Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

die Leistungsfähigkeit des Apparates leicht zu berechnen. Der Preis
desselben ist mit zwei Kochfässern 120 Thlr. mit einem Kochfasse 88
Thlr.; ein Dampfkessel allein mit einem Rohr kostet 535 Thlr.
Mutéschr. d. Land. Provp.-Ver. f. d. Mark Brandenb. und Niederl.)

sman muß daher auf Steigraum im Kessel rechnen. Je länger der
Strom wirkt, desto mehr reines Oel scheidet sich oben aus, während
die Zersetzungsproducte des Leims sich theils in Gasform verflüch—
tigen, theils sich im unten befindlichen Wasser ansammeln; ebenda—
sselbst ist auch das gebildete schwefelsaure Zinkoxyd gelöst. Ist die
Einwirkung beendet, was man leicht sehen kann, so schöpft man das
Del ab, läßt es absetzen und filtrirt es durch Papier, worauf dasselbe
zum Verkauf fertig ist. Das Oel wird vom Strom nicht zersetzt; es
wird ein wenig dickflüssiger, allein das hat für alle Zwecke, für welche
Knochenöl gebraucht wird, nichts zu sagen.
Selbst das Fett, welches man beim Dämpfen der Knochen erhält,
welches aus einer Kalkseife mit Leim, Schleim und Wasser besteht, das
im glücklichsten Falle 10 Proc. Oel, im weniger glücklichen Falle nur
3 Proc Oel enthält; selbst dieses Gemisch läßt sich noch vortheilhaft
auf die angegebene Weise behandeln; man erhält aber in diesem Falle
das Knochenfett in durchaus fester Form, weil die hohe Temperatur
und lange Dauer des Dämpfens alle flüssigen Fette mehr oder weniger
hart macht. (D. illustr. Gewerbeztg.)

Reinigung des Knochenfettes.
Nach Dr. Dullo.
Das Fett, welches man beim Auskochen der frischen Knochen er—
hält, ist bekanntlich sehr unrein und schwer zu reinigen. Es enthält
Schleim und Leim, welcher letztere gewissermaßen als Bindemittel
zwischen Oel und Wasser dient so daß das unreine Knochenöl bedeu
tende Mengen von Wasser erhält. Man kann das Oel reinigen, in⸗
dem man es ruhig stehen läßt, dann scheidet sich nach Monaten oben
das klare Oel aus, aber bei weitem nur der kleinere Theil. Schnel
ter kann man zum Ziele gelangen durch Schwefelsäure oder basisch
essigsaures Bleioxyd. Aber beide Methoden sind ziemlich kostspielig
und leiden außerdem an so vielen Mängeln, daß sie nicht empfehlens
werth sind. Im Folgenden führt der Verfasser eine Reinigungsme
chode an, die sich durch Billigkeit, Schnelligkeit und leichte Ausführ
zarkeit sehr empfiehlt.
Als er vor längerer Zeit viel mit Leder arbeitete, hatte er ein
mal Gelegenheit zu bemerken, mit welcher Raschheit der electrische
Strom das gelöste Leder, welches als gerbsaurer Leim betrachtet wer
den kann, zerstört, und da ihm einige Zeit darauf die Aufgabe ge
tellt war, ein höchst unreines Knochenfett zu reinigen, so lag für ihn
die Vermuthung nahe, daß der electrische Strom auch hier den Leim,
velcher das Knochenöl verunreinigte, zerstören würde, ohne daß der
Strom dem Oel Schaden thun möchte. Ein Versuch bestätigte die
Vermuthung vollkommen: Die praktische Ausführung wurde folgender
maßen vorgenommen: In einen blankgescheuerten kupfernen Kessel
chut man das zu reinigende Oel, erwärmt es schwach bis auf etwa
40 Grad C., gießt auf 100 Pfd. des rohen Oels je nach der Unrein—
heit desselben 1,, bis 1 Pfd. Schwefelsäure, die man mit der zehn—
jachen Menge Wasser verdünnt hat, hinzu und mischt Alles gut durcheinander.
 Dann legt man in den Kessel gegossene Zinkplatten, und
zwar so, daß diese das Kupfer möglichft viel berühren und daß die
Besammtoberfläche des Zinkes ungefähr halb so groß ist, als die des
dupfers. Sofort beginnt der Strom zu wirken; die Flüssigkeit schäumt,
und zwar um so mehr, je mehr Leim in dem Fett enthalten war
Bekauntmachung.
Für die Königl. Steinkohlengrube „Kronprin—
—7—7 Wilhelm“ sollen ca. 100 Pfund
Nieten im Submissioswege angeliefert werden
Die Submissionsbedingungen sind bei unter
eichneter Stelle einzusehen.
Die Lieferungsanerbietungen sind verschlos
sen mit der Aufschrift: „Submission zur Lie
ferung von Nieten für die Grube Kronprin;
Friedrich Wilhelm“ bis zum 4. Dezember
auf der Königlichen Bergwerks-Direction da—
zier abzugeben, wo dieselben um 11 Uhr de—
Vormittags in Gegenwart der etwa persönlich
ich einfindenden Submittenten geöffnet werden
Saarbrücken, den 18. Nov. 1865.
Königliche Wergwerks-Direckion.
Berg-Inspection J.

