Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

auf Anweisung des dortigen Wirthschafts-Inspectors, an den sich der
Käufer zu wenden hat, verabfolgt werden. Dies ist jedoch nur gegen
ofortige baare Zahlung, die an den Wirthschafts-Inspector zu leisten
st, und nur bei geringen Quantitäten von höchstens 12 Stämmen jeder
Obstsorte zulässig.
5) Von auswärtgen Bestellern werden die Verpackungs- und
Transportkosten durch Nachnahme oder Postvorschuß eingezogen. Eine
Stundung derartiger Kosten ist unter allen Umständen unzulässig.
RNesultate des Wegebaues im Regierungsbezirk Trier.
Eins der wirksamsten Mittel zur Erleichterung und Beförderung
des Verkehrs und dadurch des Wohlstandes ist die Fürsorge für die
berbesserung und Vermehrung der Communikationsmittel, unter wel—
hen die Wege vor Allem in Betracht kommen. Von diesem Gesichts
zunkte ausgehend, haben die Behörden seit Jahren der Vermehrung
der Chausseen, sowie der Verbesserung der gewöhnlichen Gemeinde—
Tommunikationswege große Sorgfalt zugewandt und können die im
Regierungsbezirk Trier bisher erreichten Resultate, wenn auch noch
Manches zu thun, doch im Allgemeinen als recht erfreuliche bezeich—
aet werden.
Der Regierungsbezirk Trier besitzt gegenwärtig an ausgebauten
Staatsstraßen 643 Meilen
an ausgebauten Bezirksstraßen 97,2,
hierzu werden binnen Kurzem in Folge Uebernahme
unter die Bezirksstraßen noch kommen:
die St. Johann-Brebacher Prämienstraße. 0,9.,
die Prüm-Bleialfer Prämienstraße.. ... 2,28,
die Ballinger-Nunkircher Prämienstraße.. 2,2
so daß im Bezirk am Ende des Jahres 1865 102,3 Meilen
Bezirksstraßen vorhanden sein werden.
Außerdem sind an Prämienstraßen gegenwärtig bereits beendet
der noch im Bau begriffen:
die Straße von Hillesheim über Wiesbaum nach Dollendorf
bis zur Aachener Bezirksgrenze, lang...... 1,1 Meilen,
o) die Straße von Baumholder über Ruschberg, bis
zur Heimbacher Haltestelle............. 1,22
die Straße von Bitburg nach Echternach durch das
Nimsthal
die Straße von Prüm über Büdesheim, Lissingen,
Gerolstein, Pelm, Kirchweiler nach Dockweiler.. 4,8
die Straße von Traben über Cröv, Kinderbeuern
aach Hontheim.................. 3,2,
) die Straße von Rhaunen nach Büchenbeuern.. 0,8
5) die Straße von Uerzig nach Wittlich....... 1
zusammen Menen
o daß nach Beendigung der vorerwähnten Straßen — außer denen
dereits weitere Prämienstraßen proiektirt sind — der Regierungs—
bezirk Trier

an Staatsstraßen 64,3 Meilen,
an Bezirksstraßen 102,5 ,
an Prämienstraßen 13,098,
zusammen 180,1 Meilen
Chausseen besitzen wird. Die Fürsorge der Staatsregierung zur Be
förderung des Straßenbaues hat sich besonders bei den Prämien—
ttraßen in sehr wirksamer und umfangreicher Art durch Zuwendung
hedeutender Geldunterstützungen bethätigt. Die Prämienstraßen sind
aämlich vollkommen chausseemäßige Straßenbauten, welche von den
betreffenden Gemeinden oder Kreisen in der Art zur Ausführung
gebracht werden, daß ihnen Seitens der Staatsregierung, neben dem
Recht zur Expropriation des Grund und Bodens, der demnächstigen
Barriergelderhebung ꝛc. zum Bau Zuschüsse bewilligt werden, welche
nindestens 3,000 Thlr. pro Meile betragen, in der Regel jedoch
mehr und bei besonders armen Gemeinden und besonders wichtigen
resp. kostspieligen Straßen schon bis zu 10,000 Thlr. pro Meile er—
höht worden sind. Wie bedeutend die hiernach von der Staatsregie—
rung für Beförderung des Chausseebaues im Regierungsbezirk Trie
zewährten Zuschüsse sind, ergibt sich aus folgenden Zahlen-Angaben
Die für die vorstehend erwähnten Prämienstraßen Allerhöchst bewil
ligten, größtentheils bereits zur Auszahlung gelangten Staats
Prämien betragen:

