Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

Gesammt⸗-Resultat sich auch selbst in finanzieller Beziehung als sehr
vortheilhaft herausgestellt.
Die Betriebs-Ergebnisse der Eisenbahnen im Ganzen sind faf
durchweg sehr befriedigend. Der Verkehr nahm zumal im Jahre 1862
einen so lebhaften Aufschwung, daß er die Höhe des Jahres 1857 —
des seither günstigsten — nicht blos erreichte, sondern überstieg. Wenn
dann auch das Jahr 1863 wegen der fortwährend starken Schwan
fkungen des Geldmarktes für den allgemeinen Verkehr weniger günstig
war, so ist das Gesammtresultat doch als durchaus befriedigend zu be—
arachten.
Was die Ergebnisse der Staatsbahnen betrifft, so sind dieselben
gleichfalls sehr erfreulich: während die Brutto-Einnahme im Jahre
1860 nur 8,986,155 Thlr., der Betriebs-Ueberschuß nur 4,178,899
Thlr. betrug, die Verzinsung des Kapitals etwas über 4 pCt., ergab
sich für 1863 eine Einnahme von 12,924,761 Thlr.,, ein Ueberschuß
von 6,095,638 Thlr. und eine Verzinsung von mehr als 6 pCt. Es
hat somit in den letzten drei Jahren die Brutto-Einnahme von 43 pCt.
die Verzinsung um 47 pCt. zugenommen.
Der Gesammtgewinn des Staates aus den Eisenbahnen im Jahre
1863 betrug 4,932,802 Thlr.
Der dänische Krieg hat den Eisenbahn-Verwaltungen Gelegenhei
geboten, ihre Leistungsfähigkeit für militärische Zwecke darzuthun. Den
Eifer und den Leistungen aller betheiligten Verwaltungen in der Aus—
führung der militärischen Verwaltungen ist dabei die größte Anerken
nung zu Theil geworden.

Vermischtes.
Ueber die Anordnung der Feuerbrücke hinter dem Her
der Feuerungen hat Noeggerath, Director der Gewerbschule
Brieg a. O. Versuche angestellt, welche im Civiling. ausführlich
getheilt sind. Die Feuerbrücke soll bekanntlich eine Mischung und P
sung der verschiedenen Bestandiheile der Heizgase und dadurch eine vr
ständigere Verbrennung der brennbaren Theile derselben herbeiführ
Ob dieser Zweck einigermaßen vollständig erreicht wird oder ob
Feuerbrücke nicht Nachtheile herbeiführt, welche die etwaigen Vorth
vollständig aufwiegen, war bisher durch Versuche nicht festgestellt w
den. Thatsache ist nur, daß die Dampfkessel und die Boöden
Siedepfannen über der Feuerbrücke durch die daselbst erzeugte Sf
flamme am meisten leiden und leicht durchbrennen. Aus Noeggerai
Versuchen ergibt sich nun: 1) daß bei der Feuerung mit Koks
wenig flammenden Brennmaterialien die Anordnung einer Feuerbri
entschieden zu verwerfen ist, da sie beträchtliche Verluste des Heizesse
herbeiführt; 2) daß bei der Feuerung mit Steinkohlen und stark fla
menden Brennmaterialien die Anordnung der Feuerung so beträchtli
y des Heizeffects wie im vorigen Falle zwar nicht herbeifüb
daß aber auch ein Gewinn an Heizeffect durch die Feuerbrücke nicht «—
zusehen ist und deshalb, weil gerade bei den hier vorauüsgesetzten Brer
materialien leicht ein Durchbrennen der Heizflächen erfolgt, es zw
s sein möchte, die Feuerbrücke zu verwerfen. Aus alle dem f
nun, daß mandin jedem Falle die Feuerbrücke zu vermeiden und
Feuerheerd nur soweit nach hinten abzuschließen haben wird, als no
wendig ist, um zu verhindern, daß die Brennmaterialien bei der*
schickung vom Rost in den Feuerzug gestoßen werden.

Schiffversteigerung.
Herr A. Fine, Lieferant zu Saarlouis, läß
am Samstaa, den 26. d. M.,
Nachmittags 8 Uhr,
ein am Ausladeplatze bei Saarbrücken haltendes
gedecktes Schiff von 3150 Ctr. Tragfähigkei—
nebst Zubehör, darunter ein sechspferdiges fün
Viertel langes Seil, gegen Zahlungs-Ausstand
auf dem Schiffe selbst versteigern.
A. Kewenig, Notar.
Bekanntmachnng.
Die Lieferung von 800 Stück Hartguß För
derwagenräder für die Königl. Steinkohlenzech
„Gerhard-Prinz-Wilhelm“ soll im Wege de
Submission verdungen werden.
Die mit entsprechender Aufschrift versehene;
Offerten sind bis zum Submissionstermine
Bekanntmachung. am 19. Dezember c., Nachm. um 3 Uhr
Der Transport der Steinkohlen und Berzt im Bureau des Unterzeichneten portofrei abzu
vermittelst Pferden auf der Koönigl. Steinkohlen geben und wird demnächst die Eröffnung in
grube, Kronprinz Friedrich Wilhelm“ bei Schwal Beisein der etwa erschienenen Submiltenten er
bach sotl vom 1. April 1865 an auf drei Jahr olgen.
Wege der Submission verdungen werden. Die Lieferungsbedingungen können auf vor—
Die desfallsigen Bedingungen liegen sowoh Jedachtem Burecau eingesehen oder auch gegen
in der Schichtmeisterei zu Ensdorf als in der Erstattung der Copialgebühren abschriftlich ve—
Registratur der Königlichen Bergwerks-Directior ogen werden.
zu Saarbrücken offen. Louisenthal, den 21. Novbr. 1864.
Unternehmungslustige wollen ihre Offerten i Der Ober-Schichtmeister,
versiegelten Schreiben mit entsprechender Auf FVV. FOSAVI.
schrift bis zum N. 44
Dinstaq, den 29. November d. J., Bekanntmachung.
Morgens 10 Uhr, ien I alte
bei der Schichtmeisterei zu Ensdorf abgeben Hußeisens auf den Gruben der . ergeIn
wo dieselben in Gegenwart der etwa erschiene —— 1865 ist ein Submissionstermin
nen Submittenten werden eröffnet werden. v tag, den 5. Dezemb J F F
Der Zuschlag bleibt vorbehalten und wir? Montag, den 9. Dezember c., Marktpreise zu Saarbrücken vom 19. Novemn—
aus den sämmilichen Concurrenten der Ueber Vormittags 10 Uhr, 5. 71] — —
nehmer bestimmt werden. Nachgebote werde in d Amtsstube wpe Unterzeichneten anberaumt Feen per Sch. g hehe p. Cti.
nicht angenommen. voselbst auch die bezüglichen Bedingungen zur Logzen Zeu 424 532
Könial. Berg-⸗Anspeetion Nr. J. Einficht offen liegen. — ,e ee
2— — — — Sulzbach, den 21. November 1864. ht „ 214 81 Eier per Dußend —
Ein großes starkes Zugpferd wird zu kau— Der Schichtmeister, Saarbrücken, den 18. November 1864.
fen gesuücht von .B. Mũller Mertens. Oer Buͤrgermeister, C. Schmidborn
Serausgeher und Rerlaer: Meumann'sche Buchhändtiunägög —— 6 —
            
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