„ungen so einzurichten, daß zwischen allen Orten, wo der Umfang
ꝛes Verkehrs solches erfordert oder rechtfertigt, direkte Drähte vor—
janden seien, die indirekte Beförderung mithin auf den schwächeren,
ingleichen Verkehr und auf den Verkehr zwischen solchen Orten sich
eschränke, wo vermöge sehr bedeutender Entfernungen sich die Auf
ahme der Correspondenz aus Betriebs-Rücksichten empfiehlt. Ja
g greift die Aufgabe der Telegraphen-Verwaltung weiter noch dahin,
wischen bedeutenden Verkehrsorten je nach dem durchschnittlichen Um—
ange der Correspondenz eine größere Zahl von Drähten zur gleich
eitigen Benutzung zur Disposition zu stellen, oder durch vervollkomm
iete Betriebs-Einrichtungen den Nutzeffekt der Drähte in der Massen—
zeförderung der Correspondenz zu erhöhen. Immerhin können solche
zinrichtungen aber sich nur den erfahrungsmäßig durchschnittlichen
gerkehrs-Verhältnissen anpassen. Treten Umstände ein, welche ver
inlassen, daß plötzlich ungewöhnliche Mengen telegraphischer Corre—
pondenz sich gleichzeitig oder kurz hinter einander zur Beförderung
zarbieten, wie dies z. B. bei wichtigen politischen Ereignissen, Maß—
iahmen größerer Geld-Institute, Fallit-Erklärungen bedeutender Han—
delshäuser u. s. w. der Fall ist, so kann auch bei den besten Einrich
tungen und größter Kraft-Anstrengung, selbst unter günstigen Ver—
zältnissen in Bezug auf die Betriebsfähigkeit der Leitungen, die Cor
refpondenz nicht so schnell abgewickelt werden, als das Publikum sol
hes zu erwarten sich berchtigt glaubt. Die empfindlichsten Schwie
cigkeiten für die telegraphischen Vermittelungen ergeben sich indeß
uus den Störungen, denen die Betriebsfähigkeit der Leitungen aus—
zesetzt ist.
itte . evaphenlinien mögen mit aller, bei Anlagen dieser Art
Agrichen c erbaut und unterhalten werden. Dennoch ist nicht
zu vermeiden, daß hin und wieder Stangen vom Sturme umgerissen
werden oder auch einzelne Orähte reißen. Im ersteren Falle, welcher
im so leichter eintritt, je mehr Drähte die Stangen belasten, kann
Alötzlich die Betriebsfähigkeit der ganzen Linie unterbrochen sein.
Aber auch im zweiten Falle pflegt sich die Störung der Betriebsfähig—
eit nicht auf den gerissenen Draht zu beschränken. Die losen herab—
jangenden Enden schlingen sich gewöhnlich um die andern Dräthe
ind verursachen, daß auch diese den normalen Dienst versagen. Fer
ger sind die Anlagen auch mehr oder weniger den Angriffen des Muth—
villens ausgesetzt. Die Isolatoren namentlich bilden eine beliebte
zielscheibe für Steinwürfe der Jugend. Jede Beschädigung dieser
Art kann die Leitungsfähigkeit unmittelbar unterbrechen oder so be—
inträchtigen, daß die telegraphischen Zeichen sich durch die Apparate
nicht vollkommen wiedergeben lassen.
Dennoch sind die leicht sichtbaren Beschädigungen der Anlagen
nicht die schlimmsten Feinde der Telegraphie. Nachtheiliger sind die
kinflüsse, welche theils die Witterungs-Verhältnisse, entweder dtrekt
»der indirekt, — theils Umstände ausüben, die nicht unmittelbar er—
kannt werden können. Der Einfluß von Gewittern macht sich oft in
Entfernungen von 20—40 Meilen durch den unregelmäßigen, die
Verständigung erschwerender u eregaaz verhindernden Gang der Ap—
narate bemerẽt, den 26. Msgtarker Gewitter in der Nähe einer Sta—
1.1850. 8. 3) Aheachtet der vorhardynen Blitzableiter
— — *yaran arbeiten⸗
Wie kann man die Felder genüg —
Die Frage, die uns be mam at. in ge „* Bcekanutmachung.
anzen Landwirthschaft, denn durch die Art deh .
—9 sowohl die e als die Güte der En Für die, Königlichen Steinkohlengruben
7 * — Lhard Prinz Wilhelm, Duttweiler und
aach den Erzeugnissen, die man auf dem d einißz solt je eine Thurmuhr im Submif
Haltung der Hausthiere und uf die vi ianswege beschafft werden. Lieferungslustigt
Held für den weiteren Betrico deu wollen daher ihre Submissionen unter Zu
”,,t Ui dirundelegung der Bedingungen, welche au
Binstag Den ril c. der unlerzeihneten Iuspecion zur Einficht der
unter der Aufschrift: Interessenten offen liegen, auch gegen die Co
„Submission uͤber Lieferung von Förder ialgebühren abschriftlüch bezogen werden kön
Dgenhechlgen für die Gruben der Vnien, bis zum
uuf dem Büreau derselben abgeben, wo sie im 30. April e, Nathmittags 3 Uhr—
heisein der etwa erschienenen —SùY t insenden, wo alsdann die eingegangener
Norgens 10 Uhr eröffnet werden. Submissionen in Gegeuwart der etwa erschie
Bedingungen und Zeichnungen können hier ienen Submittenten eröffnet werden.
hen dud gegen die Gebuhren von hien Louisenthal b. Saarbrücken, den 6. Aprit
Sulzbach, den 18. März 1866. 866.
