Literatur.
Jahrbuch der deutschen Vichzucht nebst Stammzuchthuch deutscher
Zuchtheerden, heraus gegeben von Wilh. Janke, A. Kärté«
ind C. v. Schmidt. (Mit Abbildungen berühmter Zucht:
thiere) J. Jahrgang, 1 Heft. Breslau. Verlag von Cduart
Trewendt. 1864.
Dieses in seiner Art ganz neue Product unserer landwirthschaft⸗
ichen Literatur soll die Inleressen ver Thierzucht im weitesten Umfange
fördern; indem es hier rathgebend, dort anregend den weiteren Fort⸗
chritt in Praxis und Theorie vermittelt, zugleich sollen aber noch viele
auͤdere für die deutsche Landwirthschaft wichtige Zwecke dadurch erreicht
verden; es dürfte uns jedoch zu weit führen und den verfügbaren
Raum unseres Blattes überschreiten, wenn wir die vielen Interessen
heleuchten wollten, die eine derartige periodische Zeitschrift wahrzu⸗
ehmen hat. Nicht zu verkennen ist es, daß eine solche ein Bedürfniß
i und zweifeln wir nicht daran, daß es den Herren Herausgebern
gelingen wird ihr vorgestecktes Ziel zu erreichen, Dem Jahrbuch
s ein Stammzuchtbuch deutscher Zuchtheerden beigegeben, so wein
in solches aus den, durch die Bereitwilligkeit deutscher Landwirthe
zingefandten Heerdenregistern, zusammengestellt werden konnte. Eine
Bouständigkeit kann erst dann erreicht werden, wenn alle übrigen Thier⸗
üchter die Eintragungen ihrer Stammheerden in dieses Stammzucht.
huch bewirken (für das 2. Heft werden Aufträge zu Eintragungen bis zum
1. März a. c. erbeten.)
Das ganze Unternehmen ist ein ebenso neues als nützliches und
für die deutsche Landwirthschaft hochwichtiges, möchte es von Seiten
der Herren Landwirthe und Thierzüchter durch Mitwirkung und Hülfe
diejenige Un terstützung finden, durch die es allein das werden kann
was die Herren Herausgeber beabsichtigen. Der Inhalt des Jahrbuchs
1. Heft, besteht aus Aufsätzen rühmlichst bekannter deutscher Landwirthe,
ind landwirthschaftlicher Schriftsteller, als Carl v. Schmidt, N. M
Wiäitt auf Vogdanowo, Dr. Wilkens auf Pogarth, G. v. Kessel,
Majoratsherr auf Rake a. Oels. A. Kärte, C. Jenisch und Frey,
enste in, Prof. Dr. Jul. Kühn, Direetor des landwirthschaftl. In⸗—
tituts der Universität Halle, Dr. Alex. Ziegler u. a. m.
Das 1. Heft inel. Stammzuchtbuch umfaßt ca. 10 Bogen gr. 8.;
er Druck ist schön, deutlich und correct, die Abbildgn. künstlerisch, Aus⸗
dattung elegant.
Technische Briefe.
Chemnitz, 21. Jan. (Zerstörbarkeit des Zinkes) Daß
Zinktafeln, wie auch Zinkröhren unter gewissen Umständen von keiner
angen Dauer sind, ist eine schon haäufig beobachtete Thatsache; es
vurde deshalb dieser Gegenstand in der hiesigen technischen Deputa—
sion einer Discussion unterworfen, wobei man dieselben Ansichten über
die Ursache der Zerstörung des Zinkes aussprach, wie in der polytech⸗—
nischen Gesellschaft in Berlin geschehen ist; daß nämlich die Harzsäure
des Nadelholzes, auf welchen die Zinktafeln liegen, so wie auch die
im Steinkohlenrauche enthaltene Schwefelsäure das Zink zerstören. Letz⸗
eres wurde durch folgende Thatsache bestätigt: An einem Bahnhofge⸗
häude, in dessen Schornstein man Zwickauer Kohlen brannte, hatte
nan das nach und nach zerstörte Zinkdach reparirt, als man hierauf
Potschappler Kohlen, die bekanntlich viel schwefelreicher als die Zwickauer
ind, brannte, wuͤrden die neuen Zinktafeln weit rascher zerstört, bei An—
vendung von Englischen Kohlen bemerkte man dagegen keine Zerstörung.
Außer den angegebenen Ursachen muß man die Zerstörbarkeit des Zinkes
vohl auch noch in dessen größerer oder geringerer Reinheit suchen;
denn es ist bekannt, daß das käufliche Zink, welches stets etwas Eisen
ind Blei enthält, sich auch leichter in Säuren löst, als das chemisch
reine Zink. Ein Bleigehalt von 0,5 /0 macht aber das Zink geschmei—
diger, man gibt deshab dem zur Blechfabrikation dienenden Zinke einen
Jeringen Bleizusatz, wohingegen für Zink, welches zu Messing dienen
oll, ein Bleigehalt von 0,250/, höchst schädlich ist. Durch einen
großen Eisengehalt wird das Zink spröde und brüchig. —
* ⸗
Fischerei-Verpachtung.
