Torf- und Braunkohlenasche sind sehr wirksam, müssen aber in größe
rer Menge angewendet werden. Die beste Zeit zu ihrer Anwendung
iind die Monate April und Mai, je früher, desto besser, nur muß
günstige, d. h. feucht e, warme Witterung dazu sein. Man wählt
zu ihrem Ausstreuen gerne einen trüben, windstillen, warmen sanf—
len Regen spendenden Tag. Das auf geaschten Wiesen gewonnene
Futter wird von dem Vieh gerne gefressen. Noch wirksamer ist der
Ruß, unübertrefflich sür magere, moosige, trockene Wiesen. Schade,
daß dieses Düngungsmittel uur in so geringer Menge zu haben ist.
Kartoffelkraut und Tabaksstengel befördern, wenn sie im Herbste
frisch auf die Wiesen gebreitet werden und über Winter liegen blei⸗
han, den Graswuchs ungemein. Schon eine blos dünne, gleichmäßige
Bedeckung des Rasens mit Rohr, Schilf, Stroh, Laub ꝛc. als Schutz
gegen vernichtende Frühlingsfröste, störende Winde und stechende
Sonnenstrahlen, befördert den Wuchs des Grases. Wer hat nicht
schon bemerkt, wie grün und üppig der Graswuchs ist auf Wiesen,
auf welchen Hanf oder Flachs ausgespreitet war? Auf leichtem,
schwammigem, versäuertem, moosigem Boden wirkt eine mäßige Kalk—
züngung sehr gut. Der Eyps befördert ebenfalls den Wuchs der
Wiesenpflanzen, besonders der Kleearten, jedoch nur auf warmen,
rocknen und sonnigen Wiesen. Der Mergel wirkt gut auf sauren,
schwammigen, entwässerten Wiesen, wo er zur Befestigung des Bo—
dens viel beiträgt.
Von allen diesen Düngungsmitteln, sowie auch dem Ueberstreuen
mit Kunsidünger, ist der größte Nutzen zu hoffen, wenn sie im Früh—
jahre recht zeitig angewendet werden. Die im Winter aufgebrachten
Erdarten, Schlamm ꝛc. werden im Frühjahre recht sorgfältig zerstreut.
Zum Düngen mit Stallmist wählt man recht strohreichen. Im Früh—
gahre wird das Stroh zusammengerecht und abgefahren.
Kunstdünger.
In Paris werden nun auch die Thierabfälle ꝛc. vom Pferdeschlacht
zause zum künstlichen Dünger verwendet. In diese Etablissements ge
angen jährlich mindestens 8000 Pferde, 200 Esel, 300 Kühe, 300
Schweine, 9000 Hunde und Katzen, 6000 Kilogramm (à 2 Zollpfd,
ungesundes Fleisch, 600,000 Kil. Viehabfälle von der Schlachtbank zu
Paris, 600,000 Kil. Wolle, Hörner, Haare und Reste verschiedener
Industrien, Wollabfälle ꝛc. von weit entfernten Fabriken.
Die zerhackten Thiere werden zur Ausziehung des Fettes gekcht
ind Fleisch und Knochen getrennt. Beides gleich dem gekochten Blub
getrocknet, wird durch eine Mühle pulverisirt, während die Eingeweide,
derz, Leber, Lunge mit den Wollabfällen, dem Blut, der Fleischbrühe
und einer Zugabe Mineralphosphat (pulverisirt) einer raschen Gährunz
und Zerschmelzung unter zeitweiser Begießung mit chemischen Bestand
theilen überlassen sind. — So wird dem Wunsche, alle Abfälle der
—A
Benüge geleistet.
Vermischtes.
Weinbergspfähle dauerhafter zu machen. Man löst in p
100 Pfd. Wasser 1 Pfd. Kupfervitriol oder Chlorzink, vertheilt dieß
Flüssigkeit in Bottiche, wie man sie gerade hat, so daß dieselben 12
his 15 Zoll hoch damit angefuͤllt werden, und stellt dann so viele Pfähl
in die Bottiche als hinein gehen. Da die Flüssigkeit in den Saft
röhren aufwärts steigt, so werden die Pfähle, je nach ihrer Länge ir
3 bis 4 Wochen ganz davon durchdrungen sein. Man läßt sie dann
bevor man sie in den Weinberg bringt, einige Tage in der Luft trockner
Versteigerung
von Bauplätzen
in Saarbrücken.
—ARARBZRW
Meinversteigerung.
