Große, starke, erwachsene Süßkirschbäume lassen sich sehr gut mit
dlen Sorten bepfropfen. Bei ihnen ist vorzuüglich zu berücksichtigen
zaß die höher stehenden Aeste immer mehr nach dem Stamme zu ab⸗
jenommen werden, damit sie nicht uͤber einander zu stehen kommen und
ine schöne Krone bilden.
Beim Pflaumenbaum muß man nie vergessen, dem Baum einen
zugast zu lassen, damit der Saftzufluß und die Ausdünstung nicht zu
ehr gehemmt und gestört werde. Später, wenn die Edelreiser getrie⸗
zen haben, schneidet man ihn ab und nimmt zugleich die an den Pfropf—
jellen neugetriebenen wilden Zweige weg, beschneidet die Triebe der
pfropfreiser und sucht dadurch der Krone eine schöne Form zu ver—
chaffen. Gewöhnlich werden die Pflaumen⸗, vorzüglich die Zwetschen—
äume, bloß verjüngt. In diesem Falle muß man die überflüssigen
driebe mit dem zweiten Jahr wegnehmen und nur diejenigen stehen
assen, die zur Erlangung einer schönen Krone nothwendig sind.
Rubens. (Landw. C.Bl.)
Aus dem Norden eingeführtes Getreide.
In seinem Berichte über die internationale landw. Ausstellung zu
Hamburg bemerkt der Königl. Garteninspektor Jühlke in Erfurt Folgendes:
Die höchst bemerkenswerthe Thatsache, daß die Getreidearten
bdon Schweden und Norwegen jn kürzerer Zeit und unter einem nie⸗
drigen Durchschnittswärmegrade zur Reife gelangen, als in anderen
dändern, läßt sich nur' durch die vermehrte Einwirkung des Lichts und
in Folge dessen in einer größeren Anhäufung von Kohlenstoff in dem
Samen erklären. 3 und Erbsen von dort zur Aussaat bezogen,
reifen in Deutschland incl. des 3. Jahres, wie ich mich durch wieder⸗
holte Versuche davon überzeugte, volle 14 Tage früher; von diesem
Zeitpuncte ab geht die Pflanze aber wieder zuruͤck und beugt sich den
Fimatischen Einflüssen, welche hier auf ihre Entwickelung einwirkten,
so daß die Vorzüge der frühen Reife im 5. Jahre nur noch unbedeu⸗
end sind. Die vom noördlichen Schweden und Norwegen zur Aussaat
»ezogenen Getreidearten und Hülsenfrüchte schälten auch bis zu diesem
Zeitpunkt viel schwerer. So z. B. differirk das Gewicht bei jedem
p̃funde Erbsen um etwas mehr als 5 Loth, — ein Umstand, der den
3* wohl Veranlassung bieten dürfte zur Wiederholung dieser
Versuche.
u Im
Prämien-Markt
für das
schö u ste Rindvieh
und
herlsosung von Vieh und landwirthschaft
lichen Geräthschasten
am 1. September 1864
in St. Wendel,
Regiexrungs-Bezirk Trier.
Indem wir uns erlauben, das auswärtigt
publikum auf diesen sehr bedeutenden Viehmarkt
vo die schönsten Schweizer-⸗/ Glan⸗ und Landes
Racen vertreten sind, aufmerksam zu machen,
aden wir gleichzeitig Käufer und Verkäufer zu
echt zahlreichem Besuche hierdurch freundlichst ein
Diese Gelegenheit benutzend, wollen wir nich
unterlassen, unsere zwei großen Viehmärkte, wel
he jedes Jahr am
Wendelins-Tag (20. October) und
Nicolaus-⸗Tag (. December)
bgehalten werden, hiermit in Erinnerung zu
oringen.
Der hiesige Besuch ist durch die Rhein
Nahe-Eisenbahn, welche unsere Stadt be
ruͤhrt, nach allen Richtungen hin sehr erleichtert.
St. Wendel, den 28. Juli 1864.
Die Direction der landwirthschaftlichen Local—
Abtheilung und die Verloosungs Commission.
Rumschöttel. Arimond. Mall. E. Jochem
E. Marschall. J. Tholey.
Vreisviehmärkte in Kusel.
Dienstag den 16. August und Dienstag den 27. September
nuͤchsthin,
finden zu Kusel Viehmärkte mit Preisvertheilungen statt, wozu höflich einladet.
