m Wasser löslich machen und somit den Pflanzenwurzeln zugänglich
nachen hilft.
Deshalb sagen auch unsere Gaubauern immer und mit Recht
Mist geht über List,
aber nur Stroh genug in die Mist!
Aufenthalt im Betriebe, fuselhaltigen Kartoffelspiritus aus landwirth—
chaftlichen Brennereien in kürzester Zeit zu 98grädigem, fuselfreiem,
einstem Sprit umzugestalten. Bei gleichzeitig thunlichster Ausnutzung
der Wärme, arbeitet dieser Apparat, welcher nach dem Urtheile Sach—
kundiger in gleicher Vollkommenheit noch nicht existirt, mit bedeuten—
der Breunmaterialersparniß, so daß die Gesammtleistungsfähigkeit
als eine bis jetzt noch durch kein anderes System erreichte angesehen
verden darf, und aus diesem Grunde die Beachtung der Fachleute
'n hohem Grade verdient.
breis pGaraͤntirt in Prozenten Um diese Bo⸗
ue Dinung e
Den per Stallmist
9 r n, wurd
44 Morgen. —
220 oin:
zdd Md. WBod d
150 33
300, 20000
00 125000
no“ 6300
992650
33280
30001
87801
—
Lis
32,829
Namen
der Düngemittel.
—IX
startoffeldünger l
sleedünger 12
Wiesenduͤnger
zuͤlsenfruchtdünger
stapsdünger
dörnerdünger
deindünger
dopfendünger
Tabakdünger
Weindünger
Veißkohldünger
Vermischtes.
Die Verwendung von Straßen-Lokomotiven für
große Transporte. Prof. Rühlmanns mehrfach ausgesprochenes
Urtheil über die Zukunft von Straßen-Lokomotiven för allgemeine
Verkehrszwecke, welches dahin ging, daß dieser Transportmethode nur
ein schlechtes Prognostikon gestellt werden könne, bestätigt sich durch
das fehlgeschlagene Unternehmen, eine Straßen-Vokomotive für große
Transporte zwischen Pirmasenz und Bergzabern anzuwenden. Das—
elbe ist nämlich vollständig mißglückt, der Betrieb ist aufgegeben
und die Maschine (von Taxford und Sohn in Boston) versteigert
worden. Bei ebner, fest und gut gebauter und sorgfältig unterhal—
tener breiter Straße auf kurze Distanzen, bei besonders günstigen
Ladungsverhältnissen, bei sehr hohen Futter- und Gespannspreisen
vürde die Straßen-Lokomotive vielleicht mit einigem Vortheil zu ver—
venden sein; bei nasser und schmieriger Straße aber, nicht sehr gut
zebundenem Material, bei überfrorener Straße mit etwas Schnee
eistete sie nur sehr wenig. Auf einer Steigerung von 6u7 pCt.,
vobei die Tags vorher nasse Straße überfroren und mit einem An—
lug von Schnee gedeckt war, blieb sie stehen, indem sich das Rad
)rehte, ohne weiter zu kommen. Es mußte Kiessand aufgestreut
verden, um die Lokomotive, obgleich sie außer der eigenen Last
iur den Transportwagen, mit ungefähr 100 Etr. Kohlen be—
laden, schleppte, wieder in Gang zu bringen. Ein großer Uebel—
tand war auch der starke Wasserverbrauch, bei einiger Leistung un—
zefähr 1000 Liter alle 12,3 Stunden. Nach einigen sehr wenig
entsprechenden Fahrversuchen auf größere Entfernungen und nachdem
ie ungefähr 7 Wochen wegen gebrockener Achse des großen Rades
ind ausgebrochener Zähne eines der Stirnräder in Reparatur ge—
tanden hatte, wurde sie schließlich verwendet, Straßenvorrathsmate⸗
rial auf eine Districtsstraße in ziemlich ebener Lage in einer Aus—
dehnung von 223 St. Länge aufzufahren, wobei sie jedesmal auf
dem angehängten Transportwagen ungef. 300 Ctr. Granit geladen
hatte. So war sie 77 Tage, jedoch mit Unterbrechungen für Repa—
raturen, in Betrieb und betrug der Werth ihrer Arbeit während die—
ser Zeit 882 fl., wobei jedoch möglichst hohe Transportkosten ange—
nommen und die beim Auf- und Abladen verwendeten Straßenwärter
nicht in Rechnung gebracht scheinen. Die Betriebskosten an Kohlen,
Wasserbeschaffung, Führer- und Heizerlöhnen betrugen täglich unge—
fähr 12fl. Der Anschaffungspreis der Lokomotive betrug 9596 fl.,
mit Sicherheit kann angenommen werden, daß nach höchstens 4 Jah—
ren regelmäßigen Betriebes die ganze Lokomotive unbrauchbar ge
worden wäre.
