Interessante enthält, worin der Verfasser auch auf die am Euter
(Schluß.) sehr guter Kühe nach dem Kalben stark hervortretenden Adern als
In Frankreich wird das Guénon'sche System seit langen Jah- auf das allein untrügliche Kennzeichen vorzüglicher Milchkühe hin—
ten aufs gründlichste erörtert und gelehrt. Unter den darüber schon veist, welche Entdeckung von ihm stammt und mit wohlgefälligem,
änger erschienenen Schriften zeichnet sich die die Rindviehzucht speziell überall durchblickenden Selbstbewußtsein erörtert wird. Auf Guénon,
dehandelnde Arbeit von Eugene Tisserant, Professor an der Thier- der ein gewöhnlicher Landmann war, scheint er indeß nicht gut zu
irzneischule zu Lyon, (ins Deutsche übersetzt von A. Korte, Breslau. prechen gewesen zu sein. Indessen läßt sich die an sich richtige Be—
dorn 1868) durch Gründlichkeit und Vielseitigkeit aus, sowie jene sauptung von Magne insofern ansechten, als sie für die Auswahl von
don J. H. Magne, Director der Veterinärschule zu Alfort, manches zuchtvieh nicht immer zutrifft. Lassen Sie mich dies der Wichtigkeit