Bekanntmachung.
Katholische Hauscollecte.
Durch Rescript des Herrn Ober-Präsidenten der Rheinprovinz
vom 20. d. Mts. Nr. 8311 ist für den Erweiterungsbau der katho
lischen Kirche zu Neukirchen, Regierungsbezirk Düsseldorf, die Ab
haltung einer Hauscollecte bei den katholischen Einwohnern der
Rheinprovinz bewilligt worden, welche durch Deputirte bis zum 1
Mai 1865 abgehalten werden wird. Die Kreis- und Lokalbehörden
werden demnach hierdurch angewiesen, den Deputirten, welche sick
als solche legitimiren, Beistand zu leisten.
Trier, den 26. October 1864.
L 5066 8. 8.) Königl. Regierung.
Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 4. Klasse 130. Kö—
nigliche Klassen-Lotterie fiel
1 Hauptgewinn zu W, O00 Thlr. auf Nr. 27390.
2 Gewinne zu 5000 Thlr. auf Nr. 65,415 67, 256.
3 Gewinne zu 2000 Thlr. auf Nr. 39,117 54,266, 89, 953.
40 Gewinne zu 1000 Thlr. auf Nr. 338 4,745 11,504
17, 188 17671 21, 146 1,790 5, 174 28.010 32 880, 414
15578 16.417 16,600 17 603 26,984 40 005 30, 806 54 324
57,973 59,064 61,124 63, 806 67, 128 67,637 69,018 70,229
72,232 74,040 75,566 76,631 78,621 80,044 82,037 84, 200
87210 80 013 80049 80 287 9381.
54 Gewinne zu 500 Thlr. auf Nr. 3,434 5,249 10,480
13,067 16,712 17,953 18,897 21,0416 22,791 24,806 26,736
25579 30, 306 30.503 30 934 33, 119 31,532 34791 3586
36,285 36,829 38,032 38,966 39,342 1553 483,143 48, 113
49,179 51,591 537,999 60,933 61,5328 5 66,003 66,273
b7,105 67,454 68,333 69,213 69,688 74, 2335 74,558 78,791
85, 243 82, 414 85, 429 85, 634 86,352 87.921 88,788 90,835
91,725 983,108 94,406.
63 Gewinne zu 200 Thlr. auf
6,22 8866 9,618 12, 557 *4088
22,129 22,478 22,817 23,819 704
Z.A86 36,955 38220 30,969 7. 5
44,654 46,358 47,016 47, 543
55,498 55,807 56,656 66671
67,115 67,5395 70,841 73,504
80,521 83, 190 84,771 85, 8868
91,914 92,083 92,293 93, 907.
140 Gewiune zu 100 Thlr. auf Nr. 893 1,121 1,587
2,233 2,764 83,186 4,073 4,225 , 242 5, 533 6,394 7, 208
8,383 9,115 9,342 9,456 9,700 10,037 11,1897 11,8945
12,380 12,652 14,563 16,309 16,432 16,561 16,753 16,8601
175510 17,836 18,570 18,943 19, 126 20,304 22,322 22,912
23,121 23,897 24,310 26,080 27, 131 27,772 27,802 28,419
29,209 29,237 30,606 31,550 31,768 32,562 32, 934 33,538
33, 704 34,724 35,403 35,958 37,512 37,590 38,108 38372
38,717 38883 38,964 39, 154 39, 437 40,331 43,071 43,137
43.498 43,507 43.5599 43,739 44,415 46,177 46,213 46,277
Die neuen Futterpflanzen für den Sandboden.
Die letzten Decennien brachten uns für den Sandboden einen Fort
schritt im Futterbau, welcher die kühnsten Erwartungen übertroffen hat,
und zwar für Winterfutter die Erdkohlrabi und Lupine, für den Nach
sommer und Herbst die Serradella.
