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Kreis-Blatt
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und Traͤgerlohn für Saarbrücken und
St. Johann 12 Silbergroschen.
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plare 15 Silbergroschen.
den Kreis Saarbrücken.
4x 120.
Sonnabend den 19. November
1864.
Amtliches.
dieser letztern Angabe hergeleitet werden können, wozu es bisher bei
der bloßen Bezeichnung des Lebensiahrs an dem erforderlichen Anhalte
gefehlt hat.
Um das Aufnahme⸗Geschäft, welches bestimmungsmäßig an einem
Tage — 3. Dezember c. — angefangen und beendigt werden soll.
möglichst zu erleichtern, bitte ich daher die Vorstände der einzelnen Fa—
milien, das Geburtsjahr ihrer Angehörigen, resp. der in ihrem Haus⸗
yalte befindlichen Personen, schon vor dem Tage der Zählung so genau
feststellen zu wollen, daß die diesf. Angabe bei Aufnahme der Bevöl—
kerung durch die hiermit beauftragten Personen ohne alle Weiterungen
gleich in den Urlisten vermerkt werden kann,
Indem ich die Herrn Bürgermeister und Ortsvorsteher ergedensl
ersuche, gegenwärtige Bekanntmachung zur größtmöglichsten Publicität
der Ortseingesessenen zu bringen, verbinde ich hiermit an sämmtliche
Behörden, die Herren Ortsgeistlichen und Lehrer, die Bitte, auch Ihrer—
seits darauf hinwirken zu wollen, daß der hohe Werth der bevorstehen
den statistischen Aufnahmen in allen Schichten der Bevölkerung gehörig
gewürdigt und anerkannt, sowie das erfahrungsmäßig gegen das Auf—
nahmegeschäft bei Einzelnen noch immer vorwaltende Mißtrauen und
Mißverständniß über die Absichten der Staats-Regierung beseitigt werden.
Außer dem in der vorstehenden Regierungs⸗Bekanntmachung an⸗
gedeuteten Zwecke der Volkszählung sollen die statistischen Ausnahmen,
deren Ergebnisse in authentischer Weise allgemein zugänglich gemacht
werden, auch besonders dem Verkehre des bürgerlichen Lebens in seinen
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Gute kommen.
Es handelt sich daher vor Allem darum, dieser Erkenntniß mehr
und mehr Eingang zu verschaffen, und dies wird zu ermöglichen sein,
wenn die große Zahl derer, welche von dem Werthe und der Bedeu—
tung der Statistik schon überzeugt ist, in freiwilliger Thätigkeit die Be⸗
hörden darin, zumal bei Gelegenheit der statistischen Ermittelungen.
unterstützt.
Saarbrücken, den 17. November 1864.
Der Königliche Landrath,
v. Gärtner.
Bekanntmachung.
Am 3. Dezember d. J. findet die gewöhnliche dreijährige Volks
zählung durch den ganzen Preußischen Staat statt. Diese Maßrege
erfolgt aus Anlaß der zwischen den Zollvereinsstaaten abgeschlossenen
Verträge zum Zweck der Abrechnung der unter denselben aufkommen
den Zolle, welche nach der Kopfzahl der Bevölkerung unter die bethei
sigten Staaten zur Vertheilung kommen. Weil nun die Kopfzahl der
Maaßstab zu dem Gewinn abgibt, welchen der Preußische Staat aut
den gemeinschaftlichen Zollrevenüen erhält, so ist auch die Ermittelung
der wirklich vorhandenen Seelenzahl auf das Resultat der Staatsein—
wohner von großer Wichtigkeit, indem jeder zu wenig gezählte Kop
die Staatseinnahme während eines 3jährigen Zeitraums um voraus
ichtlich mehr als 6 Thlr. mindert. Wir richten daher an das Publi
kum unseres Bezirks das Ansinnen, den mit der Volkszählung betrau
en Personen bei den von ihnen verlangten Mittheilungen über Größ
der Familie und des Hausstandes vertrauensvoll mit richtigen Angaber
entgegenzukommen.
