Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

England wird der Kartoffeleinfuhr bedürfen und sollten sich auch die
Befürchtungen Hollands bewahrheiten, dann würden die Pfälzer ihren
Ueberfluß gut verwerthen können. Aus Böhmen, Schlesien, Hanno—
ver lauten die Berichte über Kartoffeln ebenfalls günstig; dagegen
wird der Futterrübenertrag als nicht ganz befriedigend bezeichnet. —
Aeber den Stand des Weißkrautes und des Gemüsekohls lauten alle
Nachrichten betrübend, die Zerstörung der Pflanzungen durch Rau—
oen ist schwerlich je so umfangreich gewesen, als heuer.

befinden und wo man die Vögel hegt. Den klarsten, unzweideutig
sten Beleg hierfür bietet im Augenblicke die Rhein- und Mainspih⸗
die sogenannte Ried und wahrscheinlich jede vorzugsweise dem Kappes⸗
überhaupt dem Gemüsebau dienende Gegend. Wo Kappesfelder mi
Bäumen bepflanzt sind, da wird der Ertrag befriedigend, mitunter
sogar gut, wo solche hingegen in baumlosen Fluren liegen, da finde—
man alles bis auf die Strünke abgefressen; es sei denn, daß die Be—
siter frühzeitig genug sogenannte Kreuzhölzer auf die Felder gesteckt
haben, die den Vögeln Ruhepunkte bieten. Wir sahen jüngsthin im
Riede, dann auch in der Mainzer Gegend Gemüsefelder mit solcher
Kreuzhölzern und waren überrascht zu sehen, wie hier die Zerstörun⸗
durch Raupen kaum zu beobachten war, während andere Felder, de
nen Bäume und Kreuzhölzer mangelten, ein Bild betrübender Zet
störung darboten. Unseres Erachtens gibt es gegen die Raupennot
kein zuverlässigeres Mittel, als die Schonung, resp. Hegung der
gel. Wer die Baumpflanzungen vernachlässigt, der zwingt die Vogeh
zur Auswanderung und darf dann nicht böse sein, wenn die Rauper
den Segen seiner Mühen genießen.

Die Raupennoth. Wie ist dem Ueberhandnehmen der Rau
pen zu begegnen? ist eine Frage, die man bei Begegnissen mit Land—
wirthen täglich hören kann. Was auch der Mensch gegen Raupen
und andere derartige kleine Zerstörer beginnen mag, sie ganz zu ver
ilgen wird ihm unmöglich sein; sie aber in Jahren, die der Insecten⸗
dermehrung besonders günstig sind, zu vermindern, liegt in seiner
Hand. Wer in den Monaten Juli und August scharf beobachtet hat,
dem ist es unmöglich entgangen, daß die Zerstörung durch Raupen
da, wo es an Bäumen mangelt und wo man die insectenfressenden
Pögel verscheuchte, weit größer ist, als da, wo sich Baumpflanzungen

Belanntmachung.
Die Anlieferung von
einer Wasserhaltungs-Dampfmaschint
mit Dampfkabel,
pier Zampfkesseln mit Zampfsammler,
riner Druckpumpe von 56Tachter Höhe,
oll im Wege der öffentlichen Submission ver⸗
dungen werden. Termin ist hierzu auf den
3. Oetober d. J. Morgens 10 —
anberaumt, bis wohin die Añgebote mit der
Aufschrift: „Submission guf die Wasserhalungs-Dampfmaschine,
 Kessel und Pumpen für
die Grube Kronprinz Friedrich Wilhelm“, por⸗
tofrei hier eingehen müssen.
Die Lieferungsbedingungen sind in hiesiger
Registratur einzusehen, können auch abschrift
lich mitgetheilt werden.
Saarbrücken, den 30. August 18685.
Koönigl. Pergwerks-Direckion.
Berg-Inspection J.,
Beauer.
Praͤmien-Viehmarkt

