Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

Vermischtes.
Tabaksbau in Preußen und in den übrigen Vereinslän
dern, welche mit Preußen die Uebergangsabgabe von Tabak theilen,
jür die Jahre 1889 60 und 61 in Preuß. Morgen berechnet. 18589
— 32,509 Morgen; 1860 — 30,535 Morgen; 1861 — 22,799 Mor—
gen und zwar kommen im Jahr 1861 auf Preußen 19,541, Vereins⸗
länder und Vereinsgebiete des engeren Vereins 955, Sachsen 61, Han—
tover 1225, Kurfürstenthum Hessen 5330, Thüringer Vereins-Staaten
180, Braunschweig 7 Morgen.
Tabakverschleiß im Verwaltungsjahre 1862 inOe—
terreich. Der Gesammterlös für das im Verwaltungsjahre 1862
in sämmtlichen Ländern der Oesterreichischen Monachie verkaufte Tabak—
material aller Art betrug 54,678,179 fl., das ist um 4,26 Procent
mehr als im Vorjahre.
Bei Gelegenheit eines Berichtes über denösterreich—
ischen Tabak auf der Londoner Industrie-Ausstellung sagt Dr.
Ztamm: Im österreichischen Staatsvoranschlage für 1863 wurde der
Reinertrag mit 30 Millionen Gulden geschätzt, in Rußland für 1862
auf 2,253,000 Rubel, in Frankreich für 1862 auf 223,400,000 Ircs.,
in Großbritannien nach dem letzten Budget auf 5,600,000 Pfd.
Sterling. Diesen Staaten gegenüber, welche durch Monopol oder
im Wege des Einfuhrzolles den Tabak gegenüber besteuern, stehen
die Staaten, welche nur den Anbau und die Fabrikation des Tabaks

zesteuern mit sehr geringen Einnahmen, gegenüber z. B. Preuße—
nit ungefähr 26,000 Thlr.
Tabakverbrauch in Frankreich. Im Jahre 1861 liefert—
das Monopol 215,300,000 Frk., das ist der 53. Theil aller Staats
einnahmen. Das Monopol gilt immer nur auf 10 Jahre. Im
Jahre 1862 abgelaufen, genehmigten es die Deputirten einstimmig
auf weitere 10 Jahre. Im Durchschnitt kostet das Pfund Tabak in
Frankreich 5 Fr. und man schätzt den jährlichen Verbrauch eines
Rauchers auf 6 Pfund. Vom Jahre 1816 bis 1861 ist der Ver—
brauch von 9,200,000 auf 29,280,000 Kilogramme gestiegen.
Um Copulierreiser lange Zeit brauchbar aufzube—
wahren, braucht man sie nur einfach in einer vollkommen schattigen
oor der Sonne geschützten Waldstelle 2 Augen tief fest einzupflanzen
Oder man breitet die zusammengebundenen Reiser in einem Kellen
auf einer fingerdicken Lage Stroh aus und bedeckt sie mit eirne
zleich starken Strohmatte, die man noch mit einigen Brettern und
Zteinen belastet, so daß die obere Decke möglich geschlossen aufliegt
Ein einfaches Uund zuverlässiges Mittel zur Raupen
dertilgung besteht darin, daß man Abends auf Bäume, Sträucher
ꝛc. wollene Lappen, Tuchlappen ꝛc. legt, die man Morgens darauf
voll Raupen findet, welche gegen Nässe und Kälte daran Schutz ge—
funden haben. Auf diese Weise lassen sich täglich viele Tausend⸗
von Raupen beseitigen.

zöriger Aufschrift versehenen Offerten vor dem
Singangs gedachten Termine mir zukommen
assen, vorerst aber die Lieferungsbedingungen
»elche von heute ab hier offen liegen, einsehen
Louisenthal, den 21. April 1866.
Der Ober-Schichtmeister,
W. MPosth.

