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plare 15 Silbergroscheu.
den Kreis Saarbrücken.
MMe 52.
Dinstag den 14. Juni
1861
— ———
Amtliches.
Bekanntmachung.
Beim Löschen eines am 20. v. M. im Districte Todtenmann
No. 31p des Reviers Holz ausgebrochenen Waldbrandes hat sich der
zu Sulzbach wohnende Holzschneidemühlenbesitzer Ludwig Zeitz durch
zweckentsprechende Anordnungen und rasche und thätige Hülfeleistung
ausgezeichnet und dadurch dem weiteren Umsichgreifen des Feuers Ein
halt gethan, was wir hiermit belobend zur öffentlichen Kenntniß brin—
gen. Trier, den 30. Mai 1864.
Amtsblatt II. 3934. f.) Königl. Regierung.
Bekanntmachung.
Die am 1. Juli d. J. fälligen Zinsen der Staatsschuldscheine der
Ztaatsanleihen von 1856 und 1859 und der neumürkischen Schuld
erschreitungen können bei der Staatsschulden-Tilgungs-Kasse hierselbst
Oranienstraße 94, unten links, schon vom 16. d. M. ab in den Wo
chentagen von 9 bis 1 Uhr Vormittags, mit Ausschluß der drei letzten
Werktage jedes Monats, gegen Ablieferung der betreffenden Coupons
in Empfang genommen werden.
Von den Regierungs-Hauptkassen werden diese Coupons vom 20
. M. ab, an jedem Wochentage, mit Ausnahme der Tage vom 15
se 19. jedes Monaits, eingelöst werden.
Die Coupons müssen nach den einzelnen Schuldengattungen ge
ordnet und es muß ihnen ein, die Stückzahl und den Betras
er verschiedenen Appoints enthaltendes, aufgerechnetes und unterschrie
»enes Verzeichniß beigefügt sein.
Berlin, den 1. Juni 1864.
Haupt-Verwaltung der Staatsschulden.
Jon Wedell. Gamet. Löwe. Meinecke
Personenposten.
Abgang von Saarbrücken-Bahnhof:
nach Hanweiler (Saargemünd) ..
8 Uhx 20 Min. Vorm.
5, 25 Nachm
8, 30, Vorm.
— J 5 30, Nachm
nach Lebach per Heusweiler .. 54 254, Nachm
und außerdem —W—
nach Heusweiler .... 710, Vorm
von St. Johann. h F 4
nach St. Inabert
Die Grenzen des Ersindungsgeistes im Trausport⸗
wesen.
Von Dr. Engel.
Verwendung im Transportwesen finden; das ist die. Expansionskraft
des Dampfes. Sie trat als neue Kraft zur Muskelkraft, zur Schwer—
* und zum Luftdruck hinzu. Bald zeigte es sich, daß sie die ande—
ren bis dahin benutzten Kräfte an Nachhaltigkeit, Wohlfeilheit und
Verwendbarkeit ganz außerordentlich überflügelte. Wie groß immerhin
der Vortheil der Ersetzung der Chausseen durch Eisenbahnen gewesen
wäre, — hätte als Zugkraft nur die Muskelkraft der Thiere zur Ver—
fügung gestanden, so würden sie damit niemals ihre jetzige Bedeutung
und Ausdehnung zu erlangen im Stande gewesen sein.
Im Allgemeinen kann man sagen: Je solidarischer Weg, Kraft
und Fahrzeug unter einander verbunden sind, oder je mehr sie für ein⸗
ander erfunden, geschaffen und ausgebildet sind, desto vollkommener ist
diese Art des Transports. In den Eisenbahnen erblicken wir daher
gewissermaßen ein Ideal des Transportwesens. Eine Aenderung in
der Kraft, oder auch nur in der Stärke und Benutzungsweise dersel⸗
ben, kann die bedeutsamsten Folgen hinsichtlich des Weges oder de—
Bahn und der Fahrzeuge nach sich ziehen und umgekehrt. Die Ge—
schichte der Eisenbahnen, wie kurz an Zeit sie auch ist, hat tausendt
von Belägen für diesen Satz.
Die Eisenbahnen sind freilich ganz und gar eine künstliche Trans⸗
portweise. Aber das Künstliche an ihnen ist nicht eine Entfernung von
der Nalur, sondern eine Annäherung an ihre größten Vollkommenhei—
ten, eine Vereinigung des Besten, was sie bietet, und eine Verminde⸗
rung der Nachtheile, welche sich stets mit in ihrem Gefolge befinden.
In Bezug auf Horizontalität, Geradlinigkeit, Glätte, Ausdehnung nach
allen Richtungen hin stehen die Eisenwege, namentlich in den Ländern
mit einem vielverzweigten Eisenbahnnetze, den Wasserwegen des Mee—
und der aroßen Seen schon Nemsich »abe Moch das nicht allein
Fortsetzung.)
Zwischen Weg, Kraft und Fahrzeug ist eine Reihe verschiedenen
Lombinationen möglich. Jedes geschichtliche Stadium des Transport
vesens entspricht irgend einer der zulässigen Combinationen. Diese
auf dem Schema sofort ersichtliche Zulässigkeit entscheidet gleichzeitig
über die innere Möglichkeit und Zweckmäßigkeit einer Transportmethode
Es wird, um ein recht grelles Beispiel zu wählen, Niemand auf den
Gedanken kommen, einem mit Gas gefüllten Luftballon seinen Weg in
diner Röhrentour anzuweisen. — Allein nicht blos der Kritik dient das
Tableau. Es lehrt Dem, der es an der Hand der Geschichte in seinen
Details prüft, unter Anderem auch, inwieweit die Rückschritte im Trans—
»ortwesen, welche nach dem Untergang des römischen Reichs ganz Eu—
opa beimsuchten, auf einem Verstoß gegen das Eingangs genannte
natürliche Verkehrsgesetz beruhen; es läßt erkennen, wie wesentlich die
riesenhafte Entwickelung des Verkehrs der Gegenwart in der richtigen
Auslegung und Anwendung jenes Gesetzes seinen Grund findet; und
endlich legt es Zeugniß dafür ab, daß die großartige sociale Umgestal⸗
ung unscrer Zeit, soweit sie auf dem vervollkommneten Transportwesen
ocruht, nicht minder aus dem Studium der Naturwissenschaften her—
vorgegangen ist, wie die anderen Hebel des Volkswohlstandes, dessen
wir uns rühmen und erfreuen.
Vermöge dieses Stadiums wird eine der stärksten, portativster
und überall zu beschaffenden Kräfte in das gewerbliche Leben der Vol
»er einageführt. und nothwendig mußte se jner odän sosier guch 6.4.