Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

Personenposten.
Abgang von Ankunft zu
Saarbrücken-Bahnhof:
nach Hanweiler (Saargemünd)' von Hanweiler
8 Uhr 20 Min. Vorm. 9 Uhr 5 Min. Vorm.
5, 25 ,„ Nachm. 4.,„ 20 „ Nachm
nach St. Ingbert von St. Ingbert
8 Uhr 30 Min. Vorm. 7 Uhr 30 Min. Vorm.
5, 30 „ Nachm. 330 ,„ Nachm
nach Lebach per Heusweiler von Lebach
5 Uhr 25 Min. Nachm. 7 Uhr 30 Min. Vorm.
und außerdem
nach Heusweiler
7 Uhr 10 Min. Vorm.
von St. Johann
7 Uhr — Min. Vorm.
Der Abgang der Post von Heusweiler nach Saarbrücken—
Bahnhof ist geändert; während er früher um 6 Uhr Nachm. statt⸗
fand, erfolgt er vom 1 November xc. schon um 4 Uhr Nachmittags

Bei der am 7. Nov. beendigten Ziehung der 4. Klasse
130. Königl. Klassen-Lotterie fielen 3 Gewinne zu 5000
Thlr. auf No. 35,027 57,540 91,274. 2 Gewinne zu 2000
Thlr. auf No. 18,067 35,789.
43 Gewinne zu 1000 Thlr. auf No. 298 1689 1841
3280 3720 5145 8164 12,164 13,184 19,680 19,997
21,457 26,816 28,298 32,644 35,940 37,31139,213 44,026
44,649 46,351 46,557 48,445 56,793 57,326 57, 906 58,976
60,397 61,579 64,136 66470 66,983 68,021 68,025 76,576
78161 82.028 85,649 87, 203 88,901 90,987 91 323 93,7238

Die neuen Futterpflanzen für den Sandboden.
(Fortsetzung aus Nr. 116.)
Eine andere interessante Beobachtung: Unmittelbar am Serradella
acker war ein Graben etwa 3 Fuß tief neu ausgeworfen worden, und
hatten sich beim Säen einige Körner in die Sohle und an die Seiten
desselben verirrt. Hieraus waren Krautbüsche von 20 bis 30 einzelnen
Schüssen, à 2 bis 4 Fuß lang geworden. Und das war Stubensand
der noch nie das Tageslicht gesehen, noch weniger Dünger gerochen
In der That ein kostbarer Fingerzeig der Natur.
Durch den Erfolg aufgemuntert wurde im Frühjahre 1862 ein
Stück Land von 1 Scheffel Saat genommen. Dieser Acker war zu
Michaelis 1858 mit vier Fuder Dünger zu Roggen gedüngt. Vor
2 Scheffel Aussaat wurden nicht mehr als 2/, Schessel wieder geern⸗
tet. Der Grund hiervon lag darin, daß dieses Land schon seit einen
Reihe von Jahren ausschließlich mit Roggen bestellt gewesen, und
fehlte deßhalb hier diejenige mineralische Zusammensetzung, welche eir
oftmaliges Aufeinander von Halmfrüchten noch am ersten erlaubt. Es
war ein großer Fehler gemacht worden, statt Halmfrucht wäre Blatt
frucht am Platze gewesen. Im Frühjahre 1859 wurde das Land mi
Ackerspergel ohne Dünger bestellt, der sehr gut gerieth. Im Mai 1860
folgten Lupinen, ohne Dünger, mit einer wunderbar schönen Ernte
denn von 1 Schefsel wurden reichlich 20 Schefsel wieder geerntet. In
Mai 1861 kamen wieder Lupinen, ebenfalls ohne Dünger. Wievder
dieselbe ausgezeichnete Ernte. Der Acker hatte anfangs nur eine
bis 4 Zoll dicke Schicht Bauerde, jeden Herbst und jedes Frühjahr
wurde aber 124, bis 1 Zoll tiefer gegangen, bis ungefähr 1 Fuß Bau
grund gewonnen war. Das im Herbst gepflügte Land bleibt stets ir
rauher Furche liegen, damit Wasser, Luft, Schnee und Frost ungehin
dert einwirken können. So vorbereitet lag der Ackr im Mai 1862
da. Herr Theilen rechnete so: Jetzt, nach Blaitfrüchten und der er
wähnten Behandlung muß wieder Kieselsäure vorhanden sein und viel—
leicht möchte der genügsame Hafer sein nöthiges Futter finden. Es
wurde also Anfang Mai der Acker mit Hafer, zum Vierten ohne Dün
ger bestellt, dazu 41,, Pfd. Serradella; letztere aufgesäet und einge
harkt, nachdem der Hafer eingeeggt war.
Der Hafer wuchs und gedieh von Anfang bis zu Ende, als wäre
zr vorzüglich gedüngt. Am 4. Juli war derselbe reichlich 4 Fuß, die
Serradella etwa 11/2 Fuß lang. Versuchsweise wurde von jetzt an die
Hälfte des Ackers grün abgefüttert, während die andere Hälfte zun
MFwerpen Feben bliet. Dioe οα Moern⸗efrucht murde

