Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

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plare 15 Silbergroschen.

X
1*

den Kreis Saarbrücken

M IIAäQ.

Sonnabend den 5. November

1864

—

Amtliches.

Bei der am 1. November fortgesetzten Ziehung der 4. Klasse
130. Klassen-Lotterie fielen:
Der'1. Hauptgewinn zu 150,000 Thlr. auf No. 45,778.
1 Gewinn zu 2000 Thlr. auf Nr. 532,426.
17 Gewinne zu 1000 Thlr. auf No. 148 7760 7933 8133
14,585 15,340 18,402 17,094 17, 808 17,9871 24, 968 25,959
25,5535 25591 25,602 26459 6,810 30077 38016 38, 154
10.383 40,871 45,445 47, 9509 49,324 50,013 533,171 34,813
55119 61,733 65,697 65,701 66,443 67, 130 67,894 68,439
68714 74 569 75, 541 76,738 79,547 83. 220 84550 86.,677
89,818 90,325 91, 833.
58 Gewinne zu 300 Thlr. auf No. 257 4310 4320 6612
9625 16,490 16,409 20,626 0,718 21,884 21,944 25,050
27.5909 ,647 268,420 26, 865 206,295 206,368 30,871 32, 182
32767 32867 341851 35,365 38, 138 40,891 42,314 44,070
4867 15,922 46, 160 46, 8065 49, 024 51,394 53, 688 36,390
58,181 60,199 62621 64,315 64, 631 65,052 66,776 66,914
67,1973 69,842 72464 75,081 16,629 80,205 81,372 81, 725
83,0603 83,964 88,003 88,229 809,201 89,639
64 Gewinne zu 200O äöblr. auf No. 1590 3405 6872 8720
11,610 12,277 14,183 15,018 15456 20,098 24, 080 24, 131
25,390 25,7164 5, 297 29946 32, 245 33, 797 85, 236 35, 854
351683 36,324 36,803 37, 465 39,009 42, 106 43,088 43, 194
13,712 44,321 45,209 45,935 45,997 47, 891 32, 766 55,223
56.425 57,843 58,781 60.061 60.2700 63,122 64999 65,123
65471 66,011 67, 162 76 654 74,947 76, 160 78,690 79391
79614 80,222 82068 82.470 83,269 85,809 85637 86,011
86,518 86,588 93,658 93,911.
119 Gewinne zu 100 Thlr. auf No. 743 2498 3044 4160
4429 4499 4752 5592 6191 7248 8487 8513 8966 9097 9784
9837 10,036 10,452 10,910 12,045 12,089 14,258 16,465
16,802 16,826 17, 822 18,328 18,601 18,973 20,353 20.447
20,807 2415 225 9998 23,0601 23,257 25,047 27,002
2*101 553081 96 320 403 33,722 35,192 35,528
⁊8 544 361 36 2238,099 38,653 40,773
6 374 Vu 35 46,918 47,549 48,442
⸗ 81 55,243 55,816 55,922
2 ,159 57,748 57,888 58,610
,885 65, 839 65,841 66,584
49 70,945 72,035 72,119
92 79,842 80,653 81, 287
1 ) 85,916 86,142 88, 153
88,797 89, 200 91, 336 24ö , 124 93,801 93,.360 94. 754.
Verkauf des Obstes ganz abgesehen, so liefert dasselbe die mannigfal—
tigste Benutzung in der eigenen Haushaltung. Das Obst wird sowohl
grün, als auch getrodtnet, oder gekocht gegessen; es wird eingemacht;
zu Wein, Essig, Brandwein, zu Zucker, Saft, Muß, zu Stärke und
noch zu vielen andern Zwecken gebraucht. Sodann verdient der Obst
bau in anderer Beziehung alle Empfehlung. Denn durch die Anpflan—
zung von Obstbäumen wird nicht nur die Gegend sehr verschönert
sondern auch fruchtbarer und die Temperatur gleichmäßiger gemacht;
der Boden wird fruchtbarer, indem die Bäume aus der immer reichen
Luft befruchtende Stoffe anziehen und diese dem Boden und den Pflan—
zen zuführen. Die Temperatur wird gleichmäßiger, weil die Bäume
die heftigen und rauhen Winde brechen und die austrocknende Luft ver—
mindern. An Straßen und Wegen angepflanzt, bringen die Obstbäume
benfalls einen großen Vortheil, indem sie im Winter, wenn Alles mit
Schnee bedeckt, und in der finstern Nacht als Wegweiser dienen und
dadurch manches Unglück verhüten. Im Sommer liefern sie dagegen
Menschen und Vieh einen wohlthuenden Schatten. Es ist nun aber
auch vielfach die Meinung verbreitet, daß die Bäume Ausläufer in's
Feld machen, diesem die Kraft entziehen und seine Bearbeitung erschwe—
ren und durch ihren Schatten den Feldfrüchten nachtheilig werden
Diese Meinung ist aber alsdann unbegründet, wenn man zur Bepflan—
utna der Stroßen und Wege. Bäume wählt, welche mit ihren Wurzelt