Kusel, den 2. August 1864.
Das Bürgermeister-Amt
Schleip.
Bekanntmachung. Bekanntmachung.
Fur die Schlafhäuser der Königlichen Stein. „Die Bahnhofs-Restauration zu Loauisen—
83 8 I *— 88 thal wird bis zum 1. November, d. J pacht⸗
ieferungen im Wege der öffemuchen Suhmis los und soll von diesem Tage ab im Wege ver
ion verdeben werden shennichen Submission anderweit vergeben wer⸗
480 Stück Handtuͤcher, Hierauf Reflektirende werden ersucht, ihre des⸗
50 „ Stthohsäcke. fallsigen Offerten unter der Aufschrift:
44, Leintücher. „Offerte zur Pachtung der Bahnhofs⸗
Restauration zu Louisenthal“
Unternehmungslustige wollen ihre Offerten sbis zum 14. Seplember c. Vormittags 11
velchen eine Probe des zu verwendenden Ma Uhr, im Büreau der Betriebs-Inspektion hier—
erials beigefuügt sein muß, versiegelt und mis selbst versiegelt und portofrei einzureichen, wo—
entsprechender Aufschrift bis Samstag den selbst sie im Beisein der etwa erscheinenden Sub—
27. August c, Vormittags um 10 Uhr, imzmittenten geöffnet werden.
Büreau der Schichtmeisterei zu Bur bach er! Die Bedingungen für diese Verpachtung kön⸗
Saarbrücken abgeben, woselbst die Eroöffnung nen auf der Station Louisenthal, sowie im Bü—
m Beisein der erschienenen Submittenten erfol reau der Betriebs-Inspection hierselbst eingese⸗
Jen wird. hen werden.
Die Bedingungen liegen im bezeichneten., Bemerkt wird noch, daß der jährliche Pacht—
p Aet oftt sinnd 3 ben uu außer der Uebernahme der Heizung und
Erstanung der Copiallen abschriftlich“ begoge Blleuchtung der Wartesäle auf 80 Thlr. fest—
e gesetzt worden ist und event. der Zuschlag ohne
Rücksicht auf höhere Gebote erfolgen wird.
Burbach, den 5. August 1864. Trier, den 8. August 1863.“
Der Oberschichtmeister, Der c. Betriebs⸗Inspector,
ESpiknas. Bayer.
Directer Güter-Verkehr
mit Frankreich (via Forbach).
Vom 1. d. Mis. ab, ist ein anderweiter in
ernationaler Güter-Tarif für den Verkehr zwi
chen Frankreich und Deulschland via Forbach
n Kraft getreten.
Von diesem neuen Tarife werden auf unseren
Stationen Saarbrücken, Saarlouis, Merzig,
Trier, Neunkirchen, Birkenfeld, Creuznach und
Bingerbruͤck in den nächsten Tagen Exemplare.
äuflich abgegeben werden.
Saarbrücken, den 4. August 1864.
Königliche Eisenbahn-Direction.
Verkauf einer Mühle.
—* 3
Bau-Verdingung.
Am Mittwoch den 17. Augustec., Vor
mittags 10 Uhr, wird auf dem Bürgermeisterei—
Amte zu St. Arnual die Maurer⸗ und Stein—
hauerarbeit, wegen der Herstellung der Brücke
über die Mühlenbach bei der Güdinger Mühle
veranschlagt zu 123 Thlr. 3 Sgr. 9 Pfg., öffent
lich an den Wenigstnehmenden verdungen.
Der Kosten-Anschlag liegt auf dem hiesiger
Bürgermeisterei-Amte zur Einsicht offen.
St. Arnual, den 8. August 1864.
Der Bürgermeister
Quien.
Eine Mühle, ganz nahe bei Trier
gelegen, aus 3 Gängen, einer Oelmühle
Wohngebäude, Scheuͤne, Stallung, Gar
l¶ bestehend, welche das ganze Jahr
sindurch mit vollständiger Wasserkraft versehen
st, sich im besten Zustande befindet, und insbeson
dere sich zur Anlage einer Gerberei vorzüglich eig—
net, ist aus freiet Hand zu verkaufen. Die Be—
dingungen bezüglich des Verkaufs derselben können
sehr günstig gestellt werden.
Nähere Auskunft ertheilt das Commissions-Ge—
cha fts⸗ Comptoir
M Emmel, Nagelstraße No. 14