Din Erscheintstag, Donnerstag und
Sonnabend. Bestellungen sind bei der
achsten Post⸗Anstalt oder in der Ex⸗
pebdition des Blattes zu machen.
Anzeigen portofrei einzureichen.
Insertions ·Gebuͤhren für die Garmond⸗
zeile oder deren Raum 9 Pf.
9 Der Abonnemenis⸗Preis
⸗F — oetraͤgt pro Quartal inel. Stempelsteuer
J 8 und Trägerlohn für Saarbrücken uni
—— St. Johann 12 Silbergroscheg.
—z Fur die durch die Post bezogenen FZen⸗
vlare 15 Silbergroschen.
fj
den Kreis Saarbrücken.
4116.
Donnerstag den 28. September
1865.
⸗ —8
Einladung zum Abonnement.
Zu dem mit dem 1. October c. beginnenden Abonnement des IV. Quartals auf das „amtliche Kreisblatt
für den Kreis Saarbrücken“ ladet die unterzeichnete Expedition mit dem Hinzufügen ergebenst ein, daß das
Kreisblatt auch in dem bevorstehenden neuen Quartale in der bisherigen Weise forterscheinen wird.
Saarbrücken, im September 1865. Die Grypedition,
Onr. Mutlngev,
gegenüber dem Haupt-Zoll-Amte.
Amtliches.
Bekaunntmachung.
Das bevorstehende Studien-Semester unserer Universität nimmt
mit dem 15. October ec. seinen gesetzlichen Anfang. Indem wir dies
hierdurch zur allgemeinen Kenntniß bringen, machen wir Diejenigen,
welche die Absicht haben, die hiesige Universität zu besuchen, darau
aufmerksam, daß sie sich pünktlich mit dem Beginne des Semestere
hier einzufinden haben, um sich dadurch vor den Nachtheilen zu be—
wahren, welche ihnen durch das Versäumen des Anfangs der Vor
esungen unausbleiblich erwachsen müssen. Zugleich ersuchen wir hier
mit die Eltern und Vormünder der Studirenden, auch ihrerseits zur
Beobachtung dieses wichtigen Punktes der akademischen Disciplin
möglichst mitzuwirken. In Ansehung derjenigen Studirenden, welche
ruf Grund vorschriftsmäßiger Dürftigkeits-Atteste die Woblthot der
Bienenzucht.
Die Bienen werden in den vielen schlechten Jahren durch die Züchter
selbst und den verfälschten Futterhonig vollends zu Grunde gerichtet.
Es ist zwar nicht zu verkennen, daß die Witterung während
mehrerer Jahre zur Zucht ungünstig war, dieses auch viel dazu bei—
zetragen haben mag, daß die meisten Stände hier jetzt nicht mehr so
stark wie früher besetzt oder ganz leer sind.
Daß durch mehrjährige so schlechte Resultate, kostspielige Fütte
rung zur Erhaltung der Bienen, die Liebhaberei für dieses so inte—
ressante und nützliche Insekt allseitig abnimmt. liegt in der Natur
der Sache.
Die Gegenden von Benrath, Hilden ꝛc. sind durch ihre Lage
Bodenverhältnisse und Flora zur Bienenzucht sehr begünstigt.
Die Bienen haben in Benrath etwas Raps, sehr viele Baum—
und Strauchblüthen in den naheliegenden Waldungen, besonders aber
in und um den königl. Schloßpark große Ulmen, Pappeln, Linden ꝛc
und endlich Buchweizen, der jedoch gleichzeitig ausgesäet wird, also
ebenso auch abblühet; blühende Haide agiebt es aber dorten fast
gar keine.
Hilden hat zwar nicht die so frühzeitigen, stark honigenden vie—
en Baumblüthen, aber seine Flora scheint später den Bienen diesen
Ausfall doch reichlich wieder zu ersetzen.
Der Boden zunächst dem Orte an der Seite von Hochdahl hin
besteht theils aus schwerem und theils aus Sandboden, wohingegen
der auf der entgegengesetzten Seite durchgängig ganz sandig ist.
Der Buchweizen wird in unserer Umgebung früh und spät aus
gesäet und besonders in diesem für die Bienen so günstigen Jahre isl
derselbe durch die lange Trockenheit in der ersten Zeit so sehr gegen
den anderen in seinem Wachsthume zurückgeblieben. daß der ein—
Stundung des Honorars für die Vorlesungen in Anspruch zu neh—
men beabsichtigen, oder um ein akademisches Stipendium sich bewerben
wollen, bemerken wir, daß nach neueren gesetzlichen Vorschriften der—
artige Gesuche bei Vermeidung der Nichtberücksichtigung, und zwar
die Stundungsgesuche innerhalb der ersten Woche, und die Ge—
suche um Verleihung eines Stipendiums innerhalb der ersten
vierzehn Tage nach dem gesetzlichen Anfange des Semesters von
den Petenten in Person eingereicht werden müssen, und daß von
denjenigen Studirenden, welchen die Wohlthat der Stundung bereits
zuerkannt worden ist, unter dem Präjudiz des Verlustes ihrer Berech—
tigung von dem erhaltenen Stundungsscheine innerhalb der ersten
Woche nach dem gesetzlichen Anfange des Semesters bei der Quästur
Gebrauch gemacht werden muß.
Bonn, den 12. September 18665.
Rektor und Senat
der Rheinischen Friedrich-Wilbesms-Univerfität.
schon in seiner vollen Blüthe stand, während der andere nur erst ein
Zoll hoch war. Dadurch haben hier unsere Bienen eine doppelte
Buchweizenblüthen-Tracht.
In den nahen feuchten, jetzt entwässerten Sümpfen und Tannen,
welche nächst Hilden liegen, wächst eine hohe Haide, die bei großer
Trockenheit Honig gibt und die Bienen finden in mehr nassen Jah—
ren auf der daran schießenden höher gelegenen unermeßlichen Sand
haide ihre reiche Tracht.
Die Züchter der hiesigen Gegend behandeln ihre Stöcke noch
immer nach dem alten Schlendrian, sie kennen nicht die neuere bessere
Methode. Sie richten dadurch in schlechten Jahren ihre Bienen troh
ihrer so günstigen Lage sicher zu Grunde. Die Zucht hat in Folge
dessen auch hier sehr abgenommen und sie besitzen jetzt noch wenig
Bienen.
In der Eichstädter Bienenzeitung hat über die rechtzeitige Thei—
lung der Bienen eine ausführliche Debatte stattgefunden und beson
ders Dzierzon führte darin den Beweis, daß er die günstigen Resul—
state seiner Zucht nur allein der Zweckmäßigkeit der Wohnungen und
der Behandlung, namentlich der künstlichen, rechtzeitigen Theilung
des Volks und Wabenbestandes, verdanke.
Die Züchter warten besonders in trockenen Jahren öfter Wochen
rund Monate lang auf Schwärme und am Ende bleiben sie ganz aus.
Der vollgepfropfte auf den Schwärmen stehende Stock brütet
während dessen nur wenig, die Bienen verzehren mehr als sie sam—
meln, ihr Zustand geht zurück statt vorwärts und das Schlußresultat
des nicht abgeschwärmten Mutterstockes ist meistens geringer, als das
des geschwärmten resp. abgetriebenen Korbes. Die Schwärme sind
in Folge dessen jedenfalls reiner Gewinn.
Es lieat also im Interesso der Züchter auch nicht einen Tae