Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

zalten dadurch ein leichteres, gefälligeres Aussehen: Die Wagen fallen
zadurch besonders kürzer aus, indem das Drehen der Vorderräder na—
ürlich bei kuͤrzeren Achsen einen geringeren Raum zwischen Vorder⸗
uind Hinterwagen beansprucht. Wo man, um diesen Zweck zu erreichen,
zei den Hinterrädern breite, bei den Vorderrädern dagegen eine schmale
Spur verwendet, haben die Pferde in Sandwegen und bei tief ausge—
ahrenen Gleisen ein zu schweres Ziehen. Denselben Zweck der Kür—
sung des Wagens hat man durch verschiedene andere Vorrichtungen
zu erreichen gesucht, indessen bleibt die Lage des Drehpunktes direct
iber der Achse immer noch die beste.
Der Vortragende erwähnte ferner noch die verschiedenen, schon sehr
alten Vorschläge zu Vorrichtungen, um durchgehende Pferde momentan
»om Wagen abzuspannen. Zu diesem Ende werden die Zugstränge
nittelst Ringen an die Waage gehängt. Diese selbst wird mit einer
jemeinsamen Zugstange verbunden, die im Moment der Gefahr durch
zinen zum Kutschenbock geführten Riemen gehoben und ausgelöst werden
tann. Der Deichselbeschlag sitzt lose in einer Furche der Deichsel, in
velcher ihn die Pferde durch die Aufhalter festhalten. Sobald sie
zurchgehen, ziehen sie den Beschlag von der Deichsel ab. Natürlich
nuß außerdem eine Hemmvorrichtung vorhanden sein, um den im vol—
len Lauf befindlichen Wagen anzuhalten. — Diese Vorrichtungen sind
in die Praxis nicht übergegangen, in gleicher Art, wie die meisten
olcher Sicherungsmaßregeln gegen ausnahmsweise vorkommende Un⸗
Jlücksfälle.
Zum Schluß sprach der Vorsitzende über die leichten amerikanischen
Wagen, Buggies und Snobwagen, welche durch das vortreffliche Holz—
material, vom weißen Walnuß- oder Hickorybaum, bei aller Leichtigkeit
eine große Festigkeit zeigten. Die Felgen sind aus Eschenholz, das
nittelst heißen Wasserdampfs erweicht und gebogen wird. Sie bieten
nudessen durch die hohen, fast nebeneinander stehenden Räder, besonders

ür Damen, große Schwierigkeit beim Einsteigen, so daß der Kutscher
erst das Pferd ganz auf die Seite, den Vorderwagen wie zum Um—
iegen stellen muß, ehe man mit einiger Bequemlichkeit auf den Wagen
gelangen kann. Daß die Kleider dabei leicht beschmutzt, bestaubt und
respritzt werden, ist ein fernerer Nachtheil. Wegen des wärmeren Kli—
nas sind die geschlossenen Wagen in Nordamerika so eingerichtet, daß
alle Ledertheile des Verdecks gardinenartig aufgenommen und aufge—⸗
ollt werden können. Vielfältig zeichnen sich die nordamerikanischen
Wagen durch bunte Malerei aus. — Durch eine sehr weit getriebene
Arbeitstheilung in großen Wagenbaufabriken ist es möglich, diese ame—
cikanischen leichten Wagen zu sehr billigen Preisen herzustellen, und
wverden Massen davon nach Europa eingeführt.
Nach d. Bresl. Gew.Bl.)

Vermischtes.
Firniß zum Auffrischen für Körbe und Gartenhüte
Man nehme rothen oder schwarzen Siegellack, stoße ihn fein, thue ihn
n eine Flasche und gebe zu je 2 Loth 1 Loth starken Weingeist. Man
asse ihn 48 Stunden unter öfterem Schütteln an einem warmem Orte
tehen und streiche damit vermittelst eines Pinsels den Gegenstand an
Wenn der erste Anstrich getrocknet ist, wird ein zweiter gemacht.
Um die Mäuse zu vertreiben wende man die wilde Kamille
an, deren Geruch die Mäuse nicht vertragen können; man bestreue die
Räume, in denen sich Mäuse befinden, mit diesem leicht zu beschaffenden
Ktraute und die Mäuse werden plötzlich verschwinden.