6) Sobald die Anlieferung der bestellten Bäume an die Eisenbahn
oder Schiffsstation ꝛc. stattgefunden hat, geht die Sendung auf Gefahe
und Kosten des Bestellers.
Poppelsdorf, den 22. August 1865.
Der Königliche Garteninspector
W. Sinning.

ade⸗
ad
ad
ac
ad
ad g 5,391 ,„
zusammen 105,302 Thaler.
Seit dem Jahre 1848 sind an Staats-Prämien in unserm
sirk beits zur Auszahlung gelangt:
vom Jahre 1848 bis incl. 1832 — 26,720 Thaler,
„ 1858 ,„1867 — 102,218,
, 1858 ,„ 1861 — 652,328 ,
.. 1862, , 1864—- 49,695
zusammen ⸗AAdõ gẽhaler,
von welchen Beträgen der größere Theil den Eifelkreisen Prüm
Bitburg und Daun, besonders den beiden erstern zu Gute gekom
men ist.
Für die Staatsstraßen sind während der Jahre von 1815 bi
incl. 1864 ebenfalls aus Staats-Central-Fonds verwendet worden
a) für Unterhaltung und Instandsetzung 2,003,829 Thaler,
b) für Neubauaau... 544,682
c) für Verlegungen. 37,220
zusammen D Thaler.
Die früher auf durchschnittlich 800 Thaler pro Meile normirte
Unterhaltungskosten der Staatsstraßen im Regierungsbezirk Trie
sind in Folge der gestiegenen Materialien-Preise, Taglöhne un
Fuhrlöhne in den letzten Jahren erhöht worden und betragen gegen
wärtig ca. 1000 Thaler pro Meile.
(Fortsetzung folgt.)

6,896 Thaler,
10771 5
8,2198
26,764
28901

Der Boden und die Bodenbereitung.
Bie vVerbesserung des Vodens.
Daß der Landwirth auf mancherlei Weise seinen Boden verbeset
und aus einem geringen, werthlosen einen guten, ertragreichen mahet
kann, haben wir schon in den vorangehenden Abschnitten gesehn
Solche Grundverbesserungen, wenn sie zweckmäßig ausgeführt werden
iind bleibenden Kapitalanlagen gleich zu erachten; aber sie erforden
in den meisten Fällen auch ansehnliche Opfer, und ein verständige
Mann wird vorher genau berechnen, ob sich das verwendete Kapim
an Baarauslagen, Arbeit und Material durch die erzielten Erfolß
zehörig verzinsen und nach und nach wieder heimzahlen werde. u
darf nicht vergessen werden, daß beinahe alle Bodenverbesserum
nur dann wohlthätig und nachhaltig wirken werden, wenn sie He
n Hand mit einer stetigen Düngung gehen. Ohne diese ind
nur neue Mittel, den Boden zu berauben und zue
fräften.
Als Hauptgrundverbesserungen sind anzusehen:
1. Die Erdmischungen, von denen wir bereits gehand
haben. Sie erfordern, wenn sie in beträchtlicherem Umfange auso
ührt werden sollen, sehr viel Arbeit, sind in der Regel nur da
äßig, wo die Erdart, mit welcher ein Boden überführt werden wi
bequem in der Nähe zu haben ist, und werden am besten zur Win
terszeit vorgenommen. Sie wirken aber auch sehr nachhaltig,
bleibend fur alle Zeiten, besonders wenn hinlängliche Düngung mi
der Erdmischung Hand in Hand geht. Die Wirkung des Ueberme
gelns schlägt man auf 10-512 Jahre an. In Baiern wird auf kor
und kleemüden Aeckern mit großem Erfolge das Ueberlehmen“
ewendei Es perden nämlich in den Brachjahren breite und
            
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