Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

geschwollenen Leib der Bienen oder durch Lähmung der Flügel, oder
auch durch krampfhaftes Zappeln. Letzteres wird von vielen Bienen
züchtern auch Tollkrankheit genaunt. (Landw. Intell.Bl.)

nen, das in kurzer Zeit beendet ist, genügt ein einfaches Poliren
oder Glätten der überzogenen Gegenstände, um ihnen einen schönen
Glanz und das gefällige, durchscheinende Ansehen zu geben. — Eben—
falls ist zu diesem Zwecke der im Handel vorkommende Petroleum⸗
sprit vorzüglich anwendbar und empfiehlt sich noch vor dem Petroleum
durch größere Flüchtigkeit, wodurch ein rascheres Trocknen bewerk—
stelligt wird.
Selbstverständlich ist jede Lichtflamme und freies Feuer bei die⸗—
sen Operationen zu vermeiden, namentlich bei dem Gebrauche des
leicht brennbaren Petroleumsprits; sonst empfiehlt sich diese Methode
durch Billigkeit und Einfachheit, da jedes Arbeiten in höherer Tem—
peratur umgangen ist. (Hamb. Gewerbebl.)

Neue Anwendung des Petroleums.
Bekanntlich wandern jährlich große Quantitäten von reiner Stea
rinsäure in die Werkstätten der Gypsgießer und dienen dazu den Gyps·
siguren eine durchscheinende, alabasterartige Oberfläche zu geben. —
Man verfährt im Allgemeinen so, daß die aus dem feinsten und weiße
sten Gyps gegossenen Figuren erwärmt, mit geschmolzenem Stearin
iiberpinselt werden, worauf man sie schließlich in einem geschlossenen
Raume auf die Temperatur bringt, welche daß Stearin zur Schmelz—
ung bedarf, um das Eindringen desselben in die Abgüsse zu bewerk
ttelligen.
Wesentlich ist hierbei die richtige Regulirung der Temperatur,
da ein Zuwenig nicht den gewünschten Effect gibt, ein Zuviel das
Braun- oder Gelbwerden der Gypsfiguren veranlaßt. Außerdem ist
die Menge des Stearins, welches zum Tränken auch nur eines ein—
zigen Stückes erforderlich, nicht unbeträchtlich, und hat man deshalb
borgeschlagen, die Gypsabgüsse mit einer Lauge, welche durch Zu⸗
sammenkochen von Seife, Pottasche, Stearinsäure und Wasser ge—
wonnen wird, so lange zu überziehen, bis der gewünschte Glanz auf⸗
getreten ist.
Die mit einer derartigen Lauge überzogenen und theilweise ge—
tränkten Gypsabgüsse verlieren ihren Glanz etwas in Feuchtigkeit
und veranlassen ein sehr festes Anhaften darauf gefallenen Staubes,
der dann nur mit Mühe auf Kosten der Schönheit des Gusses zu ent⸗
fernen ist.
Ein einfaches und sparsames Mittel zum Glänzendmachen der
Gypsfiguren besteht in der Verbindung des Petroleums mit Stearin,
und verfährt man auf folgende Weise. In einem passenden Gefäße
erwärme man 10 Theile Petroleum — jedoch nicht über freiem Feuer,
sondern durch Einsetzen des Gefäßes in kochendes Wasser — und
füge nach und nach 1 bis 2 Theile geschabter Stearinsäure hinzu,
die sich alsbald in dem Petroleum zu einer klaren Flüssigkeit auflöst
Mit dieser lauwarmen Auflösung überzieht man die ebenfalls eir
wenig erwärmten Gypsgegenstände zwei- bis dreimal: noch dem Trock

Vermischtes.
Die Anwendung des Kalkes beim Ackerbaue. Gele⸗
gentlich des landwirthschaftlichen Kränzchens, welches die Studirenden
 an der landw. Lehranstalt zu Worms in Gemeinschaft mit prak⸗
tischen Landwirthen der Umgegend hielten, kam die Anwendung des
Zalkes als Bodenverbesserungsmittel zur Erörterung. Sehr interes⸗
sante Mittheilungen aus den verschiedenen Gegenden Deutschlands,
denen die Studirenden angehören, ließen keinen Zweifel aufkommen,
daß noch gar vielfach die Meinung besteht, durch die Anwendung von
Kalk könne man an Dünger sparen. Allerdings kann derjenige, der
nach zwei oder drei Jahren ein Pachtfeld abgeben muß, durch eine
Kalkung noch die letzten Reste der Düngekraft herausbringen; allein
für eine geordnete Wirthschaftsführung wird der Satz ewig wahr
bleiben, daß man um so stärker kalken müsse, je stärker man gedüngt
habe und daß man um so stärker düngen müsse, je stärkere Kalkungen
man zu geben beabsichtige, weil eben die Wirkung des Kalkes vor⸗
ugsweise darin beruhe, nicht blos lösend auf die Bodenbestandtheile
selbst, sondern auch zersetzend auf den Humus des Bodens zu wirken.
Anwendung des Kalkes vor Winter, aber nicht gleichzeitig mit der
Düngung, dann möglichst tiefe Unterbringung des Kalkes, ferner
Compostirung desselben mit Erde, Sägespänen, Torfstaub und end—⸗
lich gute Bearbeitung des gekalkten Bodens wurden wärmstens em⸗
ofohlen.

