das Faß, alle 14 Tage mit Wasser nachgefüllt, stets voll und guf
erschlossen. Gegen Mitte Februar kann man dann den Wein von
»er Hefe in gesunde weingrüne Fässer abziehen, in denen er sich
nehrere Jahre gut hält. Setzt man dem gährenden Most einige
dollunderblüthen zu, so erhält dadurch der Wein einen muskateller—
artigen Geruch und Geschmack. 2) Man wäscht Zuckerrüben, schneidet
zie Wurjeln ab, die faulen Stellen aus, bringt sie etwas zerkleinert
und zur Hälfte mit Obst vermengt, in den Mahltrog und verfährt
veiter wie bei der Obstweinbereitung.
frisch gepreßte Käsemasse, Kümmel, Salz, etwas gestoßenen Pfeffe—
und Butter zu, knetet die Masse gut, formt sie und legt die Käs—
zum Trocknen auf langes Stroh.
Waschen wollener Zeuge. Man setzt dem Seifenwasser
Salmiakgeist zu und wäscht die Zeuge kalt. Auf 100 Pfd. Wasser
ind 3 Pfd. Seife und 2 Pfd. Salmiakgeist erforderlich, Für wollene
Zleider, die man auf dem bloßen Leibe trägt, ist es sehr gut, sie
los in Sodawasser zu waschen. Man löst zu diesem Behuf in
1Quart Wasser 1 Pfd. Soda auf und schüttet die Auflösung in b0
Pfd. lauwarmes Wasser.
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Mittel gegen Vernageln der Pferde. Man nimm
das Eisen sofort ab und erweitert das Loch des betreffenden Nagels.
Die bloßgelegte Wundfläche bedeckt man mit Terpertinsalbe, welche
nit schwarzem Steinöl versetzt ist. Den Huf bringt man täglich
mehrere Mal in ein erweichendes Bad, welches aus einer Abkochung
don Kraut und Wurzel der Malve und Kamillenauszuß bereitet wird.
Die Vernarbung der Wunde begünstigt man durch Auflegen von
Basilikumsalbe. Die Homöopathie wendet innerlich und äußerlich
Arniéa an.
Verbällen der Klauen des Rindviehs zu heilen
Ist noch keine Eiterung eingetreten, so stellt man entweder das kranke
Thier stundenlang in kaltes Wasser oder umwickelt die kranke Klaue
ocker mit Werg und Leinwand und befeuchtet diese Bandage fortge—
setzt mit Essig und Wasser. Ist schon Eiterung eingetreten, so schnei—
det man alles abgetrennte Horn weg, bedeckt die Wunde mit trock—
nem Werg, befeuchtet dieses mit Aloetinktur und umwickelt es mit
Leinwand. Der Verband muß täglich erneuert und das Thier ruhig
auf hoher, trockner Streu gehalten werden. Die Homöpathie wendet
innerlich und äußerlich Arnica an.
Westphälischen Faustkäse zu bereiten. Man läßt aus—
gerahmte saure Milch auf gelindem Feuer gerinnen, schüttet die ge—
ronnene Masse in einen Sack und beschwert denselben mit Gewichten,
um alle Molke auszupressen. Dann wird die Käsemasse zwischen
den Händen gerieben, in ein leeres reines Milchgefäß gethan, zuge—
deckt und nach Beschaffenheit der Temperatur 3—8 Tage stehen ge—
tassen, so daß sie in Gährung geräth; dann fügt man noch etwas
lvia Forbach, eingehenden Güter fin—
det von jetzt ab wieder nach allen Haupt:
Zollämtern des deutschen Zollvereins
in Begleitschein- resp. Ansage—
Verfahren unter Rauum-Verschluß ganz
n derselben Weise Statt, wie vor Aus—
»ruch des Krieges und wird deshalb
im Sonnabend den 153. Sept. e. runsere Bekanntmachung vom 23. Juni er
Morgens 9 Uhe, — No. 13,617 1 — hierdurch aufge
zuf dem Ludwigsplatze hierselbst vor der da hoben.
clst belegenen Kaserne öffentlich an den Saarbrücken, den 29. Aug. 1866
Meistbietenden versteigert. Königl. Fisenbahn-Direckion.
Saarbrücken, den 9. Sept. 1866. »Düring.
Der Königliche Landrath,
v. Gaäͤrtner.
Bekanntmachnuna.
Die Lieferungsbedingungen und Zeichnungen
tiegen im vorbezeichneten Lokale, sowie in denen
der Maschinenmeister zu St. Johann und zu
St. Wendel zur Einsicht aus und werden auch
uf portofreien Antrag von mir mitgetheilt
Saarbrücken, den 6. Sept. 1866.
Der Obermaschinenmeister.
K. Schäfler.
Die von dem hiesigen Kreise für die Land—
vehr⸗Besatzungs-Eskadron Saarlouis resp. das
2. Reserve Landwehr-Ulanen-Regiment gestell—
en 18 Mobilmachungspferde werden auf Ver—
inlassung des Unterzeichneten
Holz⸗Verkauf
in Königlichen Forsten.
Am 19. September 1866,
Vormittaas 9 Uhr,
werden zu St. Johann bei Herrn Wirth Jo—
las die bei den unten bezeichneten Schlägen
»emerkten Hölzer in kleinen Loosen dem meist—
zietenden Nerkaufe öffentlich ausgesetzt:
Forst Ludwigsberg.
Schlag Rennborn:
468/, Klafter Knüppel,
Schlag Totalität:
1 Eichen-Bau- und Nutzholz-Stämme
8 Akazien⸗ n
71 Nadelholz-⸗
Weichholz⸗ J
1 Eichenstange von 5—26“,
1 Nadelholzstangen von 3-6“,
/. Schock Fichtengerten von 2-3
7 Klafter Buchen-Scheitholz,
1719 Knüppel.
Saarbrücken, den 4. Sept. 1866.
Der Königl. Oberförsten
H. Fuchs.
Die Lieferung von
141 Stück Radreifen von Gußstahl,
273, desgl. „Puddelstahl,
410 5 Achsen von Gußstahl und
7255 desgl. Schmiedeeisen
ür die unter der Verwaltung der Königlichen
kisenbahn-Direction zu Saarbrücken stehenden
xisenbahnen für das Jahr 1867 soll im Wege
er öffentlichen Submission vergeben werden.
Termin hierzu ist auf
Donnerstag den 27. September d. J.
Vormittags LII/, Uhr—
m Geschäftslokale des Unterzeichneten auf dem
hiesigen Bahnhofe bis zu welchem die Offerten
rankirt und versiegelt mit der Aufschrift:
it zSubmissign auf vieseruns D Radrei⸗
Il⸗ J en und Achsen aus Gußstahl oder
Die Z30 Abfertigung Puddelstahl resp. Schmiedeeisen“.,
Jer, aus Frankreich in den Zoll-Verein,eingereicht sein müssen.
Für den directen Ehter-Equipagen
und Vieh-Verkehr zwischen der Taunus
Eisenbähn und den Stationen unserer Bah
nen ist vom 1. September er. ab ein neuer
Tarif aufgelegt worden, wovon Verkaufs
Eremplare à 3 Sgr. bei den Stations-Kassen
n haben sind.
Saarbrücken, den 4. Sept. 1866
Hönialiche Fisenkakn-Direcfion.
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derausgeber und Verleger: Chr. Möllinger, vormals Neumann'sche Buchhandlung in Saarbrücken — Druck von A. Sonnenburg in Trier