Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

gypten und Brasilien zu beginnen, welcher für den Anfang viel baar
Geld erforderte. Die Handelsverhältnisse mit diesen Ländern sind jetz
—
Anbeginn daflir nöthig sein. Außerdem werden die Gold-Ansprüche In—
diens in letzter Zeit großentheils direct von Australien aus befriedigt
- Anders steht es mit der Verwendung des sonstigen disponiblen Ca—
oitals. Erstens nimmt der englische Handel — sowohl der Export
wie der Import-Handel — fortwährend außerordentlich zu, und dieste
Vermehrung hindert den Preis des Geldes erheblich zu sinken. Zwei—
sens nimmt unsere Einsicht zu, und wir wagen jetzt häufig Kapitalan—
lagen, vor denen wir ehemals zurückgebebt wären. Ferner bietet der
politische und commercielle Zustand der meisten Länder der Welt uns
gegenwärtig günstigere Gelegenheit, unser Capital zu verwerthen, als
in früheren Jahren, und es werden uns für dasselbe immer bessere
Sicherheiten geboten. Endlich bietet die verbesserte Organisation der
Industrie auch dem kleineren Capitale Gelegenheit, sich an zahlreichen
Unternehmungen zu betheiligen. Einige Fallissemente haben uns freilich

m verflossenen Jahre etwas erschreckt und etwas ängstlicher in Betreff
veitgehender Speculationen gemacht, aber die theilweise Verminderung
des Geschäfts, welche aus dieser Besorgniß hervorging, wird nur vor⸗
ibergehend sein, und der Werth des Capitals wird gegen früher jeden⸗
falls ziemlich hoch bleiben. Es besteht aber ein wesentlicher Unterschied.
zwischen einem Abfluß von Edelmetall (dem Baargeld-Reservefond des
Landes) und einer Nachfrage nach Capital (den disponibeln Mit⸗
eln des Landes). Letztere, die Capital⸗Nachfrage, ist eine constante
Macht, welche beharrlich von Monat zu Monat, von Woche zu Woche
fortdauert; —eine Nachfrage nach Edelmetall dagegen, ein ungünstiger
Wechselcours zur Bezahlung der Baumwolle aus Aegypten und Indien
ist eine katastrophische Erscheinung. Sie stößt den Geldmarkt aus
seiner richtigen Lage. Da nun dieser störende Einfluß abnimmt und
die geregelten Einflüsse eine größere Wirkung ausüben werden, so er⸗
warten wir, daß der Preis des Geldes sowohl leidlich fest wie ziemlich
hoch sein wird.

bis Donnerstag den 16. März 1885
Vormittags 10 Uhr, in der Amtsstube
des Oberschichtmeisterss Spitznas zu Burbach
abzugeben, woselbst die Eröffnung der eingegan—
genen Submissionen in Gegenwart der etwa per
vnlich erschienenen Submittenten in der ange
———
Der Zuschlag bleibt vorbehalten und wirt
uus den Concurrenten der Unternehmer bestimm
werden.
Die der Submission zu Grunde liegender
Bedingungen liegen sowohl auf der Schicht
meisterei zu Burbach wie in unserer Registratur
dahier zur Einsicht offen, auch können an beiden
Stellen die Ergebnisse der Pferdeförderung au
der Königlichen Sieinkohlengrube von der Heyd
oro 1864 eingesehen werden.
—A ——
Königl. Bergwerks-Direction.

Bekanntmachung.
In dem Seitens des Königl. Forstfiscus ge⸗
gjen die Gemeinden Carlsbrunn, Lauterbach,
Naßweiler und Großrosseln eingeleiteten Ver—
ahren, welches den Zweck hat, die auf den
Bännen der genannten Gemeinden gelegenen,
zur Oberforsterei Carlsbrunn gehörigen fiscali—
schen Waldungen von sämmtlichen darauf lasten⸗
den Servituten zu befreien, hat der unterzeich—
nete Vermittelungs-Commissar den von ihm ent⸗
worfenen Ablösungsplan bei dem Ortsvorsteher
in Carlsbrunn zur Einsicht der Parteien offen
gelegt und letztere zur Erklärung uͤber denselben
auf den 27. Märzec, Vormittags halb
12 Uhr, nach Carlsbrunn in die Wohnung des
Wirthes Regitz vorgeladen.
Indem dieses hiermit öffentlich bekannt ge⸗
macht wird, werden gleichzeitig etwaige unbe—
'annte Interessenten, welche zu einem Einspruche
gegen die in Frage stehende Ablosung sich be⸗
fugt glauben, aufgefordert, zur Wahrung ihrer
etwaigen Rechte bei Verlust derselben ͤn bem
unberaumten Termine zu erscheinen.
Trier, den 16. Februar 1865.
Rumschöttel, Landgerichtsrath.

