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* a MA 3 St. Johann 12 Silbergroschen.
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— vlare 150 Silbergroschen.
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den Kreis Saarbrücken.
M 67.
Dinstag den 6. Juni
1863.
Amtliches.
Richtung aus Schweden nach Deutschland.
Aus Stockholm per Eisenbahn 656 Uhr früh,
„ Gothenburge, — 11,20 Vormittags,
n Malmo Ankunft 1204 Nachts.
(Die Reisenden können an Bord des Postdampfschiffes die
Abfahrt abwarten.)
Abfahrt des Dampfschiffes von Malmö gegen 3 Uhr früh,
Ankunft in Stralsund durchschnittlich 11 Uhr Vormittags.
(Postomnibus nach dem Bahnhof unentgeltlich.)
Weiterfahrt per Eisenbahn aus Stralsund 12.05 Uhr Mittags.
Ankunft in Stettin 43, Uhr Nachmittags,
(Anschluß nach Cöslin, Kreuz),
Ankunft in Berlin 630 Nachmittags.
(Fortdauer von Stockholm 36 Stunden.)
Anschlüsse in Berlin.
as Uhr Abende Courierzug nach Coln (Paris, London ꝛc.),
— neilzug Frankfurt a. M. (Karlsruhe ꝛt)
315 * erzug Lindau (Leipzig, München ꝛc.).
I0 «ierzug Eydtkuhnen (Warschau ꝛc.).
1, Courierzug Hamburg,
— Schnellzug, Breslau (Wien, Triest ꝛc.)
Die zwischen Stralsund und Malmö coursirenden Postdampfschiffe
iind auch in sehr zweckmäßiger Weise zu Reisen nach und von Kopen⸗
»)agen verwendbar, indem zwischen Malmöb und Kopenhagen 5 Mal
äglich Lokal-Dampfschiffe fahren, mittelst deren die Ueberfahrt in ppir
2 Stunden erfolgt.
Berlin, den 31. Mai 1865.
General-Post⸗Amt.
Phisivpsbhorn.
wirthe bald auf die Vorzüge dieser Pflanze aufmerksam, und erlangte
dieselbe in kurzer Zeit, namentlich in Litthauen, eine ausgedehnte Ver⸗
breitung. — In der ausgezeichneten Wirthschaft des Herrn Alfieri
wird der Anbau des Joh.⸗R. jetzt in umfangreichem Maße betrieben,
uind hat sich derselbe auch schon in den meisten größeren Wirthschaften
ziesiger Provinz eingebürgert; man kann wohl behaupten, daß selten
der Anbau eines Kulturgewächses eine so rasche Verbreitung gefunden
ils eben der Joh⸗R. in Ostpreußen, was durch die entschiedenen Vor—
heile, welche er vor dem gewöhnlichen Roggen bietet, auch gerechtfertigt
st. — Auch in hiesiger Wirthschaft macht er seit einigen Jahren einen
kheil der Winterung aus, und habe ich so Gelegenheit gehabt, die
Zorzüge desselben genau zu pruͤfen und kennen zu lernen.
Die Anforderungen, welche der Joh.R. an den Boden macht
ind fast noch geringer als die des gewöhnlichen Winterroggens, indem
er selbst noch auf einem flach gelegenen, mit undurchlassendem Unter⸗
‚runde versehenen, daher feuchtem Boden, auf welchem der gewöhnliche
Winterroggen sehr oft im Herbst und Frühjahr leidet, mit Sicherheit
zedeiht. — Herr Alfieri behauptet sogar, daß er vorzugsweise einen
olchen Boden liebt und hier jedenfalls sicherer gedeiht, als auf ganj
eichtem durchlassendem Boden. Auf einem solchen Boden, gemergel
ind nur mit 5 Fuder pro Morgen gedüngt, wurden in diesem Jabre
n Koppershagen auf einem Schlage von 50 Mrg. pro Morgen 20
Schfl. geerntet, nachdem der Joh.N. im vorigen Herbst — 1863 —
wei gute Grünfutter⸗Schnitte gegeben hatte; — ein so außerordent⸗
icher Ertrag, wie ihn selbst auf dem besten Boden der gewöhnliche
ꝛggen äußerst selten erreichen wird. — Der meraelhaltige, sandio⸗
Bekanntmachung.
VBerbindungen zwischen Deutschland und Schweden auf
dem kürzesten Seewege über Stralsund und Malmö.
In Folge der zwischen Stalsund und Malmö eingerichteten Post-Dampfschifffahrten,
welche in jeder Richtung täglich stattfinden, bieten
ich im Zusammenhange mit den Eisenbahnzügen die Verbindungen auf
senem Wege in nachstehender Weise dar:
Richtung aus Deutschland nach Schweden.
Aus Berlin per Eisenbahn 535 Uhr Nachmittags,
„Stettine, 728 „Abends,
in Stralsund Ankunft 11557 „Abends.
(Die Reisenden koönnen vom Bahnhofe gleich nach Ankunft
des Zuges einen Postomnibus unentgeltlich zur Fahrt nach
dem Dampfschiffsplatze benutzen und an Bord des Schif⸗
ies die Abfahrt abwarten.)
Abfahrt des Dampfschiffes aus Stralsund 31/, Uhr früh,
Ankunft in Malmö Mittags,
Abgang des Eisenbahnzuges aus Malmö 2 Uhr Nachmittags,
Ankunft in Gothenburg am andern Mittag 12,6 Uhr,
Ankunft in Stockholm am andern Nachmittag 5,5 Uhr.
(Kortdauer von Berlin 48 Stunden.)
Beitrag zur Kultur des Johannis-MRoggens.
Von F. La Motte,
Wirthschafts-⸗Inspector auf Rossitten bei Reichenbach in Ostpreußen.
Biele Mitglieder der Wanderversammlung deutscher Land⸗ und
Forstwirthe hatten im August 1863 auf einer von Königsberg nach
Trakehnen unternommenen Exeursion Gelegenheit, oben genannte Pflanze
uu sehen und oberflächlich deren Kultur kennen zu lernen. Der Zweck
ieser Zeilen ist: zu Anbauversuchen dieser Kulturpflanze, die in hiesiger
Begend das Interesse der Landwirihe in hohem Grade in Anspruch
nimmt, auch in anderen Gegenden anzuregen.
Die von verschiedenen Seiten geäußerte Meinung, daß der Jo—
annis-⸗Roggen ein neues Futtergewächs sei, beruht auf einem
zrrthum; gleichfalls ist die Angabe irrig, daß der Johannes⸗Roggen
ine neue Kulturpflanze sei, denn schon Ende des vorigen Jahrhunderts
mthielten die Jahrbücher der preuß. Monarchie einen Vortrag über den
ortheilhaften Anbau des Johannis-⸗Roggens, und muß derselbe dem—
aach als eine lange bekannte Kulturpflanze angesehen werden.
Ferner ist es fehlerhaft, den Joh⸗R. überhaupt als ein Futter—
zewächs zu bezeichnen, denn der Hauptzweck seines Anbaues ist die
Vewinnung der Körner. — Das Grünfutter ist dagegen nur als ein
Nebengewinn zu betrachten, welcher allerdings hauptsächlich den hohen
Werih des Joh-R. vor dem geiwhnlichen Roggen ausmacht.
Der Joh.⸗N. wurde hier vor 7 Jahren durch den Herrn Alfier
auf Koppershagen eingeführt und zuerst angebaut; durch die außer—
ordentlich günstigen Erfolae der Aubaupersuche wurden hiesige Land