Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

Bei der am 3. November fortgesetzten Jiehung 4. Klasse 130
Klassen-Lotterie fiel:
1 Gewinn zu 5000 Thlr. auf No. 73,612.
5. Brwinne zu 2000 Thlr. auf No. 12,505 35,858 83,680
67,729 85,9838.
39 Gewinne zu 1000 Thlr. auf No. 842 7316 15,283
17,212 17,774 20,374 26,980 34, 183 36,634 37,679 38 816
38,890 39,643 40,819 42,087 425533 4 3879 46,246 47,352
48,182 18,485 49,144 52,353 54, 827 55, 766 60491 60,684
65,036 72,824 73,852 76,892 78,470 79,450 83.209 85222
85, 937 88,775 90,863 *4, 744.
51 Gewinne zu 500 Thlr. auf No.
3254 4961 7384 8753 11 106 12 718
18,333 23,351 23,370 7
31,899 32,907 33 752 419 9
54,061 54,125 536 005 5
60,734 64,016 64,209 656
72,500 73,222 74,366 77
80,555 81172 84450 0
89,967 92 162 93,273 94, .
78 Gewinne zu 200 Thlr. auf No. 350 1197 2494 3697
4082 48,65 5726 7867 7982 8297 9395 9850 10,132 10,361
11,173 11,578 11,790 12, 139 15,182 18,408 20,280 20,853
24,115 25,0665 28,469 30,002 30, 123 30,304 33,0410 33,341
40,279 43,353 43,852 44,099 44,428 45,632 45,966 46.,960

47, 129 448,507 49,472 49,948 50,961 51,260 52, 256 55, 688
55, 728 55,811 56,697 58,043 58,572 58,812 59,081 59530
60, 783 641, 186 64,648 67,920 68,791 69,693 70,071 70581
73,397 75,289 75,8374 76,626 76699 77,267 77,431 78,601
86, 458 89,009 92,603 92,677 93. 444 93, 725 94, 302 94, 554
150 Gewinne zu 100 Thlr. auf No. 2860 3289 4432 5070
8066 6432 8986 9196 11,121 13,970 16,172 16,218 17, 246
18,400 18,915 19,665 19,963 20,821 20,927 21,145 21,409
22,212 22 461 22,893 28,036 23,085 23,177 28,860 23400
24 232 24053 25,913 27,687 27,804 28,590 30,277 30391
4137 31 3 32,723 33,4509 34,272 34,284 34586 35, 039
3 32* 20 569 36,965 37,56 37,892 38,298 39, 263
14 P0 41,690 42, 101 42,288 42,296 42, 430
396 ⸗ 2 9839 44,395 44, 6414 44 691 45,173 45, 658
.270 7 46,150 47,049 47, 141 47,855 48,333 48,602
4697 4 41 49,382 49,447 50,251 51,318 51,738 52 213
7 54,350 54, 328 56,387 536,702 56,764 56,872 57, 102
4 580 325 58,358 58,419 59,174 60017 60047 60,553
6068 63, 458 64,694 65, 164 66,532 67, 417 68,497
3 69,827 70,395 70472 71,096 71,286 71,720
2273,398 73,465 74493 75,992 76,239 78,278
30,216 80,552 81,582 82344 82624 83, 488
24.974 86,331 86,8900 86,970 87,987 88, 119
89,511 92,726 93,938 94,3325 94,341 94,555

22

—9—

2*

Hausbrunnen.
Unter den Detaileinrichtungen, welche zur zweckmäßigen Ausstattung
eines Wohnhauses gehören, haben sich auffallender Weise die Haus—
brunnen im Allgemeinen so weniger Aufmerksamkeit zu erfreuen, daf
man an ihnen wotz der allgemeinen Fortschritte der Technik fast keint
Vervollkommnungen, im Vergleich zu der schon vor Jahrzehnten üb
lichen Ausführungsmethode bemerken kann. Die Zeitschr. des Oesterr.
Ing-Vrnus. macht auf diesen Uebelstand in einer längern Abhandlung
azufmerksam und möchten folgende kurze Bemerkungen wohl auch für
einen größern Leserkreis von Interesse sein. Wenn gut construirte
Saug- und Druckpumpen sich dei Hausbrunnen allgemein Eingang
verschaffen sollen, so muß 1. ihre Construction einfach und sicher sein
und eine große Leistungsfähigkeit mit verhältnißmäßig geringem Kraft—
bedarfe haben, 2. müssen die einzelnen Bestandtheile der Pumpen leicht
auch durch minder geübte Arbeiter auseinander genommen und wieder
zusammengesetzt werden können und die praktische Ausführung derselben
muß nach bestimmten Schablonen stets so genau sein, daß einzelne
Theile durch andere ohne Nachtheil ersetzt werden können, 3. müssen
die verschiedenen Größen der Pumpen nach bestimmten Abstufungen an
bekannten Verkaufsorten stets vorräthig zu haben sein und 4. müssen
die Preise der einzelnen Pumpen in verhältnißmäßiger Abstufung zu
ihrer Leistungsfähigkeit bestimmt normirt und mäßig genug sein, daß
ihre Anschafsung auch den weniger bemittelten Consumenten möglich
werde. Die zuerk erwähnte Anforderung kann keine der seit ca. 16
Jahren bekannt gewordenen Pumpenconstructionen so vollständig erfüllen,
wie der von Japp frères in Paris, im J. 1859 durch die Ausstellung
daselbst in weiteren Kreisen bekannt gewordene Saug- und Druckpumpe.
die jetzt auch in Deutschland vielfach verbreitet ist. Japy fröres u. Co
erzeugen in ihren großartigen Fabriken in Paris und Beaucourt diese
Pumpen nach 7 verschirdenen Modellen und 4 Größen in solcher
Menge (jährlich 12413,000 Stück), daß die Preise von keiner Werk—
stätte in Orsterreich trotz Zoll, Fracht und Silberagio billiger gestell
werden können. Dabei haben die Pariser Originalpumpen den großen
Vortheil, daß die entsprechenden Theile aller Pumpen einer und der—
selben Größe vollkommen gleich sind, daher mit einander verwechsel
oder durch neue, später bezogene ersetzt werden kännen. Japy fréères
verwenden durchgehends innen verzinnte Bleiröhren als Saug⸗ unt
Druckröhren. Bei geringen Brunnentiefen, wo das Brunnenausfluß—
rohr höchstens 275 über dem gewöhnlichen Wasserspiegel steht, werder
die Pumpen mit den Achsen ihrer Cylinder und Kolben horizontal ge—
gen eine Holzsäule oder Wand geschraubt. Sobald eine größere Brun
nenschachttiefe die Befestigung der Pumpen im Brunnenschachte selbsi
und daher auch die Anbringung eines Schachtgestänges nöthig macht,
werden die Pumpen in verticaler Stellung auf einen der Querpfosten
im Brunnenschachte aufgeschraubt. Für die verticale Lage der Pum—
renstiefel sind 3, für die horizontale 4,Größen vorhanden, im Ganzer
7 verschiedene Formen und 4 verschiedene Größen; der Kolbendurch
nesser schwankt von 235, bBis 4 6Giu, der Kolbenhub von 15/ hie