Vermischtes.
Salz als Dünger. Die Resultate fast aller bis jetzt aus—
zeführten Versuche deuten darauf hin, daß die günstige Wirkung des
Kochsalzes am meisten gefichert sei auf einem humusreichen sandigen
Lehmboden von durchlassender Beschaffenheit. Je reicher der Boden
an humosen Stoffen sei, desto größere Mengen von Kochsalz könnten
ohne Gefahr eines nachtheiligen Einflusses Anwendung finden. Da—
gegen sei die Anwendung dieses Düngemittels auf einem dürren
Sandboden und mehr noch auf einem zähthonigen oder einem lettigen
und stark eisenschüssigen Boden immer eine sehr bedenkliche, indem
unter solchen Bodenverhältnissen oftmals schon verhältnißmäßig ge—
ringe Mengen von Kochsalz die Keimkraft der Samenkörner und auch
die Entwicklung der ganzen Pflanze sehr beeinträchtigten. Ein vor⸗—
herrschend feuchtes Klima oder eine ziemlich nasse Witterung könne
jedoch bei Bodenarten der zuletzt erwähnten Beschaffenheit, besonders
auf Wiesen, die nachtheilige Wirkung des Kochsalzes hindern und
selbst in eine günstige verwandeln. Auffallender Weise hat man bei
der Cultur von Gerste die durchschnittlich günstigste Wirkung des Koch
salzes beobachtet. „Krockers Archiv.“

Die Lieferungsbedingungen sind bei unter—
eichneter Stelle einzusehen.
Saarbrücken, den 18. Nov. 1865.
Königliche Bergwerks-Direckion.
Rera-Inspecgtion J.

Dampfkessel-Lieferung.
Die Lieferung von 4 Dampfkesseln nebst
Garnituren für die Königl. Steinkohlenzeche
Duttweiler-Jägersfreude soll im Submissionswege
 öffentlich verdungen werden, wozu Ter—
min auf den 20. Dezember sec., Vormit—
tags 10 Uhr, auf dem Schichtmeisterei—
Büreau gedachten Werkes anberaumt wird.
Unternehmungslustige werden demgemäß er—
ucht, ihre Offerten, welche die hier offen ge—
legten Bedingungen anerkennen müssen, gehö—
cig bezeichnet und versiegelt vor dem Termin
portofrei an den Unterzeichneten abzugeben.
Duttweiler, den 28. Nov. 1865.
Der Königl. Oberschichtmeister,
Becker.

Bekauntmachung.
Nachdem die unter'm 17. d. Mts. stattge
habte Verdingung bei Anlieferung von:
350 Schachtr. Bruchsteine für Grubenab
theilung Sulzbach,
25,000 Stück Backsteine für Grubenabtheilung
Altenwald,
30,000 Stück Backsteine für Grubenabtheilung
Sulzbach,
20,000 Stück Dachziegel,
25 Schachtr. Diorit und
6 F Pflastersteine von Diorit,
zu annehmbaren Ergebnissen nicht geführt hat
werden vorbezeichnete Lieferungen
Samstag den 16. Dezember ec.,
Näachmittags 2 Uhr,
bei Gastwirth Ludwig Martin in Sulzbach
nochmals öffentlich ausgeboten.
Zu demselben Termine werden ferner:
1) die Fuhrleistungen zwischen der Eisenbahn
station Friedrichsthal und der Grubenab
theilung Altenwald,
die —3288 — en zwischen der Eisenbahn
station eß und den Grubenabtheilun
gen Sulzbach und Altenwald,
an den Mindestforbdernden in Verding gegeben
verden.
Sulzbach, den 28. Nov. 1865.
Berg⸗Inspeetion V.

Bekanntmachung.
Zur Anlieferung von 340 laufenden Fuf
gier Zoll im Lichten weiter Asphaltröhren
für die Königl. Steinkohlengrube „Kronprin—
—5 Wilhelm“ ist Termin auf den 4.
ezember a. c. anberaumt und werden die!
bis dann V& versiegelten und mit
der Aufschrift: „Submission auf Asphaltröhren
für die Grube Kronprinz Friedrich Wilhelm“
versehenen Lieferungsanerbietungen im Locale
der Königlichen Bergwerks-Direction, Vormit
tags 11 Uhr, in Gegenwart der persönlich
n sich einstellenden Submittenten eröffne
werden.

Bekanntmachung.
Die Ausführung der Pferdeförderung auf
der Grubenabtheilung Jägersfreude pro 1866,
1867 und 1868, welche bisher durchschnittlich
mittelst zweier Pferde ansgeführt wurde, soll
im Submissionswege verdungen werden, wozu
Termin auf den 16. Dezember e., Vor⸗
mittags 10 Uhr, festgestellt wrrd.
Unternehmungslustige sind daher ersucht, ihre
Offerten, welche die hier offen gelegten Be—
dingungen anerkennen müssen, gehörig bezeich—
net und versiegelt vor bemerktem Termine an
den Unterzeichneten portofrei abzugeben.
Duttweiler, den 28. Nor. 1866.
Der Königl. Oberschichtmeister,
Becker.

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