42 Gewinne zu 500 Thlr. auf No. 566 1285 3202
3359 5450 5531 10,871 12,247 12,992 15,944 16,339
20,613 17,585 26,324 28, 262 29,193 32, 687 37,775 40,320
42,862 45,613 46,074 46,115 47, 623 54, 499 56, 660 38,371
61,735 63,407 64,852 71,860 72,210 72,542 77, 144 77,8355
79,877 81,457 82,628 82,953 83,151 91,638 92, 107.
56 Gewinne zu 200 Thlr. auf No. 993 3862 9329
11,787 12,273 15.219 16,292 17, 150 18,413 18,790 18,884
19,293 189,517 20,491 22,941 25, 401 26,. 118 27, 418 2, 7447
272467 27,602 28,342 30,728 31, 894 34, 120 34, 110 37,214
39,627 40,846 43,099 4, 009 44,898 48,021 49,302 49, 967
51688 55,205 55,636 56,372 57, 498 60, 892 62, 241 62, 627
85,391 66,495 67,297 67,601 68, 181 70,006 70,029 80, 060
80,149 80,780 82,524 85, 675 93, 785.
146 Gewinne zu 100 Thlr. auf No. 389 1096 2067
4839 5494 6479 6543 7813 8058 8179 8253 8799 8855
8919 11,264 11,656 11,914 12,909 13,220 13,720 14,341
14,646 14,687 14,836 14,936 15, 135 17,449 17, 620 18, 142
18,825 18,988 19,918 21,886 23, 169 25, 245 25, 273 26,064
26,590 27,022 27,386 27, 904 27,981 31,651 31,975 32, 285
32,747 33577 33,746 33, 867 33, 885 33,886 34, 131 34, 200
—DO
40, 151 40, 187 40 427 41,053 41, 3530 42, 950 45,517 45, 580
45, 706 46,051 47,042 47, 998 48, 086 48,397 48, 786 49, 580
49,964 50,229 530,236 50,893 51,576 51,962 52, 122 53, 628
54,5578 54,613 54, 641 56, 938 57, 648 58, 407 59, 735 60, 640
613108 61,178 61,599 62, 734 63, 151 64, 111 64,277 64, 498
64,909 65,866 66,176 67,537 68,.376 69,361 69,377 69,501
69,830 70,179 70517 71581 72,301 73, 432 76,119 78, 0980
78,772 80,440 80,565 80, 936 81,938 82.582 82,881 83, 216
83,514 84,165 84,629 84,671 84,740 84, 901 84, 904 85,676
86,926 87,398 87,4 10 88,629 90,096 91,561 91,691 92,694
93,931 94,319 94,193 94,890 94,980

grobem Hecksel geschnitten und gemischt, und auch dann, als der Haf
schon xecht hart wurde, fraß das Vieh ihn in Gesellschaft mit Serro
della noch immer gern. Acht Tage nachdem die Sense dagewese
war die Fläche wieder grün, und etwa 14 Tage darnach wieder zier
lich besetz. Schon Mitte August konnte man mit dem zweiten Schn
beginnen, und Ende September war das Kraut 3 Fuß lang, und!
gerte sich so dicht und voll, daß es kaum mit der Sense an die Sei
zu bringen war. Von der anderen Hälfte hatte man den reifen Haf—
und in diesem das schönste Serradellaheu, das bis zur Mitte di
Hafers hinaufreichte, außerdem aber noch einen guten zweiten Schn
Serradella, wovon bis Mitte November gefüttert werden konnte. V
einer mäßigen Karre voll getrockneter Serradella wurden 14 Pfd.«
ter Samen gewonnen. Ende Mai 1863 wurden wieder ohne al'
Dünger zwei andere Acker mit Hafer und Serradella, à 1 Scheffelse
groß, bestellt. 920 Quadratfuß von dem einen Acker wurden
Serradella allein bestellt, um Samen zu gewinnen.
Auf diesen beiden Aeckern war bisher immer Roggen gebor
auch hier gedieh derselbe mit jedem Jahre kümmerlicher. Hinsicht
der Bodenart und Bauerde stimmten sie mit dem oben genannten Ac
ganz überein. Die vorletzte Düngung war Stallmist, die letzte Knoch
mehl, 75 Pfd. auf 1 Scheffelsaat, zuvor mit Schwefelsäure präpari
Wider Erwarten war die letzte Ernte noch geringer als die vorle—
Dazu war das Land so voll Quecken, Wicken, Kornblumen ꝛe.,
es kaum zu pflügen war. Im vorigen Herbst ließ Herr Theil
diese Aecker, die bis jetzt nicht über 4 Zoll Baugrund hatten, auf e
mal so tief pflügen, als es der dortige kleine hölzerne Pflug nur
statten wollte, und überließ sie dann dem Winter. Ende März wurt
auf 1 Scheffelsaat 52/3 Pfd. Samen ausgesäet. Es dauerte lan—
ehe die Serradella zu einiger Hoffnung berechtigte; der Hafer ged
wider Erwarten von vorherein ziemlich gut, doch späterhin übertrafe“
Serradella auch die kühnste Hoffnung. Schon Ende Juni ware
Kraut über 1 Fuß in dem Hafer emporgewachsen. Von da an
Ende November bekam die Kuh täglich satt von diesem Mengefut
und da nun die Zeit der Haferernte mit dem zweiten Schnitt begonn
werden konnte, so wurde außerdem von dem alten Rest noch ein kleir
Fuder Hafergarben mit dem schönsten Serradellaheu und Serraden
samen gewonnen.
An Samen wurden von den dazu bestimmten 920 Quadr
13 Scheffel und von zwei anderen kleinen Flächen, wo man den H
e2 Kieles Rttse ijseric merven Jassen noch
            
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