Die Erdkohlrabi oder Kohlruͤbe (Rotabaga, schwed. Rübe), diest
lange noch nicht ausgenutzte Rübenart ist so verbreitet und ihre Ge
nügsamkeit mit dem ordinärsten Sandboden so bekannt, daß kaum übe
dieselbe noch etwas zu sagen ist. Indessen Beispiele können nicht scha—
den, und deßhalb bringt der Herr Verf. nachstehend eins aus der
Gegenwart.
Ein Stück, etwa 34jähriger Tannenbusch, früher, sowie auch jetz
noch Dünensand, welchen der Wind verweht, 22/5 Magdeb. Morger
groß, war im Winter 1861 gerodet und hatte 1862 Buchweizen getra
gen. Dasselbe wurde 1862 zweifurchig gepflügt und neben 10 Karren
kurzen, zusammengemachten Hofdünger mit 268 Pfd. (zwei Sack
Guano bestreut, dann am 22. Juni mit Erdkohlrabipflanzen hinter
dem Pfluge in zweifüüßiger Entfernung belegt und die Reihen in 2
Fuß Abstand fest angedrückt. Da es trocken war, so ging beinahe“
der Pflanzen aus: die anderen wuchsen trotz trockenem Juli, hatten aber
bis Mitte August noch keine großen Fortschritte gemacht. Da erfolgtt
am 16. Regen und die Pflanzen entwickelten sich vortrefflich; bald war
das ganze Stück mit Blättern belaufen. So wuchsen sic nun ruhig
fort bis zum 16. Nov., alsdann wurde dieses Stück ausgemacht, ab—
geschnitten und 684 Körbe davon abgefahren; von je 25 Körben wurde
ziner auf einen hesonderen Haufen geschüttet NDiese⸗s HSaufen 560*
48,197
7608
c438587.
o, 383 64,0066 6
61 71070 79*
7204 75,599 76.
Ab 82,887 852
23300 92,639 62,8 —
Berlin, den 4. November
153. 505
53,699 55,026 55,319 55,73
36803 59190 80805 60.01
ö εαι 6 533 634
6.130 87, 113 68818 6677
714186 72 088 73217 73.36
76973 70.075 80647 81I6
87/630 814, 663 80,60d 0816
3 98620 9430 9 9
J.
2
)
—
9
Bei der am 5. November fortgesetzten Ziehung der 4. Klasse
120. Königlichen Klassen-Lotterie fiel ferner:
1 Hauptgewinn zu 20,000 Thlr. auf Nr. 59,424.
1 Gewinn zu 10,000 Thlr. auf Nr. 22,402
2 Gewinne zu 5000 Thlr. auf Nr. 35,336 81,874.
3 Gewinne zu 2000 Thlr. auf Nr. 31,744 46,060 53, 101
37 Gewinne zu 1000 Thlr. auf Nr. 1,168 2,218. 2,620
5,622 6,781 9,322 9,413 10,292 14,206 14,218 15,608
17,351 20,701 24,830383 , 681 29,814 31,257 88,277 42,7738
48,858 52,904 55, 823 56,649 59,387 509,705 60,671 60,915
61,565 67,470 67,517 70,832 81,082 81,488 85,857 89,699
91,927 93,959.
29 Gewinne zu 500 Thlr. auf Nr. 1,920 3,232 3,693
7,512 8092 17,420 26,917 28,925 34,7514 34, 764 39877
41,067 45,574 48,224 57, 932 60,283 65,217 65,300 67, 304
67,616 76,0837 76,828 84.464 85,962 86,577 89,973 91,940
93,732 94,817.
