gast der Seide, entfernt wird. Der Seidenfaden besteht aus dem
auern Kern und der äußeren Hülle. Während ersterer wesentlich
uus Thierfaserstoff und thierischem Leim besteht, ist die Hülle aus
gummi zusammengesetzt oder vielmehr aus gummisaurem Kalk. Der
dern zeigt basische, die Hülle saure Reaction. Daher ist der erstere
zegen kohlensaures Natron neutral und wird beim Kochen mit diesem
seagens nicht angegriffen. Wird dagegen die Hülle mit kochender
Zeifenlauge in Berührung gebracht, so verbindet sich sowohl das
zummi mit dem in der Lauge enthaltenen Natron, als auch der Kern
nit den vorhandenen Fettsäuren. Beide neu entstandene Verbindun
gzen sind im Wasser löslich. Verwendet man nur kohlensaures Na—
ron, so wird blos das Gummi aufgelöst, der Kalk aber ausgeschie
den und auf der Thierfaser, dem Kern der Seide unlöslich, wenig—
tens schwer löslich niedergeschlagen. Die zur Entbastung angewen.
zeten Stoffe müssen selbstverständlich möglichst rein und frei von schäd⸗
lichen Substanzen sein, weil sonst der Kern der Seide angegriffen
vird und dieselbe leicht ihren schönen charakteristischen Seidenglanz
gerlieren könnte.
velchen kleine Federn von Sperlingen, Eulen und anderen Raubvö⸗
geln, wie bei den bekannten Federlappen eingebunden sind. Die Aehn⸗
ächkeit dieses Ueberzugs mit einem Netze und die vom Winde leicht
in Bewegung gesetzten Federn, machen auf die Vögel einen solchen
Findruck, daß sie sich in langer Zeit nicht auf die Beete getrauen.
Ebenso hält man sie einige Zeit von Kirschbäumen und Weinstöcken
ab, wenn man solche blaue oder rothe wollene Fäden in einigen
Zwischenräumen bogenweise aufspannt. Unter allen aufgestellten
ßopanzen scheuen die kleinen Vögel ausgestopfte NRaubvögel und
datzen am meisten. An deren Stelle nimmt man auch große Kar—
toffeln oder Rüben, reckt solche rundum voll Federn, bindet sie an
ellenlange Bindfaden und hängt sie an den Aesten der Bäume auf.
Da diese Figuren in etwa einer Nachttaube gleich sehen, so scheuen
ich die Spatzen lange Zeit davor. Auch können sie den Geruch des
dnoblauchs nicht ausstehen, daher man mehrere durchschnittene Knol—
len an einzelne Fäden bindet und solche hie und da an die Aeste
der Bäume befestigt. Das Flitter oder Rauschgold thut durch sein
Schimmern nnd Knistern an den Bäumen gegen die Vöge auch gute
Dienste. Es wird in schmale Streifen geschnitten, an lange Schnüre
gebunden und freischwebend an die Aeste gehängt.
(Schluß folgt.)
Mittel gegen einige Vögel, welche im Garten
und beim Obstbau schädlich sind.
Die insektenfressenden Vögel, wohin vorzüglich die Kohlmeise,
ie Blaumeise, die Tannenmeise, die Spechtmeise, die Fliegenfänger,
ie Bachstelzen die Grasmücken, der gemeine Fink, die Emmerlinge,
die drosselartigen Vögel, der Staar u. a. m. zu rechnen sind, dürfen
aicht getödtet, sondern müssen gehegt und gepflegt und nur so lange
hon den Samenbeeten und Früchten verscheucht werden, bis sie den⸗
elben keinen Schaden mehr zufügen können. Es gibt eine Menge
Mittel, dies zu bewirken, wovon wir nur einige der besten und wirk
amsten anführen wollen. Man stecke an die vier Ecken der Samen⸗
ʒeete kleine Stöcke ein und befestigt von einer Ecke zur anderen quer
der kreuzweise über dem Beete weiße oder blaugefärbte Fäden, an
Vermischtes.
Fliegenleim zu bereiten. Man schmelzt 2 Theile Röböl
ind 1 Theil Colophonium zusammen, bestreicht mit der Masse einen
Stock, steckt denselben in ein mit Sand angefülltes Gefäß und stellt
es in ein Fenster.
