Sobernheim, Pauli, Gutsbesitzer zu Maarhof, Esch, Gutsbesitzer
zu Ossendorf, Franz Kleinermann, Gutsbesitzer zu Dürboslar
Franz Broich, Gutsbesitzer zu Buscherhof bei Neuß, Conr. Gerretz
Gutsbesitzer zu Schmalbroich, Heinr. Gehr, Gutsbesitzer zu Honne⸗
— ——
Schmitz-Werrotte, Gutsbesitzer zu Hersel, Frings, Gutsbesitzer
zu Buschdorf.
3. Für Schafe: Jos. Bram, Gutsbesitzer bei Xanten, Meller,
Bürgermeister zu Rommerskirchen, Joh. Schmitz, Gutsbesitzer zu
Renneshof bei Anrath.
4. Für Schweine: Jos. Bram, Gutsbesitzer bei Xanten, Johann
Schmitz, Gutsbesitzer zu Renneshof bei Anrath.
5. Geräthe und Maschinen: Carl Florenz, Guätsbesitzer zu Ober—
morentod, Thelen, Guisbesitzer zu Kriel, Aktinson, Maschinen—
bhauer zu Altenhoven, C. Thywissen, Gutsbesitzer u. Kaufmann zu
Neuß, Eduard Wansleben, Maschinenbauer zu Crefeld.
6. Für Ackerprodukte: Meller, Gutsbesitzer zu Groß-⸗Münchhof
bei Rommerskirchen, J. A. Martin, Gutsbesitzer zu Ecweiler, Lorenz
Scherer, Gutsbesitzer zu St. Tönis, Schillings, Bürgermeister
zu Guͤrzenich, Dr. Kra emer, Administrator zu Poppelsdorf, Schmitz,
Butsbesitzer zu Winnenthal, Zurhelle, Gutsbesitzer zu Schurzelt.
7. Für Handelsgewächse: Math. Bücklers, Fabrikinhaber zu
Dülken, Kamp, Oekonom zu Dülken, Hoogen, Gustsbesitzer zu
Dorenburg bei Grefrath.
8. Fur Garten⸗ und Obstbau: Carl Krafft, Gutsbesitzer zu
Buir, Friedr. Gräff zu Kreuznach, W. Brenner, Lehrer zu D'horn,
Daubenspeck, Superintendent zu Heinsberg, Münster jun., Ritter⸗
gutsbesißer zu Wesel, Funke, Garten⸗Direltor auf Schloß Dyck.
9. Für Seidenbau: Lic. Blum, Pfarrer zu Dürboslar, Stern
berg, Bürgermeister a. D. zu Aachen, Frhr. v. Diergardt, Geh.
Commerzienrath zu Viersen, Geyr, Gutsbesitzer zu Kambergerhof bei
Neuß, Gust. Heimendahl, Kaufmann zu Crefeld.
10. Für Bienenzucht: Kimnach, Gutsbesitzer zu Weiler a. d
Nahe, Lic. Blum, Pfarrer zu Dürboslar, Dr. Pollmann zu Bonn
11. Fuͤr Fischzucht: A. Iven, Gutsbesitzer, Haus Breitenbent
dti Linnich, Caspers, Gutsbesitzer zu Coblenz, Aug. Schnabel,
duts besther zu Hückeswagen, Frhr. Carl v. Spiegel, Gutsbesitzer
u Bühne, bei Warburg, Bra un, Ober- Ingenieur zu Moresnet
Weber, Lehrer zu Heckinghausen bei Barmen, Prenger Sohn, Fi
chereibesitzer zu Wesel.
12. Für Fabrikate aus Produkten der Landwirthschaft: Albers,
Apotheker zu Kerpen, Engelmann, Baumeister zu Kreuznach, Pet.
deckschen, Gutsbesitzer zu Oppum, Dr. Hasenclever, Fabrikant
u Aachen, Braun, Oberingenieur zu Moresnet, Dr. Marquart,
Fabrikbesider zu Bonn, br. Karmroͤdt Din der Versuchsstation zu
St. Nikolas, Risse, Versuchschemiker zu Poppelsdorf.
18. Für Wiesenbau und Drainage: Gehlen Gutsbesi
7 * bzer zu
nnir, J. A. Schmis, Lok. Abth. Direktor zu abschbe Rees, Rols
oven, Lok.Abth.Direktor zu Steinbreche bei Bensberg, Haßlacher
kandrath a. D. zu Aachen, Horn, Kreis-Wiesenbaumeister zu Aachen
V. Werbahn, Gutsbesißer u. Kaufmann zu Neuß.
14. Für Weinproben: Schoemann, Banquier in Trier, Ja
odd onhauer zu Boppard, Hoeffler, Oberforstmeister zu Coblenz,
irzuzberg zu Ahrweiler, Groyen, Weinhändier zu Königs⸗
inter, Gropen, Gastwirth zu Rolandseck, Leuen, Bürgermeifter
Benrath.
F 8 5 landwirthschafiliche Bildung: Frhr. v. Hilgers, Land—
e ülich, v. Fellenberg, Gutsbesizer zu Merzig, v. Scheven,
Aberlehrer zu Crefeld, Bredt, Oberbürgermeister zu Barmen, Dr. C.
armrodt, Direktor zu St. N.kolas.
