lerscheint Dinstag, Donnerstag und
Sonnabend. Bestellungen sind bei der
raͤchsten Post-Anstalt oder in der Ex⸗
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zcile oder deren Raum 9 Pf.
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7 * — — betraͤgi pro Quartal incl. Stempelsteue
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—20 —4 J — El. Johann 12 Silbergrofchen.
—EM 7 — —2 Für die durch die Post bezogenen Exem—
plare 15 Silbergroschen.
den Kreis Saarbrücken.
M 33.
Sonnabend den 30. Apri
1864.
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Amtliches.
die Reihen der Krieger gesteckt werden, so ist auch das Loos, selbst
wenn die Einwandernden diesem Schicksal entgehen sollten, für die Ar—
beiter sehr zweifelhafter Natur. Es mag wohl Gegenden, wie das
Steinkohlenrevier Pennsylvanien's geben, wo der Bergmann eine Zeit
ang ausreichenden, ja vielleicht scheinbar glänzenden Lohn verdient,
aber jene Gruben sind nur immer ein Theil des Jahres im Betriebe
und den übrigen Theil müssen die Arbeiter betteln gehen, wenn sie von
ihrem Verdienste nicht gespart haben; hierzu wird ihnen aber jede Ge—
legenheit fehlen, da die Lebensbedürfnifse doppelt und dreifach theuer
sind, also zum Sparen für die Tage der Noth und des Elends nichts
übrig bleibt. Wir können aus allen diesen Gründen die unserer Ob⸗
hut anvertrauten Bergleute nur warnen, sich von glänzenden Schilde—
rungen des glücklichen Looses, welches einzelne Abenteucrer etwa vor⸗
piegeln, nicht blenden zu lassen, müssen vielmehr ernstlich rathen, hier
m Lande zu bleiben, durch redliche treue Pflichterfüllung sich einen gu⸗
en Verdienst zu verschaffen und durch weise und haushälterische Spar—
amkeit sich an der heimathlichen Stätte die goldenen Berge aufzubauen,
velche sie jenseits des Oceans in dem fremden Lande zu finden hoffen,
die dort aber in eitel Dunst verfließen.
Personal-⸗Chronik.
Die Berg-Assessoren Karl Friedrich Eilert und Wilhelm Follenius sind zu
Zerg-Inspectoren ernannt worden;
Verfügung vom 25. April 1864 — betreffend eine
Bekanntmachung des Central-Hülfs-Vereins.
Der Central-Hülfs Verein hat im Eingange einer öffentlichen Be—
anntmachung erwähnt, daß eine große Zahl der für ihn bestimmten
Haben in Kiel nicht angekommen oder doch wenigstens nicht an seine
Adresse gelangt sei. Da hierin bei den zahlreichen durch die Post ab—
jesandten Päckereien ein Vorwurf auch gegen die preußische Post-Ver—
valtung liegen würde, so bringt das General⸗-Post-Amt zur Kenntniß
zer Post-Anstalten Folgendes:
Es ist bei der Beförderung der Päckereien mit milden Gaben
iberall kein Fall einer Unredlichkeit vorgekommen. Das Ober-Post—
Amt in Hamburg, welchem die Weiterspedirung der Sendungen oblag,
nuß über den Verbleib einer jeden Sendung Auskunft geben können.
Als dem Ober-Post-Amte noch nicht bekannt war, daß der Central—
dülfs⸗Verein eine getrennte Verwaltung bilde, sind die für ihn bestimm—
en Päckereien den Lazarethbeständen zu Kiel und in Folge der dorti—
zen Anhäufung denen in Rendsburg zugeführt worden. Diedspeziellen
Berzeichnisse hierüber sind vorhanden. Sobald die getrennten Verwal—
ungen dem Ober⸗-Post-Amte bekannt geworden, hat die Zuführung der
— —
»erselbe heutigen Tags besteht, genommen.
Hiernach sind die Post-Anstalten in den Stand gesetzt, etwaige
Anfragen der Absender zu beantworten. Es steht übrigens nichts ent—
jegen, daß, wenn die Absender es wünschen, noch besonderegLaufzettel
iber die einzeinen Sendungen erfolgen.
Berlin, den 25. April 1864.
Bekanntmachung.
Wir haben die Anweisung ertheilt, daß allen Denen, welche nach
Amerika auszuwandern beabsichtigen, der Urlaub verweigert wird; sie
verden also nur mit Aufgeben ihrer Rechte als Knappschafts-Mitglieder
hre Absicht ausführen können.
Diejenigen Bergleute, welche mit Hülfe eines Darlehens aus
der Knappschafts-Kasse Häuser erbaut haben und bei Gelegenheit der
Auswanderung dieselben verkaufen, dürfen nicht darauf rechnen, daß
rernerhin der Knappschaftsvorstand die Uebertragung der Schulden
in die Knappschaftskasse auf den neuen Ankäufer in solchem Falle
zenehmigen wird; derselbe wird vielmehr niemals derartige Kaufacte
mit der vorbehaltenen Genehmigung versehen.
Saarbrücken, den 14 April 1864.
Königliche Bergwerks-Direktion.
Feststehende Termine
für sämmtliche Herren Bürgermeister des Kreises
pro Monat Maise.
General-Post-Amt.
Bekanntmachung.
Es ist zu unserer Kenntniß gekommen, daß einzelne der auf den
koniglichen Steinkohlengruben in“ Arbeit stehenden Bergleute die Ab—
icht haben, nach Amerika auszuwandern, wohin schon verschiedene ih—
et Kameraden vorausgegangen sind. Während die Auswandernden
Nier einen sicheren und bei der jetzigen schwunghaften Förderung ein—
räglichen Verdienst , die wohlerworbenen Rechte als Mitglieder des
egensreichen Knappschaftsvereins, ja zum Theil mit schweren Opfern
rkauftes Eigenthum in die Schanze schlagen und Preis geben, gehen
ie in der neugewählten Heimath einer dunkeln, ungewifsen Zufunft,
Melleicht dem größten Elenr entgegen. Denn abgesehen davon,
8 den augenblicklichen kriegerischen Zuständen Nordamerika's alle
RNenfähigen Männer und zumal die kräftigen, zühen und ausdauern—
»en Deutschen, sobald sie d⸗WBoden Amerika's betreten, sehr gerne in
Nähere Bezeichnung
der zu erstaͤttenden Vorlagen.
Der landrathlichen
Des dräth
—8 Verfügung
Datum
* Datum. vr.
15 8. Aug. 1856. 3602
5 126. Nov. 1863. 8990
13. Aug 18563725
27. Apri 1853. 2791
1
2
Betrag der Oster-Colleete für die armen Stu—
direnden zu Bonn.
Vorlage der Klassensteuer-Nestitutions-Anträge
pro 1863 )... ..
Gesuͤche um Unterstuützungen aus dem Grund—
ste uer Remissions Fonds pro Mai e. ..
1 Landesverweisungen pro Monat Mai e.. ..
3
) Der ad 2 vorstehend bezeichnete Termin besteht auch fuͤr die Herrn Steuer⸗
Einnehmer des Kreises.
Saarbrücken, den 26. April 1864.
Der Königl. Landrath,
v. Gäriner.