Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

üchtet. Alljährlich werden auf den in Stainz abgchaltenen Pferde—
närkten massenhaft Fohlen von einem halben Jahr aufwärts um
inen Spottpreis (in Anbetracht der ausgezeichneten Zucht) angekauft
uind nach Unterkärnten, Oberösterreich, Baiern und Italien verführt.
Die Italiener kaufen diese Pferde unter dem Namen „Burgunder.“
Unterkärnten, welches wohl das größte Contingent dieser Race in
ungen Original-Exemplaren käuflich an sich bringt, züchtet trotzdem
uur in seltenen Fällen hievon tüchtige, dauerhafte, schöne Pferde, da
zie Landwirthe, trotz ihrer kräftigen Alpenweiden, leider zu ihrem
zroßen Nachtheile wenig Liebe zur eigenen Pferdezucht haben und
dzie Fohlen zu früh eingespannt und in Gebrauch genommen werden
Auch dürfen dieselben nach der Ansicht der meisten dortigen Pferde—
züchter bis zum Gebrauche, das ist im zweiten, höchstens dritten
Jahre, weder geputzt noch irgendwie gereinigt werden, und so trifft
man auf der Sau-Alpe und den dazu gehörigen Gauen öfters Foh—
len, die wahrlich zum Erschrecken wie alte Panzerschweine förmlich
in fingerdick anklebenden Stallmist eingehüllt sind. Viel mag auch
hierzu das Füttern mit Arsenik (auch Gitrich genannt) beitragen,
nach welchem zwar das Pferd muthig wird und ohne häufiges Putzen
ein glänzendes Haar erhält; doch wirkt jedenfalls der Arsenik auf
die Gesundheit und Dauerhaftigkeit der Thiere vernichtend ein.

Fallhöhe ablesen kann. Löst man den Conus aus, so gleitet er längs
der Stange in den Samen; der Punkt, an welchem der obere Theil
des Conus stehen bleibt, gibt die Fallhöhe an.
In neuerer Zeit hat Schmitz seinen Apparat so eingerichtet, daß
man keine Tabelle mehr braucht, sondern mit Hülfe einer einfachen
Rechnung den Oelgehalt des Samens aus Fallhöhe und Gewicht
direct bestimmen kann. Die ganze Operation der Oelgehaltbestim—
mung dauert keine fünf Minuten. Ueber die Zuverlässigkeit des
Apparates liegen die günstigsten Berichte, z. B. von A. Oele u. Sohn
in Schneech vor. (Arbeitgeber.)

Vermischtes.

Eingelegte Butter lange schmackhaft zu erhalten.
Die eingelegte Butter wird so lange in frischem Brunenwasser ge—
knetet, bis das zuletzt aufgegossene Wasser ganz hell abläuft. Ist
das Wasser ganz rein ausgedrückt worden, so wird so viel klares
trockenes Salz unter die Butter geknetet, daß auf ein Pfd. Butter
2 Loth Salz kommen. Die Butter wird nun in irdene Gefäße so
fest eingedrückt, daß keine Höhlungen darin bleiben. Die Gefäße
werden mit starkem Papier zugebunden und an einem feuchten, aber
nicht dumpfigen Orte aufbewahrt. Soll die Butter gebraucht wer—
zen, so wird sie in frischem Wasser ausgewaschen und zu jedem
Pfunde 1 Loth Salz eingeknetet.

Der Patentfruchtmesser.
Von E. J. Schmitz.

Dieser Apparat ist für Oelmüller und Samenhändler eine der
werthvollsten Erfindungen. Derselbe dient nämlich zur Ermittelung,
vie viel Oel aus Raps, Rübsen und Leinsamen durch eine gut con—
truirte Mühle zu gewinnen ist; und zwar geschieht diese Ermitteluug
aicht auf chemischem Wege, sondern auf mechanischem. Der Appa—
rat besteht aus einer Wiegevorrichtung und einem Fallapparat. Ein
zewisses Quantum Samen — bei dem Apparat von Schmitz ist es
ein Cylinder, der mit einer eigenen Vorrichtung versehen ist, damit
erselbe jedesmal gleichmäßig gefüllt wird — wird gewogen; in die—
es gewogene Quantum läßt man dann einen konischen Körper fallen;
zus dem Gewicht des Quantums und aus der Tiefe, welche der Co—
nus in den Samen eingedrungen ist, findet man in einer Tabelle
den Oelgehalt angegeben. Die Fallhöhe wird folgende Weise be—
timmt: In der Achse des Cylinders befindet sich eine eiserne runde
Stange, die über den Cylinder hervorragt; am oberen Ende der
Stange ist der Conus befestigt, derselbe hat eine Auslösungsvorrich—
ung; die Stange selbst ist in Grade getheilt, auf welchen man die

