Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

Die mit Preußischen Postbeamten besetzten Relais an jenen neun
Orten überweisen, soweit die betreffenden Truppentheile in unmittelba—
rer Nähe des Ortes sich befinden, die Sendungen auf dienstmäßigen
Wege an die betreffenden Commandos. Wenn aber die Relais vor
jenem Truppentheile entfernt sind, geben dieselben täglich schriftliche
Nachrichten an die betreffenden Commandos, für welche Adressaten
Päckereien bei dem Relais eingegangen sind. Demnächst wird erwartet
daß die Abforderung der Sendungen erfolgt, oder daß die geeigneten
Mittel zur Ueberweisung derselben zwischen dem betreffenden Truppen—
Commando und dem Relais verabredet werden.
Berlin, den 12. März 1864.
General-Post-Amt. Philipsborn.

hren wir uns zu dieser Feier alle Freunde und Förderer der Zwer
der Stiftung ergebenst einzuladen.
Saarbrücken, den 17. März 1864.
Das Kreis-Commissariat des „Nationaldanks für Veteranen.“
v. Gaertner. E. Schultz. Richter.

Die Fortschreibung des Güterwechsels in der
Bürgermeisterei Völklingen.

findet zu Völklingen statt:
1) für die Gemeinde Völklingen am 24. März c.,
DV Fürstenhausen , 26. „Ec. Vormittag
3) Geislautern 26. „Cc. Nachmittae
) , Püttlingen „29. u. 30. März ec.,
5) Wehrden „31. Märzec. Vormittaa
und zwar des Vormittags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags
2 bis 4 Uhr.
Die Steuerzettel, Urkunden ꝛc. sind dabei vorzulegen.
Völklingen, den 15. März 1864.
Der Bürgermeister, Hühlwein