Durch das Ableben des seitherigen Fischerei
pächters Theodor Koenig von St. Johanr
ist der Saar-Fischerei-District von der Mündung
»es Scheidter-Baches bei Brebach bis Güdingen
zachtlos geworden, und soll auf Anordnung
Königl. Regierung für die Zeit vom 1. April
d. J. bis dahin 1867, — also auf 3 Jahre, —
anderweit an den Meistbietenden ausgeboter
werden.
Indem ich hierfür Termin auf Montag den
4. März c., Vormittags 10 Uhr, auf meinem
Amtslokale anberaume, bemerke ich, daß die
Hacht-Bedingungen auf meiner Kanzlei, sowie
auf den Bürgermeisterei-Aemtern zu Brebach
zrnd St. Arnual zur Einsicht offen liegen.
Saarbrücken, den 25. Februar 1864.
Der Königl. Landrath,
v. Gärtner.
Kheinisches Tandwehr-KRegiment Nr. 30.
7. Compagnie. (Saarbrücken).
Die Frühjahrs-Controllversammlungen pro 1864
verden wie folgt abgehalten:
Bannbrücke am 9. März, 10 Uhr Vrm.,
Dudweiler „9. 2„Nachm
Schaafbrucke
Kleinblittersdr
St. Arnual
Saarbrücken
1. Jobann
Holz⸗ Versteigerung.
Am Donnerstag, den 10. März e,
Vormittaas 9 Uhr,
vird in der Behausung des Wirthes Michle—
dahier, aus dem Gemeindewalde von Völklingen
solgendes Holz versteigert, nämlich:
District Kuhpanz:
62 Eichenstämme von 2545 Cubikfuß,
26 Klafter Eichen-Scheit⸗ u. Knüppelholz.
District Kleine Kreutzberg:
17 Eichenstämme von 2310 Cubikfuß,
3 Buchenstämme von 166 F
2 Klafter Eichen⸗ Scheit⸗ u. Knüppelholz u
28333, Aunbruch.
District Große Kreutzberg:
16 Eichenstämme von 236 Cubikfüß,
District Alte-Chaussee:
7 Eichenstämme von 275 Cubikfuß.
Völklingen, den 26. Februar 1864.
Der Bürgermeister,
Fühlwein.
Pfennig⸗Tarir
ffür Saar-Kohlen u. Coaks nach Nassau.
Der Pfennig-Tarif für Saar-Kohlen⸗ und
Coaks-Sendungen, in Extrazügen von min—
destens 5000 Etr., findet nach den bisherigen
Bedingungen hinfort auch auf die Herzoglich—
Nassauischen Eisenbahn-Stationen: Esch—
hofen, Runkel, Villmar, Aumenaunu.
Weilburg Anwendung.
Der bezügliche Tarif kann auf den Kohlen⸗
Hruben, sowie auf den Güter-Expeditionen
Saarbrüͤcken und Bingerbrück eingesehen werden.
Bestellungen sind entweder an die Eisenbahn⸗
Direction zu Wiesbaden oder Saarbrücken, oder
an die hiesige Bergwerks-Direction zu richten.
Saarbrücken, den 1. März 1864.
Königl. Eisenbahn Direction,
v. Düring.
HolzVersteigerung.
Am Dienstag, den 8. März d. J.,
Vormittags 9 Alhr,
wird in der Behausung des Wirthes Baltes
zu Püttlingen, aus dem Gemeindewalde
von Püttlingen, District „Katzenbrunnen,“ solgen—
des Holz versteigert, nämlich:
17 Eichenstämme von 57 bis 157 Cubikfuß
22 Aspenstämme,
46 Aspenstangen von 5 bis 6 Zoll Durch
messer.
23!,2Klafter Eichen-Anbruch-Scheit- und
Knüppelhoiz,
3Klafter Eichen-Scheitholz,
291. Buchen-Knüppelholz,
9 Eichen-Knüppelholz,
Aspen-Knüppelholz und
„Reiser.
ingen, den 26. Febrnar 1864.
Der Bürgermeister,
Küũnhlwein.
Holzversteigerung
im Stiftsforst Gersweiler.
Das in dem Schlage Bremmenrädchen des
Ztiftsforstes Gersweiler vorhandene Holz, soll
Donnerstag, den 10. März c.,
von Morgens 9 Uhr ab, zu Gersweiler in dem
Hause des Herrn Johann Thiel, ösfsentlich an
den Meistbietenden versteigert werden, und zwar:
6 Eichen⸗Stämme,
1 Buchen-⸗Stamm,
2 Birken-Stämme,
10 Aspen⸗-Stämme,
24 Birkenstangen,
20,350 Stück Gerten,
168/, Klafter melirt Knüppelholz.
St. Johann, den 26. Februar 1864.
Der Stiftskassen-Rendant,
E. Wonntt.
/
Prim.
7
Malstatt Nachm
Gersweiler Vrm.
n Ludweiler Vitgs.
—* Volklingen Nachm
— Vrm.
ickthß) Heusweiler m7 „Nchm
Ju Dudweiler, Saarbrücken und St. Johann er
heinen beim ersten Apell die Reserven und 1
ufgebot, beim zweiten Apell das 2. Aufgebot und
er Train.
An pünktliches Gestellen und das Mitbringen
rMilitairpapiere wuüd erinncet
Saarbrücken, den 25. Februan 1864.
Totzke,
Bezirksfeldppebel.
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