»inem alljährlichen Umsetzen. Der Granatbaum ist nämlich bei uns
m Pflanzenreiche das, was der Schlemmer unter den Menschen ist.
kr jann des Guten im Essen und Trinken nie zu viel bekommen; da⸗
n wird er nicht etwa hinfällig und krank, wie der Mensch, welcher
ifür oft schwer zu büßen hat, sondern er gedeiht um so besser.
Es wäre gewiß eine lohnende Aufgabe für unsere Handelsgärtner,
rgleichen blühbare Baume mit Dünger, nur nicht mit Kalk in Masse
eran zu ziehen; an Absatz nach allen Seiten hin würde es nicht feh⸗
n, da überall in Stadt und Land ein Bedürfniß vorliegt, alle Som⸗
erwohnungen, so wie alle Badebrter nahe und fern auf das Ge—
hmadvollste gärtnerisch auszuschmücken. GBerg. landw. C.Bl.)
Aulage und Regulirung von Pumpen.
Die Pumpen gehören, auch wenn alle ihre Dimensionen richtig
estimmt sind, zu denjenigen Maschinen, welche den Technikern, die sich
nit ihnen zu beschäftigen haben, auf die eine oder andere Weise nicht
lten durch Betriebsstörungen viel zu schaffen machen. Prof. Fink, der
n einer längern Abhandlung in der Zischr. des D. Ing.Vrns. die
Anlage der Pumpen behandelt, erwähnt daselbst u. a. den Fall, daß
nan bei Druckpumpen mit Plungerkolben nur den obern Theil des Cy⸗
inders ausbohrt, den untern dagegen weiter gießt und die nach dem
Druckventil abgehende Röhre am Boden des Cylinders einmünden
äßt. Hierbei sammelt sich häufig in dem Zwischenraume zwischen Cy⸗
inder und Kolben Luft an, deren Gegenwart sehr schädlich einwirken
ann, da sie sich beim Aufgange des Kolbens ausdehnt und das Oeff—
ien des Saugventils verspätet, während sie beim Niedergange des
dolbens comprimirt wird und durch das Druckventil nicht eher Wasser
nustritt, bis der Druck dieser Luft das Ventil zu heben vermag. Bei
2“ Kolben⸗ und 21/,“ Cylinderdurchm. würde z. B. Luft, die beim
Aufgange des Kolbens Atmosphare Spannung besitzt, beim Nieder—
zange des Kolbens auf —*228 . 2,0 Altmosphären compri⸗
nirt werden und die —** könnte, wenn auf dem Druckventil eine
Vassersäule von 87 Sächs. S 2, Atm. lastet, gar kein Wasser geben.
in solcher Luftsack läßt sich aber sehr leicht vermeiden, wenn man die
ich dem Drucbventil führende Röhre im obern Theile des Cylinders
atreten läßt oder Reuleaux's Entlastungshahn anwendet. Ein
iderer beachtenswerther Umstand ist der, daß die Saugröhren wo⸗
oglich nie nach der Pumpe zu fallen, sondern stetig nach derselben
zigen müssen. Die Luft, welche das Wasser unter atmosph. Drucke
afgenommen hat, entweicht zum Theil, wenn sich dasselbe beim Auf⸗
eigen in der Saugröhre unter geringerem Drucke befindet, sammelt
ch in dem höhern Theile des Saugrohres, tritt endlich in die Pumpe
ind stört deren regelmäßigen Gang. Wo diese unrichtige Lage der
augroͤhre durchaus nicht zu vermeiden ist, muß man im höchsten
runkte eine verticale, durch einen Hahn verschließbare Abzweigung
abringen, durch ein besonderes Saugventil den Abfluß des Wassers
hindern und die Luft durch Füllen des Rohres mit Wasser austreiben:
»der auf diesem höchsten Punkie eine Pumpe aufstellen.
Bei Brunnenpumpen darf man, um vor dem Mitfoördern von
Sand geschützt zu sein, das Saugrohr nicht zu tief (höchstens 2 über
Boden) herabhängen lassen und die Saugöffnungen nicht nach Unten,
ondern nach Oben oder nach der Seite richten; die Oeffnungen des
Saugkopfes (Senkkorbes) müssen im Gesammtquerschnitte mindestens
doppelt so groß sein, als der Querschnitt des Rohres, damit eine etwaige
Verstopfung eines Theiles derselben keinen wesentlichen Nachtheil mit
sich bringt. Auch die Druckröhren läßt man gern von der Pumpe ab
teigen, weil sich sonst leicht in dem Druckventilgehäuse Luft ansammelt,
»der, wenn das Fallen der Röhren nicht zu vermeiden ist, kann man
wenigstens einen Hahn zur gelegentlichen Entfernung der Luft anbringen.
Um die von den Pumpen gelieferte Wassermenge dem Bedarfe anzu⸗
hassen, versieht man die Pumpen mit Regulirungsvorrichtungen.
