42,828, 48, 145, 48,438, 44, 310, 46,040, 47, 174, 48,808, 76,482 78,561, 78,908, 82 817, 88, !B7, 84, S64, 8S4, 608,
— 84 618, 84 812, 85 860, 88, 918, 86,852, 88 668, α
837.078 87387, 88 387, 62 268. 63 187, 6331ö6 66.461, und 92,414.
67605, 68,984, 70 825. 71 001, 71 220. 78 ööα αο
Kochen des Viehfutters durch heiße Wasserdämpfe,
Um die Futtermittel besser auszunutzen und gleichzeitig eine Er—
sparniß daran herbeizuführen, werden dieselben von Einigen bei dei
Fütterung der Kühe mit kochendem Wasser angebrüht, von Anderer
einer künstlichen Selbsterhitzung unterworfen; der uns schon lange als
Meister in der Viehzucht dienende Engländer aber kocht das Futter
durch heiße Wasserdämpfe.
Die verschiedenen Futtermittel, bestehend aus Stroh, Heu, Häcksel
Kaff, zerkleinerten Rüben, Kartoffeln, Schroot, Kleie, Oelkuchen und
nicht ohne Salz, werden zusammengemengt, oder schichtenweise nach
vorhergegangenem, mäßigen Anfeuchten mit Wasser, in großen hölzer—
nen Fässern oder ganz dicht gearbeiteten Kasten, wie in der Brennere
—DD— Oeffnung fest geschlossen
gargedampft. Wer eine Brennerei und Dämpfe übrig hat, wird nach
der Futterkammer eine Rohrleitung legen, oder außerhalb des Vieh—
stalles einen Dampferzeuger passend anbringen. Ist die Einrichtung
auch mit Kosten verbunden, so wird dieselbe, gegen die Methode des
Anbrühens oder der Selbsterhitzung, reichlich durch den höheren Ertrag
zufgewogen. Auch erfordert das Kochen des Wassers zum Anbrühen
mehr Feuerungsmaterial, als das Dämpfen des Futters, da bekanntlich
der Dampf von 1 Pfd. Wasser hinreicht, um 52 Pfd. kaltes Wasser
zum Sieden zu bringen. Man wird unter allen Umständen immer
zwei Futterkasten halten, sodaß, während von dem einen durch den am
Boden befindlichen Schieber gefüttert wird, der andere schon wieder ge⸗
füllt, resp. gedämpft wird. Ein Alliancehahn öffnet und schließt an der
Stelle, wo die Rohrverzweigung der Dampfleitung stattfindet, nach Er—
fordern. Die Boden der Kästen müssen gut schließen, damit von dem
Condensationswasser nichts verloren geht, dasselbe erforderlichen Falles
aufzufangen ist.
Die passendste Futterordnung ist dabei folgende:
Morgens 4 Uhr Anfang. 1) Gedämpftes Häcksel, vier kleine
Futter. 2) Ein kleines Futter Heu. Tränke. 3) Gedämpftes Hädsel,
drei kleine Futter. 4) Ein kleines Futter Heu. Bis 10 Uhr.
Nachmittags von 5 Uhr. Tränke. 1) Gedämpfles Hächsel,
drei kleine Futter. 2) Heu zur Nacht. Bis 7 Uhr.
Bei dieser Ordnung hat das Vieh die erforderliche Zeit zum
Wiederkäuen und zur Verdauung. Es ist in den drei Jahren solcher
Fütterung nicht einmal vorgekommen, daß das Futter von dem Vieh
nicht mit Begierde verzehrt wurde, während bei der Selbsterhitzung des
Futters dies gar zu häufig vorkommt. Auch ist hierdurch ermöglicht,
einen größeren Viehstand besser und mit nicht mehr Futtermitteln zu
ernähren, als bei der trockenen Fütterung. Somit kann dies Ergebniß
nur der Verbesserung des Futters durch Dämpfe zugeschrieben werden
wodurch dasselbe einer Temperatur von 80 Grad R. ausgesetzt wird
und jedenfalls zur Verdauung vollständiger vorgerichtet, als durch An—⸗
brühen, wodurch das Futter, namentlich bei kalter Jahreszeit, kaum auf
10 Grad erwärmt werden kann. Comparative Versuche haben ergeben,
daß durch das Dämpfen ein etwas höherer Milchertrag (8/. Proc.
erzielt worden, als durch das Anbrühen, und daß die Qualität der
Milch bei der Fütterung mit gedämpftem Futter ansehnlich steigt. —
Die Milch ist an Trockensubstanz überhaupt und an Butter besonders
zeicher, als die durch angebrühtes Futter erzeugte. Der Mehrgewinn
an Butter wird durchschnittlich 161/, Proc. betragen.
Im Gegensatz zur Fütterung mit langem, trockenem Futter erspari
man bei gedämpftem Futter 46 bis 50 Proc. der Futtermittel und diese
können bei der Dampffütterung zu einem größeren Theile aus Strol
und einem kleineren Theile aus Heu bestehen, als bei der Verfütte
rung langen trockenen Futters.