Hornspalte der Pferde zu heilen. Zunächst beseitigt
man die Entzündung durch Umschläge von kaltem Wasser, entfernt
den in der Spalte befindlichen Schmutz, macht mit einem schmalen
Zohlmeisel auf der einen Seite der Hornspalte eine so große Ver⸗
iefung, daß sich der Kopf eines Hufnagels darin versenken läßt, und
reibt von dieser Vertiefung aus einen Hufnagel quer durch die die
Zpalte bildende Hornwand, bis der Stift auf der entgegengesetzten
Seite zum Vorschein kommt. Der Nagelkopf wird in die Vertiefung
ingesenkt, die vorstehende Spitze abgefeilt, alles Horn unterhalb der
drone, wo sich die Spalte befindet, 1 Zoll hoch und 1 Zoll breit
weggenommen, etwaige Auswüchse durch Salpetersäure zerstört, die
Zpalte mit Theer oder Pech ausgefüllt und der ganze Huf einige
Zeit möglichst kalt und feucht erhalten.

Die Lieferungs-Bedingungen, auf welche in!zuwendenden Construction an die unterzei
hen 5 nd — ee etviw einreichen zu wollen. eunterzeichnete
iegen“ bei unterzeichneter Stelle zur Einsicht J ä
in neeee Dsnts der a Kohlwaage bei Saarbrücken, den 1. Mär—
iuien — werden. 1866.
Die Offerten sind versiegelt, frankirt und Könial. i.
nit entsprechender Auischrist versehen, späte al. Berafaetorei
tens bis
27. März er. Vormittags 10 Uhr,
er Bergfaktorei einzusenden, wo dieselben um ie i
uttn e
zubmittenten eröffnet werden.
Kohlwaage bei Saarbrücken, den 5. Mär— Altenwalder Berguannspfade soll
866 am künftigen Dinstag den 20. d. M.
Königliche Bergfaetorei. Nachmittags 2 Uhr,
CACXMEICEAawM... im Hause des Gastwirthes L. Martin zu
Bekauntmach ung. 7 nochmals öffentlich verdungen nh
cs selen sur die Könete Sucintohlengruen Sulsba ch, den 7. Nrn edtmeiser
»en bei Saarbrücken 10 Stück complete zwei M—“
cädrige
Feuerspritzen
und 10 Stück kleine complete
Kübelhandspritzen
heschafft werden und ersuchen wir die liesunge
uftigen Herren Fabrikanten bis zum 20
Htaͤrz er die verlangten Preise loco Kohl
nandqe Xxä einer kurzen Beschreihung der 5

———

Nach den französischen Statiouen
bont-à-Mousson, Novôéant Ars-sur-Moselle.
Metze, Faulquemont, St. Avold, Hombourg
und Sarreguémines (Saargemünd) tritt ab 15
März er. von den diesseitigen Stationen Bin
gerbrück, Creuznach, Oberstein, Neunkirchen,
Saarbrücken, Saarlouis, Merzig und Trier ein
directer Personen- und Gepäck-Ver
ehr IJ. MI. III. Wagenklasse in's Leben.
Die Billets haben einen Tag Gültigkeit.
Jeder Reisende hat Anspuch auf freien Trans
vort von 30 Kilo — 60 Pfd. Reisegepäck.
Saarbrücken, den 1. März 1866.
Königliche Fisenbahn-Direckion

Bekanntmachung.
Die Anlieferung von
2500 Pfsd. Dandnageln
ür die Königl. Steinkohlen-Gruben bei Saar
rücken im Jahre 1866 soll im Wege der Sub
nission vergebhen woerdon
            
Waiting...

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