Bekauntmachung.
Das unterzeichnete Kreis-Commissariat des „Nationaldankes für
Veteranen“ wird, wie in den Vorjahren, auch in diesem Jahre am
Geburtstage Sr. Majestät des Königs, Dienstag den 22
März d. Mts., Mittags 12 Uhr, im Saale des Herrn Kaffeewirths
Plager hierselbst eine festliche Bewirthung hülfsbedürftiger Veteranen
veranstalten. Indem wir dies zur öffentlichen Kenntniß bringen, be—
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Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirthschaft.
Die Tiefkultur. swerkstelligen; auch ist in solchen Lagen nicht zu besorgen, daß der noe
Die Kultur des Bodens ist ein Hauptfaktor des Ertrags desselben — — ngn —— — Inde en Boden
9* it dem Pfluge, 2.bi oll tief herauf gebracht wird, der
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22 a r e ege Pflanzenwuchs schädlich wird sobald unr der heraufgebrachte Bode
einen aͤppigen I über Winter in rauhen Furchen liegen bleibt und ausfriert; dann ist e
wZoll tief bearbeitet wurde. Wir sehen dieß überall, wo die Aecker von in Fruhj ert;
n ühjahr dem schon in Kultur gewesenen gleich. Mit größerer Vor
den Gärtnern zum Gemüsebau benutzt werden, wo Spatenkultur betrieben
e eeine denen Fiͤche vd duich eine solche — sicht muß dagegen eine Vertiefung der Ackerkrume vorgenommen wel
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zielt als von einer größern. Die Versuche mit einer tiefern Kultur de f Bodenarten und —— — Adn v
— 5 aren Bestandtheilen haben. Solche sind: allerlei Thonarten, rein
nit vem Pflug haben nun bei der Landwirthschaft auch die günstigsten ind' hermischt mi Sieinen, Kies und Sand, Lehm ume Keuper a
Erfolge gehabt und die Tiefcultur kann gegenwärtig um so mehr in Eine Verttetung hee * de iede
Anwendung kommen, nachdem nicht allein die verschiedenen Pflugarten, Tien eee ree en
wie sie hierzu erforderlich, allgemein geworden sind, sondern auch und hnend.Das Vafahr zei nachhalti
b— 77 — en dabei ist folgendes:
vorzüglich deswegen, weil überall die ländlichen Grundstücke einen so
ohen Preis erreichi haben, daß das darauf verwendete Kapital, se Wenn und wo die herkömmliche Beaderung solcher Felder bishe
ch Ankcuf oder durch Pacht hoͤhete Zinsen t ß. nur 3, 4 bis 5 Zoll tief war, wird die Pflugart des zu Vertiefunh
es nun durch Ankauf oder dur acht, höhere Zinsen tragen muß . I b 3
biese sind aber immer nur durch vermehrten Ertrag und blos ausnahms bestimmten Aderstücs im Herbst vorgenommen, und zwar um 2 Zol
weise durch höhere Preise der erzeugten Produkte zu erhalten. liefer. Der Untergrundpflug kann hier nicht wohl in Anwendung kon
Es hat schon früher fleißige Arbeiter gegeben und gibt deren jetzt wen wegen vorkommender Steine und festen Keupers an manchen Stellen
noch, weiche kein Anspannvieh hielten; sie unterzogen sich daher de— Der gewohnliche, landübliche Pflug mit guter Bespannung thut hie
Muhe, ihren Acher mit dem Spaten umzugraben und mit Roggen und bessere Dienste, bringt die unfruchtbare Erde zu Tage, so daß sie obn
Weigen zu besäen; die Ernten fielen reichlicher aus, als wenn sie diest auf zu liegen kommt und im Winter durch den Frost mürbe wird. En
Arbeit mit dem Pflug um Lohn hätten thun lassen. Derartige Beispielt — Feld läßt — in Zuhnabn Aen gehörig abgetrod
— ist, t klar eggen. Nun können Kartoffeln bestellt werden oder dat
gibt es noch, besonders da, wo Separationen ausgeführt, wo Leute ist, leicht
en weng Grunbbesig nahe an das Dorf zu liegen gekommen sind. Feld bleibt Brache liegen.
Im Großen wird die Spatenkultur mit der Hand nicht anzuwen Im erstern Fall wird nach dem Eggen Mist aufgefahren, derselb
den sein, jedoch ist es möglich, sie mit dem Pflug auszuführen, unt untergepflügt und die Kartoffeln werden mit der Hacke eingestuft; ode
die Verhältnisse der Landwirthe bedingen gegenwärtig das Letztere. Die das Feld wird nach dem Ackern abgeeggt, mit dem Häufelpflug werdt!
Anzahl der nach Grundbesitz strebenden Landwirthe ist gegen früher Bänke gezogen und die Karloffeln mit der Hacke in die Bänke, so tir
sehr gestiegen, der Flächeninhalt eines Bezirks ꝛc. vergrößert sich aberes gehen will, eingestuft. Diese letztere Methode ist die schnellere; d
nicht; deshalb müssen sich viele junge Anfänger in der Landwirth, Reihen kommen bei ihr ganz accurat zu stehen, viel regelmäßiger al
schaft mit kleinem Befitzthum begnügen, indem größeres nicht zu haber da, wo man die Kartoffeln gleich hinter dem Pfluge her in die Pflu—
ist, oft auch die aufzuwendenden Mittel zu größerm Besitzthum nicht aus furche legt. Die folgenden Arbeiten sind dann wie gewbhnlich: läne
reichen. Durch die Tiefkultur ist es nun möglich, einen kleiner den Reihen wird mit der Hand behackt und dann wieder mit dem Pflue
Gruͤndbesitz zu vergrößern. Das Maaß einer solchen Vergrößerung angehäufelt.
nach Flächeninhalt läßt sich freilich nicht angeben, dagegen kann mar Im zweiten Fall, wo der Acker brach liegen bleibt, wird nach den
nach Kubikinhalt die Masse des zu kuitivirenden Bodens durch tiefere Abeggen im Frühjahr nnd nachdem die Bestellung der übrigen Felde
Bearbeitung bestimmen. Es ist leicht begreiflich, daß eine gegebent beschickt ist, wieder gepflügt, aber nicht bei Nässe und Trockenheit. Wen
Ackerfläche, welche in einer blos 4 Zoll tiefen Kultur ist, nur halb se im Herbst die Furche 6 Zoll tief genommen wurde, so pflügt man je
viel aufgelockerten, zum Pflanzenwuchs geeigneten Boden hat, als die nur 4 Zoll tief, damit von dem früher kultivirten Boden 2 Zoll site
selbe Flaͤche, welche in einer Kultur von 8 bis 10 Zoll Tiefe steht; da bleiben; der rohe Boden wird dadurch um so besser mit vem früht
her muß letztere einen Mehrertrag gegenüber der erstern geben. In — 8* 5 d ee dann dritte
Hon der Natur begünstigten Lagen, wo der Boden 1 bis2 Fuß tie! ganzen Tiefe bis 6 Zoll. Hierauf wird abgeeggt, Mist aufgefa rt
gleich gut ist — die wenigsten Feldfluren haben sich eines solchen Boden. und dieser nicht tiefer untergeackert als 4 Zoll. Ist bei diesen ur
reichthums zu erfreuen — ist eine tiefere Kultur, wo sie noch nicht statu andern Arbeiten Ende August herangekommen, so ist es wohlgetb
siner leicht durch gewöhnlichen Vflug und den Unterarundpflug zu be⸗nicht noch einmal zu ackern, sondern die Winterfrucht wird Mitte Ser
            
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