Vorstehende Anweisung wird für alle Diejenigen von Nutzen sein
tonnen, welche etwa in der Lage sind, große Schmalzvorräthe an Apo—
heker und Droguisten verwerthen zu können, dann für alle Die, welche
diese oder jene Salben der Apotheke sich selbst herzustellen vermögen,
ind endlich für die Hausfrauen, denen vielleicht daran gelegen ist, eine
Menge reinen Schmalzes ohne Salz, Zwiebeln ꝛc. aufzubewahren. Für
den Handel wird das Schmalz meisiens in sorgfältig gereinigte und
zorher völlig ausgetrocknete große Blasen gefüllt, in denen es sich, fest
zebunden, vortrefflich hält und weithin verschickt werden kann.
Jede Salbe ist, besonders bei längerem Gebrauch, durch sorgsames
Aufbewahren vor dem Ranzigwerden zu behüten, wenn sie nicht ihre
Wirksamkeit verlieren oder gar schädlich werden soll. Dasselbe ist auch
bei der Haarpomade wohl zu beachten; hier ist Reinlichkeit und Sau—
verkeit, so wie stets sorgfältiges Verschließen und Bewahren gegen Nässe
und Hitze um so mehr zu empfehlen, da in ihrer Verderbniß das Haar—
ausgehen bei sonst ganz gesunden und kräftigen Frauen nur zu oft
einen Grund haben mag.
noch vor der vorjährigen Fechsung zur Thatsache. Herr Polley legte
ereits das Ergebniß seiner letzten Weinernte in eine lange Reihe im
irecten Verband stehender Steinfässer, von denen jedes einzelne einen
Füllraum von 120 bis 150 österreichischen Eimern (aà 507/, preußische
Quart) entspricht. Die einzelnen Lagerzellen sind viereckig im Grund—
riß, mit einer nach vorn geneigten Grundfläche versehen, die Umfas—⸗
ungswände sind vertical aufgeführt, jede Zelle ist mittelst solidem Ton—
iengewölbe geschlossen, in deren Schlußstein das Spundloch sich befin—
det. Im Horizont des Grundpflasters befindet sich in der vorderen
Wand eine ca. 16 Zoll Diameter haltende runde Oeffnung, vor wel⸗
her ein kleiner eichener Fußboden mit dem Zapfen zum Abziehen des
Weines durch starke Ankerschrauben und eiserne Bügel wohl befestigt
st. (Gratzer Ind.⸗ u. Gewerbebl.)
Der Hanfbau im Großherzogthum Baden
limmt unter den Handelsgewächsen im engeren Sinne die dritte Stelle
ein und erstreckt sich über mehr als 24,000 badische Morgen (1 Morgen
74 Quadratruthen preuß.)) mit einem durchschnittlichen Gesammterträg⸗
niß von 26,, Mill. fl. In keiner andern Gegend Deutschlands wird
»esserer Hanf erzeugt, als längs des deutschen Oberrheins, insbesondere
n den badischen Antheilen der ehemaligen Grafschaft Hanau zwischen
dehl und Rastatt. Hier erreicht der Hanf, insbesondere der sogenannte
Schleißhanf, eine Höhe von 10 bis 12, selbst bis 15 Fuß, und lie⸗
ert einen Bast, der an Stärke und lichter Farbe dem russischen gleich—
ommt und an Zartheit ihn noch übertrifft. Der auswärlige Absatz
Jeht hauptsächlich nach dem Niederrhein, nach Holland und England,
vo er vorzüglich zu Tauen, aber auch zum Spinnen und Weben ver—⸗—
vendet wird. Der vorjährige Erirag war sehr befriedigend; die Preise
tellten sich zu 19 bis 22 fl. pro Centner, was für den Morgen 100
»is 150 fl. abwirft. Um den Absatz zu Gunsten der Producenten zu
rleichtern, hat man voriges Jahr erstmals eine große Ausstellung von
danf in Kork veranstaltet, welche auswärtigen Fabrikanten und Ge—
chäftsleuten Gelegenheit bot, sich selbst ohne kostspielige Mäkler ihren
Bedarf auszuwählen und zu beziehen. Eine in neuerer Zeit zu Em—
mendingen errichtete mechanische Hanfspinnerei und Weberei ist in ge⸗
deihlichem Aufschwunge begriffen; ihre jährliche Production ist bercits
auf nahezu 300 Gulden gestiegen. (Allg. Ztg.)
Steinerne Weinfässer.
Der Grund—- und Realitätenbesitzer Herr Karl Polley in Sessana
am Karst bedient sich gegenwärtig mit außerordentlich gutem Erfolg auf
seinem namhaften Weinlager fast ausschließlich der steinernen Fässer.
