Champagnerbier zu bereiten. Man kocht 20 Quart
Wasser, löst darin 123 Pfund braunen Candis- oder Meliszucker auf,
setzt nach dem Erkalten 1 Obertasse guten Aloesaft zu, rührt die
Mischung um und läßt sie gähren. Sobald die Hefe einen Ueber—
zug bildet, wird sie mit einem Löffel abgeschöpft und die Masse an
zinen kühlen Ort gesetzt. Hat sich die Hefe gesetzt, so gießt man die
Flüssigkeit vorsichtigt ab, wirft 122 Loth mit Citronenöl befeuch—
eten Meliszucker, der klar gestoßen ist, hinein, rührt um und zieht
die Flüssigkeit auf feste Flaschen. In 8 Tagen ist sie trinkbar und
noussirt.
Champignons, frische, den ganzen Winter zu zie
sen. In einem trocknen, nicht dumpfigen Keller schlägt man eine
dasten von 4 Fuß Höhe auf und legt in denselben 1 Fuß hot
rischen Pferdemist und auf denselben 1 Fuß hoch alten zur Hälf!
nit Gerberlohe vermischten Pferdemist. Darauf streut man eine M
chung schwarzer mit Lehm versetzter Erde und soviel als möglit
Champignonsbrut und befeuchtet die Oberfläche täglich 2 Mal mittel
iiner ganz feinen Brause
Stärkebereitung. 1) Aus Roßkastanien. Man mahl
die geschnittenen Kastanien fein, übergießt das Pulver mit Wasser
ührt es eine Stunde lang gut um und filtrirt dann die Masse unte—
viederholtem Aufschütten frischen Wassers und Umrühren der Masse
Das Durchgelaufene läßt man 24 Stunden in einem Gefäß stehen
zießt dann die Flüssigkeit vorsichtig ab, schüttet frisches Wasser au
ind gießt dasselbe nach 24 Stunden ab. Der Bodensatz, die fein
Ztärke, wird in mäßiger Wärme getrocknet. 2) Aus Farren
kraut. Man zerstampft Wurzeln und Stengel, digerirt die zerstampft
Masse in Wasser, filtrirt sie durch ein dünnes Tuch und wäscht se
mit Wasser gut aus. Man läßt die Auflösung einige Zeit unberühr
tehen, worauf sich die Stärke auf dem Boden des Gefäßes nieder—
chlägt.
Wein zu klären und zu verbessern. Für je 1Pfd. in
kleine Stücken geschlagene Gelatine bringt man 12 Quart Wasser
in einem reinen Gefäße zu Sieden, wirft die Gelatine hinein und
kocht sie unter beständigem Umrühren so lange, bis sie sich vollstän—
dig aufgelöst hat. Dann gießt man die Flüssigkeit in ein hölzernes
Befäß läßt sie abkühlen und vermischt sie mit der Weinpeitsche auf
das innigste mit dem Wein. Sobald sich der Wein geklärt hat, zieht
man ihn von dem Niederschlage ab. Auf 30 Ohm Wein braucht man
1WPfd. dieser Weinschöne.
Vorsteher Hopff eingesehen, auch auf porto
reie Gesuche mitgetheilt werden.
Saarbrücken, den 16. August 1866.
Königliche Fisenbahn-Direckion.
Bau⸗Verdingung.
Am künftigen Donnerstag, den 30
d. M., Nachmittaas 2 Uhr,
—
Für die zollamtliche Abfertigung der Eil—
und Frachtgüter im Verkehre mit Frankreich wer⸗
den ab 18. September c. die Gebühren nach un—
serem Binnen-Tarif erhoben und tritt mit dem ge⸗
nannten Tage der Seite 26 des internationalen
Tarifheftes vom 1. August 1864 befindliche Zoll⸗
abfertigungs-Gebühren-Tarif außer Kraft.
Saarbrücken, den 17. August 1866.
Königliche Eisenbahn-Direction.
