Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

yder zu versöhnen. Ich muß mich beschränken auf die mir gestellte
Frage, nämlich wie wird eine Hecke mit Ppicea gepflanzt und behan
»elt, zu antworten.
In Nord-Deutschland sind die Ppiceas-Hecken sehr gebräuchlich,
nan rühmt denselben nach, daß sie in mäßiger Breite angezogen und
rhalten werden können, auch nicht zur Vermehrung von schädlichen
Insecten beitragen, wohl aber durch ihre immergrüne Belaubung die
salten und trockenen Norostwinde abhalten. Endlich ertragen diese Hecken
en Schnitt und dauern über 50 Jahre.
Zur Anlage einer solchen Hecke taugen keine ältern Fichtenstämm
hen, und am wenigsten solche, welche geschlossen, in dichterem Stande
gewachsen, welche bercits die unteren Aestchen verloren haben, sondern
ingerlange. Man hebt sie mit den Wurzeln vorsichtig aus, setzt sie in
etwa 15—20 Centim. breite Gräbchen, 12 —515 Centim. weit von ein—
ainder entfernt nach der Schnur ein und ersetzt die etwa ausgehenden
Setzlinge in den ersten Jahren sorgfältig. Sobald die Pflänzchen an—
fangen nur zolllange Gipfel- und Seitentriebe zu bilden, schneidet man
dieselben um Johannis dicht unter der Endknospe mit der Scheere
ab, und setzt dieses Abschneiden alljährlich so lange fort, bis die Hecke
die erforderliche Höhe und Breite erlangt hat; von da an werden die
üngsten Gipfel und Seitentriebe jährlich ganz abgeschnitten. Die Weg—
nahme der Endknospen befördert die Bildung und Entwickelung der
Seiten-Knospen und Triebe an den jüngsten Sprossen und dadurch die
nnere Verdichtung der Hecken.

In dieser letzten Hinsicht wird sie zwar nicht so gleichmäßig aus—
fallen wie diejenigen von Weißdorn, dagegen ist sie dauerhafter und
verlangt weniger Sorge.

Vermischtes.
Zur Champignon-Cultur. Nach Kunstgärtner Gerlof!t
in Strzelno soll man im Sommer Reßäpfel sammeln und an einem
schattigen, luftigen Orte trocknen. Im Spätherbste macht man im war—
men Hause oder warmen Keller einen Kasten von beliebiger Größe,
hut unten etwas langen, trockenen Pferdemist hinein und oben auf die
getrockneten Roßäpfel, darauf eine dünne Schicht Erde, hält diese mä—
zig feucht und den Kasten siets bedeckt. — Will man zeitig im Herbste
Champignon oder Brut haben, so kann man die Methode im Freien
anwenden, ohne jedoch unten langen Mist zu legen und zuzudecken.

Um Käse vor Würmern zu schützen, wird Hopfen als ein
vortreffliches Mittel empfohlen; der Käse soll dadurch obendrein noch
einen guten Geschmack gewinnen. Auch zur Aufbewahrung von Obff
soll Hopfen mit Nutzen zu brauchen sein.

Verdingung
eines Dampfeylinders.
Für die 36zöllige Wasserhaltungsmaschine
ruf den Skalleyschächten der Grube „Dutt
veiler-⸗Jägersfreude“ soll die Lieferung einet
Dampfcylinders von 3 Fuß Weite und 8!/
Fuß Länge im Submissionswege öffentlid
»erdungen werden.
Die Bedingungen und Zeichnungen liegen
ei dem Unterzeichneten zur Einsicht offen
önnen übrigens auch gegen Erstattung der
Lopialien mitgetheilt werden.
Unternehmungslustige werden ersucht, ihr
Offerten, welche die Bedingungen anzuerken
nen haben, mit bezeichnender Ausschrift ver
ehen, bis zum 21. September c. Vor
nittags 10 Uhr, auf dem Büreau des Unter
eichneten abzugeben, in welchem Termine die
Fröffnung der Eingaben in Gegenwart der
twa erscheinenden Submittenten stattfinden
vird.
Duttweiler, den 3. September 1864.
Der Königl. Ober⸗Schichtmeister,
Becker.
Grummet-Versteigerung.
Am Mittwoch den 14. d. Mis., Vormittags
Uhr, werden zu Arnual in der Wohnung des
derrn Bruch, die den Herren Friebtich Duien
ind Eduard Koch zu Saarbrücken, R. Tollig
uu Düsseldorf, L F. Reppert zu Friedrichsthal
ind Philipp Diener-Klücker zur Arnual gehört
jen, auf den Bännen von Arnual und Gidingen
elegenen Wiesen in diesiährigen Grummenge—
ruß versteigert.

Der

Kram- und Vieh-Marhkt

43u

Illiugen
am Donnerstag den 1. September 1864, ist auf
Donnerstag den 15. desselben Monats

erlegt worden.
Ihlingen, den 3. September 1864.

Der c. Bürgermeister,
Neumeister.

Grummetgrasversteigerungen.
Die zum St. Arnualer Stiftsfonds gehö
rigen Wiesen, sollen an nachbenannten Tager
und Orten, in diesjährigen Grummetgenuß
»ffentlich versteigert werden, und zwar:
1) Montags den 12. September c., von
Morgens 9 Uhr ab, zu Arnual in den
Hause des Hause des Herrn Christian
Bruch, sämmtliche Wiesen Arnualer Banu
nes;
Mittwochs den 14nämlichen Monats,
Nachmittags um 3 Uh, zu St. Johann
bei Herrn Ludwig Eichacker, die Wieser
Saarbrücker und St. Johanner Banues
und
Freitags den 16. desselben Monais
Nachmittags um 3 Uhr, zu Güdingen be
Herrn Christian Wöiflinger, die Wiesen
Güdiuger Bannes.
St. Johann, den 26. August 1864.
Der Stiftskassen-Rendant,
E. Wontt.

Erben der verlebten Wittwe Heinrich Braun,
ihre sämmtlichen auf dem Banne von Malstatt⸗
Burbach gelegenen Wiesen und Ackerländereien,
worunter sich einige Parzellen zu Baustellen
eignen, unter günstigen Bedingungen zum Eigen—
thum versteigern.

A. Kewenig, Notar

Eine große Quentitat
Möllans,
Backstrine und
Handlteine

AAl. Kewenig, Noetar.

sind aus freier Hand zu verkaufen bei der
französischen Ostbahn⸗Gefellschaft zu Hirschbach,
Kauflustige wollen sich deshalb gefälligst an die
Beamten auf der Anlaage wenden.

Ancarnat-4leesamen
n schönster Qualität bei
Saarbrücken. J. B. Müller.
Diese Kleesorte kann im laufenden Mona
noch in Stoppelfelder gesät werden und eigne
sich besonders zum Ausbessern der lichten Stel—
in in Feldern? mit —
igem Klee.

Die Forstkasse
Bekauntwachung. befindet sich von Dinstag den 6. September an
Am Samstag den 17. Sepiember c, Nach iu dem Hause von F. Schlachter in St
nittags 2 Uhr, zu Burbach in der Wohnung Johann an der Brücke.
des Wirthes Philipp Niedner, lassen dul Eingana von der Schillerstras⸗
            
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