Könial. Bera-Inspertion V Verginivertian Louisenthal
den Beamten zu gefährden. Nebel und Reif, hauptsächlich aber dann
die Eiszapfen, welche sich an den Leitungen hängen, können die Lei—
rungsfähigkeit in einer Welse beeinträchtigen, daß die Möglichkeit cor—
rekten Arbeitens zeitweise aufhört. Als störende Umstände, welche
nicht leicht erkannt und daher schwer beseitigt werden können, sind
diejenigen hervorzuheben, welche ein sogenanntes Intermitiren des
»lektrischen Stromes hervorbringen. Ist z. B. bei Stürmen, beson—
ders in warmer Jahreszeit, wo der Durchgang der Drähte wegen
der Ausdehnung des Metalls durch die Wärme größer ist, die Be—
wegung der Drähte von der Art, daß dieselben sich zeitweise brühren,
o wird der Strom übergehend von einem auf den andern übertragen,
ohne daß sich erkennen läßt, wo und wodurch dies geschieht. Das
zeitweise Anschlagen vom Winde bewegter Baumäste, das Ansetzen
von Spinngeweben zwischen den Drähten ꝛc. kann ähnliche Folgen
jerbeiführen. Oft sind es Zufälligkeiten, veranlaßt durch Ungeschick
»der Unkenntniß in der Nähe der Leitungen beschäftigter Personen,
velche Störungen herbeiführen. Es kommt nicht selten vor, daß die
Fehlerquellen augenblicklich scwwinden, während noch nach denselben
zesucht wird, leider aber kurz darauf — intermittirend — wieder
auftreten, Mischen sich nun Betriebsstörungen der obigen Art ein, so
ist die nätürliche Folge, daß nicht allein die zur Zeit derselben vor—
iegenden Depeschen ungewöhnliche Verzögerungen erleiden, sondern
auch später aufgelieferte Depeschen die vorherige Abwickelung der vor—
liegenden Correspondenz abwarten müssen. Selbstverständlich soll bei
Betriebsstörungen auf einer Linie so weit möglich darauf bedacht ge—
nommen werden, die Depeschen auf einer anderen Linie dem Beitim—
mungsorte zuzuführen.
Dieses Auskunftsmittel hat aber nur bedingungsweise den Er—
folg einer Einschränkung der Verzögerung.
Wir sind zu diesen Zeilen angeregt durch die gerade gegenwär—
ig herrschende, nasse, warme Witterung, verbunden mit Nebeln und
Stürmen, gegen deren nachtheilige Einflüsse es der Telegraphie um
'o schwerer halten wird, anzukämpfen, je länger diese Einwirkungen
'ortbestehen und je meqr sich dieselben steigern.
Vermischtes.
Collodium, Verwendunng desselben als Haus—
mittel. Das Collodium muß in Gläsern mit eingeriebenem Stöp—
sel aufbewahrt werden. Man trägt es mit einem kleinen Haarpinsel
auf und verschließt das Glas gleich wieder, nachdem der Pinsel ein—
getaucht worden ist. Man bedient sich des Collodiums in allen Fäl—
len, wo man die Luft abhalten und einen Ueberzug bilden will, z.
B. bei Hautabschärfungen, Schwielen an Händen und Lippen, wun—
den Füßen, Blutegelstichen, wunden Brustwarzen, alten flachen Ge—
schwüren, Rothlaufentzündungen, wenn sie noch nicht in Eiterung
übergegangen sind, Zahnschmerzen von hohlen Zähnen herrührend
ihimin Frostbeulen.
1
Bretter, Verhüten des Reißens. Man verklebt die En—
den der Breter mit Leinwand oder Papierstreifen. Setzt man die
Bretter in Stößen auf, so muß man die Klötzchen und Hölzer, wel—
uiche man zwischen legt, bis ganz an das Ende der Bretter legen.
Weinversteigerung.
Am Samstag den 14. April d. J.
Vorwittags 10 Ubhr,
läßt Herr Landgerichtsrath Schmitt zu Trier,
im Saale des Hrn. Ir. Vallender zu Trier
21 Fuder 1865er Avels—
bacher
Fuder 1863er Avels
bacher
reingehaltene Weine eigenen Wachsstbums offentlich
versteigern.
Die Proben werden . den Küfer Herrn Kau—
lenberger am Tage der Versteigerung und am Taa⸗
vorher am Faß verabreicht.
Trier, den 4. Avpril 1866.
4
Riragaeh. Notar