Deffentlicher Verkauf
eines betraͤchtlichen Eisenbahnhau-Materials zu Ettelbrück,
sgroßherzogtihum Lufemburg).
Am Mittwoch den 27. September künftig, um 11 Uhr Vormittaas,
verden HH. Gebrüder Waring, Wenderatunstig nm einen Theil ihres —*
in ihren Werkstätten zu Ettelbrück öffentlich und gegen gleich baare Zahlung dverstei⸗
gern lassen, unter anderen:
73 schöne Zugpferde, Pferdegeschirr, Sättel und Zäume,
2 Vage
2 englische Tilburys,
1Güterwagen von 30,000 Kilos Tragkraft, zum Transport der Locomoti
ven dienlich, verschiedene Wagen mit Bändern von resp. 7, 10, 11, 13 und 19
Tentimeter Breite, zweispännige und einspännige Teimer, Handteimer, zwei zwei
rädrige Wagen zum Holz-Transport, Wasser-Faͤsser auf Karren, Schubkarren, eng
lische Pumpen und andere, Lehrgerüste von 0,60 bis 8 Meter Deffnung, Tannen
bohlen (couchis) von 0,07, 0,12 und von 3,50 bis 4 Meter Laͤnge, dienlich p
GBewölbe-Hölzer, Schmiedegeschirr, Blasbälge, Amboß, Hämmer u. s. w., 30
Schaufeln, ordbohrer Riemenscheiben, Zugwinden und Flaschenzüge, mehrere Hu
elmaschinen, eine Dampfmaschine von 4 ee Maschine zur Mörtelfabrhu
Maschine zum Schneiden und Zerstoßen des Futters, Maschine zum Schneiden un
Zermalmen des Brodes, altes Gehölz, Eisen, Gußeisen u. s. w.
Ettelbrück, am 31. August 1865. Salentiny, Notart

Febensversicherungsbank für Deulschland in Gotha
In Folge ununterbrochenen lebendigen Zugangs war bis 1. September d. J.
die A— auf 48,796,500 Thlr.,
der Bankfonds nuf ... 13,050.000 ,

und

—*
A
zu Heusweiler.
Mittwoch den 20. Sept. 1865.
Auf Anregung des landwirthschaftlichen
Casinos dahier werden sowohl für die be
sten und schönsten Exemplare der verschie
denen Gattungen von Rindvieh, als auch
für Fohlen, Prämien ertheilt.
Heusweiler, den 10. Sept. 18685.
Der Bürgermeister,
Fαα.
Verdingung
feuerfester Materialien.
Die Lieferung von
1500 Etr. feuerfesten Steinen,
1300, feuerfesten Cement,
aach der Grube „Duttweiler-Jägersfreude“
vird am 25. September l. J., Nach
mittags 2 Uhr, in dem Gästhause des
Hrn. Kühn dahier öffentlich verdungen werden
Dudweiler, den 13. September 1865.
Der Oberschichtmeister.
Becker.

gestiegen.
Alle Ueberschüsse fließen bei dieser auf Gegenseitigkeit beruhenden Anstalt unverhuth
an die Versicherten zurück, — in den Jahren 1865 und 1866 mit je 88 Prozent de
Prämien. Durch diese Dividenden stellen sich, bei sparsamer Verwaltung, die Versscherunat
osten auf ein ungemein niedriges Maaß herab.
Die große Ausdehnung der Bank und ihre reichen, auf solideste Weise in Hypothele
aingelegten Fonds bürgen für die Nachhaltigkeit der den Versicherten zu Gute kommer
den Vortheile.
Versicherungen werden vermittelt durch

EMD. Mottiner in Saarbrücken.
Theodor Lang in Birkenfeld.
A. J. Joachim in Trier.

VBekanntmachung.
Die Polizei-Agenten- und Botenstelle de
Bürgermeisterei Bischmisheim, mit dem Wohn
itze hier in Brebach, verbunden mit einen
ahresgehalte von 120 Thlr. nebst Gestellung
»er Uniformstücke, wird mit dem 1. Janua'
aächsthin vacant. Diejenigen, welche zur Ueber
iahme derselben Lust tragen, insbesonder
ivilversorgungsberechtigte Militär-Personen
verden hiermit eingeladen, sich bei dem Unter
eichneten, unter Vorlegung ihrer Papiere
inerhalb 4 Wochen zu melden.
Brebach, den 12. September 1865.
Der Bürgermeister.
Klein.
ä— — — —— —— —— — — 7rFrier
Herausgeber und Verleger: Ehr Möllinaer, vormals Reumamm sche Buchhaundlung in Saorbrücken. — Druck von A. Sonnenburaga in Trie

Montag den 25. Ser
tember 1865,
Kram-«
Vieh-Markt
zu Völlingen.
Der Vürgermeister
iuiz3432838352.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.