Bekauntmachung.
1. Rheinisches Landwehr-Regiment Nr. 30,
7. Compagnie.
Gemäß kriegsministerieller Bestimmung soll ein größeres Aufsichts
personal beim Train erzielt werden. Es haben sich daher Unieroffiziere
und Gefreite von der Kavallerie als Artillerie aus der Reserve und
den beiden ersten Jahrgängen J. Aufgebots, welche Willens sind, zum
Train überzutreten, bei dem Unterzeichneten bis spätestens am 10. Nov
d. J. zu melden.
Saarbrücken, den 26. October 1864.

Adamezick,
Bezirks-Feldwebel.
Bei der am 31. October fortgesetßten Ziehung der 4. Klasse
130. Klassen-Lotterie sielen ferner:
159 Gewinne zu 100 Thlr. auf Nr. 71 1041 1406 2502
2656 2060 4693 4852 5178 6075 6750 6775 7620 9116
10,008 10,612 10,739 11,669 12,244 13,550 14425 4626
16020 16,098 16,358 16471 18,918 19,377 10428 80
19,792 19,948 20,263 203362 20,798 20737 J
23,657 283,830 24,620 20 491 26,560 205
29,048 29,875 30,122 39,333 32,507 05 795
36,263 36,303 36,689 37,981 39. 440 41,394
42,004 42,394 43,171 44,072 44,363 45, 231 4, v-47,420
 41,447 47,627 6824 48,668 48,747 48,80
49,198 49,949 49,703 49,812 50,404 51,122 51 677
54,1350 534,329 54,934 55,910 56,192 56,349 55
57, 822 57,826 38,201 58,244 58,477 58,448 59 20.
59, 623 59,957 60,904 0,0146 62,281 65,763 66
66, 763 66,766 67,438 69,221 69,278 69,449 69 5
70,300 70,738 70,924 71,426 71,996 72012 72,50)
75,132 78,033 79,113 80,926 82,716 82,749 82,924
84, 8339 84,817 85,033 85, 403 85,825 86,373 86, 542 86, 60
87,033 88, 250 88,579 88,800 88,961 89,985 90,414 905
91,733 91,862 925505 93. 157 93, 178 93.502 93,728 94.497

—

Obstbaumzucht und Obstbaumpflanzung.
Der Obstbau ist für den Landwirth gewiß von großem Segen.
Sowohl einzelne Familien als ganze Gegenden verdanken demselber
ihren Wohlstand; und dennoch wird er manchmal auf die unverzeih
ichste Art und Weise vernachlässigt. Besonders wichtig ist der Obsibau
in Hinsicht der zunehmenden Bevölkerung, da durch ihn neue Nahrungs
quellen eröffnet und die Lebensmittel vermehrt werden. Grade wie die
Kartoffel früher ganz unbekannt und dann lange Zeit verachtet war
jetzt aber das vorzüglichste Nahrungsmittel ausmacht und Millionen
Menschen und Thiere ernährt, so wird auch eine spätere Generation im
Obstbau den gegenwärtig noch zu wenig beachteten Werth erkennen
Bei dem vielfachen Nutzen des Obstes, kaun dessen wohl nicht leicht zu
viel gebaut werden, besonders da man den Ueberfluß desselben für der
cignen Bedarf, durch den Handel leicht nur gut vexwerthen kann
Gegenwärtig ist dieser Ueberfluß in Deutschland noch nicht zu befürch
ten; im Gegentheil, es ist eher Mangel als Ueberfiuß daran. Wenn
aber auch mehr Obst gewonnen, als verbraucht werden sollte, so gib
es aber auch viele Länder, welche ihrer nördlichen Lage und sonstigen
klimatischen Verhältnisse halber, den Obstbau nicht betreiben können
Der Absatz in solchen Länder ist bekanntlich durch die vermehrten unt
beschleuniaten Transportmittel sehr erleichtert Jorden Mher guch vom
            
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