Die Ausrückung wird meist in Ausrückung der Bewegungsmechanis⸗
nen bestehen; in den seltenen Fällen, wo dies nicht angeht, verbindet
man am besten die Lenkstange durch eine Buchse und einen Keil mit
der Kolbenstange; wird der Keil herausgeschlagen, so bleibt die Pumpe
stehen. Versieht man den Pumpenkorper mit einem kleinen Lufthahne,
so kann man durch dessen volle oder theilweise Oeffnung die Pumpe
leicht ganz oder theilweise außer Thätigkeit setzen; doch ist diese Ein—
richtunng mehr zur vollständigen Ausrückung geeignet, da bei nur ver—
nindertem Wasserquantum Wasser aus dem Hahne abfließt; besser
erreicht man Regulirung und Ausrückung, wenn man den Lufthahn an
das Saugrohr anschraubt, nur läuft dann beim Stillstande das Wasser
eicht aus dem Saugrohre ab; letzteren Uebelstand beseitigt man dadurch,
daß man zwei Saugventile anwendet und den Lufthahn zwischen beide
egt. Bei Pumpen hydraulischer Pressen, wo das Saugventil durch
das kurze gerade Saugrohr leicht zugänglich ist, hebt man zur voll⸗
tändigen Ausrückung dieses Ventil, bei Bergwerkspumpen zuweilen
das Druckventil. Man kann auch das Saugventil ganz oder theilweise
an der Erhebung verhindern oder das Saugrohr durch einen Hahn
absperten, wobei jedoch leicht Stöße entstehen. Die beste Regulirung
wäre, dem Pumpenkolben eine veränderliche Zahl Hübe zu geben oder
den Hub selbst veränderlich zu machen; doch lassen sich diese Verän—
derungen nicht immer auf eine einfache Weise während des Ganges
der Pumpe vornehmen. Eine erwähnenswerthe Construction besteht
darin, daß in einer Pumpe zwei Plunger olben, die gemeinschaftlich ein
Saug- und ein Druckventil haben, durch je eine Kurbel betrieben wer⸗
den. Bei gleicher Stellung beider Kurbeln entsprechen beide Kolben
einem von doppeltem Querschnitte, bei entgegengesetzter liefert die Pumpe
jar kein Wasser, dagegen in Mittelstellungen muüͤtlere Wassermengen.
Das häufigste Regulirungsmittel besteht darin, den Raum ober⸗ und
unterhalb des Druck- oder Saugventils durch ein Rohr mit Hahn zu
»erbinden. Soll der Wafferabfluß nach einem bestimmten Punkie hin
abgesperrt werden, so pflegt man auch wohl von dem eigentlichen Druck⸗
rohre eine Seitenabzweigung zu machen und beide Theile mit Hähnen
so zu versehen, daß, wenn der eine geschlossen wird, der andere sich
offnet und umgekehrt. Gleich zeit iger Abschluß beider Hähne würde
ein Zersprengen des Druckrohrtes oder den Bruch von Betriebstheilen
Ader Pumpe zur Folge haben.
Bckanntmachung.
Um Sonnabend den 28. Mai e.,
achmittags von 4 Uhr ab, sollen in der e
usung des Herrn v. Michler hierselbst, die
HOerstellung einer Ladebühne beim Albert⸗
hachte der Königl. Steinkohlenzeche „Gerhard.
inz Wilhelm“ vorkommenden nachstehend ver—⸗
hneten Arbeiten und Lieferungen dem Min—
tfordernden öffentlich verdungen werden:
Thlr. Sgr. Pf
. Die Erdarbeiten, veran⸗
schlagt zu 5. 10814 — —
Die Maurerarbeiten ver—
anschlagt zu . 1165 287
Die Lieferung von 379 Schacht⸗Rth.
Sand bruchsteine,
i. Die Lieferung von 14,000 Stück Back—
teine,
Die Lieferung von 681 O.⸗Fuß bear
zeitete 6 starke Sandsteinplatien.
6. Die Lieferung von 70 Ckfuß bearbeitete
Ankerquadern,
Die Lieferung von 190 l. Fuß bear
beitete Sandsteinschwellen,
3. Dite Lieferung von 570 Tonnen Kalk
9. Die Lieferung von 390Kummen Sand.
Kosten-Anschlag und Bedingungen sind zur
Linsicht der Interessenten offen gelegt.
Louisenthal, den 20. Mai 1864.
Der Ober⸗Schichtmeister,
W. Posth.
1)
Mittwoch den 8. Junisc., von Mor—
gens 9 Uhr ab, zu Arnual in dem Hause
des Herrn Christian Bruch, sämmtliche
Wiesen Arnualer Bannes;
Donnerstag den 9. nämlichen Mo—
nats, Nachmittags 3 Uhr, zu St. Johann
bei Herrn Ludwig Eichacker, die Wiesen
Saarbrücker und St. Johanner Bannes;
Freitag den 10. desselben Monats,
Nachmittkags um 3 Uhr, zu Gübdingen in
dem Hause des Herrn Christian Wölf—
linger, die Wiesen Güdinger Bannes,
und
Montag den 13. gedachten Monats,
Nachmittags um 3 Uhr, zu Voölklingen in
dem Hause der Wittwe Georg Falch, die
Wiesen Völklinger, Wehrder und Geislau—
terer Bannes.
St. Johann, den 17. Mai 1864.
Der Stiftskassen⸗Rendant,
C. Wonktt.
2)
3)
7
Heugras-Versteigerung.
Die zum St. Arnualer Stiftsfonds gehöri—
een Wiesen sollen an nachbenannten Tagen und
Irten, in diesjährigen Heugenuß, öffentlich ver—
teigert werden, nämlich: