chlossen und das für dieselbe entworfene Statut bestätigt worden;!
eider ist aber diese Kasse noch nicht in Thätigkeit getreten, da für
)ie Stelle eines Rendanten eine geeignete und cautionsfähige Per—
õonlichkeit noch nicht hat gewonnen werden können. Für die Stadt
Trier besteht seit dem Jahre 1836 eine mit der Pfand-Leih-Anstalt
erbundene Sparkasse, und seit dem Jahre 1850 eine Handwerker-Darlehenskasse,
welche letztere mit der erstern jedoch in keiner Ver—
bindung steht und auch nur an bedürftige Handwerker der
SsStadt Trier Darlehen ausleiht. Die Verhandlungen, welche zu
em Zwecke gepflogen worden sind, um beide Kassen zu einer zu ver—
chmelzen und der Darlehenskasse eine erweiterte Ausdehnung, sowohl
n Betreff des Umfanges ihrer Thätigkeit, als auch in Bezug auf
»en Stand der Darlehen-Empfänger zu geben, sind bis jetzt resul—
atlos geblieben, werden aber demnächst wieder aufgenommen und
ortgeführt werden.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Resultate der obenge
iannten Kreis-, Spar- und Darlehnskassen von 3 zu 3 Jahren zu—⸗
ammengestellt:
5.
6.
Einlagen WMithin
Kreis⸗, ouf * Dam an Summa Supare — zu
Spar⸗ und ssegut · der warfen am Bestand Darlehen
des Jahres zeschrie · C g Schlusse x am d
Darlehens- a. i888 oion · d Sqhlusse wut n
Kasse bᷣ 1861 enen nen sse des Fahres aus⸗
1804B83insen 8 und 4. b. I86 3. 1858 sen
J J. 4837 aeliehen.
c. 1865
— — . A..
51
2
——
8
*51
71*
A
Daun a. 2182
gegründet b. 3849
— 1837. 10. 7833
2185
3889
7967
47
871
1409
1638
3018
6558
1424
3000
6619
15
Wittlich a. 3626
gegründet b. 25936
1857. 52. 32693
475
549
3626
26411
33242
329
6875
8757
3297
19536
24485
1605
13470
16096
Berncastel a. 7566 —.
gegründet b. 44891 1181
857. c. 71895 1467
7566
46071
73361
7500
23348
7566
38571
19512
1265
17665
38183
Saarburg
zegründet
1857
a. 12715 310
b. 16684 270
e. 12967 266
18025
I604
13232
39868
6211
4003
9057
107438
9229
3310
6094
6382
Merzig
gjegründet
1857.
a. 1153
d». 8811
6. 5140
3
200
109
1156
4010
5249
201
76
1588
955
3134
3667
878
2845
3743
Saarlouis
zegründet
1857
a. 4059
A
.16057
4059
9498
16056
111
4906
2187
3948
4592
13869
1810
2920
12576
Saarbrück
zegründet
1857.
a. 9680
b. 34266
3 94052
— 8680
364
901 94953
1034
8815
34741
8646
25715
60212
8158
20061
50590
gegründet
1858.
1. 119
b. 4363
s. 10391
2
120
153
121
83
10544
s77 —
1800
121
3606
8935
100
2872
7984
3t. Wendel a. — 7.157
gegründet b. 3431 39 83470 426008045 3070
s 1zöß nis 2138017681166
Soweit der Bestand der obigen Kassen nicht durch Darlehen
ͤbsorbirt ist, oder durch die laufenden Cassen-Ausgaben in Anspruch
genommen wird, ist derselbe bei Instituten oder Corporationen zins—
ar angelegt.
Im Allgemeinen läßt die vorstehende Tabelle in erfreulicher
Weise erkennen, in wie lebhaftem Steigen der Sparsinn und die Er—
parnisse der Bevölkerung hiesigen Bezirks begriffen sind und in wel—
hem erheblichen Umfange die Sparkassen von Darlehns-Suchern in
Anspruch genommen worden. Ausfälle bei diesen Darlehns-Geschäf—
en sind bisher fast gar nicht vorgekommen, und die für diese Even—
ualität bestimmten, schon erheblich angewachsenen Reserve-Fonds der
einzelnen Cassen sind deshalb in stetem Zunehmen begriffen. Der
zünstige Stand dieser Fonds dürfte es bald ermöglichen, den Kreis-Spar-
und Darlehens-Kassen durch Einführung von Erleichterungen
in ihrer Benutzung eine noch ersprießlichere Wirksamkeit zu sichern.
