gewährende Verpflegungs-guschuß pro II. Quartal c. für den Gar—
nison-Ort Saarbrücken auf dreizehn Pfennige pro Mann und Tag
festgesetzt worden.
Saarbrücken, den 9. Juli 1866.
Der Königliche Landrath,
—ICS
Bekanntmachung.
Durch Rescript des Königl. Ober⸗Präsidenten der Rheinprovinz
vom 26. v. Mts. No. 5172 ist der Termin zur Abhaltung der, der
Gemeinde Katzenfurt im Kreise Wetzlar gestattete evangl. Hauscol⸗
lecte bis zum 1. Januar verlängert worden.
Das Königliche Landraths-Amt setzen wir hierdurch in Verfolg
unserer Verfügung vom 26. Februar cur. J. S. 5. No. 1091 mit dem
Bemerken in Kenntniß, daß wir der Einsendung der Ertrags-Nach
weise bis zum 15. Januar k. J. entgegen sehen.
Trier, den 3. Juli 1866.
Königliche Regierung, Abtheilung des Innern,
Linz.
An sämmtliche Königliche Landrathsämter
des Bezirks.
(JI. 3116. 8. 5.)
Abdruck sämmtlichen Herren Bürgermeistern des Kreises zur Kennt
nißnahme und Beachtung.
Termin zur Einreichung der Ertrags-Nachweisen 1. Januar 1867
Saarbrücken, den 9. Juli 1866.
No. 4075.)
Der Königl. Landrath,
v. Gaͤrtner.
Hülfeleistungen für die Armee.
Aufruf!
Durch die siegreichen Ereignisse der letzten Tage ist der Armee
Verwaltung die Pflicht zugefallen, nicht nur für die ärztliche Pflege
der nicht unerheblichen Zahl der eigenen Verwundeten, sondern auch
für die noch größere Zahl der in unsere Hände gefallenen Verwun—
deten der feindlichen Armee zu sorgen. Dazu reicht die etatsmäßige
Zahl der Truppen- und Lazareth-Aerzte nicht mehr aus. Es werden
daher die Militär- und Civil-Aerzte auch des außerpreußischen Vater
landes, welche sich gedrungen fühlen, durch Ausübung ihres Berufs
dei der im Felde stehenden Armee den Bestrebungen der Humanität
nachzukommen, die uns heißt, dem überwundenen Feinde dieselbe
liebreiche Fürsorge zuzuwenden, welche den eigenen Angehörigen ge—
währt wird, aufgefordert, sich bei dem Medizinal-Stabe der Arme
in Berlin zu melden. Dabei werden den betreffenden Militär-Aerz
——
Mittel gegen die Knochenbrüchigkeit beim Rindvieh.
in Vortrag des Apothekers Schuͤler in Nohfelden, gehalten im landwirth⸗
ichaftlichen Casino zu Tuͤrkismühle am 12. November 1865.
Meine Herren! Von Jugend auf habe ich große Freude an
der Landwirthschaft, insbesondere an der Viehzucht gehabt und würde
mich wahrscheinlich jenem Fache gewidmet haben, wenn meine Eltern
mich nicht davon abgehalten hätten. Dies Interesse an der Vieh—
zucht hat mich auch in allen Apotheken, in welchen ich als Lehrling,
später als Gehülfe beschäftigt war, die Krankheiten der Thiere mit
der größten Aufmerksamkeit verfolgen lassen. Das ist in den Län—
dern sehr leicht, wo von den Thierärzten nur die Recepte verschrie
ben, die Arzneien aber insgesammt in den Apotheken andefertigt wer⸗
den. Unter diesen Umständen können Sie sich leicht denken, wie
überrascht ich war, als ich in Nohfelden zum ersten Male von der
unheilbaren Krankheit der Knochenbrüchigkeit sprechen hörte, die mir
als eine Krankheit der Kühe beschrieben wurde, welche ich weder dem
Namen, noch dem Wesen nach kannte. Das Erste, was ich hierau⸗
that, war, mich genau über die Krankheitserscheinungen zu instrui⸗—
ren, und Sie werden es sehr begreiflich finden, wenn ich sofort die
Gründe für die Entstehung dieser Knochenbrüchigkeit in den örtlichen
Verhältnissen suchte. Sie mußten nach meiner Ansicht entweder in
der Art und Weise der hiesigen Viehfütterung, oder in der Beschaf—
ten bis zum Range eines preußischen Ober-Stabsarztes aufwärt
deren Dienste in dem Heimathlande entbehrt werden können, di
Rangstellung und die Competenzen zugesichert, welche dieselben in der
betreffenden Armee, der sie angehören, innegehabt haben. Die si
meldenden Civil-Aerzte haben bei dem genannten Medizinalstabe der
Armee ihre Qualification nachzuweisen und eine derselben entsprechent
Verwendung zu gewärtigen.