Montag den 20. März e.,
Morgens 10 Uhr,
werden folgende auf den Gütern des Hospi—
als Cues in den besten Lagen der Gemeinde
Berncastel, Cues, Dusemond (Braunenberg),
Brach, Lieser (Niederberg), Wehlen und Zel⸗
ingen gewonnenen rein gehaltene Weine in
der Anstalt selbst versteigert werden:
1) 6 Fuder 1861r,
2) 2 „I1I1862r,
3) 26, 1863r,
Die Proben werden bei der Versteigerung,
im Samstag den 18. und Sonntags Nach—⸗
nittags verabreicht werden.
Cues, den 6. Februar 1865.
Der Bürgermeister,
Fier.
—
ä
Bekanntmachung.
Die Lieferung von rot. 1800 Schachtruthen
Kies als Bettungsmaterial fuͤr die Unterhaltung
der Saarbrücker Eisenbahn soll, in Folge höhe—
rer Anordnung, an den Mindestfordernden ver
zeben werden.
Unternehmungslustige werden ersucht, desfall⸗
ige Offerten bis zum
Samstag den 25. März e.,
Vormittags 10 Uhr,
hier auf meinem Büreau abzugeben und sind
die näheren Bedingungen zu dieser Lieferung
auch dort zur Einsicht offen gelegt.
Babnhof St. Johann, den 13. März 1865
Der Konigl. Eisenbahn-Baumeister,
L. Wilde.
Am Dinstag den 28. März e.
Nachmittags 2 Uhr, läßt Frau Winwe
Maubon, geb. Rupied zu Bar-le-duc, zu
Saarbrücken im „Gasthof zur Post“ bei Hem
Zix, ca. A0 Bauplätze, gelegen zwische
der neuen Saarbrücke und der Stadt Saa
hrlcken, unter günstigen Bedingungen zum G
genthum versteigern.
Der Parzellirungs-Plan liegt bei Unterz
aetem zur Einsicht offen. I
A. Kewenig, Nolar
Meinvercteigerun
in Trier.
Pappelstümme⸗
Versteigerung.
Dinstag den 21. März d. J., des
Vormittags um 10 Uhr,
n dem Gemeindeversteigerungslokale zu Horn
ach, werden eirca 160 Stück Pappel
stämme von verschiedener Länge und vor
3520 Zoll Durchmesser, an der Staatsstraß
»on Zweibrücken nach Hornbach, auf Hornbache.
Semarkung lagernd, gegen Zahlungstermin
»ffentlich meistbietend versteigert werden.
Hornbach, den 8. März 18665.
Das Bürgermeisteramt,
Dr. Hannitz.
3*88 S —3 — 7 Solema⸗
er⸗Antweiler au runuhaus, läßt
Bekanntmachung. am Mtittwoche den 5. Lpril 18063
Die Lieferung von Vormittags um 10 Uhr,
2 9 im Saale des Herrn Peter Junk in Trier,
338 Vchachtr 7 srdstein und ie gange E des ihm zugehorigen
zu den Wasserbauten an der Saar bei Völk Mariminer-Grünhäuser Weingutes
lingen und Ensdorf soll am ius den Jahren 1862, 1868 und 1864, nämlich:
Montag den 20. d. Mis., Vormit— 12 Fuder 186er,
tags 10/2 Uhr, 12 Fuder 1868er,
bei dem Gastwirth Schuler zu Fraulautern 16 Fuder 1864er,
— und im Ganzen öffentlich ATo Imder ganz rein gehaltener
DieLiefe rungsbedin J Grünhäuser Weine
—8 —* e 58 — — — paus
ziufseher Molz zu Bous zur vorherigen Ein »es Kreises Bitburg, gelegenes Ackergut vor Die Proben werden am 8. und 4. April 4
ichtnahme offen g 30 Morgen, nebst schoͤnen Wohn⸗ und Oeconomie auf dem Rittergute Grünhaus, wo die Weine le
Bebäuden sieht aus freier Hand zu verkaufen. Ferwm, und vor dem Ausgebote im Versteigerungẽ
Su 3238 dis ⸗ Drz Nähere Auskunft ertheilt der Eigenthümer eeprabat Januar 18605
J Königl. Bau-Inspection. Johann Diederich ju Freilingen. er, den 2. * ꝰ Stroos. Nora
— 77 TATTIMC — — DSuoààààòò—— — —————
Herauegeber und Verleger: Chr. Möllinger, vormals Neumann'sche Buchhandlung in Saarbrücken. — Truck von Ri. Eonnenburg in Trier