Unterbrechung der Fahrt
ist ab 1. März a. c. auch bei Retourbillets
innerhalb deren Gültigkeits-Dauer, in
Binnen⸗Verkehr — wie bei Einzel-Billets —
unter Beachtung der Formen des 8. 30 dee
Betriebs-Reglements vom 17. Februar 1862
gestattet.
Saarbrücken, den 14. Februar 1865.
Konigliche Sisenbahn-Direckion.

——
N
α—.
Bekanntmachung.
Die Arbeiten und Materialienlieferungen
excl. der Steinmaterialien zum Bau eines ein
fachen Wärterhauses auf der Saarbrücker Eisen—
bahn bei Posten No. 20 sollen im Wege der
öffentlichen Submisston vergeben werden.
Zur Eröffnung der versiegelt, portofrei unt
mit gehbriger Aufschrift versehen, einzureichender
Offerten, ist Termin auf
Donnerstag den 16. März c,
Vormittags 11 Uhr,
hier in meinem Blireau anberaumt, und werden
Unternehmungslustige dazu mit dem Bemerken
eingeladen, daß Anschlag, Zeichnungen und die
näheren Bedingungen auf meinem Büreau zur
Einsicht offen liegen.
Der Bahnmeister Heinrich zu Neunkircher
ist angewiesen, die Baustelle an Ort und Stellt
den Submittenten zu zeigen.
Bahnhof St. Johann, den 23. Febr. 1865
Der Eisenbahn-Baumeister,
L. Wilde.

Bekanntmachung.
Montag den 6. März e., Vormit
tags 11 Uhr, soll zu Carlsbrunn, in
Basthause des Herrn Regitz die Eichenloht
des Schlages „Nieolaserstangen“, Forst Carls
h»runn, ca. 50 Klaftern, öffentlich meistbietent
»ersteigert werden. Es wird bemerkt, daß die
königliche Forstverwaltung das Schälen der Loh
uuf ihre Kosten ausführen lassen wird.
Karlsbrunn, den 22. Februar 1865.
Der Königliche Oberförster,
Solf.

Bekanntmachung.
Die Anlieferung von ca. 15 Ctr. Petroleum
für die Grube „von der Heydt“ pro 18685 soll
im Wege der Submisston dem Mindestfordern—
den verdungen werden, und ist hierzu Termin am
138. Märze. Vormittags um 10 Uhr,
im Schichtmeisterei-Büreau zu Burbach bei
Saarbrücken anberaumt, in welchem die einge—
zangenen Offerten in Gegenwart der etwa er⸗
chienenen Submittenten eröffnet werden sollen.
Unternehmungslustige werden daher ersucht,
hre mit gehbriger Aufschrift versehenen und ver—
siegelten Offerten bis zum genannten Termin
portofrei hierher zu senden.
Die speciellen Bedingungen liegen hier zur
kinsicht offen, können auch gegen Erstaftung der
Topialien abschriftlich bezogen werden.
Burbach, den 24. Februar 1865.
Der Oberschichtmeister,
Spitznas.

Holzversteigerung.
Donnerstag den 9. Märze. Mor
zens 9 Uhr, werden in der Behausung des
Wirthes Riehm zu Püttlingen aus dem Ge
neindewalde von Püttlingen folgende Hölze
oersteigert, nämlich:
Schlag Hoberg.
82 Eichenstämme,
128/. Klafter Anbruch-Scheitholz,
133 , Eichen⸗Knüppelholz.
Schlag Katzenbrunnen.
6 Eichenstämme,
b! / Klafter Eichen-Knüppelholz.
Schlag Jungenwald.
17 Eichenstämme,
11 Buchenstämme,
4/. Klafter gemischtes Knüppelholz.
Totalität.
2 Eichenstämme,
A/ Klafter Scheit⸗ und Knüppelholz.
Völklingen, den 22. Februar 1865.
Der Buͤrgermeister,
Kühlwein.

Bekanntmachung.
Der Transport der Steinkohlen und Berge
permittelst Pferden auf der Königlichen Stein
kohlengrube „von der Heydt“ soll vom 1. Jun.
1868 ab im Wege der Submission verdungen
verden, weshalb Unternehmungslustige hierdurch
eingeladen werden, ihre Offerten in versiegelten
and frankirten Schreiben mit der Aufschrift:
„Submission für den Transport de'
Steinkohlen und Berge durch Pferd
auf der Königlichen Steinkohlengrub
von der Hepdt“.

Ich habe eine neue Sendung Aquarell—
druck-Bilder (Chromolithographie) aus Lon⸗
don erhalten und lade ich Kunstfreunde und
Liebhaber schöner Zimmerverzierungen ein, die⸗
elbe zu besichtigen.
———
vormals
Neumaunn'sche Zuchhandlung.
vem könial. Hauptzollamte gegenüher
            
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