H.⸗Q. Horitz, den 4. Juli 1866.
Der Kriegs- und Marine⸗Minister,
von Roon.
Lotterie.
Bei der am 4 Juli angefangenen Ziehung der 1 Klasse 134.
Königl. Klassen⸗-Lotterie fielen ferner:
146 Gewinne zu 30 Thlr. auf Nr. 609 1097 2126 2338
3204 3383 4321 4502 4878 8903 11,918 11,986 13,268 13 338
14,050 14,275 14,614 15,139 16,059 16,810 17, 354 17,770
18,278 18,6610 18,700 18,701 18935 19,013 19,091 19096
18,388 20,500 20,527 21,080 21,513 21,627 21,960 22059
22,265 22,428 22.949 23,199 23,511 24.748 25,393 25658
25,670 25,9500 26. 124 26 946 27.207 28628 209,765 30386
31,503 32443 526 34 4386 480 24,903 35,693 85, 846
36,389 36 792 232 870 324 20. 196 11,257 41,989
42,616 42 270 21 45.2311 45,313 45,498
45,729 48 952 49,987 50217
32, 139 n5 24,956 58,618 58,657
58,791 08 60158 60337 61, 144
61,794 65,115 35 558 536,734 66,926
69,618 72. 201 y42820 75,830
77,323 56 79,813 80,974
81,848 86 221 358 27,619 88,830
89,016 4209, 700 90, 208 v1, 490 92,810 92 870
92,878 93, 148 93,951 94, 160.
Bei der am 5. Juli fortgesetzten Ziehung der 1. Klasse 134.
Königl. Klassen-Lotterie fielen:
1 Hauptgewinn zu 5000 Thlr. auf Nr. 3660. 2 Gewinne
zu 3000 Thlr. auf Nr. 11,451 85, 288. 2 Gewinne zu 100 Thlr
auf Nr. 39,629 79,444.
9 Gewirne zu 70 Thlr auf Nr. WMBö 2889 15,017 26, 876
45, 836 61,979 63,974 64,080 75, 245.
11 Gewinne zu 60 Thlr. auf Nr. 86093 14,964 16,783
29, 980 34, 774 44,027 67, 342 68,778 80,898 84, 265 87, 724.
2WGewinue zu 50 Thlr. auf Nr. 5969 9548 18,728 19,641
,050 25,677 33,518 38,064 38,436 40,829 42,275 42, 734
48,098 50,063 65, 934 71,628 77,357 82 174 89,541 90, 213.
50 Gewinne zu 40 Thlr. auf Nr. 2008 2069 4691 4775
5205 7436 7941 8249 8251 11,055 11,8327 18,999 18,476
18,639 21,2091 26,887 32,528 32,955 38418 38, 764 42, 165
45,8319 47,218 47,681 47,705 48,339 49,064 50, 163 50,450
514,187 03,049 538,791 59,063 59,615 63,828 65,382 68600
70,773 72,579 72683 76,377 781848 79520 80.638 82,451
82,970 87,090 88,221 88,248 98,322.
fenheit des Bodens, oder in den klimatischen Verhältnissen liegen
Indem ich nun meine gewonnene Ueberzeugung über die Natur und
Heilung der Knochenbrüchigkeit näher begründen will, thue ich dies
in der Hoffnung, einerseits zur Verminderung derselben beizutragen,
andererseits Jedermann darüber aufzuklären, daß das von mir ge—
zen diese Krankheit entdeckte Heilmittel bei anhaltendem, sorgfältigen
Bebrauche helfen muß, da ich dies wissenschaftlich und mit den be—
reits zahlreich kurirten Kühen beweisen kann.
Die Knochenbrüchigkeit ist, wie Sie Alle wissen werden, ein«
Krankheit, bei der die inneren Organe der Thiere, als Herz, Lunge,
Nieren ꝛc., völlig gesund sind, und die ihren Sitz, wie schon der
Name andeutet, in den Knochen hat. Sie beginnt, wie ich aus
eigenen Beobachtungen entnommen habe, in den meisten Fällen mit
ꝛiner Lähmung an einem Beine, und möchte ich den Landwirthen in
ihrem eigenen Interesse rathen, sorgfältig darauf zu achten, ob ihre
kranken Kühe vor der eintretenden Lähmung schon eine gewisse Mat⸗
tigkeit im Körper gezeigt haben. Ist dies der Fall, so rührt die
Lähmung fast stets von der im Entstehen begriffenen Knochenbrüchig—
keit und nicht, wie sie oft wochenlang glauben, von dem Vertreten
des Fußes oder von dem Tritt in einen Nagel her. Da wird bald
der eine, bald der andere Fuß untersucht, und selbst wenn man nichtt
findet, kann man sich nicht entschließen, zu denken, man habe eint