(Forisetzung folat.
4
Bericht
über den Befuch des landwirthschaftlichen Wanderlehrers, Herrn
Rentamtmanns Kühner von Ehrenfels, im
Beazirke Ellwangen.
(Fortsetzung aus No. 57 d. Bl.)
Viel und gutes Futter gibt viel und guten Dünger. Viele Bau—
ern erzeugen zu wenig Duͤnger, sie treiben eigentliche Raubwirthschaft,
weil sie vom Acker bloß verlangen, ohne ihm wieder zu geben, blos
holen, ohne wieder nach Verhältniß hinzuführen. Alte Sprüche sagen:
„Mist ist die Seele der Landwirthschaft,, und: „Mist ist der Bauern
List.“ Der Mist soll also sorgfältig gesammelt, richtig behandelt und
cvbenso verwendet werden, denn er ist es hauptsächlich, der den Geld—
beutel des Landmanns spickt. Was sollen wir nun von den braunen
Bächlein sagen, die man nicht selten durch die Orischaften fließen sieht?
Wahrlich, sie geben fette Straßen und magere Accker. Die Jauche
enthält vortreffliche Duͤngerstoffe, die man lieber sammeln, als nachlässig
davon laufen lassen sollte. Man hat berechnet, daß die Jauche von
einer Kuh einen jährlichen Düngerwerih von 25 — 26 fl. hat. Ein
Hauptbestandtheil des Düngers ist das Ammoniak; dieses aber ist ein
flüchtiger Körper, welcher in die Luft entweicht, wenn er nicht durch
irgend ein Mittel festgehalten, gebunden wird. Wer hat nicht schon
zu Zeiten den scharfen Geruch in den Stallungen wahrgenommen und
dabei ein Beißen in den Augen empfunden? Dicses Scharfe und Bei—
ßende ist Ammoniak, das sich aus den festen und flüssigen Auswürfen
der Thierr in die Luft verflüchtigt hat. Man öffnet dann rasch die
Thüre und sonstigen Oeffnungen im Stalle und läßt den besten Be⸗
standtheil des Düngers entweichen. Schon um der gesunden Luft
willen sollte diese scharfe Ausdünstung verhindert werden, das Vieh
muß die Luft einathmen und fühlt sich dabei unwohl, die Milch rahm
nicht, bekommt allerlei Flecken und man sagt dann sogar manchmal,
sie sei verhert, während die ganze Hexerei in der verdorbenen Luft im
Stalle liegt. Diesen in Rede stehenden Düngerbestandtheil kann man
sehr leicht dadurch festhalten und binden, daß man Gyps in den
Dünger streut, und zwar schon im Stalle. Die scharfe Ausdünstung
hört dann auf und dem Dünger bleibt das, was ihn zu einem guten
Dünger macht. Kommt der Mist vom Stall in die Dunggrube, so
sollet da regelmäßig aufgesetzt, satt getreten und wieder min ein paar
Händen voll Gyps überstreut werden, damit sich die feinen Stoffe bei
der Gährung nicht verflüchtigen können. Man wird leicht einsehen,
daß diejenigen, welche ein Verflüchtigen des Ammoniaks sowohl im
Stalle als auf der Miststätte zulassen, häufig einen Dünger ausführen,
der die Hälfte seiner düngenden Kraft schon verloren hat. Wer je
wieder eine Lage Erde auf den Mist bringt, erreicht denselben Zwed
wie mit Gyps. Das Regenwasser darf nicht zur Dungstätte laufen,
weil es den Dünger auswascht, die Jauche aber darf nicht weglaufen,
sondern muß gesammelt und zur Begießung des Düngers, sowie zur
Ausfuhr auf Aecker und WiesenJverwendet werden. Der ausgeführte
Dünger soll nicht erst auf große Haufen geführt und liegen gelassen
werden so daß er verdunstet und ausgeschwemmt wird, sondern er soll
sogleich auf das Feld gebracht, gebreitet und abgetrocknet untergepflügt
werden. Läßt man den Dünger ausgebreitet auf dem Acker liegen, so
verflüchten sich im Sommer die haupfisächlich düngenden Stoffe, wes⸗
halb diese Methode verwerflich ist, im Winter dagegen mag es immer⸗
hin geschehen, der Grund hiervon ist selbstverständlich. Der unter—
geackerte Dünger düngt nicht nur, sondern verbessert den Boden auch
physikalisch durch Erwärmung.
Ein Beispiel, welche Wirkung ein mit Gyps behandelter Dünger
hat, ist folgendes. Von zwei Pächtern, deren Güter im Gemenge lie⸗
gen, behandelte der Eine auf geschehene Anregung seinen ——
Gyps, der Andere nicht. Aber bald zeigte sich die Wirkung: die Wie
sen des Pächters, der seinen Duͤnger nicht mit Gyps behan delt hatte
sahen gegen die des andern Pächters so aus, als ob sie schon gemähl
wären, und ein eben so großer Unterschied zeigte sich auch auf den
Feldern. Diese Lehre genügte, um auch den andern Pächter zu aleicher
Behandlung seines Düngers zu vermögen.
Schluß folgt.)