Bekauntmachung.
Die Königliche Steinkohlengrube „von der
Heydt“ bei Saarbrücken bedarf 1 Förder⸗ und
Wasserhaltungs-Maschine von 50 Pferdekraft
und dazu 2 Dampfkessel von 25 Fuß Länge
und 6 Fuß Durchmesser, nebst dazu gehörigen
Barniturtheilen; ferner 1 Maschine zur horizon⸗
alen Seilförderung von 30 Pferdekraft und
dazu 1 Dampfkessel von 191, Fuß Länge vund
1u/2 Fuß Durchmesser, nebst dazu gehörigen
Harniturtheilen.
Sämmtliche Gegenstände sollen im Wege
der öffentlichen Submission beschafft werden und
st hierzu Termin
am 2. Maisc., Vormittags um 10 Uhr,
m Schichtmeistereie Büreau zu Burbach bei Saar
brücken anberaumt, in welchem die eingegange
nen Offerten in Gegenwart der etwa erschiene
nen Submittenten eröffnet werden fsollen.
Unternehmungslustige werden hiermit auffe⸗
ordert, ihre mit gehöriger Aufschrift versehenw
Offerten portofrei hierher gelangen zu lassen.
Kostenanschläge und Bedingungen, sowie Zeich
zungen liegen zur Einsicht hier offen, koönnen
edoch auch gegen Erstattung der Copialien ab
chriftlich bezogen werden.
Burbach bei Saarbrücken, den 5. April 18665
Der Oberschichtmeister,
Spitznas.
Den ackerbautreibenden Bewohnern des Köb—
erthals hiermit die ergebene Anzeige, daß mi
eine der ersen Knochenmehl-Fabriken
Deutschlands den commissionsweisen Verkau
ihrer Fabrikate für hiesige Gegend überlassen
hat. Der Preis derselben stellt sich, bei vor
üglichster Qualität ohne Glas, Sand ꝛc. —
womit diese Dünger häufig stark gemischt sind),
um so eher billiger, als bei Niederlagen hiesiget
Gegend, weil der Käufer seinen Bedarf selbh
im Bahnhof abnehmen und dadurch die Frach
elbst verdienen resp. sparen kann. — Für du
geehrten Consumenten, welche ihren Bedarf durd
nich beziehen wollen, liegen Muster bei mirau
Ansicht bereit.
Dilsburg, den 30. März 1865.
J. Braun.
aà. — Druf von Eon

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Beunntmachuug.
Es wird hierdurch in Erinnerung gebracht,
daß laut Tarif-Reglement vom 10. September
1862 die Zweigbahn Ensdorf — Grube Gries—
born — außer dem Kohlen-Verkehr auch für
den Güter-Verkehr offen steht und sowohl Gü—
er nach der Grube per Bahn transportirt wer
den, als auf der Grube zur Versendung auf
zegeben werden können.
Saarbrücken, den 8. April 1865.
Königliche Sisenbahn-Direckion.

Bekanntmachung.
Am Samstag, den 29. d. Mts.,
Vormittags um 9 Uhr,
oAllen nachstehende Arbeiten und Lieferungen
ur Anlage einer Förder-u. Wasserhaltungs-Ma
hine auf dem Kirschheckschachte No. 2 und zu
?ẽrbauung einer Maschinen-Anlage zur Seil—
örderung im Burbachstollen der Königl. Grube
yon der Heydt, im Schichtmeisterei Bureau zu
ßurbach dem Mindestfordernden verdunger
verden.
1. Erd-Arbeiten veranschlagt zu 154 und
208 Thlr. resp. 362 Thlr.
2. Lieferung von 104 Schachtr. Bruchsteinen,
J. „29,6000 Stück Backsteinen,
b. „111 Tonnen Metzer Kalk
5. „245 Tonnen grauen Kalk
5. „13 Tonnen Bonner
Cement,
„323 Kum. Sand,
„22 Kum. Pflastersand,
„52 Kum. Lehm,
147 Kubikfuß Sandstein
werkstücke,
„1054 Kubikfuß Sandstein
quadern,
12., „734 Kubikfuß Eichenholz
13. 5 „350 Kubikfuß Tannenhol—
und
14. „1760 laufende Fuß
Dachlatten.
Kosten-Anschläge und Bedingungen lieger
ruf vorgenanntem Bureau zur Einsicht offer
Burbach, den 5. April 1865.
Der Oberschichtmeister
Spitznas.

Bekanntmachung.
Die Anlieferung von 12,000 lauf. Fuß
Zinkwetterlutten
und des etwaigen Mehrbedarfs für die Kö—
nigliche Bergfactorei Kohlwaage pro 1865 soll
im Wege der Submission vergeben werdeu.
Die Lieferungs-Bedingungen, auf welche in
den Offerten ausdrücklich Bezug zu nehmen
st, liegen bei unterzeichneter Slelle zur Ein
sicht offen, können auch gegen Erstattung der
Lopialien abschriftlich bezogen werden.
Die Offerten sind versiegelt, frankirt und
nit entsprechender Aufschrift versehen, spätestens
bis zum
12 Mai er. Vormittags 11 Uhr,
der Bergfactorei einzusenden, wo dieselben um
diese Zeit in Gegenwart der etwa erschienenen
Submittenten eröffnet werden.
Kohlwaage bei Saarbrücken, den 20. April
1865.
Königliche Bergfaetorei.
Bekauntmachung.
UAm Montag den 1. Mai nächsthin«
des Nachmittags um 8 Uhr,
soll auf der Amtsstube des Unterzeichneten, die
Lieferung von beiläufig:
28 Centner Petroleum
für Grube „Gerhard Prinz Wilhelm“ im Wege
der Submission verdungen werden.
Unternehmunaslustige wollen ihre mit ge—
Herausgeber und Beegere E r

⸗

Ein junger brauner Hühnerhund ist am
Samstag Nachmittag den 15. d. Mts. abhander
zekommen. Wer denselben zu Herrn Car
Vopelius in Sulzbach zurückbringt, erhält eint
angemessene Belohnung.
s MNMeumann'sche Buchbandlung in Saar!
            
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