mögen, die es übrigens wohl verdienen, die Aufmerksamkeit und Be
wunderuug der Blumisten auf sich zu ziehen.
Ohne die Liebhaberei der Tulpen so weit zu treiben, wie die
dolländer, pflegen auch die Türken, welche die wahren Liebhaber
schöner Blumengärten sind, dieselben mit besonderer Sorgfalt. Da
der Himmel so milde und durchsichtig über dem schönen Lande Kon—
tantinopel's schwebt, feiert man dort schon in den ersten Tagen des
Frühliings das herrliche und prachtvolle Tulpenfest. In den glän—
senden Sälen des Harems unter den ungeheuren Bogengängen, welche
die Gärten umringen, führt man amphitheatralisch Stufengerüste auf,
velche man mit den köstlichsten Teppichen bedeckt. Auf diesen symme—
risch geordneten Stufen stellt man in dreifacher Reihe Krystallgefäße
auf, aus denen Tulpen in den glänzendsten Farben emporragen.
Zwischen diesen Krystallgefäßen werden Kästen mit wohlriechenden
Sträuchern aufgestellt, und von Strecke zu Strecke sprudeln Spring—
brunnen Strahlen von Rosenwasser empor, damit dem Geruche zugleich
nit dem Gesichte geschmeichelt werde.
Am Abend wird das ganze Serail mit Tausenden buntfarbigen
Lampen erleuchtet, und in der Mitte dieser glänzenden Illumination
erscheint der Sultan in dem blendenden Glanze von Gold und Edel—
steinen und begleitet von einem Gefolge, dessen Luxus jeden Glauben
übersteigt. In dem Augenblicke, wo er auf dem für ihn errichteten
Throne Platz nimmt, ertönt herrliche Musik, und süße Frauenstim—
nen ergießen sich in weichen Melodien. Plötzlich dringt dann ein
Wohlgeruch athmender Strom junger Odalisken durch die Menge der
Zuschauer, um, die Stirn mit Blumen bekränzt und das Lächeln auf
den reizenden Lippen, Tänze und Gruppirungen auszuführen, durch
die man versucht werden könnte, an die Wahrheit der lieblichen Mär
hen von Tausend und eine Nacht zu glauben. M. R.
und Beschreibung des Fabrikats — wer
den kann, bis zum 5. Juli er. versiegelt, por
tofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen
an mich einzusenden, an welchem Tage Vor—
nittags 10 Uhr die Eröffnung der Submissio
nen in meinem Büreau auf hiesigem Bahnhofe
in Gegenwart der etwa erschienenen Submit
tenten erfolgen wird.
Die näheren Bedingnungen werden auf por
ofreies Verlangen mitgetheilt.
Trier, den 13. Juni 1866.
Der Eisendahn-Bau-Inspector.
A. Bavyer.
Titel II. u. III. (bis 8 69) des Allgem. Berg⸗
zesetzes und behandelt die Abschnitte von
der Muthung, Verleihung, Vermessung, Con⸗
solidation, vom Bergwerks-Eigenthume im
Allgemeinen, vom Betriebe und der Verwal⸗
tung. Die Gesetze über die Führung der
Berghypothekenbücher und über die Errichtung
zewerblicher Anlagen sind in den Text einge—
chaltet und in den Anmerkungen zugleich die
dezüglichen Verwaltungs-Instructionen mitge—
theilt. Außerdem sind aus dem Inhalte der
Noten unter andern folgende Erörterungen
wegen ihres practischen Interesses besonders
hervorzuheben: Anm. 28. Zulüssigkeit der te⸗
egraphischen Muthung. — 389. Vorüberge—⸗
jende Ueberdekung einer Muthung. — 61.
—8 des älteren Bergwerks-Besitzers
8 31). — 80. Consolidation von zwei Ge⸗
werkschaften des alten rechtes (Verfassung der
ronsolidirten Gewerkschaft). — 115. 8wang
ur eer ere 122. Getrennte
Verleihung verschiedener Mineralien in dem—
ielben Felde (Sicherheits-Pfeiler).
Vorräthig bei
Chr. Moellinger.
S
Khein-Uahe
Eisenbahn.
Zinsen-Zahlung.
Die am 1. Juli er. fälligen, halbjährigen
Zinsen der Prioritäts-Obligationen der
Rhein-Nahe-Eisenbahn J. und I. Emission
önnen von dem gedachten Tage ab bis zum
31. Juli er, Vormittags in den Geschäfts—
tunden:
1. bei der Direction der Disconto-Gesellschaft
in Berlin,
2. bei der Filiale der Bank für Handel und
Industrie zu Frankfurt a / M.,
3. bei dem A. Schaaffhausenschen Bankver
ine in Cöln
und fortlaufend
1. bei sämmtlichen Stationskassen der
Rhein-Nahe-Eisenbahn, soweit deren Be—
tände ausreichen.
ingleichen
5. bei unserer Haupt-Kasse hierselbst
erhoben werden.
