Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

während dasselbe Volk ihn nicht erwärmt, sondern fsich etwa auf seine
Brut zurückziehen muß. Er muß also in unmittelbare Berthrung mit
dem Brutneste gebracht werden — und in die Wärmetemperatur des
Stockes. Auch raffinirter Zucker ist den Bienen sehr gesund, selbst
Zuckerwasser rein oder mit etwas Honig oder Birnsaft vermischt. Von
zewissen Birnsorten nehmen sie auch im Herbste den Saft grün auf,
sonst den gekochten Saft gedörrter Birnen und süßer Pflaumen. Ich
habe eine Birnsorte entdeckt, die ich, derzeit als Wildling, ohne pomo—
logischen Namen — Honigbirne nenne, da sie die Bienen selbst am
Baume förmlich belagern und nach Wespenart verzehren; weshalb ich
sie ihnen im Herbste reif vor das Flugloch lege und so, oft auch zer⸗
schnitten, verzehren lasse, und diese so schätzenswerthe Sorte auf einen
Hochstamm gezweigt habe, um auf Verlangen Edelreiser davon abgeben
ju können. Andere mehr complicirte Futtersurrogate sind zum Theil
schwierig anzuwenden, ohne von reellem Gewinn zu sein.
—E

Die Mischung wird direct mit dem zu härtenden Gegenstande in
därteofen eingelegt, der einem Gasretortenofen ähnlich construirt
Er besteht aus 1 oder 2 Retorten aus 4 Zoll dicken Cha mottesten
von beliebiger Länge und 11/, Quadratfuß Querschnitt. Nach v
st die Retorte durch eine gußeiserne Thür verschlossen, welche verkn
vird und die Flamme des unter der Reitorte befindlichen Rostes umspꝛ
dieselbe nach allen Richtungen. Je nach dem verlangten Härtegra
verden die Stücke 5 bis 48 Stunden der Rothglühhitze ausgesetzt, dar
nit kaltem Wasser abgekuhlt und mit Schleifsteinen oder besonders vr
bereiteten Kautschukscheiben auf geeigneten Maschinen geschliffen
polirt.

Anilinfarben. Rothe, blaue und purpurfarbene Farbstoffe st
J. Blodley in Leeds dar, indem er Anuilin oder analoge Körpere
1000 C. mit einem Gemische von Salpeter- und Salzsäure behande
Die verschiedenen Farbstofse bilden sich gleichzeitig und können nacheb
kannten Methoden getrennt werden; bis zu einem gewissen Grade kan
man ihre Bildung durch Aenderung der Verhältnisse, in welchen ma
F die beiden Säuren mengt, sowie des Verhältnisses von Anilin oder en
Vermischtes. sprechender Körper reguliren. Aehnlich lautet das Patent von W. un
Das Härten von Maschinentheilen durch Einsetzen. H. F. Watson in Yorkshire, wonach diese durch Behandlung vo
An den Engl. Locomotiven findet ungehärteter Gußstahl fast gar keine Anilin mit der Hälfte seines Gewichtes Salpeter-Salzsäure bei ca. 80
Anwendung, sondern es werden die Theile durch Einsetzen gehärtet. Es C. ein Gemisch von Farbstoffen darstellen, woraus sie zunächst de
ist dabei nach dem Organ f. Forschr. d. Eisenbahnw. das frühere Ver, rothen Farbstoff mit Wasser ausziehen, während ein blauer Farbsto
fahren des Einsetzens mit Horn, Knochen oder Leder nicht mehr üblich, und ein dunkelbraunes Harz im Rückstande bleibt. Dieser Rückstand wir
sondern es wird eine Härtemischung von 1 Raumtheil calcinirter Soda- in Alkohol gelöst, aus der Lösung der blaue Farbstoff durch Benzt
asche, 2 Th. Kalkstein und 13 Th. Holzkohle angewendet, die erstere (6 Th. auf1 Th. der Lösung) gefällt und zum Gebrauche in Alkohte
gepulvert, die anderen beiden Bestandtheile in Stücken von */ bis 8/,“. j Spiritus, der mit Holzgeist versetzt ist, gelöst.

Bekaunntmachung lau 10. Januar k. J., Nachmittags
I355 * ⸗ 8 Uhr
Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnif m Bit des 9 Up F p4
zebracht, daß gleichzeitig mit der am 1. Januan 8* uregn — en e abzu
3865 stanfindenden Vereinigung der Königliher Fihelnen nun een sne h
Steinkohlengrube „Geislautern“ mit der König Figen —Die Zeich ungen uZhmn e
lichen Steinkohlengrube „Kronprinz-Friedrich — an bba ferung
Wilhelm“, die bisherige Grubenkasse „Geislaus gungen koh b bei ur einge
ern“ aufgehoben uͤnd'die Verrechnung aller die eee ege Entrichtung der Copial
demnächstige Grubenabtheilung „Geislautern“ uüͤhren, abschristüͤch beoden werden.
hetreffeüden Kasfen- und' Rechnuugssachen der Louisenthal, den 22. Dezember 1864.
Verwaltueg der Grubenkasse von „Kronprinz Der Ober-Schichtmeister,
— W. Posth.
Von dem genannten Zeilpunkte an bleibt zu RPonl
Beislautern eine Geldempfangsstelle für der
Kohlenverkauf bestehen.
Saarbrücken, den 18. Nov. 1864.
Fönigl. Bergwerks-Direection.