Bekanntmachung.
ollen bei Gastwirth L. Martin hier nach
tehende verzeichnete Bedürfnisse zur Erbauunt
iines neuen Schlafhauses auf „Altenwald'
iffentlich an den Mindestfordernden verdunger
verden:
A Arbeiten.
Am Mittwoch den 29. August d. J.
Nachmittags von 2 Uhr ab,
ollen in der Behausung des Gastwirths Lud
vig Michler hierselbst, die nachverzeichneter
beim Bau einer Maschinenanlage mit Zechen
jause, zur Aufstellung eines Guibal'schen Ven—
tilators bei Stangenmühle“ vorkommende Ar—
»eiten und Lieferungen, dem Mindestfordern—
en öffentlich in Verding gegeben werden, und
war:
A. Arbeiten.
Ao
1) Die Erdarbeiten, angenommen zu . 70
2) „Mauer- und Steinmetzarbei-⸗
tlen, angenommen zu... 770
3) „Zimmermannsarbeiten, ange—⸗
nommen zu.... 180 B. Sieferungen.
Dachdeckerarbeiten, angenom. zu 20 p
Tischler⸗, Glaser- und Anstrei⸗ 8) 266 Ifde. Fuß Thonröhren von gpeyr
Zerarbeiten, angenommen zu . . 100 8077ꝛ aden Dinag 2 *
J. Hou,
——A — 3 3 a 2834
B. Lieferungen. 16) 4,610/3 Kubikfuß Hausteine,
beilaufig 80 Schrth. gewöhnl. Bruchsteine 17), 731 Dugdratfuß Sandsteinplatten vor
Britte
) —F auserlesene Sandbruch: 18) 2,860 dotß ——
66 x ine 19) 16,707 Ifde. Fuß Dachlatten
9 250,000 Stück gewöhnl. Bruchsteine, 3
3 5 —8— Drpo 20) 22/2 Reiß Dachschiefer,
193 200 gewöhnlichen Kalt 21 16/2 Schrthen Pflastersteine,
3 200 Kunmen Sand, 122) 11,000 Pfund Gußwaaren,
3* 260 CEbfß. Sandsteinwerkstücke, N— e dumen 8
4) i20 WMaschinen Fundament. . 218 Kummen vosche
quadern, Der Bau soll noch im laufenden Jahre in
15) i88 Cbfß. scharfkantiges Tannen- den Fundamenten und erst im künftigen Jahrte
bauholz, zanz fertig gestellt werden.
6) „1828 Ifdfß. Dachlatten. Wegen des Näheren wolle man sich, au
Die Bedingungen sind auf meiner Amtsstube derrn Bau? Werkmeister Mol zbiexielbf
ur Einsicht offgelegt. »enden.
Louisenthal, den 20. August 1866. Sulzbach, den 14. August 1866.
Der Oberschichtmeister, Der Schichtmeister,
W. Posth. Mertens.
*
Für die zollamtliche Abfertigung der Eil—
ind Fracht-Güter in unserm Binnen-Verkehr
reten ab J. September c. ermäßigte Taren ein.
8. 21 unseres Binnen-Tarifs wird daher durch
ine neue Gebühren-Tarxe modificirt, welche auf un⸗
eren Güter⸗Expeditionen eingesehen werden kann.
Saarbrücken, den 17. August 1866.
Rönigliche Eisenbahn-Direction.
Die Uniform-Materialien
für die Beamten der unter Verwaltung der
Königlichen Eisenbahn-Direction zu Saarbrüen
tehenden Eisenbahnen pro 1867 sollen im
Wege der Submission vergeben werden.
Lieferungslustige wollen ihre Offerten nebst
Proben versiegelt bis zum 10. September
d. J. an die unterzeichnete Direction ein—
zeichen.
Die Lieferungsbedingungen können in un—
erem Central-Büreau beim Herrn Büreau—
derausgeber und Verleger: Chr. Möllinger, vormals Reumann'sche Buchhandlung in Saarbrücken. — Druck von A. Sonnenburg in Trier.