Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

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ir

den Kreis Saarbrücken.

38 42.

Sonnabend den 21. Mai

1864.

— —

Amtliches.

sonst durch das Auslaufen verselben eine große Zahl anderer Sendun⸗
gen leiden würde.
Berlin, den 17. Mai 1864.

Bekanntmachung.

General-Post-Amt.
Philipsborn.

Obwohl die nachbezeichneten Feldpost-Relais, wohin Privatpäcke—
eien für die preußischen Militairs und Milttair⸗Beamten gesandt wer—
oerden können, nämlich:

Bekauntmachung.
Nachdem zufolge der mir zugegangenen Reg.-Verfügung vom 4.
d. M. II. 5231. die Veranlagung der durch das Gesetz vom 21. Mai
861 eingeführten Gebäudesteuer im diesseitigen Regierungsbezirke
ahezu vollendet ist, mache ich die betheiligten Interessenten des dies⸗
eitigen Kreises darauf aufmerksam:
) daß etwaige Reclamationen gegen die Einschätzung der Gebäude
binnen 4 Wochen präclusivischer Frist, vom Tage der Aushändi—
zung des Auszuges der Veranlagungs-Nachweisung an den
betr. Hausbesitzer ab gerechnet, bei dem unterzeichneten Konigl.
Landrath, als Ausführungs-Commissar der Gebäudesteuer-Ver—
anlagung, anzubringen, sowie *
daß die durch Untersuchung unbegründeter Reclamationen
entstandenen Kosten von dem beir. Reclamanten zu erstatten sind
Saarbrücken, den 11. Mai 1864.
Der Königl. Landrath,
v. Gärtner.

Aalborg, Skive, Viborg, Hobro, Randers, Aarhuus, Skander—
borg, Horsens, Veile, Kolding, Christiansfeld, Hadersleben, Apen⸗
rade, Rothekrug, Gravenstein, Flensburg, Husum, Cappeln,
Schleswig, Rendsburg, Eckernförde, Kiel, Heiligenhafen, Burg
auf der Insel Fehmarn, Neumünster und Altona,

miäglicher Verbindung mit Hamburg stehen, so kann der Transport
ener Päckereien nach den besonderen Verhälmissen doch nicht so schnell
»on Statten gehen, als für Sendungen auf gleiche Entfernungen in⸗
jerhalb Landes gerechnet zu werden pflegt. Es kommen nicht selten
ie Fristen der Nachsendungen bei veränderten Dislocationen hinzu. Um
» mehr werden die Versender von Privatpäckereien — mit Rücksicht auf
ie eingetretene warme Witterung — ersucht, bei der Auswahl von Le⸗
»ensmitteln nicht solche Gegenstände in die Packete zu legen, welche
inem Flüssigwerden oder sonstigen schnellen Verderben ausgesetzt sind.
Unzulässig ist es noch, Butter auf jenem Wege zu versenden, indem

Gebrauch des Salzes für Rindvieh.
sSchluß.]

zungsmittel oder als Arznei; man kann sich aber auf das Gesagte be—
chränken, weil es das Resultat unmittelbarer Beobachtung bei Rindvieh
sst, das mit schwach gesalzenem Futter gefüttert wurde, und solchem
welches das Futter ohne Salz erhielt.

Die englischen landwirthschaftlichen Zeitungen haben mehr als
inmal die Aufmerksamkeit auf die Thatsache gelenkt, daß eine bestän—
dige Gabe von Salz in mäßigen Dosen die Entwickelung des Fohlens
beschleunigt und die Muskelkraft des Pferdes befördert. Man behaup—
et auch, daß die Gewohnheit, das Futter der Pferde zu salzen, diesel—
»en Vortheile bietet, die wir eben aufgezählt haben, außerdem, daß es
)ieses Thier weniger der Entzündung des Magens, der Unverdaulich—
eit, dem Dampf, den Würmern, dem periodischen Fluß und der Phy—
natosis (Wasser in den Beinen) unterwirft.

Wenn Salz zum erstenmale an Schafe oder Ochsen gereicht wird,
leichviel in welcher Gestalt sie es erhalten, so unterlassen sie nicht, ihr
Wohlbehagen bei dem Geschmack desselben an den Tag zu legen. Wird
s als Medicin gegeben, entweder um Ungewöhnlichkeit zu verhüten,
»der eine Krankheit zu bekämpfen, so wirkt es besser, wenn es rein ge—
geben wird; wird es aber regelmäßig jeden Tag gegeben, oder dreimal
hie Woche, als ein Theil der täglichen Nahrung, so ist es vorzuziehen,
s genau mit dem Futter zu mengen, mag dasselbe roh, in Gährung
zebracht oder gekocht sein. Es ist nie ein Fall bekannt geworden, in
velchem man bei Rindvieh, das gewohnheitsmäßig Salz erhielt, hätte
ehen können, daß es mit dem trockenen Futter verschwenderisch umging,
oder einen Theil desselben unberührt in der Krippe liegen ließ.

In derselben Weise ist von glaubwürdigen Schriftstellern erwähnt
vorden, daß es Ochsen bewahrt vor Entzündung der Eingeweide, aku—
er und chronischer Unverdaulichkeit, Lungensucht, Typhus und der Bil—
»ung von Egagropilen (einer steinigen Bildung in den Eingeweiden,
ꝛie von Borsten, Haaren oder Ueberbleibseln von Pflanzen herstammt).

Bei Schafen hat uns der Versuch gezeigt, daß der zur Gewohn⸗
eit gewordene Gebrauch von Salz der Verdorbenheit der Säfte, der
Drehkrankheit, den Wilimern ꝛc. in außerordentlicher Weise vorbeugt,
ind bei den Schweinen scheint es Finnen und andere Störungen zu
zerhüten.

Es ist nun an der Zeit, wenn möglich die nöthige Quantität Salz
zestzustellen, die regelmäßig dem Rindvieh zugetheilt werden soll, damit
olches den größtmöglichen Vortheil von demselben ziehen kann und
dor allem ein Uebermaß vermieden wird. Dies ist keine leichte Frage,
noch ist es eine, bei der ich mich ausschließlich auf meine eigene Er⸗
fahrung stützen kann, um ein für allemal die geeignete Dosis Salz für
die verschiedenen Gattungen von Hausthieren zu bestimmen. Ich werde
Deshalb versuchen, mir auch die Erfahrung Anderer zu Nutzen zu ma—
hen, und zwar sowohl die der Landwirthe Englands, als die der
andwirthe des Festlandes.

Dieses sind die Krankheiten, bei denen sich der zur Gewohnheit
zewordene Gebrauch des Salzes als Vorbeugungsmittel erwiesen hat.
Es können uoch verschiedene andere erwähnt werden, bei welchen man
annimmt, vaß Salz eine heilsame Wirkung hat, entweder als Vorbeu—
            
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