Anstrich taännener Fußböden. Um solchen Fußböden einen
dauerhaften Anstrich zu geben, welcher das ebenso unangenehme und
ungesunde, wie für die Böden nachtheilige Abwaschen unnöthig macht,
nehme man: 1 Pfd. Gelbholz, /2 Pfd. Ocker, 6 Loth Pottasche, 12
doth gelbes Wachs. Am Abend bevor man die Farbe bereiten will,
wird das Gelbholz in 3 Maß ( Pfd.) Regenwasser eingeweicht und
den andern Tag durch ein Sieb gepreßt. In die Hälfte dieser
Mischung bringt man das in kleine Stücke geschnittene Wachs, setzt sie
auf's Feuer und rührt beständig bis zum Kochen. Dann fügt man
die Pottasche bei und läßt die Mischung abkühlen. — In der anderen
Hälfte der Mischung wird der Ocker aufgeweicht und erwärmt, worauf 4
beide Mischungen zusammen bis zum Kochen erhitzt werden. Während so — Moschinenban Deuschlanng
* J gung auf, daß mindestens 8/
des Kochens muß stets fleißig gerührt und damit fortgefahren werden Maschinen nach fremdländischen Mustern gebaut werden; daher iom
bis die Masse erkaltet ist. — Ein neuer Fußboden wird zweimal damit denn auch vah von Lamwirihen hänsig geklagt vid daß .
dünn bestrichen und mit einem sogenannten Bleischrupper tüchtig frot⸗ Maschinen I guůt gebaut sind und daß man seuen van dwern
tirt. — Hat der Boden nicht genug Grund, so muß er noch einmal7
—— indet, welche Reparaturen, die daran entstehen, machen können; ad
rerseits klagen wieder die Maschinenbauer über Unkenntniß und um
ige Handhabung und Behandlung der Maschinen Seitens der Lan
Literatur. virthe. Beide Klagen sind nur zu oft gerechtfertigt. — Um desn
. zelständen abzuhelfen, gibt es nach des Herrn Verfassers Ansicht
Mittheilungen über tiefe Bodenbearbeitung, Reiheucultur und die dazu zeeignetes Mittel in dem oben erwähnten Project.
vom Verfasser construirten Maschinen und Geräthe. Durch 22
in den Tert gedruckte Abbildungen erläutert, nebst Zeugnissen über „Es müisse mit jeder landwirthschaftlichen Lehranstalt auch at
die Leistungen der Maschinen ec. Von Nud. Sad in Plagwitz u andwirthschaftliche Maschinenbauanstalt verbunden sein und beiden
deipzig, fruͤber in Loben bei Lützen. Leipzig 18614, Baumgaͤrtner's iner Oelonomie im Zusammenhange stehen, in welcher die Anweudun
Buchhandlung. der Geräthe und Maschinen praktisch kennen zu lernen Jedem gebot—
st.“ In der vorliegenden Schrift ist dieses Projekt und dessen Ves
Tiefcultur, Bodenlockerung und Lüftung, gleichmäßige Vertheilung heile weitläufig erdriert und va der Herr Verfasser selbst praktisci
des Samens, regelmäßige Unterbringung der Saat, Stellung der Pflan⸗ dandwirth gewesen, so ist auf sein Urtheil und seine Ansichten in du
zen in Reihen mittelst der Drillcultur, damit sie behackt und befahren ꝛc. ser Beziehung ein doppeltes Gewicht zu legen. Wir empfehlen — *
werden können, sind bekanntlich Haupterfordernisse, um einen hohen die vorliegende Schrift jedem Landwirth mit Ueberzeugung, indem wi
Ertrag des Acers hervorzubringen, — da sich an den Pflanzen selbst ins mit den darin niedergelegten Grundsätzen, besonders aber mit d
meist nichts bessern und operiren läßt, so sind Werkzeuge und Maschi- erwähnten Projekt, völlig einverstanden erklären.
nen, mit denen man die Ackerbestellung am vollkommensten und mit
möglichst wenig Kraft⸗ und Zeitaufwand nach obigen Erfordernissen Moöchte das lobenswerthe Streben des Herrn Verfassers mit
beschafft, die unerläßlichen Bedingungen zum rationellen Ackerbau. verdienten Erfolge gelrönt werden und seine Plane Anklang und
Solche Geräthe und Maschinen zu construiren, ist des Herrn Ver— —
fassers unablässiges Bestreben gewesen und mit der vorliegenden Schrift Der Schrift ist noch ein Programm der landwirthschaftlichen
hezweckt derselbe, seine Erfindungen der Oeffentlichkeit zu übergeben. Janstalt zu Plagwitz beigegeben.