Derselbe wandte vor einigen Jahren in Folge des schnellen Defect⸗
werdens guter, eichener Lagerfässer versuchsweise eine aus Karster Kalk—
quader gemauerte Cisterne, welche mit Bibacher Cement gut gefügt war,
sum Einlagern von ca. 100 Eimern feinen Weines an. Nach ca. ein⸗
lährigem Lager war das Resultat dieses ersten Versuches ein über Er⸗
varten günstiges; der Wein hatte sich vollkommen geklärt, und der Ge—
chmack vesselben übertraf im Bouquet und Würze nicht nur den in
Holzfässern gelagerten Wein derselben Fechsung, es stellte sich sogar das
teinerne Lager bedeutend bkonomischer heraus, weil in demselben keine
Zehrung zu finden war; das Weinniveau war unveraͤndert, in Folge
der Dichtheit seiner Wände, bis hart an das im Schlußgewölbe be⸗
indliche Spundloch stehen geblieben.
Der so glücklich verlaufene Versuch bestimmte den Herrn Besitzer,
die hölzernen Lagergefäße ganz aufzugeben und nach seinem eigenen
Ausdruck steinerne Fässer im Keller anzulegen. Der Beschluß wurde
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A
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jaarbrücker Gi Donnerstag den 20. Juli e.,
Saarhrücker Eisenbahn. e e
hier in meinem Büreau angesetzt und lade Pacht⸗
ustige dazu mit dem Bemerken ein, daß bie
nähern Bedingungen im Termine selbst bekannt
gemacht werden sollen.
Herr Expedient Gerber auf Grube „Ruß⸗
ütte“ wird diese Lagerplätze auf Ansuchen den
Pachtlustigen an Ort und Stelle vorzeigen.
Saarbrücken, den 4. Juli 1865.
Der Königl. Eisenbahn-Baumeister,
L. Wilde.
Rhein-Nahe-Eisenbahn.
Zinsen⸗Zahlung.
Die, am 1. Juli 1868 fälligen, halbjährigen
Züinsen der Prioritäts-Obiligationen der
Rhein-Nahe⸗-Eisenbahn J. und Il. Emission kön—
nen von dem gedachten Tage ab bis zum 31
Juli 1865, Vormittaas in den Geschäfts
stunden: —
. bei der Direction der Disconto⸗-Gesellschaft
in Berlin,
bei der Filiale der Bank für Handel und
Industrie zu Frankfurt a. M.,
3. bei dem A. Schaafhausen'schen Bankverein
in Coln und fortlaufend
bei sämmtlichen Stationskassen der Rhein—
Nahe⸗Eisenbahn, soweit deren Bestände
ausreichen, — ingleichen
9. bei unserer Haupt-Kasse hierselbst
rhoben werden.
Die Coupons müssen den Zahlstellen mit nu—
nerisch denponn e den Emissionen getrenn⸗ Betanutinachuug .
en und von den Eigenthümern unterschtiebenen Auf der Grubenstation „Rußhütte sollen
HZerzeichnissen übergeben werden. — S ———— an den Meistbie—
Saarbrucken, den 12. Juni 1865. Zur Entgegennahme von Geboten habe ich
Könialiche Fisenbahn-Direchion. ich Termm'aue
Bekauntmachung.
In Folge höherer Anordnung sollen auf dem
ziesigen Bahnhofe zwei Kohleniagerplätze, in
»er Nähe des großen Locomotivschuppens, vf—
entlich an den Meistbietenden im Wege der
Zubmission, verpachtet werden.
Zur Entgegennahme der Offerten habe ich
Termin auf
Donnerstag den 20. Juli e.,
Vormittags 11 Uhr,
jier auf meinem Büreau angesetzt und lade
Pachtlustige dazu mit dem Bemerfen ein, daß
die näheren Bedingungen im Termine selbst be—
'annt gemacht werden sollen, auch bis dahin in
neinem Büreau zur Einsicht offen liegen.
Herr Stations-Vorsteher Stolzenberg
vpird auf Ansuchen diese Plätze an Ort und
Stelle vorzeigen.
Saarbrücken, den 6. Juli 1865.
Der Königl. Eisenbahn-Baumeister,
L. Wilde.
In der Koniglichen Centralschmiede zu Loui—
enthal finden dauernde Beschäftigung gegen
zuten Lohn
3 Schlosser und
1 Gelbgießer.
Louisenthal, den 8. Juli 1865.
Königl. Bergwerks-Direckion.
—
Hilt.
zJ.
Schaasieide-Verpachtung.
Am Mittwoch den 19. d. Mts.
Vormittags um 8 Uhr,
vird zu Bischmisheim in der Wohnung des
Hastwirths Hrn. Christian Tausend die Schaaf—⸗
weide auf dem Banne Bischmisheim von Neuem
ruf 3 Jahre verpachtet.
Brebach, den 1. Juli 1865.
Der Bürgermeisiet