Ein anderer sehr wesenilicher Vortheil besteht allein schon in der
Wärme, welche dem Vieh dadurch gereicht wird, da die erste Thätigkeit
im Organismus damit beginnt, auf Kosten des im Futter enthaltenen
Amplon die Blutwärme zu erzeugen. Wo keine Schlämpefütterung oder
warme Tränke dem Vieh gereicht wird, ist dieser Umstand allein schon
von großer Bedeutung. GWergl. Fortschr. Jahrg. XIV. S. 324.5
Literatur.
Ueber die Fortschaffung der Immunditien aus den Städten
von Dr. Aug. Theod. Stamm. Leipzig, C. E. Kollmann, 1864.
Der Herr Verf. empfiehlt in diesem Schriftchen dringend, die Ein⸗
führung seines Systems der direkten Abfuhr. Er sagt, daß je des Ca⸗
nalisirungs⸗, Gruben- und Senkgrubensystem durchaus verwerflich sei,
da es gesundheitsbeeinträchtigend wirkt und durch dasselbe dem Boden
werthvolle Massen von Düngstoff entzogen würden. Die sich aus dem
System der directen Abfuhr nothwendigerweise ergebenden Vortheile sind:
1) Verbesserung der Bodencultur, daraus eutstehende Billigkeit der
Lebensmittel, namentlich der Gemüse. 2) Verbesserung des jetzt oft
krankheiterregend wirkenden Trinkwassers und der Luft. 3) Beforderung
der Sittlichkeit und Bildung. 4) Erhaltung großer Massen jetzt ver—
geudeter Düngstoffe, viele Millionen an Werth, welche fuͤr Zwecke der
offentlichen Wohlfahrt verwendet werden köunnen. Das Schriftchen ist
so überzeugend geschrieben, daß wir, die wir längst der Ansicht des
Herrn Verf. sind, diesen Gegenstand für so hochwichtig und bedeutent
halten, um alle Communalbehorden auf diese Brochure aufmerksam zu
machen und aufrichtig zu wünschen, daß solche derartige wohlorganisirti
Linrichtungen, wie sie der Herr Verf. angibi, in's Leben tufen moch⸗
sen, sie wuürden sich dadurch sicher ein unsterbliches Verdienst um das
Wohl der ihnen anvertrauten Bevölkerungen erwerben.
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1
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di
Le
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*
c, für größere Entfernungen auf 36 Stunden
Saarbrücken, den 22. October 1864.
Konigliche Fisenbahn-Direckion.
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J⁊œ
Pfennig⸗Tarif Ablade- Fisten.
g⸗ j Unter Aufhebung unserer generellen Bekannt
für Saar-Kohlen und Coaks nachung vom 20. Juni 1803 werden hiermi
die seit dem 18. December v. J. abgekürzter
nach Homburg und Oberursel Fristen zum Entladen der Robproducte in Wa—
(per Rudesheim) jenladungen bis auf Weiteres überhaupt auf allt
Von jetzt ab tritt ein Pfennig-Tarif für Saar v a den er sandetz selbst -— ueni
Kohlen und Coals in Exrtrazugen von minde un F i wnaer an
flens 3000 Centnern von den diesseitigen Gru den und abzuholenden Güter ausgedehn
ben nach Homburg und Oberursel Ger Rudes Die Abladefristen bemessen sich demnach, vor
heim) in Kraft. der Abfertigung des Avisbriefes auf der AÄdreß
Tarifs⸗Exemplare und Transport-Bedingungen sstation abgerechnet: —
heilen die Stations-Kassen Saarbrücken uͤndj 2. für dit Stations- und die zunächs
Neunkirchen gratis mit. dabei gelegenen Orte auf 6 Tages
stunden,
Saerbrucken, den 13. Oclober 1864 für abseits liegende Orte bis zu 1 Meil
Königl. Cisenbahn-Direction? Entfernung auf 24 Stunden und
Montag, den 7. November 1864,
Vormittaas 9 Uhr,
läßt die französische Ostbahn-Gesellschaft au)
ihrem Etablissement in der Hirschbach geger
Zahlungs⸗Ausstand oder bei Baarzahlung gegen
Rabatt versteigern:
10 Zugpferde mit vollständigem Geschirr
Wagen, Tümmel, Handkarren, Schubkarren,
Räder, Achsen, Hacken, Schaufeln, Waagen
Basküles), altes Eisen ꝛc, überhaupt Alles
was an Utensilien zum Betrieb gehört hai.
Sodann läßt Herr J. P. Heymes daselbft
eine Mobilien, welche auch vorher aus
freier Hand zu kaufen sind, verßeigern:
Kleider und Küchenschränke, Sopha, gepob
sterte Stühle, Betten mit Springfeder⸗Ma—
tratzen und sonstige Hausgeräthe.
Krechel. Notar