Bekanutmachung.
Am Dinstag den 3. Januar 1865,
Vormittags um 10 Uhr,
oll die Anfertigung von 14 Stück 2⸗flügt
Fensterladen für die doppelte Steigerwohnung
in Buchenscheihen, im Ganzen verantschlag Ri
78 Thlr. 15 Sgr. 6 Pf., auf dem Schichtmei
terei-Büreau zu Burbach bei Saarbrücken den
Mindestfordernden bffentlich verdungen werden
Burbach, den 23. Dezember 1864.
Der Oberschichtmeister,
Spitznas.

3357 —A
Brkanntmachung.
Am Donnerstag den 26. Januar k. J.
des Nachmittags um 2 Uhr,
ollen in der Behausung des Gastwirths Lud—
wig Michler hierselbst die Arbeiten und Lie—
erungen zum Bau cines Stallgebäudes bei der
Lentralschmiede, im Ganzen veranschlagt zu
188 Thlr. 16 Sgr. 1 Pfg., an einen Unter
ehmer öffentlich verdungen werden.
Kosten-Anschlag und Bedingungen sind auf
neiner Amtsstube zur Einsicht der Interessenten
ffen gelegt.
Louisenthal, den 22. Dezember 1864.
Der Ober-Schichtmeister,
W. Posth.

Zu verkaufen.
Wegen Aufgebens des Geschäfts ist ein in
inem Kantonshauptorte der westlichen Pfal
selegenes zweistöckige Wohnhaus mi
Scheuer, Stallung, Garten und Wiese, ar
Fläche circa 1 Tagwerk enthaltend, aus freie
Hand zu verkaufen. — In diesem Hause wurde
seit einer Reihe von Jahren und wird heutt
aoch ein Colonial-, Manufaktur- und Porzellan
Beschäft mit dem besten Erfolg betrieben; aud
eignet sich dasselbe seiner vortheilhaften Lag
wegen zu jedem anderen Geschäfte, namentlid
zu einer Färberei, da unmittelbar daran de
Bach vorbeifließt.
Auf Verlangen kann auch das Waarenlage
m Werthe von cirea 2000 fl. mit übergeber
werden.
Das Nähere auf frankirte Anfrage bei
—XD
Geschäftsmann in Zweibrücken.

Aekrun sungectuet
Bekanntmachung.
Die Ausführung von 13 Stück doppelten
Bergmannshäusern auf dem Districte „Galgen
zerg“ nächst der Colonie Elversberg soll am
Samstag den 14. Jannar k. J.,
um 3 Uhr Nachmittags,
in dem Hause des Gastwirths Herrn Louie
Jochum dahier, im Ganzen an den Wenigst—
nehmenden öffentlich in Verding gegeben werden
Zeichnung nebst Kosten-Anschlag liegt hierselbs
zur Einsicht offen.
Neunkirchen, den 22. Dezember 1864.
Konigl. Schichtmeisterei Heinitz-Wellesweiler
Bekanntmachung.

22* * *
Hüuser-Verkauf.
Montag den 16. Januar k. J.,
Nachmittags 8 Uhr,
rei Wb. C. Neufang zu St. Johann, läß:
Für den Albert-Schacht der Königl. Stein derr Ph. Lang, seine daselbst in der Futtergasse J— . LC.AM
'ohlenzeche „Gerhard Prinz Wilhelm“ sollen: elegenen 3 Wohnhäuser nebst Hofbering, enn Ju bevorstehendem Neujahrsfeste
3 Stuͤck Foldergerippe, altend zusammen 28 Ruthen 10 Fuß, gegen empfehlen wir unser reichhaltiges
3, dazu gehörige Wasserkasten, und zahlungs-Ausstand zum Eigenthum versteigern Lager von Gratulationskarter
3 Paar Sdghaaͤchhtfallen, Plan und Bedingungen können bei unterzeich — istischer Darste!
m Wege der Submission verdungen werden. etem Notar sowie beim Eigenthümer selbst jeder A und humoristischer D
Die mit entsprechender Aufschrift versehency eit eingesehen werden. ung .
Offerten sind bis zum Submissions-Termine Artois, Notar. VUeumann'sche Duchhandlung.
— — — — — —— — e. — sn— —- eI ò òò ααOOOO1
Herausgeber und Verleger: Ner naun'sche Buchhandlung in Saarbrücken. — Druck von A. Sonnenburg in Tre
            
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