Bekanntmachung.
Auf den Königlichen Steinkohlengruben be
Saarbrücken sollen im Jahre 1866 nachstehende
Holzquantitäten angeliefert werden:
ca. 339,100 Kubikfuß Eichenstammholz,
„63,000 Buchenstammholz,
13,000 Nadel⸗ und Weichholz
1098,400 F geschnittene Hölzer,
213,000 Stück Stempel.
Die Lieferungsbedingungen liegen auf der
Directionsregistratur zur Einsicht offen und
können auf portofreie Gesuche von dort gratis
bezogen werden.
Lieferungslustige wollen ihre Offerten ver
siegelt, portofrei und mit der Aufschrift „Sub
mission auf die Holzlieferung pro 1866“, bi⸗
zum 20. Dezember e., an die unterzeich
nete Direction einreichen.
Saarbrücken, den 24. Nov. 1865
Königl. Wergwerks-Direckion.

Die betreffenden Lieferungs« Bedingungen
—
hier, in den Büreaus der Betriebs-Inspetionen
u Trier und Creuznach, sowie der Eisenbahn
Baumeistereien hier und in St. Wendel zur
Einsicht offen, koͤnnen auch von ersterer Stell
auf portofreien Antrag bezogen werden.
Lieferanten werden eingeladen, ihre Offerten
mit der Aufschrift: „Submission auf Schie
nen⸗Lieferung“ bis spätestens
den 28. Dezember e. Vor⸗
mittags 10 Uhr,
versiegelt und portofrei an mich einzusenden
Die Eröffnung der Offerten wird am genann.
ten Tage Vormittags 11 Uhr in meinem Büreau
in Gegenwart der erschienenen Submittenter
tattfinden.
Saarbrücken, den 2. Dez. 1865.
Der Ober-Betriebs⸗Inspector,
Quassowvuski.

—
soll im Wege der öffentlichen Submission ver
geben werden.
Die betreffenden Lieferungsbedingungen lie⸗
„gen im Büreau der Ober-Betriebs-Inspection
hier, in den Büreaus der Betriebs-Inspectio—
nen zu Trier und Creuznach, sowie der Eisen—
bahn⸗Baumeistereien hier und in St. Wendel
zur Einsicht offen, können auch von ersterer
Stelle auf portofreien Antrag bezogen werden.
Lieferanten werden eingeladen, ihre Offer—
gen, mit der Aufschrift: esvrusen auf Lie⸗
ferung von Kleineisenzeng“ bis spätestens
den 23. Dezember, Vor⸗
mittags 9 Uhr,
wwersiegelt und portofrei an mich einzusenden.
»Die Eröffnung der Offerten wird am genann⸗
ten Tage, Vormittags 10 Uhr, in meinem
Büreau'in Gegenwart der etwa erschienenen
Submittenten ——
Saarbrücken, den 2. Dez. 18665.
Der Ober-Betriebs-Inspector,
Quassowvs ki.

ι—
Königliche Saarbrücker- und
Rhein-⸗ Nahe- Eisenhahn.
Die Lieferung des Bedarfs an Schweller
von Eichenholz unimprägnirt, resp. von Eichen,
Kiefern oder Buchen mit Kreosot imprägnirt
sund zwar:
für die für die
Saarbrücker-Bahn: Rhein⸗Nahe-Bahn
Stoßschwellen 3004 Stück, 1343 Stück,
Mittelschwellen 13025, 56011,
Weichenhölzer 13308 Cubfß., 375 Cubfß.,

Bekanutmachuug.
Montag den 11. d. Mits, Vormittags 11
Uhr, sollen zu Louisenthal auf der Halde der
Koöniglichen Kohlengrube Gerhard
22 Rlafter Stempel,
meist Birken, die als Ausschuß zurückgestellt
worden sind, als Brennholz öffentlich meist⸗
bietend versieigert werden. VDie Bezahlung
des Steigpreises findet im Termine selbst statt.
Karlsbrunn, den 5. Dez. 1866.
Der Königl. Oberforster,
Solf.

M — ———— ——
Königliche Saarbrücker- und
Rhein⸗ Nahe⸗ Eisenbahn.
Die Lieferung der Schienen für das Jah⸗
1866 und zwar 5
fuͤr die für die
Saarbrücker-Bahn: Rhein⸗Nahe⸗ Bahn
prpr. 1,608,000 Pfd., prpr. 9638,000 Pfo
soll im Wege der öffentlichen Submission ver
geben werden.
            
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