Mittel gegen Kleemüdigkeit des Bodens.
Dr. Stohmann empfiehlt in der „Ztschr. d. landw. Centralver
). Prov. Sachsen“ zur Hebung der Kleemüdigkeit des Bodens sehr
iefe Drainirung, welche die Verwitterung im Untergrund befördert,
and die Anwendung von Gyps. Derselbe im Wasser gelöst, bilde
auf seinem Wege durch den Boden eine verhältnißmäßig concentrirte
Lösung von Kali. Die Gegenwart des Gypses mache die Wieder
aufnahme des Kali's durch den Boden unmöglich. Der Gyps nehme
demnach das in der Ackerkrume enthaltene Kali auf und führe es in
den Untergrund, wo es die Kleewurzeln vorfänden. Der Gyps wirke
ilso nicht direct als Dünger, sondern indirect als Zuführer der
Nährstoffe von einer Schicht der Ackerkrume in die andere, wohin sie
ohne Vermittelung des Gypses nicht gelangen könnten. Besonders
wirksam werde daher für den Kleebau die gleichzeitige Anwendung
don Kalk und Gyps sein, da der Kalk die Zersetzung in den oberen
Schichten befördere, der Gyps also reichlichen Vorrath von Pflanzen—
aährstoffen zum Hinabführen an die Kleewurzeln finde, die Menge
von Nährstoffen, welche durch den Gyps in den Untergrund geleitet
vürden, müsse aber durch eine kräftige Düngung der Ackerkrume er
etzt werden.
Zur Brennerei⸗Industrie.
Einen neuen, und wenn die Sache sich bestätigen sollte, sehr er—
heblichen Fortschritt dieser Industrie signalisirt das „Dresdner Journ.“,
indem es die Mittheilung macht, daß der Consul Heinr. Kämmerer
in Dresden so eben einen aus der Fabrik von Krause und Comp. in
Hdalberstadt hervorgegangenen Brennerei- und Rectificationsapparat
aufgestellt habe, vermittelst dessen nicht allein die Möglichkeit geboten
st, aus einer 4grädigen gegohrenen Getreidemaische direct Sogrädigen,
uselfreien Kornyrit herzustellen. sondern auch. ohne irgend welchen
l
Bekanntmachung.
Der Kreis Saarbrücken hat
31 Wispel Roggen,
95 „ Hafer,
4213 Centner Heu,
31 Schock Stroh,
in das Königliche Magazin zu Saarlouis
und außerdem 36 Wispel Hafer in das
Königliche Magazin zu Coblenz für die mo—
bilen Truppen zu liefern, und zwar das
erste Drittel sofort, das zweite Drittel bis
zum 30. d. Mts. und letzte Drittel bis zum
53. Juni c.
Diese Lieferung soll im Submissionswege
an den Wenigstfordernden verdungen wer—
ꝛen. Qualifizirte Unternehmer werden da⸗
jer hiermit aͤufgefordert, ihre en
tebörig versiegelsen und wmif der NAufschrift
„Submission für die Lieferung der 1Communal-Kasse des Kreises Saarbrücken
Kriegsleistungen“ gegen Einreichung des Ablieferungsscheines
bersehenen Offerten, per Couvert des König⸗ Saarbrücken, den 19. Mai 1866.
lichen Landraths-Amtes bis spätestens zum Der Königliche Landrath,
25. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, v. Gärtner.
portofrei hierher einzureichen, wo dieselben ——CCGCC.1
in Beisein der etwa erschienenen Submit-⸗ Bekanntmachung.
enten erbrochen und das Weitere wegen
definitiver Vergebuna anaeordnet merden Am Freitag den 25. d. Mts,
wird. Vormittags 10 Uhr,
Die Preise sind für jeden Gegenstand werden auf dem hiesigen Posthofe zwei hier
desonders per Wispel, Centner resp. Schock disponible, in noch brauchbarem Zustande be—⸗
anzugeben. indliche Post- Courswagen, und zwar Vo. 1808
Die genannten Naturalien müssen in ma- Afiitzig, und No. II. 252 6sitzig, öffentlich und
Jazinmaͤßiger Guͤte, woruber die Königliche meistbietend versteigert werden.
Magazin Verwaltung zu erkennen hat, ge⸗ Trier, den 3. Mai 1866.
iefert werden. Der Ober⸗Post⸗Director
Die Nahlunßg gesiöt 30 QOroi« Mene