wendet wurden, so warf sich die Krankheit doch zwischen Fleisch und
Fell, und alle weißen Flecken der Haut schlugen dermaßen aus, daf
diese Stellen den ganzen Sommer über schorfig blieben, während
die rothen Stellen des Felles von diesem Uebel völlig frei waren.
die Kuh mußte eine Reinigungskur durchmachen, die kranken Stellen
wurden eingeschmiert, jedoch erfolgte die Heilung derselben erst zur
Herbstzeit im Stalle, und behaarten die letzteren erst wieder im Früh—
sahre. Diese Krankheit hat sich mit jedem Sommer wiederholt, wenn
auch alljährlich in schwächerem Grade
Aber auch bei seinen Pferden nahm der Berichterstatter im letz⸗
en Sommer eine ähnliche Erscheinung wahr, diese haben das ganze
Jahr hindurch reinen, gesunden Hafer und schönes Heu gefressen und
erhielten im Vorsommer ein Wickengemenge mit Hafer und Gerste,
grün geschnitten, dazu aber immer noch alten Hafer.
Die Pferde befanden sich hierbei sehr gut, aber mit dem Grün—
zutter stellte sich ein Anschwellen aller weißen Hautstellen dermaßen
ein, daß einige Pferde eine Zeitlang ganz unbrauchbar wurden.
Dagegen blieben diejenigen Pferde, welche nichts Weißes am Körper
hatten, von diesem Uebel ganz frei. Namentlich sahen zwei Pferde,
zie einen weißen Kopf hatten, abschreckend und scheußlich aus; der
Kopf war stark angeschwollen und grindig, und der Ausschlag setzte
eine solche Menge Eiter ab, daß derselbe fortwährend tropfenweise
zur Erde lief. Die Pferde mit weißen Füßen erhielten für eine Zeit—
jang förmlich eine Art Igelfuß. Ein Pferd hatte vorher ein Augen—
übel gehabt und mußte 6 Wochen lang 2 Haarseile tragen. Dies
hlieb eine ziemliche Zeit verschont; endlich schlugen die Füße doch aus,
wenngleich nur in geringem Maße. Berichterstatter hat dem Grün—
utter Schuld gegeben, von welchem die Wicken sehr mit Läusen be—
haftet waren; denn wie dies Futter nicht mehr angewendet wurde
heilte auch die Krankheit von selbst ab. Dennoch aber bleibt es im
ner merkwürdig, daß nur an den weißen Stellen der Pferde dieses
lebel sichtbar wurde und andere Pferde von dunkler Farbe ganz ver—
chont und munter blieben.
Diese Thatsachen scheinen jedenfalls beachtenswerth, und da es
bekannt ist, daß die scheckige Farbe unserer Hausthiere nur eine Folge
der Züchtung und Zähmung ist, so wäre es gewiß räthlich, dem
Fingerzeige der Natur zu folgen, die uns jedes Thier in der Wild—
heit gleichfarbig und meistens dunkelfarbig vorführt. Ja wir finden
an Thieren in ungezähmtem Zustande die weißen Flecke nur da, wo
das Fell am dünnsten ist, z. B. am Bauche und unterm Halse.
König Marx D. von Bayern über das Schulwesen auf
dem Lande. Der anerkannt vortheilhafte Einfluß der Chemie auf
die Agricultur läßt es nothwendig erscheinen, daß die Kenntniß der
landwirthschaftlichen Chemie eine möglichst allgemeine werde. Ich
erkenne es daher als zweckmäßig, daß die Zöglinge in den Schul—
lehrer⸗Seminarien Unterricht in der landwirthschaftlichen Chemie er—
halten. Sie werden dann einen günstigeren Einfluß auf die Gemeinde—
zlieder ausüben und es wird mit der Zeit auch in den Landschulen
andwirthschaftliche Chemie gelehrt werden können *).
Liebig bemerkt hierzu: Leider finden die alten Schulmänner
jeden neuen Schulplan fehlerhaft, wenn er höhere Forderungen stellt.
die sie sich bewußt sind, selbst nicht erfüllen zu können.
*) Letzteres geschieht bekanntlich jetzt schon in den Fortbildungsklassen vieler
Schulen von Rheinpreußen.