J J 5
Bekanntmachung. Donnerstag den 15. Juni c., Vor—
Die Lieferuug von 18 —20 Klafter Buchen⸗ Mistan —* uhr, ĩ
u. e Ileseruug Fis 9— Termin auf meinem Büreau auf dem hiesigen
eitholz für die Ober-Post⸗Direction soll im Hahnhofe ansteht wofelost auch die naheten
Wege des Submissionsverfahrens in Verdina Bedingungen bis dahin eingesehen werden können
Jegeben werden. peSaarbrücken, den 24. Mai 18685.
Die betreffenden Bedingungen können in der Der onigl Eifenb ahm Baumeister,
Registratur der Ober⸗Post⸗Direction eingesehen Wilde
verden. J
Lieferungslustige werden eingeladen, ihre Of
ierten bis zum 10. Juni c., Vormittags
10 Uhr, der Ober⸗-Post-Direction einzureichen
Trier, den 24. Mai 18665.
Der Ober⸗Post-⸗Direetor,
Meyer.

Holzverkauf
in Königlichen Foxsten.
Am Montag den 12. Juni 1865,
Vormittags 9 Uhr,
werden zu Holz beim Wirth Peter Welde
sdie bei den unten bezeichneten Schlägen bemerk—
sten Hölzer in kleinen Loosen dem meistbietenden
Verkaufe öffentlich ausgesetzt:
Forst Neuhaus.
Schlag Kaasberg.
19 Fichten-Bau⸗ und Nutzholzstämme
31 Kiefern⸗hUü -
Schlag Maisbachwald.
3 Kiefern-Bau⸗ und Nutzholzstämme—,
27 Aspen⸗ u n
16 Birken⸗ pe
74 Erlenstämme,
Schlag Totalität.
49/, Klafter Buchen-Scheitholz,
3 „Knüppel.

Brkanntmachung.
Die Anfertigung resp. Anlieferung von 10
Stück Weichen für die Saarbrücker Eisenbahn
oll excl: der dazu erforderlichen Schienen und
zuddelstahlzungen im Wege der öffentlichen
Zubmission an den Mindestsordernden vergeben
verden.
Zur Eröffnung der versiegelt, portofrei und
nit gehöriger Aufschrift einzureichenden Offer
en habe ich einen Termin aͤuf Forst Hols,
Donnerstag den 22. Juni e. 17 Klafter 88 Jungewald.
—B — 8 werden 15 Ki og Nep eemed Dee
Anternehmungsluftige dazu mit dem Bemerken! iefern-⸗Bau⸗ und Nutzholzstämme.
eingeladen, daß die näheren Bedingungen und Holz, den 2. Juni 1865.
Zeichnungen bis dahin dort zur Einsicht offen Der Königl. Oberförster.
legen, auch gegen Erstattung der Gebühren in Haack.
Abschrift bezogen werden können.
Saarbrücken, den 31. Mai 1866.
Der Königliche Eisenbahn-Baumeister,
L. Wilde.

Bekanntmachung.
Zur Einrichtung der Gasbeleuchtung auf dem
Bahnhofe Neunkirchen soll die Anlieferung von
120 laufende Fuß 4 Zoll weite Gußrohrleitung,
200 u 3 u
6820 V n 21/ n n
1900 e 1 2 17 4— —
644 n 1 14 m /
1761 n — u
‚zusammen rot. 106,000 Pfd. schwer,
desgleichen die Anlieferung von
16 hohlen gußeisernen Candelabern rot. i9. 3oo
Pfd. schwer,
i6 achteckigen Candelaberlaternen und
15 achteckigen Consollaternen mit zugehörigen
Consolen,
an den Mindestfordernden, im Wege der öffent
iichen Submission, vergeben werden.
Indem ich Unternehmungslustige zur Abgabe
zon Offerten hierdurch einlade, bemerke ich, daß
zur Eröffnung der portofrei, versiegelt, und mi
der gehörigen Aufschrift hier eingehenden Of—
rerten. Imn

* ⸗
Grasversteigerung.
Am Freitag den 16. Juni c.,
Nachmittags 2 Uhr,
verden zu Arnual im Bruch'schen Gartenlokale
die den Herren L. F. Reppert zu Friedrichs—
hal, Landgerichtsrath Collig zu Düsseldorf
uͤnd der Wittwe und Erben Apotheker Koch
u Saarbrücken gehbrigen Wiesen Arnualer und
Hüdinger Bannes“ in diesiährigen Heugenus
ersteigert

Am Montag den 12. Juni d. J. des
nachminage um 2 Uhr, läßt Herr Jac. Krä
ner zu Krämershaus sein Wohnhaus nebst
zering und Garten daselbst, das ihm gehörende
gecker'sche Haus in der Schellohmühlwies, be
zägersfreude, und seine sämmtlichen Acker
ind Wiesenstücken St. Johanner Bannes öffent
ich für eigen versteigern.
RArtasca Motar

Al. Kewonia,. Notar
            
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