1 7— Der Abonnemenis⸗ Preit
— X — 7 betragt pro Quartal inel. Stempelstene⸗
—3 y 8 4 und Fraͤgerlohn für Saarbruͤcken un—
S — St. Johann 12 Silbergroschen.
b Fuͤr die durch die Post bezogenen Exen
plare 15 Silbergroschen.
Ersch eint Dinstag, Donnerstag und
Sonnabend. Bestellungen sind bei der
raͤchsten Post-Anstalt oder in der Ex⸗
vedition des Blattes zu machen.
Anzeigen portofrei einzureichen.
userti ons ·Gebuͤhren für die Garmond⸗
zeile oder deren Raum 9 Pf.
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ür
den Kreis Saarbrücken.
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Diustag den 18. October
1864.
Amtliches.
Aus diesem Grunde wollen wir mit der freundlichsten Unterstützung
des erlauchten Grundherrn als Geschenk des Landes an die Armee ei
ausschließliches
Mulitͤr⸗Vurhaus in TUarmbrunn
VJ
Bekanntmachung.
Nach einer Mittheilung der Ober⸗Post-Behörde in Warschau kon—
nen gegenwärtig Geldsendungen nach Polen von sämmtlichen polnischer
Grenz-⸗Post-Anstalten zur regelmäßigen Weiterbeförderung wieder über
nommen werden. Es sind in Folge dessen die Preußischen Post-An—
stalten ermächtigt worden, Geldsendungen nach dem Königreiche Polen
ohne die bisherigen Beschränkungen zur Post-Beförderung wieder an
zunehmen.
Berlin, den 12. Oktober 1864.
General⸗Post⸗Amt.
Philipsborn.
für alle Zeit gründen. Dasselbe — vorläufig mit 30 — 40 Betten
ausgestattet, so daß es also während der vier Monate der Saison, bei
einer Kurzeit von vier Wochen, 120 - 150 Kranken aufnehmen kann,
— soll alle auf die Benutzung der Warmbrunner Thermen angewie⸗
sene kranke Soldaten der Preußischen Armee und Flotte bis zum Feld⸗
webel einschließlich aufnehmen und ihnen freie Wohnung, Pflege
und Unterhalt während ihres dortigen Aufenthaltes gewähren.
Den ersten Anspruch auf die Freistellen haben zunächst die
durch die Strapazen des dänischen Feldzuges und durch Verwundungen
erkrankten und invalid gewordenen Krieger, auch wenn sie bereits aus
dem activen Militär-Dienst ansgeschieden und in bürgerliche Beschäf⸗
tigungen wieder eingetreten sind. Alle weiteren unbesetzten Stellen ge—
hoören der acktiven Armee und werden durch deren Behörden besetzt.
Außerdem wird ein Theil der Lokalitäten zu Wohnungen für er⸗
krankte Offiziere gegen eine mäßige Vergütung eingerichtet.
Ein Militair aus dem schleswigschen Feldzug wird als Kastellan
in dem Kurhaus wohnen und für die Verpflegung sorgen.
Der erste Badearzt, Geh. Sanitäts-Rath Dr. Preiß, hat sich
zur unentgeltlichen medizinischen Leitung des Instituts erboten.
Die Statuten der Anstalt, sobald deren Umfang einigermaßen
gesichert ist, werden Allerhöchsten Orts zur Prüfung und Bestätigung
vorgelegt werden.
Eine Commission des Comités ist bereits an Ort und Stelle mi
Unterstützung der standesherrlichen und der Ortsbehörden thätig gewe—
sen, ein geeignetes Grundstück zu acquiriren.
Im Frühjahr soll der Bau nach dem von einem hiesigen renom—
mirten Architekten gefertigten, später öffentlich auszustellenden Entwur
beginnen, doch schon in der nächsten Saison durch Unterbringung der
militärischen Kranken in Privatwohnungen die Stiftung in Thäiigkeit
treten. Da bis zum Frühjahr die Eröffnung der Gebirgsbahn bis in
die unmittelbare Nähe von Warmbrunn zu erwarten steht, wird die
Reise dahin bedeutend erleichtert werden.
Behufs der Zusammenbringung des nöthigen Kapitals für den
Erwerb des Grundstücks, den Bau und die Einrichtung des Kurhauses
und die freie Verpflegung der Kranken hat das unterzeichnete Comité
den Weg dieses öffentlichen Aufrufs an den Patriotismus seiner
Mitbürger gewählt. Wir glauben für dies Preußische Werk zu Preu—
ßischen Herzen nicht vergebens zu sprechen! Jede Gabe, die große wie
die kleine, wird willkommen, wird ein Stein zum Baue sein; jeder der
Geber ist ein Mitbegruünder dieses Ehren- und Dankesgeschenkes an
unsere Armee!
Seine Erlaucht der Graf von Schaffgotsch als Grundhern
ist an die Spitze der Subscription mit einer Zeichnung von Tausent
Thalern, der Zusage der freien Bäder und der Gewährung ver—
chiedener Unterstützungen für den Bau ꝛc. getreten. Das unterzcichnett
Tomité hat aus seinen eigenen Mitteln vorläuflg eine er ste Zrichnung
zon 500 Tssr hagr und der GFinrichtüung sßon 20 Potffen gemaäacht uin
Belanntmachung.
Das Militär-Kurhans in Warmbrunn.
In der Versammlung der Hilfsvereine füͤr die alliirten Truppen
in Schleswig und Jütland am 10. Juli zu Berlin ist der Antrag ge—
stellt worden, da bisher in den Preußischen Ländern eine Anstalt, wie
solche in Teplitz besteht, fehlt:
ein Kurhaus für Milglieder der Vreußischen
Armee und Zlolke
in Warmbrunn zu gründen.
Das Berliner Comité zur Verpflegung der durchpassirenden Ver—
wundeten (im Hoͤtel de Roͤme) hat die Ausführung dieses Auftrages
uͤbernommen. Es wendet sich an seine Mitbrüder mit dem Berich
uͤber die Schritte, die in dieser Beziehung bereits geschehen sind, und
mit dem Aufruf, dies vaterländische Werk als ein für die Zukunf
dauerndes Zeichen des Dankes für die glorreichen Thaten der preu—
hischen Armee im deutsch-dänischen Krirge von 1864 unterstützen zu
wollen.
Das Bad Warmbrunn ist gewählt worden, weil es in seiner
Heilkraft sich genäß dem Gutachten des ersten Badearztes Geheimer
Sanitäts-Rath Dr. Preiß aus Berlin am nächsten den berühmter
Quellen von Teplitz anschließt.
Die patriotische Wohlthätigkeit des erlauchten Grundherrn vor
Warmbrunn, des Herrn Grafen v. Schaffgotsch, hat bereits sei
Jahren zahlreiche Kranke der Armee, welche in Folge der unvermeid—
lichen Strapazen die segensreiche Heilkraft der Warmbrunner Thermen
benutzen mußten, durch Aufnahme in das Civil-Hospital und freie Kur
unterstützt. Dies ist in umfangreicher Weise auch in der eben vergangenen
Saison an den zahlreichen, durch die Leiden des Winterfeldzuges unt
durch Wunden dieser Kur benöthigten Soldaten geschehen. Die jähr
lich wachsende Zahl der ansuchenden bedürftigen Kranken aus der Civil
Bevölkerung ist aber so groß, daß davon das aräfliche Hospital ir
der stärksten Weiss in Ansyrnu »2nmmen wi