Martiny über die landwirthschaftlichen Vereine
in Preußen. So lange die Vorschriften der Schul. Regulative,
durch welche das Denken ausgeschlossen ist, nicht gebessert werden,
kann keine Abhühlfe für den ietzigen Zustand der landwirthschaftlichen
Vereine eintreten.
für die Grube König-Wellesweiler circa
4151/2 und
„Heinitz ca. 928 Ruthen
an Lden Wenigsinehmenden öffentlich in Ver—
ding gegeben werden.
Reuntirchen, den 28. Mai 1866.
Der Königliche Schichtmeister
C. Posth.
—
Khein-Uahe
Wisenbahn.
Zinsen-Zahlung.
Die am 1. Juli er. fälligen, halbjährigen
Zinsen der Prioritäts-Obligationen der
Khein-Rahe-Eisenbahn J. und II. Emission
zunen von dem gedächten Tage ab bis zum
31. Juli er, Vormittaas in den Geschaͤfts⸗
tunden:
.bei der Direction der Disconto-Gesellschaf
in Berlin,
bei der Filiale der Bank für Handel und
Industrie zu Frankfurt a / M.,
bei dem A. Schaaffhausenschen Bankver
ine in Cöln
und fortlaufend
bei sämmtlichen Stationskassen der
Rhein-Nahe-Eisenbahn, soweit deren Be—⸗
stände ausreichen.
ingleichen
5. bei unserer Haupt-⸗-Kasse hierselbst
erhoben werden.
Die Coupons müssen den Zahlstellen min
aumerisch geordneten, nach den Emissionen ge
rennten und von den Eigenthümmern, unter
schriebenen Verzeichnißen übergeben werden.
Saarbrücken, den 7. Juni 1866.
Koͤnigl. Lisenbahn · Direction.
v. Düring.
Kohlen- und Koaks—
Werth-Tarife
— Bahn-Fracht und Kohlen preis
enthaltend —
hon den Saargruben nach den diesseitigen
Ztationen, sowie nach der Rheinischen-Nassaui
chen⸗Taunus⸗Hessischen Ludwigs-Main-Weser—
Vahn und den Bayerischen Staats-Bahnen
ind mit der Königlichen Bergwerks-Direction
om 1. Juni er. ab vereinbart und den
ßrubenstationen zur Anwendung überwiesen
vorden.
Die Stations-Kassen in Saarbrücken, Neun
irchen und Bingerbrück werden diese Tarif.
zratis verabfolgen.
Saarbrücken, den 4. Juni 1866.
Konigliche Lisenbabn- Direckion.
Bekanntmachung.
Am künftigen Dinstag den 19. d. M.
Nachmittags 2 Uhr,
sollen im Hause des Gastwirths L. Martin
hier die niddt genehmigten Mauͤrerarbeiten zur
Dampfkessel-⸗Aulage auf den Mellin⸗-Schächten.
seranschlagt zu 37 Thlr. 5 Sgr. 10 Pfg. noch
nals öffentlich verdungen werden.
Sulzbach, den 6. Juni 1866.
Der Schichtmeister
HMHertftens
*
Bekanntmachung.
Mit Genehmigung des Koͤniglichen Finanz⸗
Ministeriums wird vom 15. d. Mts. ab der
Zaarkanal von seinem Eintritte in das diessei⸗
tige Gebiet zur Zollstraße erklärt, und gleichzeitig
zur Revision und Abfertigung der auf deinsel⸗
hen ein⸗ und ausgehenden Follpflichtigen Ge—
genstände in Güdingen ein Neben⸗Zoll-⸗Amt
Jit unbeschränkter Hebebefugniß errichtet.
Cöln, den 6. Juni 1866.
Der Provinzial⸗Steuer⸗Direktor
In Vertretung:
gez. Freusbera
Bekanntmachung.
Das Weißen und Tünchen der innern unt
iußern Rauerflächen der Wohn⸗ und Betriebs
Febaude der Koͤniglichen Steinkohlengrube'
stönig-Wellesweiler und Heinitz soll am
Samstag den 16. Juni e.,
Nachmittags 3 Uhr,
bei dem Restaurateur Herrn C. Brueère do
hier. und zwar