62 Gewinne zu 200 Thlr. auf Nr. 1,664 2,140 6, 281
6,469 7,150 10, 287 14,326 16,400 18,500 19,710 22,339
22,390 25, 203 25,592 27,408 30,755 32,643 32,891 33,578
85,323 37, 468 37,5903 37, 804 38,340 39, 074 41, 444 41,711
42,346 45,616 49, 134 59 368 50.938 2,214 52,778 54,312
54,936 55,213 55, 82 829 42433 2581 58,041 60,629
62,484 64,885 66,065. 990 70,2(5 779 72890 77,411
78,112 79,700 82, 920 33, 502 84,086. 88, 109 89.071 90,025
92,566 91,258 94,915
135 Gewinne zu 100 Thlr. auf No. 1247 1589 2701
3027 3157 4670 8272 9423 9706 10,449 11,433 11, 668
13,163 13,620 13,866 18,997 15,508 16,043 16,241 16,401
17,302 17,857 18,084 18,127 18,630 20,268 20,920 21,787
22,108 22,195 22,764 283,066 23 150 23,747 24,827 25,177
25,550 26,174 28,215 28622 28, 804 30,016 30,822 3 1, 040
33,405 834, 198 35,483 35, 752 35 863 36, 465 36,554 37, 641
37,749 37, 208 40,899 41,295 42 526 42, 895 42, 904 43,07 4
43,613 43,961 45,381 46,239 47,321 48, 381 48,522 51,960
53,206 53,877 55, 149 55,913 57,553 58, 724 58,9983 60, 765
61,860 62,553 63,588 63, 930 65, 216 65,7 10 66, 691 66, 704
67,047 67, 719 67,937 68,099 68, 187 68, 209 68, 666 68, 907
69,440 70,139 70,176 70,823 71,195 72,233 72,302 72,708
73,937 75,841 75,868 75,799 76,420 76,555 77,078 77,459
77,988 78,101 78,333 78,360 78,817 78,962 79,179 81,070
82,024 82,606 82,808 83,647 84,023 84,753 85,537 86,395
86,546 87,198 87,271 87,534 90,540 91, 206 91,570 92. 070
92,3347 93263 93,826
Körbe) wurde ganz rein von Sand gemacht und gewogen, und es e
gab sich, daß jeder Korb im Durchschnitt 72 Pfd. reine Rüben hatt
wonach obiges Ackerstück Sandboden 492 Ctr. 48 Pfd. von den gel
sben grauköpfigen Erdkohlrabi lieferte.
Seit dem 2. Januar wurden dieselben auf einem kleinen sandige
Ackerhofe verfüttert. Acht Kühe von 840 Pfd. Lebendgewicht bekame
täglich vier Körbe, die Mutterschafe von Lichtmeß ab täglich drei Körbe
und man reichte damit bis zum 20. April. Das Vieh war prächtie
genährt. — Die Erdkohlrabi waren in schmalen Miethen 4 Fuß brei
aufgeschüttet, mit Plaggen, die Rasenseite nach unten, wie Dachschiefe
uͤbereinandergelegt, bedeckt, und hat sich in dieser Weise vortrefflig
gegen Frost und Regen gehalten. Vor dem Verbrauche werden si
zerstoßen (auf der Schneidemaschine in Scheiben geschnittten, schein
noch besser zu sein) und dann über Kurzfutter, Kaff und zerschnittene
Stroh vermengt, verfüttert. Außerdem wurden täglich 10 Pfd. Rüb
kuchen in Wasser aufgelöst und zur Tränke gegeben.
Nach dem Aussehen und dem Milchertrage der Thiere muß mal
unterstellen, daß solche kaum mit 131/, Pfd. Heu pro Stück zu diese
Mischung zu erzielen gewesen wären, was sich nur dadurch erklärel
läßt, daß durch die Vermischung das Stroh schmackhafter geworde!
und deßhalb etwas mehr davon genossen wurde.
Nimmt man nun 2,, Pfd. dieser Rüben zu 1 Pfd. Heu an, se
wäre auf obiger Fläche Sandboden 197 CEtr. Heu, oder auf den
—DV
zu 25 Sgr. berechnet, so ertrug dieses dürre Land 73 Thlr 10 Sg
4 Morgen Nebhendüre er Guann war 0467 oder ?/, Pfo
ar