Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

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den Kreis Saarbrücken.

M 4Al1.

Donnerstag den 6. April

1863.

bei den Regierungs-Hauptkassen, den Kreis-, den Steuer- und den
Forstkassen, den Kämmerei- und anderen größeren Communal-Kassen,
sowie auf den Büreaus der Landräthe und Magistrate zur Einsicht
offen liegt.
Berlin, den 13. März 1865.
Haupt-Verwaltung der Staatsschulden.
Königlich Rheinischer
Appellations⸗Gerichtshof.

Amtliches.

Bekanntmachung,
betreffend die Verloosung der Staats-⸗Anleihen aus
den Jahren 1848, 1854, 1855 A, 1857 und 1859.
In der am heutigen Tage öffentlich bewirkten Verloosung von
Schuldverschreibungen der 41/2procentigen Preußischen Staats-Anleihen
der Jahre 1848, 1854, 1865 A., 1857 und 1859, find die in der
Anlage verzeichneten Nummern gezogen worden.
Dieselben werden den Besitzern mit dem Bemerken gekündigt, daß
zie in den ausgeloosten Nummern verschriebenen Kapitalbeträge vom
. October d. J. ab täglich, mit Ausschluß der Sonn- und Festtage
und der zu den monatlichen Kassen-Revisionen nöthigen Zeit in den
Vormittagsstunden von 9 bis 1 Uhr enweder bei der Staatsschulden—
rilgungskasse hierselbst, Oranienstraße Nr. 94, oder bei einer der Kb—
riglichen Regierungs-Hauptkassen gegen Quittung und Rückgabe der
Schuldverfchreibungen mit den dazu gehbrigen, erst nach dem 1. October
865 fälligen Zinscoupons nebst Talons baar in Empfang zu neh—
nen sind.
Der Geldbetrag der etwa fehlenden, unentgeltlich mit abzuliefern—
Zinscoupons wird von dem zu zahlenden Kapitale zurückbehalten.
Formulare zu den Quittungen werden von den gedachten Kassen
anentgeltlich verabreicht.
Die Staatsschulden-Tilgungskasse kann sich in einen Schriftwech⸗
el mit den Inhabern der Schuldverschreibungen über die Zahlungs—
eistung nicht einlassen.
Zugleich werden die Inhaber der in der Anlage bezeichneten, nicht
nehr verzinslichen Schuldverschreibungen der Anleihen aus den Jahren
848, 1852, 1853, 1854, 1855 A., 1857 und 1859, welche in den
rüheren Verloosungen (mit Ausschluß der am 10. Sept. v. J. statt⸗
zehabten) gezogen aber bis jetzt noch nicht realisirt sind, an die Erhe⸗
nung ihrer Kapitalien erinnert.
In Betreff der am 10. September v. J. ausgeloosten und zum
. April d. J. gekündigten Schuldverschreibungen wird auf das an dem
rsteren Tage bekannt gemachte Verzeichniß Bezug genommen, welches
Die Eisenbahnen Deutschlands im Jahre 18684.
Von Dr. J. Michaelis.

Assisen zu Saarbrücken.
Die Eröffnung der gewöhnlichen Assisen im Bezirk des Nönigl.
dandgerichts zu Saarbrücken, für das II. Quartal 1865 wird hier
nit auf
Montag den 19. Juni 1865
nestgesetzt, und der Königliche Appellations-Gerichts-Rath Herr Dr
Reichensperger zum Präjsidenten derselben ernannt.
Gegenwärtige Verordnung soll auf Betreiben des Königl. Herrn
Beneral⸗Prokurators in der gesetzlichen Form bekannt gemacht werden
Köln, den 24. März 1865.
Der Erste Präsident des Königl. Rheinischen
Appellations⸗-Gerichtshofes,
(gez.) Broicher.
Für gleichlautende Ausfertigung:
Der Ober-Sekretair,
Wallraff.

Bekauuntmachung.
Nach einer Mittheilung des Königl. Ober-Präsidiums ist der nach
5. 12 und 13 des Reglements über die Natural-Verpflegung der
Truppen im Frieden den im Bereiche des 8. Armee-Corps stationirten
Truppen zur Beschaffung der kleinen Victualienportion zu gewährende
Verpflegungs-Zuschuß pro II. Quartalec. für den Garnisonort Saar
»rücken auf zehn Pfennige pro Mann und Tag festgesetzt worden.
Saarbruͤcken, den 1. April 1865.
Der Königliche Landrath,
v. Gärtner.

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Schweidnitz-Freiburg und Magdeburg-Halberstadt);, bei 10 Bahnen
12 bis 1 Mill.; bei 5 Bahnen 3 bis 500,000 Thlr., dann folgen 14
Bahnen mit 1 bis 300,000 Thlr. Den Beschluß machen 6 Bahnen
mit weniger als 100,000 Thlr. — Im Verhältniß zu ihrer Länge
erzielte die Leipzig-Dresdner Bahn die größte Einnahme, nämlich
27,000 Thlr. pr. Meile. Dann folgen noch 5 Bahnen mit mehr als
00,000 Thlr. pr. Meile. — Die Betriebsausgabe, mit Einschluß der
Verwendungen aus dem Reserve- und Erneuerungsfond, betrugen ver—
»ältnißmäßig am meisten, nämlich 80 bis 90 pCt. der Betriebsein⸗
nahme, bei Linz-Budweis, Löbau-Zittau, Zittau-Reichenberg und Star⸗
zard-Posen; am wenigsten aber, über 35/, pCt. bei der rheinischen
kisenbahn, im Durchschnitt bei den preußischen Bahnen 53,4 pCt., bei
den österreichischen 42,4, bei den anderen deutschen Bahnen ca. 49 pCt.
— In Procenten des Anlagecapitals berechnet, betrug die Reineinnahme
imn meisten, über 15 pCt., bei der oberschlesischen und Nürnberg-Fürther
Bahn; dann 13 bis 14 pCt. bei Berlin⸗-Stettin und Leipzig-⸗Dresden:

(Schluß.)

Von den Privatbahnen haben 16 mehr als 2 Mill. und 3 der—
elben, sämmtlich österreichische, sogar mehr als 10 Mill. Thaler einge—
nommen: die österreichische Südbahn über 16 Mill., die österreichische
Staatseisenbahn beinahe 11 Mill. und die Kaiser-Ferdinands-Nord—
hahn über 10 Mill. Dann folgen Köln⸗Minden mit 73/,, oberschle—
ische mit 51/7, bergisch⸗ märkische mit 33/,, Kaiserin-Elisabethbahn mit
32/3, rheinische mit 31/3, Berlin-Hamburg mit 2/,, thüringische und
Berlin-Anhaltische mit fast 23/5, galizische Karl⸗-Ludwigsbahn mit fast
2t/, bayersche Ostbahnen mit mehr als 21/., Leipzig-Dresden, Berlin⸗
Magdeburg und Berlin⸗Stettin mit mehr als 2 Mill. Thlr. Bei 6
Bahnen betrug die Einnahme 1 bis 2 Mill. Thlr. (Magdeburg⸗Leipzig,
Theißbahn, hessische Ludwigsbahn, pfälzische Ludwigsbahn, Breslau—
            
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