3“ 7; bei allen 4 Größen ist eine Mannskraft wenigstens für nich
zu lange Arbeitsdauer ausreichend. Die Japy'schen Pumpen lasser
sich auch sehr zweckmäßig mit eisernen oder hölzernen fahrbaren Fässerr
zu billigen Hand- oder Feuerspritzen verwenden. — .

Pfund⸗ und Preßhefe.
Obgleich bei der Gährung der gehopften Bierwuͤrze Hefe sich in
»eträchtlicher Menge bildet, so ist sie doch zu gewissen Zwecken, nament
lich in der Bäckerei, ihres bitteren Geschmackes wegen nicht zu verwen—
den, und ist es auch möglich, durch Behandlung solcher Hefe mit
Sodalssung oder Alkalilauge den Bitterstoff derselben zu entziehen, so
geschieht dies aber immer auf Kosten ihrer Wirksamkeit. Es liegt da—⸗
her in der Natur der Sache, daß die Hefenfabrikation ein besonderer
elbstständiger Erwerbszweig geworden ist, dessen Product, die Hefe, nut
durch den geistigen Gährungsproceß erzeugt werden kann.
Mit der Fabrikation von Branntwein ist auch stets die der Heft
oerbunden, es gibt aber auch verschiedene Vorschriften zur Hefenfabri
kation. Man maischt z. B. 1 Th. Gerstenmalzschrot mit 3 Th. Roggen
schrot auf die gewöhnliche Weise ein und kühlt mit dünner Schlempt
ab. Auf 100 Kilogr. Schrot setzt man Kilogr. kohlensaures Natror
und hierauf 1/3 Kilogr. Schwefelsäure mit Wasser verdünnt und setz
die Maische mit Hefe in Gährung. Mit Hilfe eines Schaumloffelt
nimmt man die Hefe der gährenden Masse ab, schlägt sie durch ein
Sieb und läßt das Durchgegangene in kaltem Wasser absetzen. Da
Abgesetzte wird gepreßt, vorher aber mit mehreren Procent Kartoffel
nehl vermischt, um besser entwässern zu können, oder auch auf porb'
Ziegelsteine oder Gypsplatten gebracht.
Nach folgender Methode erhält man eine ziemlich bedeutende Aus
beute an Hefe: 1 Pfd. Gerstenmalzschrot und 10 Pfd. Roggenmeh!
verden mit warmem Wasser eingemaischt. Man nimmt ungefähr da
echsfache Gewicht Wasser von der Mehlmischung und läßt die Misch⸗
ung 226 Stunden stehen, in welcher Zeit die Umwandlung der Stärke
n Zucker erfolgt ist. Um die Gährung zu beschleunigen, setzt man
twas Hefe zu, diese Zugabe darf aber nicht eher geschehen, als bis
die Maische auf 16—5220R. abgekühlt ist, bei welcher Wärme man
auch das Ganze zu erhalten sucht. Die während der Gährung fsich
abscheidende Hefe wird dann mit einem Schaumloöffel abgenommen und
zurch ein Haarsieb mit Wasser gerieben. Die aus dem Wasser abge⸗
chiedene Hefe wird dann von dem Wasser durch Pressen befreit. Ift
zie Hefe gut, so muß sie so trocken sein, daß sie zerbröckelt und einen
ingenehmen obstartigen Geruch besitzen. Eine zähe Hefe hält sich nich
ange und muß daher verbraucht werden. — e —
            
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