Die Coupons müssen den Zahlstellen mi
numerisch geordneten, nach den Emissionen ge
trennten und von den Eigenthümmern, unter
ichriebenen Verzeichnißen übergeben werden.
Saarbrücken, den 7. Juni 1866.
Konigl. Lisenbahn-Direckion.
v. Düring.
Bekanntmachung.
Vom 1. Julisc. ab und bis auf Weiteres
kosten auf der Grube Gerhard-Prinz-Wilhelm
und zwar: 9
1 Ctr. Kohlen J. Sorte an den Ver—
kaufspunkten Gerhard (bei Loui⸗
senthal) und Prinz Wilhelm
bei Gersweiler).... .6 —
11„Kohlen U. Sorte ebendaselbst 5 —
1,. Förderkohlen bei Stangenmühle 5 3
vas hierdurch öffentlich bekannt gemächt wird
Saarbrücken, den 15. Juni 1866.
Königliche RVerawerks-Direckion.
Bekanntmachung.
So eben erschienen:
Politischte
Das Rangiren der Eisenbahn-Waggons
Brube Duttweiler mittelst Pferden soll
Submissionswege verdungen werden und
sierzu Termin auf
Donnerstag den 21. Juni e.,
Vormittags 10 Uhr,
estgesetzt, an welchem Tage die Eröffnung der!
ingegangenen Offerten in Gegenwart der etwa
»ersönlich erschienenen Submittenten auf dem
Züreau der unterzeichneten Berg-Inspectior
tattfinden wird.
Auch können vorher die Bedingungen, welch
er Submission zu Grunde zu legen sind, da
elbst eingesehen werden.
Grube Duttweiler, den 11. Juni 1866
Königl. IV. Berg-Inspection.
Soeben erschien bei J. Guttentag in Berlin
Klostermann's Kommentar
zum Allgemeinen Preuß.
Berggesetz.
2. Lief. 12 Sgr.
(Dritte Lieferung unter der Presse.)
Die 2. Lief. dieses Kommentars umfa
Profezeiungen
für 1866 und Folge.
Aus dem Testamente eines jüngstverstorbenen
Diplomaten.
1
sSaarbrücker-Eisenbahn.
Die Lieferung nachgenannter Feuerlösch-Ge
räthschaften für die Stationen der Saarbrücker
Sisenbahn, als:
oierrädrige Druckspritze mit 75 Fuß
Schlauch,
weirädrige Druckspritze mit 258 Fuß
Schlauch,
41 Kübelipritzen mit je 25 Fuß Schlauch
78 ederne Eimer,
26 Feuerhacken,
16 Leitern,
18 Wasserbütten,
oll im Wege der öffentlichen Submission ver⸗
zeben werden.
Lieferungslustige werden hierdurch eingela—
den, ihre bezüglichen Offerten, deren Zeichnun
— —— —— — — —— ααôXà σ .OαOÄXôO⸗»M-acbltlx — — — Mä——IIeer 3 — — ——
derausaeber und Verleaer: Chr. Möllinger, vormals Neumann'sche Buchhbandlung in Saarbrücken. — Druck von A. Sonnenburag in Trier
EIberfeld.
Bãdeker'sche Buchhandlung.
(A. Martini G Grüttefien.
16 Seiten, 1 Silbergroschen.
Jeder Leser dieser pikanten Schrift duͤrfte sich ent⸗
äuscht fuͤhlen, sowotzl, wer in ihr blos die hergebrachie
HManier des alten Schäfer Thomas und anderer Pro—⸗
eten sucht, als wer fuͤrchtet, eben nur abgedroschene
Profezeiungen zu finden. Die Enttäuschung wird eine
allgemeine sein, aber eine höchst anzenebme, und alle
Anspruͤche befriedigende. Auf den Volksgeschmack ein
gehend entstand eine politische Brochüre ersten Ranges,
nar und objktiv, das Volk und jeden gebild ten Leser
auf eine höhere Warte der Weltübersicht führend, als
ewöhnliche Organe politischer Parteien zu besteigen
eben und vermögen. Diese beispiellos woͤhlfeile Flug⸗
hrift — die in allen Buchhandlungen zu baben ist —
erdient in tausenden von Exemplaren in alle Schichten
es deutschen Nolkes zu dringen.