Bekanntmachung.
Sie enthält die möglichst spezielle Beschreibung der Maschinen und
cäthe mit Zeichnungen erläutert, um es Jedem möglich zu machen,
zin Urtheil zu bilden. In der Hauptsache soll die Schrift zur Begrp
dung eines Projects dienen. Der Herr Verfasser sagt näml
nachdem er die von ihm erfundenen und abgebildeten Geräthe ausfüht
ich beschrieben und über deren Leistungen eine Menge Zeugnisse lan
virthschaftlicher Autoritäten beigefügt hat, daß ihm bei seinen Ers—
dungen niemals ein anderes zu gleichem Zwecke verwendetes Gera
als Muster gedient hat, sondern, daß es selbstständige deutsche Erfi
dungen sind; er sagt ferner::
größere einen Durchmesser von 34, die kleinere
von 29 Zoll.
Kauflustige Gemeinden resp. Kirchen-Vor⸗
tände wollen sich an den Unterzeichneten in
—XLV—
Großhemmersdorf, den 14. April 1864.
Kreis Saarlouis.)
Der Bürgermeister,
Jacobs.
Berdingung
eines
Das im Laufe des Jahres 1864 auf den
Königlichen Steinkohlengruben disponibel wer⸗
dende alte Gußeisen soll öffentlich zum Verkaufe
ausgeboten werden. Kauflustige wollen ihre
chriftlichen Angebote mit Bezugnahme auf die
Berkaufsbedingungen bei der unterzeichneten
Bergfaktorei bis zum 20. Mai d. J., des
—WèwWG
welchem Termin die Versteigerung des alten
Gußeisens stattfinden wird.
Die Verkaufs-Bedingungen liegen auf der
Bergfaktorei zur Einsicht offen.
Kohlwaage bei Saarbrücken, den 25
April 1864.
Königliche Bergfaectorei.
Verkauf von
Gußstahl⸗Glocken.
Die Gemeinde Körperichhemmersdorf
hesitzt zwei neue, noch ungebrauchte Gußstahl-Glocken
von 590 resp. 336 Pfund, welche, daf
der örtliche Bedarf durch den Umguß der alltent
Metallglocken gedeckt ist, verwerthet werden sollen.
Die Glocken, in der Fabrik des Bochumer
Vereins für Gußstahl-Fabrication gefertigt, ha
ben einen schönen, harmonirenden Klang, die
Backstein⸗Asphalt⸗-Fußbodens
Die Herstellung eines Fußbodens aus B
teinpflaster mit Asphaltguß in dem neu zu
zauenden Zechenhause fuͤr Grube Dudweil
Jägerfreude, veranschlagt zu 300 The
ollam 23. Mai c. a., Nachmittag
Ahr, auf dem Büreau des Unterzeichneter
eicitativnswege öffentlich verdungen werden
Dudweiler, den 29. Apri 1864.
Der Ober⸗-Schichtmeiste
Becker.
AAICIIXIXCXIIIIII
Holz⸗Versteigerung
Am Freitag den 18. Mai e.
Nachmittags 2 Uhr,
wird bei dem Wirth Brach in Auersma“
das nachbenannte, im District Wehrholz
ällie Bau⸗ und Brennholz öffentlich men
end versteigert, nämlich:
47 schöne Eichenstämme,
2 Eichen-Stangen,
20 Klafter Scheit- und Knüppel
28 „ Rkeeiser.
Kleinblittersdorf, den 4. Mai 1864.
Der Bürgermeiste
Emmerich.
Bekanntmachung.
Die Anlieferung von
10,000 lauf. Fuß Zinkwetterlutten
ür die Königliche Bergfactorei Kohlwaage
oll im Wege der Submission vergeben werden.
Lieferungslustige wollen ihre Offerten, welche
auf die Bedingungen gegründet sein müssen
nit entsprechender Aufschrift versehen bis zun
28. d. Mits. Vormittags 10 Uhr an unterzeich
ijeter Stelle einreichen, zu welcher Zeit die
Offerten in Gegenwart der etwa erschienener
Zubmittenten eröffnet werden.
Die betr. Lieferungsbedingungen können hier
eingesehen, auch gegen Erstaltung der Copialien
Abschrift ertheilt werden.
Kohlwaage bei Saarbrücken, den 4. Mai 1864.
Könialiche Berafactorei.
Derausgeber und Verleger: mann'sche Buchhandlung in Saarbrücken. — Druck
Sonnenburg in Trier