Bekanntmachung.
u/. Klafter Eichen-Scheitholz,
723..,„ Buchen⸗ „
441,, Knüppel,
462 „Reiser.
Schlag Fischberg:
8 Birken-Bau- und Nutzholzstämme
90 Stangen von 32865“ Durchm.,
10 Schock Gerten von 223“,
21/, Klafter Buchen-Scheitholz,
9 „ Birken⸗„
8., Ruuüppel.
Schlag Wilhelmsbrunenstangen
2/. Klafter Eichen-Scheitholz,
1 „Buchen⸗
Gi Knüppel,
993, Reiser.
Schlag Totalität:
6 Klafter Kiefern-Bau- u. Nutzholzstämme
Forst Lauterbach J.,
Schlag Petersberg:
15 Eichen⸗Bau- und Nutzholzstämme
9 Kiefern⸗ do.
1123 Stangen von 3—565“ Durchm.,
12. Schock Gerten,
1,3 Klafter Eichen-Scheitholz,
763. Knüppel,
56473, Reiser.
Schlag Junger Scheitschlag:
70 Kiefern:Bau- und Nutz holzstämme unter
12 Zoll.
Forst Differten,
Schlag Wolfsdell:
104 Klafter Reiser.
Schlag Weiherschwänz:
21 Klafter Knüppel,
364 ,„ Reiser,
Forst Ludweiler.
Schlag Warendsberg:
21 Kiefern-Bau- und Nutzholzstämme
Carlsbrunn, den 9. Juni 1866.
Der Königliche Oberförste
Solf.
Am künftigen Montag den 18.
Juni e., Nachmittags 2 Uhr.
oll im Hause des Gastwirths L. Martin zu!
Sulzbach die Lieferung nachstehender Materia
ien zum
Bau einer Kessel⸗Anlage bei den Eisen⸗
naten der Grube Sulzbach⸗Al⸗
tenwald
jffentlich verdungen werden.
a. 28 Schachtrulhen Bruchsteine,
b. 7 — Möllons,
c. 90 Tonnen Kalk,
d. 100 Kummen Sand,
3. 37 „Lehm.
Nähere Auskunft ertheilen Bauwerkmeister
Simon und der Unterzeichnete.
Sulzbach, den 2. Juni 1866.
Der Schichtmeister.
Mertens.
2
—
Nach
Eger und Franzensbad
findet vom 1. Juli er. ab Creuznach, sag
rücken und Trier eine directe Personen- und
Zepäck-Abfertigung statt.
Es werden Billets J. und II. Wagenklasse
unter Gestattung von bo Pfd. Freigepäck aus⸗
zegeben.
Saarbrücken, den 8. Juni 1866.
Koͤnigliche Sisenbahn- Direckion.
v. Düring.
Kohlen- und Kouks—
Werth-Tarife
— Bahn-Fracht und Kohlenpreis
enthaltend —
von den Saargruben nach den diesseitigen
Stationen, sowie nach der Rheinischen- Nassaui
schen-Taunus-Hessischen Ludwigs-Main-Weser.
Bahn und den Bayerischen Staats-Bahnen
sind mit der Königlichen Bergwerks-Direction
jom 1. Juni er. ab vereinbart und den
Frubenstasionen zur Anwendung überwieser
worden.
Die Stations-Kassen in Saarbrücken, Neun
tirchen und. Bingerbrück werden diese Tarife
zralis verabfolgen.
Saarbrücken, den 4. Juni 1866.
Koönigliche Lisenbahn- Direckion.
Holz⸗Verkauf
in Königlichen Forsten.
Am 18. Juni 1866, Vormittagas
9 Uhr,
verden zu Lauterbach bei Wirth Berg die
ei den unten bezeichneten Schlägen bemerkten
Zölzer in kleinen Loosen dem meistbietenden
Kerkaufe öffentlich ausgesetzt:
Forst Lauterbach II.,
Schlag Wolfschneiß:
41,. Klafter Buchen-Scheitholz,
45,,, Reiser.
Schlag Sauschneiß:
17 Eichen-Bau⸗ und Nutzholzstämme,
5 Eichenstangen von 4-65“,