Trier, den 9. November 1864.
Königliche Regierung, Abtheilung des Innern,
I. 3232. 8. III v. Gaärtner.
Vorstehende Bekanntmachung der Königl. Regierung bringe ich
hierdurch zur öffentlichen Kenntniß und ersuche die Eingesessenen des
hiefigen Kreises dringend, den mit der Bevölkerungs-Aufnahme in der
Städten und Landgemeinden beauftragten Personen in der bereitwilliz—
sten Weise entgegen kommen und denselben die erforderlichen Aufschlüss
uͤber den Personenstand in ihren Familien auf das Genaueste ertheilen
zu wollen.
In letzterer Beziehung bemerke ich, daß abweichend von dem frü
hern Verfahren, in die betr. Spalte der Urlisten statt Lebensjahre
von jetzt ab das Geburtsjahr der betr. Personen mitielst Angabe
des Kalenderjahrs, in welchem jeder Einzelne geboren ist, aufge—
nommen werden soll, weil vielfache statistische Folgerungen gerade aus
Briefbeschwerer von Glas mit Bildern im Innern sind alt
sbekannt; eine sehr nette Neuigkeit für dieselben ist aber die Anwendung
zerriebener Perlmutter, mit welcher Säulen, Meereswellen ꝛtc. dargestellt
werden; bei auffallendem Lichte erscheinen diese Gegenstände in brillan—
tem Schimmer; namentlich die Seebilder, die auch sonst verhältnißmäßig
sehr gut ausgeführt sind, erhalten einen ganz eigenthümlichen Reiz.
Die Gewerbtreibenden machen wir auf eine Sammlung meister—
zaft ausgeführter Werkzeuge von Leonhardt u. Schaal in
Stuttgart aufmerksam. Eine sehr einfache Mühlpille hat die Form
einer Doppelkeilhaue, in deren zwei Stirnflächen die Stahlblätter mit—
selst einer Preßschraube befestigt werden. Die Schraube drückt nicht
direct auf den Stahl, sondern auf eine zwischengelegte Platte. Für
jede Pille wird ein besonderer Griff mitgegeben, in welchen der Stahl
beim Schleifen eingesetzt wird. Mit Einschluß dieses Griffes und von
12 Stählen kostet die Pille 65/3 Thlr.
Eine Löthlampe, die recht empfehlehlenswerth erscheint, besteht
aus einem Kupferblechcylinder von 28. —81/2“ Durchm. und 32- 4“
Hoöhe. auf dessen Boden eine mif Spiritus zu heizende Lampve aui
(Xr. 5907.)
Die permanente Ausstellung
oon C. Herrm. Findeisen in Chemnitz, welche in der nächsten Zeit
eine räumliche Vergrößerung finden wird, ist von ihrem umsichtigen
Inbaber neuerdings wieder mit einer Fülle neuer Artikel reichhaltig
ausgestattet worden. Gestattet auch der Raum und der Zweck dieser
Zeitschrift nicht eine Erwähnung sämmtlicher Gegenstände, so woller
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Beim Eintritte in die Ausstellung fällt eine reiche Auswahl von
Spiegelkugeln ins Auge, kugel- und eiförmige Gebilde von star—
kem Glase in allen Farben und von 5— 40 Ccentimir. Durchm. (zum
Preise von 312 Ngr. bis 4i,. Thlr.), welche in der Hauptstadt der
Mode rasch eine ausgedehnte Verwendung zur Ausschmückung von
Zimmern, Ball- und Concertsälen ꝛc. als Behang von Vorhängen und
Kronleuchtern gefunden haben und für welche auch bereits hochst ele—
gante eiserne Ständer gefertigt werden. Dieser neue Zimmerschmuck
der namentlich bei reicher Beleuchtung einen sehr guten Eindruck machen
muß und für die Deutsche Glasindustrie einen erwünschten neuer
Handelsartikel bhilden wird, dürfte auch bei uns rasch heliebt werden.