Neben zulässigen Vereinfachungen in der Bürgschafts-Stellung für
kleinere Darlehen bis zu etwa 25 Thlrn. ist hier vorzugsweise ins
Auge zu fassen die Gründung von Local-Sammel-Kassen resp. die
Bestellung von Hülfs-Rendanten für mindestens je eine Bürgermei—
sterei, welche dem Publikum die Zeit- und Kosten-Verluste verur—
sachenden Wege in den Kreis-Haupt-Ort abnehmen und die vermit—
telnden Stationen bilden für Einzahlungen in die Spar-Kasse und
für Aufnahme von Darlehen aus der Darlehns-Kasse. Die neuere
Einxichtung der Zahlung durch Post-Anweisungen wird dazu beitra—
gen, die Verwaltungskosten solcher Nebeninstitute sehr niedrig zu
halten.
Der Boden und die Bodenbereitung.
Der Sandboden.
Der Sand ist fein zerkleinertes Gestein und besteht aus Körnern
von der Größe eines Stecknadelknopfes, die also gröber sind als fei—
ner Steinstaub, welcher im Wasser zu Schlamm wird. Sand, dessen
Körper erbsen- bis hqselnußgroß sind, heißt Kies. Der Sand ent
steht aus der Werwitterung und Zermalmung verschiedener Gestein
arten, wie des Kiesels, Sandsteins, Quarzes, Kalksteins, Granits u.
s. w. und besteht in den meisten Fällen vorwiegend aus Kieselerde.
Namentlich sind unsere Gebirgsgewässer mit ihrem raschen Laufe und
steinigen, streckenweise verengten Bette große Sandmühlen, in denen
ununterbrochen eine Masse von allerlei Gesteinen zerrieben wird. Rei—
ner Sand, wie z. B. in der großen afrikanischen Wüste, ist ganz
unfruchtbar und würde auch den Gewächsen keinen festen Stand ge—
gewähren.
Enthält ein Boden mehr als zur Hälfte Sand, so heißt er über—
haupt Sandboden. Seine guten oder schlimmen Eigenschaften hän
zen nun davon ab, in wie hohem oder geringem Grade ihm andere
Bestandtheile, wie Thon, Kalk, Humus, Eisen beigemengt, und wie
klein oder groß die Sandkörner sind. Es gibt also, wie beim Thon—
boden, auch hier sehr verschiedene Abstufungen. „Leichter Sandboden⸗
enthält in 100 Theilen 80 bis 95 Theile Sand. Sinkt der Sand—
gehalt bis auf 60 Proc. und nimmt dagegen der Thongehalt zu, so
wird er lehmiger „Sandboden“ genannt Aand nähert sich dem Lehm—
boden.
Der Sandboden heißt „leicht“ (obgleich Sand schwerer ist als
Thon), weil er leicht zu bearbeiten ist und leicht zerfällt. „Warmer
Boden“ heißt er, weil er bei seiner geringen Bindigkeit die Sonnen—
und Luftwärme leicht eindringen läßt. Das Wasser nimmt er schnell
auf, aber nicht in großer Menge, und hält es nicht an, sondern läßt
hes bald wieder verdunsten. Auch die Wärme hält er nicht zurüch
und ist dem Eindringen des Frostes zum Nachtheil der Gewächse leicht
zugänglich. Er ist „hätiger⸗ als der Thonboden; der Pflanzenwuchs
beginnt unter gleichen Verhältnissen früher auf ihm, und der Dün—
ger zeigt eine raschere Wirkung; aber die Kraft desselben geht auch
schneller verloren. Deshalb muß häufiger gedüngt werden, wenn auch
nicht mit großen Massen. Oeftere Beackerung, die ihn noch lockerer
machen würde, als er ohnehin schon ist, sagt ihm nicht zu; dagegen
vermehrt das Walzen seine Bindigkeit. Da er im Frühjahr schnell
etwas abtrocknet, läßt er eine frühe Bestellung zu.
Auf ihm gedeihen am sichersten Roggen (weshalb er auch „Nog
genboden“ heißt), Buchweizen, Kartoffeln, Spergel, Hirse und einige
kleine Rübenarten.
Um ihn ergiebiger zu machen, düngt man ihn mit schwerem,
speckigem Mist, Teichschlamm u. dgl. und vermischt die Bodenkrume
reichlich mit Thonmergel. Auch ist auf Sandboden ein dichter Stand
der Gewächse, welche den Boden beschatten und feucht erhalten, wohl
thätig.
Der lehmige Sandboden ist im Allgemeinen werthvoller, als der
eichte Sandboden. Ueber seine größere oder geringere Fruchtbarkeit
entscheiden wesentlich auch die örtliche Lage, die übrigen beigemischten
Bestandtheile und die größere oder geringere Feinheit seines Sandes.
Ist dieser staubartig feinkörnig, so fließt er bei heftigem Regen leicht
nit dem Thon zusammen und bildet beim Abtrocknen eine feste Kruste,
welche den Zutritt der Luft leicht hemmt und dadurch den untern